Newsletter 18/99 vom 09.09.1999
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 09.09.1999 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Neu auf telarif: Internet-Abfrage, News-Archiv
  2. Telegate: Rund um die Uhr auf Platz 1 der Call-by-Call-Liste
  3. Microcall: Ausland ab 11 Pfennig, Inland ab 3,5 Pfennig
  4. Berlikomm: Kostenlos in Berlin quasseln, günstig surfen
  5. Kostenlos telefonieren und surfen
  6. Internet ab 3 Pfennig pro Minute
  7. Flatrate ade
  8. Günstige Telefontarife nur für kurze Gespräche
  9. Schnelle Telefonkonferenzen
  10. Arcor: ISDN-Anschlüsse in mehreren Großstädten
  11. Neue Kooperationen im Telefonmarkt
  12. Call by Call vorerst gesichert
  1. Neu auf telarif: Internet-Abfrage, News-Archiv

    teltarif im Wandel - so könnte man die Entwicklungen überschreiben, mit denen sich "Ihr Wegweiser im Tarifdschungel" online präsentiert. Nach dem neuen Outfit der Homepage und dem News-Archiv kommen nun zwei neue Internet-Abfragen auf den Monitor. Die Varianten: "Wieviel Geld will ich pro Monat fürs Internet bezahlen?" oder "Wieviel Stunden will ich pro Monat im Internet surfen?" Die Antworten: naked eye oder myOKAY.NET oder Econophone oder Microcall - je nach persönlichen Vorlieben.

    Tip: Auf www.teltarif.de reinklicken und austesten!

  2. Telegate: Rund um die Uhr auf Platz 1 der Call-by-Call-Liste

    Als neuer Discount-König im offenen Call-by-Call wird ab sofort Telegate in der Tarifdatenbank von teltarif ausgewiesen. Der Münchener Auskunftsspezialist mausert sich zur vollwertigen Telefonfirma. Seit Anfang August war Telegate zunächst regional verfügbar, inzwischen ist aber der größte Teil Deutschlands am Netz. Ferngespräche über Telegate (Vorwah: 01080) kosten 8,9 bis 3,8 Pfennig pro Minute. Damit wird Telegate seinem eigenen Anspruch gerecht, zu jeder Tageszeit der billigste Anbieter zu sein - zumindest, wenn man nur auf die Minutenpreise achtet. Denn die ein oder andere Firma ist zwar 0,1 Pfennig pro Minute teurer - rechnet aber nicht wie Telegate im Minutentakt, sondern im Sekundentakt ab. Unterm Strich hat die Konkurrenz insbesondere bei kurzen Gesprächen weiterhin die Nase vorn. Wenn auch die förmliche Bestätigung durch die Deutsche Telekom noch aussteht, so ist der Dienst über die 01080 bis auf die Vorwahlgebiete 02 (NRW) de facto bundesweit nutzbar.

  3. Microcall: Ausland ab 11 Pfennig, Inland ab 3,5 Pfennig

    Willkommen im Club der Discounter - so hatte man Microcall aus der Porzellanstadt Selb auf teltarif schon unlängst begrüßen können. Nun legt der niederbayrische vormalige Geschäftskunden-Spezialist nach und reduziert nochmals seine Preise im Tarif Easy international: USA und Großbritannien ab sofort für 11 Pfennig pro Minute. Innerhalb Deutschlands telefoniert man für 3,5 Pfennig in der Neben- und für 8,5 Pfennig pro Minute in der Hauptzeit. Da muss man nur noch bedauern, dass Preselection erforderlich ist. Alle weiteren Informationen für die Anmeldung wie üblich auf www.teltarif.de.

  4. Berlikomm: Kostenlos in Berlin quasseln, günstig surfen

    A propos Discounttarife: hier kommt noch einer, diesmal für Surfer. sireco und BerliKomm fanden auf der IFA zueinander und kamen überein. Ergebnis: 100 Onlinestunden für rund 100 Mark pro Monat, der nötige ISDN-Anschluss bei BerliKomm bereits inklusive! sireco nutzt damit als erster großer Internet-Provider den auf der IFA vorgestellten Nulltarif für Interngespräche bei der Berliner Regional-Telco, die auf über 10.000 Kilometer Abwasser- und Revisionskanäle zurückgreifen kann, wenn sie ihre Kabel kostensparend zu den Kunden bringen will. Hoffentlich nicht als einziger, möchte man anfügen, denn Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft.

  5. Kostenlos telefonieren und surfen

    Noch billiger als Discount ist ... kostenlos. Auch in dieser Sparte hat es kürzlich erstaunliche Angebote gegeben, die z.T. allerdings recht schnelllebig sind. 01051, der Telefon-Aldi aus Düsseldorf, bietet kostenloses Telefonieren gleich ganzen Städten an; die Deutschland-Tournee startet am 14. September in Regensburg, und wohin sie sonst noch führt, entscheiden die 01051-Kunden per online-Abstimmung.

    Mox Telecom wagt eine Neuauflage des werbefinanzierten Telefonierens. Ab heute können Interessenten aus den Großräumen Köln und Düsseldorf per Einwahl in eine 0800er-Nummer zu den zunächst 5.000 Testpersonen gehören, die nach Zwangsanhörung eines Werbespots drei Minuten lang umsonst telefonieren dürfen. Angeblich stehen die Werbepartner bei Mox schon in der Warteschlange, und dem Vernehmen nach soll das Verfahren später auch bundesweit angeboten werden.

    Ebenfalls auf der Suche nach Testkunden ist adOne. Ab Oktober soll denen dann beim Surfen ein Always-On-Top-Werbefenster erscheinen, das die Online-Minuten zählt und vergütet. Wer lange genug "drauf" bleibt, erhält nachher ein Guthaben. Pro Stunde fallen 60 Pfennig an, ausgezahlt wird ab 20 Mark. Nach gut 33 Stunden hat man also das Spar-Ziel erreicht und kann seine Telefongebühren für die Internet-Verbindung entsprechend reduzieren.

    Kunden aus dem Vorwahlbereich 03 der Firma Econophone haben es da noch besser: Täglich zwischen 22:00 und 23:39 können diese umsonst surfen! Die Idee dahinter: 99 Freiminuten mit 01099. Bedingung ist aber ein PreSelect-Vertrag mit Econophone.

  6. Internet ab 3 Pfennig pro Minute

    Auch im Internet-Bereich viel Bewegung: Nikoma ermöglicht den nächtlichen Surf zwischen 1 und 8 Uhr für 2,99 Pfennig pro Minute. Tagsüber fallen 4,79 Pfennig pro Minute an. Es wird sekundengenau abgerechnet, Anmeldung ist erforderlich.

    Gigabell verlangt 3 Pfennig pro Minute - rund um die Uhr. Einziger Haken: Anmeldung und DM 17,90 monatliche Grundgebühr. Damit ist Gigabells neues Angebot vor allem für Vielsurfer interessant.

    Auch der Onlinedienst AOL möchte da nicht nachstehen - und senkt seine Preise zum Oktober drastisch auf 3,9 Pfennig pro Minute und DM 9,90 monatliche Grundgebühr. Leider kommen je Einwahl nochmal 6 Pfennig für den Verbindungsaufbau hinzu.

    Ohne Grundgebühr, ohne Einwahlkosten und mit Sekundentakt: So präsentiert sich weiterhin NGI. Der neue Preis: 4,89 Pfennig pro Minute. Das ist zwar etwas teurer als Nikoma, ein (empirischer) Test zeigt aber, dass NGI die besseren Übertragungsqualitäten bietet, vor allem bei ausländischen Websites.

  7. Flatrate ade

    Kaum waren sie da, sind sie auch schon wieder weg: die traumhaften Nightsurf-Flatrates. Alle basierten sie auf den 01804-Einwahlnummern, die über RSLcom zwischen 21 und 9 Uhr Telefonieren zum Einmalbetrag von 48 Pfennig ermöglichten. Jetzt ist der Traum geplatzt, denn die Deutsche Telekom hat den Anbieter der Clever0180-Dienste, RSLCom, abgemahnt und ihm zugleich neue Tarife abverlangt: 14 statt 4 Pfennig tagsüber und 6 statt 0 nachts. Macht summa summarum: Aus für die Flatrates. Es verbleibt die begründete Hoffnung, dass es per Richtfunk bald Alternativen zur TAL (Teilnehmeranschlussleitung) gibt. Viag Interkom will nach dem Erhalt der benötigten Lizenzen bereits ab kommendem Monat in Bayern damit starten.

  8. Günstige Telefontarife nur für kurze Gespräche

    Mit Lockvögeln gingen Drillisch und Herzog in den letzten Tagen hausieren. Oder freundlich gesagt: Kurztelefonierer bekommen neue Sparmöglichkeiten. Bei der Trierer Herzog AG heißt das neue Produkt doch tatsächlich "Fass dich kurz". Wem das stets gelingt, der kommt günstig weg: 7,9 Pfennig pro Minute - aber nur in den ersten beiden Gesprächsminuten! Doch Vorsicht: Der ungünstige Minutentakt verteuert gerade kurze Gespräche deutlich - wer zwei Telefonate zu je 30 Sekunden führt, bezahlt zwei volle Minuten für zusammen 15,8 Pfennig, obwohl er insgesamt nur eine Minute genutzt hat. Der effektive Minutenpreis beträgt also 15,8 Pfennig - deutlich teurer als z.B. bei TelDaFax (01030), die dank sekundengenauer Abrechnung nur die tatsächlich telefonierte Zeit auch in Rechnung stellen.

    Drillisch musste gar eigens eine neue Zeitzone einführen, um sein Angebot von 3,95 Pfennig pro Minute (aber nur für die ersten drei Minuten!) nachts zwischen 22 und 6 Uhr unterzubringen. Die Call-by-Call-Vorwahl für die Stoppuhr-Telefonierer: 010050.

  9. Schnelle Telefonkonferenzen

    Dienstleistung - dieser Begriff, so scheint's, kommt ja in Deutschland gelegentlich einer Beleidigung gleich, gerade im TK-Business. Dabei sind "dienen" und "leisten" an sich keine anrüchigen Worte, wie die Münchener Telegate AG gerade zeigt. Sie bietet nämlich ab sofort spontane Telefonkonferenzen für bis zu 25 Personen ohne wochenlange Voranmeldung - zu Preisen, die man sich "leisten" kann. Voraussetzungen sind lediglich ein funktionierendes Telefon und ein Anruf unter 11880.

    A propos Dienstleistung: deutschlandweite Ferngespräche sind im Jahresverlauf um 43,3 Prozent billiger geworden, hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Schuld ist der "böse" Wettbewerb. Sage noch einer, (Dienst-)Leistung lohne nicht...

  10. Arcor: ISDN-Anschlüsse in mehreren Großstädten

    Dass die Deutsche Telekom im Ortsnetz nicht alleiniger Anbieter bleibt, davon haben viele schon lange geträumt. Seit der Internationalen Funkausstellung in Berlin ist nun amtlich, dass es Alternativen gibt. Mannesmann Arcor bietet ISDN-Komplettanschlüsse in zunächst 10 deutschen Großstädten, ein zügiger Ausbau ist geplant. Rund 13 Millionen Menschen hätten damit (rechnerisch) die Gelegenheit, zu wechseln. Preislich wäre das Arcor-Angebot mit einer monatlichen Grundgebühr von DM 39,90 rund 15 Prozent günstiger als das vergleichbare Produkt der DTAG.

    Neben dem Komplettanschluss per ISDN hat Arcor seit der IFA auch neue Surfprodukte im Angebot, und zwar gleich im Dreierpack. "sunny" heißt nicht nur so, sondern bietet auch sonnige Tarife beim Surfen: DM 9,90 monatliche Grundgebühr und 4,9 bzw. 3,9 Pfennig pro Minute.

  11. Neue Kooperationen im Telefonmarkt

    Auf die Dauer hilft nur Power - den Leitspruch von Generationen gefrusteter Einzelkämpfer nehmen sich auch Telcos gerne zu Herzen. Beispiel eins: GTS. Mit Esprit und Westcom übernimmt die Firma auch gleich einen neuen Markennamen - GTS Esprit. Zuckerbrot: die alten Super-Sommer-Spartarife von Esprit gelten nun generell; Peitsche: statt Sekundentakt wie früher bei Westcom gibt's im neuen Haus nur noch Minutentakt. Schade eigentlich. Aber für die Bestandskunden bleibt alles wie gehabt, heißt es.

    Beispiel zwei, auf regionaler Ebene: Das Trio bayernale, bestehend aus der Nürnberger NEFkom, der Münchener M"net und der Augsburger AugustaKom. Als Einkaufsgemeinschaft tritt man gestärkt in die Verhandlungen um Minuten und Preise, letztere sollen kundenfreundlich gestaltet werden: z.B. mit Regio-Tarifen zwischen den drei Partnernetzen, wo bislang Ferngesprächsgebühren fällig waren.

  12. Call by Call vorerst gesichert

    Call by Call wird es nun doch noch eine Weile geben. Jedenfalls ist der Zank um die Inkasso-Gebühren zwischen der Deutschen Telekom und ihren Wettbewerbern auf die längere Bank geschoben - bis 31. März 2000. Solange nimmt die DTAG Abstand von ihrer zuvor ausgesprochenen Kündigung der Inkassoverträge. Dabei hatte es einen öffentlichen Aufschrei der "Privaten" gegeben, die das Ende des CbC prophezeit hatten, wenn sie die vom Bonner Riesen (angeblich) geforderten Einmalgebühren von 80 Pfennig pro Rechnung hätten zahlen sollen.

    Nun wird neu verhandelt. Einiges spricht dafür, dass die privaten Telcos künftig ihre Rechnungen (und Reklamationen) selber bestreiten müssen.

Nach dem Sommerloch ist also wieder Bewegung im Markt! Es bleibt aber zu hoffen, dass nicht vor lauter Preisdumping die Qualität leidet - denn dann wäre der Kunde am Ende doch wieder der Dumme.
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