- Die Deutsche Telekom hat diverse
neue Optionstarife vorgestellt, die ab 1. Juli verfügbar sind.
Bei AktivPlus sinken die
Gesprächsgebühren für Ortsgespräche von 8 auf 6 Pfennig pro
Minute zur Geschäftszeit (Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr)
und 3 Pfennig sonst. Ferngespräche kosten 12 bzw. 6 Pfennig.
Der Haken: Man muss eine Extra-Grundgebühr von DM 9,90 im
Monat bezahlen.
Bei Select 5/30 beträgt
der Extra-Grundpreis DM 5,-. Im Gegenzug gibt es 30%
Rabatt auf maximal fünf Rufnummern. Ausgenommen von der
Regelung sind aber Gespräche nach Polen und in die Mobilnetze.
Telefonnummern im Ortsbereich sind hingegen rabattfähig. Der
kleine Bruder Select 5/10 bringt
hingegen nur 10% Rabatt und kostet DM 2,- extra im Monat.
Bei Select 5/10 gilt das 10-Plus-Angebot (10 bzw. 30% Rabatt
ab der 11ten Gesprächsminute) weiter, bei Select 5/30 ist es
für die angemeldeten Rufnummern ausgeschlosssen.
Select 5/30 ist für alle interessant, die sich über ein
Ortsgespräch ins Internet einwählen. Es konkurriert aber mit
dem bereits bestehenden Produkt CityPlus der Deutschen Telekom.
Mehr Aufschluss gibt die Seite "Sparen
durch Optionstarife", die von der Homepage www.teltarif.de
in der Rubrik "Tarifvergleich" aus verlinkt ist.
- Das Internet ist die Branche der Zukunft, vor allem für die
Telekommunikationsgesellschaften, zumindest aber für
Mobilcom. Der das sagt,
heißt Gerhard Schmid und ist erfolgreicher Vorstand des eben
genannten TK-Unternehmens. "Knapp 70 Millionen Menschen in
Deutschland haben noch keinen Internet-Zugang. Denen wollen
wir einen verpassen", wird der forsche Milliardär aus dem
Norden zitiert.
Kaum jemand zweifelt daran, dass Schmid recht hat. Nach
fast einmütiger Expertenmeinung ist die Luft im schieren
Telefoniemarkt allmählich verbraucht. Frischer Wind kommt
daher durch weitere Öffnung des Wettbewerbs, durch neue,
nützliche und möglichst praktische Produkte, mit denen auch
"Otto Normalverbraucher" nicht auf Anhieb überfordert ist.
Schmid selbst will schon im Juli eine neue Surfstation auf
den Markt bringen, die einen Zugang zum Internet ohne PC
ermöglichen und für für unter 30 Mark im Monat zu mieten sein
soll, Netzzugang inklusiv, Telefongebühren extra.
Bewegung ins Internet-Spiel hatte zuvor schon die
Entscheidung der Regulierungsbehörde gebracht, nach der die
Deutsche Telekom allen Mitbewerbern
einen einheitlichen (Niedrig-)Preis von 3 Pfennig pro Minute
für den Zugang zu ihrem Backbone anbieten muss. Nur wenige Tage
nach dieser wegweisenden Entscheidung, für die sich insbesondere
AOL stark gemacht hatte, schossen die ersten "Sonderangebote"
ins Werbe-Kraut. Naked Eye aus
Berlin etwa fiel mit seinem "100-Stunden-100-Mark"-Gebot so
heftig in den Markt, dass viele Teltarif-Leser dem Unternehmen
ein baldiges Ende prognostizierten, weil es zu billig, also
nicht rentabel sei. Allerdings bietet die Firma mehrere
Pauschaltarife und kalkuliert sicher damit, dass nicht alle
Kunden ihre Kontingente restlos ausschöpfen. Ab 1. Juli ist
auch der Main-Rheiner dabei,
der trotz seines Namens anscheinend bundesweit verfügbar ist.
Der Preis: 3 Pfennig pro Minute. Wie bei so manchen
Sonderangeboten steckt auch hier der Teufel im Detail: Erstens
wird eine monatliche Grundgebühr verlangt, zweitens kommen pro
Einwahl 6 Pfennig hinzu.
Massive Preissenkungen für den Internet-Zugang verspricht
auch die Oldenburger EWE TEL,
über die zu Preisen zwischen 3 und 8 Pfennig gesurft werden
kann. Aber auch Anbieter mit eigenen Netzzugängen drängen
seit der regulierungsbehördlichen "Billig-Entscheidung"
mit Macht und Ideen an den Kunden. Textil-Discounter
C&A etwa startete mit seinem "Netz
statt Tasche" und bietet Internet inklusiv Telefongebühren für
7,7 Pfennig tags bzw. 5,5 Pfennig nachts an. Multi-Surfer
spricht die 1&1 AG mit ihrem
"internet.profi"-Tarif an - für 4 Pfennig rund um die Uhr.
Aber: Hinzu kommt eine Nutzungspauschale von einer Mark pro Tag;
d.h. lohnend ist dieses Angebot erst ca. ab 50 Online-Stunden
pro Monat.
Die Münchener AddCom nutzt das
abends fast brachliegende Glasfasernetz von Colt Telecom und
stellt es Privat-Surfern für 3,9 Pfennig zur Verfügung. "Kein
Cent zuviel" verspricht eine noch junge Firma aus Mannheim, von
der man noch nicht so recht weiss, ob sie ihrem hochgesteckten
Anspruch auch gerecht werden kann - 3,2 Pfennig rund um die
Uhr sind sicherlich ein attraktives Angebot, hinter dem NTS
bzw. SurfOne stecken.
Vollmundig gestartet ist auch
DellNet mit 3 bis 8 Pfennig.
Merkwürdig war aber, dass die Hotline bestätigte, das
Angebot gebe es nicht "ab sofort", sondern erst später.
Leser von Teltarif haben andererseits mit DellNet bereits gute
Online-Erfahrungen gemacht.
Wer besonderen Wert auf Geschwindigkeit legt, sollte
sich das skyDSL von STRATO näher ansehen, das bis zu 60mal
schneller funktioniert als ISDN - allerdings nur beim Downstream,
also dem Transfer vom Netz zum Surfer.
In unserem Nachbarland Schweiz probiert die Telefonfirma
Prime Line einen Pauschalzugang fürs Internet aus.
Für CHF 185, das sind ca. DM 230,-, darf man drei
Monate lang nach Herzenslust surfen. In Deutschland war ein
vergleichbaren Angebot von Mobilcom
anfangs dieses Jahr gescheitert: Die Nutzer blieben zu lange
online und überlasteten die Zugangsrechner.
- Urlaubszeit - Reisezeit: nach diesem Motto bestiegen
gleich mehrere Anbieter den Werbefeldzug Richtung
Niedrigpreis für Auslandsgespräche. Den Auftakt machte
Esprit Telecom anlässlich seiner
Tagsüber-Netzöffnung für Privatkunden. Der Düsseldorfer an sich
ist ja kein Freund von Traurigkeit, und deshalb musste es schon
ein "Sehnsuchtstarif" sein, mit dem man (zunächst nur bis Ende
August) am Wochenende für 20 Pfennig in viele europäische
Länder und gar bis nach USA/Kanada telefonieren kann.
Herzog Telecom aus Trier
bietet ab 1. Juli Preselection an und in diesem
Rahmen Auslandsgespräche u.a. nach Großbritannien für
13,5 Pfennig und in die USA für 18,7 Pfennig.
Dentel aus München behält seinen
Schwerpunkt in Osteuropa- sowie Mittel-/Südamerika-Verbindungen;
Russland gibt es für 59, die Ukraine für 69, Chile gar schon
für 49 Pfennig. ACC bietet seinen
Minutentarif-Kunden Großbritannien, USA und Kanada für 29
Pfennig, in viele europäische Länder kostet die Verbindung
39 Pfennig.
Sommer(schlussverkaufs)schnäppchen bietet
First Telecom (01039) an allen
Wochenenden im Juli. Dann kann der geneigte Kunde für ganze
10 Pfennig pro Minute in die USA telefonieren - und so den
sicher massenhaft vorhandenen Erbtanten bzw. -onkeln durch die
Blume bzw. den Hörer den Nachlass-Anspruch deutlich machen.
Schließlich tritt auch Viatel 01079
mit einer Reihe von Tarifsenkungen an die Öffentlichkeit, wobei
viele europäische Zielländer für 39, die Türkei für 69 Pfennig
und etliche mittel-/südamerikanische Destinationen für DM 1,46
zu erreichen sind.
Übrigens: First Telecom und Viatel sind einige der
wenigen Telefonfirmen in diesem Newsletter, die auch ohne
Anmeldung genutzt werden können. Leser bitten immer wieder
darum, generell die Call-by-Call-Vorwahlen dazuzuschreiben.
Wir werden uns bemühen, dieses zu tun - aber nur bei den Firmen,
die keine Anmeldung benötigen. Daran können Sie dann auch gleich
erkennen, ob eine Firma sofort nutzbar ist oder nicht. Wenn
eine Anmeldung erforderlich ist, finden Sie alle weiteren Infos
auf www.teltarif.de in der Rubrik "Anbieterinfo".
Auch die Citykom Münster
senkt die Preise für Auslandsgespräche. Viele europäische
Länder wie Italien, Österreich und die Schweiz sind nun für
48 Pfennig pro Minute erreichbar - einem Minutenpreis,
den die Deutsche Telekom bereits
seit einem Monat bietet.
- Vergleichsweise wenig Bewegung gab es in den vergangenen 14
Tagen auf dem Basar der nationalen Preise. Hier preschte die
Flensburger KomTel voran mit einer
Senkung ihrer Regionaltarife im "NordOstsee"-Bereich. Diese
werden ab 1. Juli um einen auf jetzt 14 Pfennig reduziert.
Die bundesweiten Ferngespräche kosten über die Nordlichter im
Teilnehmernetz statt 20 künftig 16 Pfennig.
Ein neues Preselection-Angebot an Business-Kunden kam
von First Telecom. Der Frankfurter
TK-Provider verlangt für nationale Ferngespräche ab 1. Juli 11,6,
für Verbindungen vom Fest- in die deutschen Mobilfunknetze 44,1
und für Auslandsgespräche ab 19,72 Pfennig.
Ebenfalls neu: Call by Call ohne Anmeldung über
Drillisch 010050. Von Berlin
und vielen anderen Städten aus funktioniert es schon, in
anderen Gebieten gibt es noch Probleme. Ferngespräche kosten
tagsüber 11 Pfennig pro Minute. Wer in Frankfurt,
Hamburg, Köln, Leipzig oder Stuttgart wohnt, bezahlt sogar
nur 10 Pfennig.
- "Lokal global" ist das Motto des Regionalcarriers
Telekommunikation Mittleres Ruhrgebiet
(TMR), der vorwiegend in Bochum, Witten und Herne neue Kundschaft
akquirieren möchte. Eines der attraktivsten Angebote ist
der sogenannte "TMR-Call & Surf-Tarif", der Usern in den
genannten Städten Internet-Zugang inklusive Telefongebühren
für 5 Pfennig pro Minute rund um die Uhr ermöglicht.
In allen übrigen Tarifen hat TMR dieselben Preise wie VEW TelNet.
Genutzt werden können die TMR-Angebote allerdings erst in einigen
ausgewählten Stadtbezirken; der Ausbau des Netzes dauert noch
bis ins nächste Jahr.
Schon weiter ist die Düsseldorfer ISIS,
die nach ihren technischen Möglichkeiten alle Einwohner in
Düsseldorf und Neuss versorgen könnte. Dort im Angebot: ein
Billig-Surf für zwei bzw. einen Pfennig pro Minute!
- Man hat sich in den letzten 1 1/2 Jahren daran gewöhnt, dass die
Preise andauernd fallen. Doch es gibt auch Steigerungen: Diesmal
hat es 3U (Vorwahl 01078) erwischt, die
die Kosten für Gespräche ins Mobilnetz von ca. 40 Pfennig
pro Minute auf 50 Pfennig anheben mussten. Grund: Günstige
Gespräche zum Mobilnetz sind zur Zeit nur über einen Umweg,
denn einige ausländische Firmen haben aus historischen Gründen
noch sehr günstige Verträge, um Gespräche aus ihrem Land in die
deutschen Mobilnetze abzuwickeln. Doch mehr und mehr dieser
Verträge laufen aus.
- In Sachen Mobiltelefonie ist Deutschland nach wie vor
Entwicklungsland - und das, obwohl die Branche als das
Wachstums-Zugpferd schlechthin gilt. Gemessen an der sogenannten
Penetrationsrate, also der Marktdurchdringung mit Handys, liegt
Deutschland gegenüber anderen europäischen Ländern wie etwa
Italien oder Portugal erheblich zurück. Angeführt wird die
"Handyfonie" eindeutig von Finnland, zumal dort auch äußerst
günstige Forschungs- und Entwicklungsbedingungen gegeben
sind.
In Deutschland scheint zumindest kein Mangel an kreativen
Tarifideen zu herrschen - siehe beispielsweise Victorvox.
Der Krefelder Service-Provider bietet seit Sommerstart seinen
Happy-Hour-Tarif ins D1- und D2-Netz täglich zwischen 19 und
20 Uhr für 19 Pfennig an - allerdings erst nach Zahlung einer
Aufnahmegebühr von DM 49,95.
Gegen eine Grundgebühr von DM 34,95 im Monat können
VIAG-Interkom-Kunden (E2-Netz) ab 1. Juli ein Produkt
namens "Genion" erwerben und damit in einer frei wählbaren
"Homezone" (z.B. Privatwohnung oder Büro) zu Festnetztarifen
mobil telefonieren. Außerhalb der Zone wird natürlich der
Mobiltarif erhoben. Vorteil: Man kann das Handy auch für die
Gespräche von zu Hause aus nehmen, umgekehrt ist man auf dem
Handy unter einer Festnetznummer erreichbar. Man braucht also
keinen Festnetzanschluss mehr. Darüber hinaus kündigt VIAG zum
10. Juli die Einrichtung zahlreicher neuer Cityzonen an,
innerhalb derer Mobil-Telefonate für 29 Pfennig rund um die Uhr
möglich sind. Desweiteren soll ein Produkt namens "timepartner"
in Kürze auf den Markt kommen, das einen 2-Jahres-Vertrag
mit Bosch Dual-Band-Handy 938 vorsieht. Der einem monatliche
Grundpreis von 49 Mark enthält zwei Stunden Gesprächsguthaben
ins deutsche Festnetz.
Ein hochinteressantes Angebot macht der erst vor wenigen
Monaten gestartete Mobilfunk-Provider Netztel Plus. Für einen
monatlichen Grundpreis im D1-Tarif "Netztel Best" von DM 29,95
kann man Gespräche ins C- bzw. D1-Netz oder ins Festnetz für
68 Pfennig pro Minute in der Haupt- sowie 39 Pfennig in
der Nebenzeit führen. Wie beim Netzbetreiber T-Mobil kann man
auch bei Netztel die Optionen "City" oder "Weekend" buchen.
"City"-Nutzer zahlen dann für lokale Gespräche am aktuellen
Aufenthaltsort 29 Pfennig pro Minute rund um die Uhr. Damit
bietet Netztel Tarife, die einem Geschäftskundenprodukt ähneln,
zum Privatkundenpreis.
Ebenfalls neu: Die Möglichkeit, Kurznachrichten (SMS) von
den im voraus bezahlten Mobilfunkkarten D2 CallYa (ab sofort)
bzw. D1 Xtra (ab 1. September) zu verschicken. Bisher
ging das nur bei den "normalen" Handyverträgen.
- Rund 21 Milliarden Mark hat der Ende vergangener
Woche abgeschlossene zweite Börsengang der
Deutschen Telekom eingebracht.
Damit ist die größte Kapitalerhöhung in der Geschichte des
Finanzplatzes Deutschland erfolgreich über die Bühne gegangen.
Von Beginn an war eine rege, wenn auch nicht so
stürmische
Nachfrage wie vor drei Jahren nach den
insgesamt 285,9 Millionen neuen Papieren zu verzeichnen gewesen.
Zwischenzeitlich "überhitzte" der Kurs der T-Aktie gar auf ein
Allzeit-Hoch von 45 Euro, ehe er zum Ende der Zeichnungsfrist
auf unter 40 Euro absackte. In den Handel gelangten die Aktien
dann zum Eingangskurs von 39,50 Euro - ein "Traumergebnis" in
den Augen von Telekom-Chef Ron Sommer. Er verwies stolz darauf,
dass das neue Papier erstmals eines von paneuropäischem Rang
sei - Kleinanleger aus der gesamten Euro-Zone hatten gezeichnet,
darunter auffallend viele Italiener und Spanier.
Zuvor hatte die T-Aktie in der Wertigkeits-Rangliste des
DAX30 den bisherigen Spitzenreiter DaimlerChrysler abgelöst.
Sie stellt nun mit gut 14 Prozent das Schwergewicht unter
den 30 Standardwerten deutscher Aktien. Fragen nach dem
konkreten Nutzwert der Geldbeschaffung werden aber weiterhin
nur ausweichend beantwortet. So oft hat Ron Sommer in der
Vergangenheit darauf verwiesen, die Telekom zu einem "global
player des internationalen Telekommunikationsmarktes" machen zu
wollen, dass der smarte Mathematiker inzwischen unter Zugzwang
steht: Noch einen Flop wie die fehlgeschlagene Fusion mit der
Telecom Italia wird sich Sommer kaum leisten können, ohne seinen
Ruf nachhaltig zu beschädigen.
Einstweilen lebt die Branche von Geflüster, Gemurmel und
Gerüchten. Auf der Wunschliste der in alle Welt ausgeschwärmten
Telekom-Einkäufer stehen so klangvolle Namen wie Cable&Wireless,
Sprint, Orange und Telefonica. 35 Milliarden Mark stehen
der Telekom nach eigenen Angaben für Ankäufe, Aufkäufe oder
Beteiligungen in der Kriegskasse zur Verfügung. Man sollte
hoffen, dass mit dem Geld der "kleinen Leute" verantwortungsvoll
und vor allem zukunftsorientiert umgegangen wird.
Unterdessen schickt sich auch
Telepassport an, an die Börse
zu gehen. Letztes Jahr wurde ein Umsatz von 65 Millionen
Mark erzielt, zur Zeit sind 150 000 Kunden unter Vertrag.
Dieses Jahr soll nochmals kräftig in das Internet-Geschäft
und neue Kapazitäten investiert werden - daher auch die
Geldaufnahme am Neuen Markt. Gewinne werden aber erst nächstes
Jahr erwartet.
- Die Deutsche Telekom geht
möglicherweise einer weiteren Niederlage vor Gericht
entgegen. Das Oberlandesgericht Schleswig hat nämlich nach
vorläufiger Einschätzung eines TV-Werbespots den Eindruck,
es könne sich um irreführende Werbung handeln. Angestrengt
hatte den Prozess mit diesem Argument die Schleswiger
Mobilcom, die vor dem Landgericht
Flensburg bereits eine Einstweilige Verfügung gegen die
Ausstrahlung des Spots erwirkt hatte. Dagegen wiederum
war die Telekom in Berufung gegangen. Das Urteil wird am
13. Juli verkündet. Auffällig: Bisher war es meist die
Deutsche Telekom, die Mobilcom
erfolgreich abmahnte.
- In vielen Fragen rund um den (geöffneten) Telekommunikationsmarkt
wissen die Deutschen nicht Bescheid. Mehr als drei Viertel
der Befragten kannten sich mit Preisen und Tarifen nicht oder
zumindest nicht gut aus. Dieses niederschmetternde Ergebnis
förderte jüngst eine Umfrage des STERN zutage.
Der STERN erklärt sich den Sachverhalt im wesentlichen
damit, dass die moderne TK-Technik immer noch eine Frage
von (höherer) Bildung und entsprechendem Einkommen sei.
Die meisten Sympathien unter den neuen Wettbewerbern finden
der Umfrage zufolge diejenigen Gesellschaften, die den größten
Bekanntheitsgrad erlangt haben - Mobilcom, VIAG Interkom,
o.tel.o und Mannesmann Arcor.
- Unsere eigene online-Umfrage
rund um den Tk-Markt läuft noch bis Sonntag. Die Besonderheit:
Die drei wichtigsten Bereiche der Telekommunikation - Festnetz,
Mobilfunk, Internet - werden in Beziehung gesetzt. Für die
Teilnahme gibt es ein Dankeschön: Es werden drei Digitalkameras
und nützliches Mobilfunkzubehör verlost. Einen Link auf die
Umfrage finden Sie in dem braunen Kasten "teltarif-Spezial"
direkt auf der Homepage www.teltarif.de.
Dieser Newsletter ist wieder lang geworden - und er beinhaltet noch
nicht einmal alle Meldungen, die in den letzten zwei Wochen auf
www.teltarif.de veröffentlicht worden sind. Wenn Sie tagesaktuell
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