- Nikoma behauptet seine Stellung als
Preisbrecher und bietet seit Anfang Januar Ferngespräche für
15 Pfennig pro Minute zur Geschäftszeit an. Allerdings
gilt der Minutentakt. Gegen 12% Aufpreis wird sekundengenau
abgerechnet. Dadurch ergibt sich ein Minutenpreis von
16,8 Pfennig pro Minute. Bewohner des City-Bereichs der
Städte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München,
Nürnberg, Stuttgart bekommen darüberhinaus einen City-Tarif von
8 Pfennig pro Minute für Telefonate in benachbarte Orte.
Nur im Januar 1999 telefonieren diese "NikoCity"-Kunden sogar
für nur 12 Pfennig pro Minute zur Hauptzeit. Nikoma bietet
auch noch einen Nacht- und Wochenendtarif, der jedoch deutlich
teurer ist als bei vielen Konkurrenten.
Die Auslandstarife wurden komplett überarbeitet und teilweise
deutlich gesenkt. Die Highlights sind Großbritannien für
26 Pfennig pro Minute sowie Frankreich, Österreich und
die USA für 28 Pfennig. Japan kostet 50 Pfennig
pro Minute. Auch hier ist sekundengenaue Abrechnung gegen 12%
Aufpreis möglich - beispielsweise steigt dadurch der Tarif
für Großbritannien auf 29 Pfennig. In den meisten Fällen
ist die sekundengenaue Abrechnung trotz Aufpreis die bessere
Alternative - beim Minutentakt verschenkt man jedesmal ungenutzte
Sekunden am Gesprächsende.
Schließlich gibt es auch ein Internet-Angebot von Nikoma:
10 Pfennig pro Minute decken sowohl die Kosten für Einwahl
als auch für den Zugang selber ab.
- Für Wirbel hat Nikomas Wechsel des Providers gesorgt. Statt wie
bisher über COLT Telecom 01028 werden
neue Kunden über Star Telecom 01098
aktiviert. Anscheinend bietet Star zur Zeit die besseren
Konditionen.
Die günstigen neuen Tarife von Nikoma können nur über die
01098 genutzt werden. Daher hat Nikoma seinen Bestandskunden
eine E-Mail geschrieben und diese gebeten, sich kurz umzumelden.
Nachdem nur wenige darauf reagierten, meldete Nikoma kurzerhand
alle 01028-COLT-Kunden auch bei Star Telecom 01098 an.
Diese zusätzliche Freischaltung führt aber zu Problemen,
denn unter anderem arbeiten Mox Telecom und C@llas bereits seit
einiger Zeit mit Star Telecom 01098 zusammen. Wer sich in 1998
bei Mox und Nikoma angemeldet hat, hat nun zwei Freischaltungen
bei 01098 - eine durch Mox und eine durch Nikoma. Es ist
dann mehr oder weniger Zufall, von wem man letztendlich die
Rechnung bekommt, oder ob man sogar zwei Rechnungen erhält.
Nach Auskunft von Star wird allerdings in der Regel nur
die erste Anmeldung berücksichtigt. In diesem Fall würden
also Mox-Kunden bei Mox bleiben und die Nikoma-Zweitanmeldung
scheitern. Trotzdem empfiehlt es sich, bei Bedarf ein Telefax
oder einen Brief an Nikoma zu schicken und der 01098-Aktivierung
zu widersprechen.
Oft tauchen Mox und Nikoma direkt hintereinander in den
Ergebnissen der Tarifdatenbank auf. In diesem Fall wird unter
den Tabellen ein Hinweis ausgedruckt, dass diese beiden Firmen
nicht gleichzeitig genutzt werden können. Anschließend kann
man einen der beiden Tarife wählen und sich eine bereinigte
Tabelle anzeigen lassen. Es ist also kein Fehler der
Tarifdatenbank, wenn bei beiden Firmen dieselbe Einwahlnummer
genannt wird.
- Mobilcom 01019 hat in letzter
Zeit viele Produkte angekündigt - und wenige davon wahrgemacht.
Hieß es in 1998, man denke über kostenlose Ortsgespräche nach,
heißt es in 1999, man werde kostenlose Ortsgespräche zwischen
Mobilcom-Anschlüssen einführen. Alle anderen Ortsgespräche
kosten 9,5 Pfennig pro Minute - das ist bis zu dreimal
teurer als bei der Deutschen
Telekom!
Für das Internet-Angebot von Mobilcom wurde im November ein
Preis von 9,5 Pfennig pro Minute genannt. Im Dezember,
als es dann soweit war, wurde die Aussage ebenfalls ergänzt:
"9,5 Pfennig pro Minute für Pre-Select-Kunden." Alle
anderen zahlen 19 Pfennig pro Minute - eine Preissteigerung
um den Faktor zwei.
Letztes Wochenende kündigte Mobilcom-Chef Schmid in einem
Interview Call by Call fürs Handy zu günstigen Tarifen an.
Das einzige Problem: Vize-Regulierer Björnsen blockiert
hartnäckig die Deregulierung des
Mobilfunkbereichs. Da helfen auch Möchtegern-Angebote von
Mobilcom nichts.
Tatsächlich realisiert wurde das Internet-Pauschalangebot:
Für DM 77,- in der Nebenzeit (werktags 19 bis 7 Uhr
und am Wochenende ganztags) so viel surfen, wie man will.
Diverse Nutzer klagten aber über eine Anmeldeprozedur, die
anfangs gar nicht und später nur quälend langsam funktionierte.
Da die Anmeldung nur möglich ist, während man über Mobilcom
eingewählt ist, mußten die Nutzer für ihre diversen Versuche
den vollen Internet-Tarif von Mobilcom mit 19 Pfennig
pro Minute bezahlen. Angemeldete Benutzer klagen hingegen über
langsame Leitungen. Immerhin: Die zusätzlichen Wartezeiten durch
den langsamen Datentransfer kosten in diesem Fall nichts.
Es wird Zeit, dass Mobilcom in Zukunft statt vielen
Versprechungen in vielen Interviews wieder gute Produkte
anbietet. Das Hauptprodukt - Mobilcom Call by Call 01019 - ist
zur Zeit nicht empfehlenswert. Wer noch Bekannte oder Verwandte
kennt, die 01019 wählen, sollte diese jetzt davon überzeugen,
es in Zukunft mit TelDaFax 01030,
Arcor 01070,
Viatel 01079 oder
Viag Interkom 01090 zu probieren.
Alle genannten Konkurrenten sind nämlich billiger.
- Auch Arcor 01070 fällt negativ
auf: Bei der Tarifreform am 1. Januar 1999 wurden die
Auslandszonen neu geordnet, ohne, dass dieses in den
einschlägigen Pressemitteilungen erwähnt worden wäre.
Die Mittelmeeranrainerstaaten Ägypten, Jordanien, Libanon und
Syrien sind von "Übriges Europa" nach "Welt 3" umgesetzt worden -
eine Preiserhöhung um den Faktor 2,7!
- Hingegen wird First Telecom
diverse internationale Preise zum 1. Februar 1999 senken.
Belgien, England, Frankreich, Italien, Kanada, Niederlande
und die USA sollen künftig 35 Pfennig pro Minute kosten.
First Telecom bleibt auch in Zukunft bei der sekundengenauen
Abrechnung. Die Tarifsenkung ist ausnahmsweise noch nicht in
die Tarifdatenbank von www.teltarif.de eingearbeitet, da noch
nicht die kompletten Unterlagen vorliegen.
- Mundophone (früher Interphone, Internet-Homepage:
http://www.interphone.de/)
plant, ab 1. März kostenlose Ortsgespräche anzubieten.
Außerhalb des Ortsnetzes schlägt aber sofort ein Ferntarif von
18 Pfennig pro Minute zu. Die Frage, in welchen Städten
man beginnen werde, beantwortete man damit, dass der Dienst
flächendeckend geplant sei. Das ist ein gewaltiges Vorhaben.
Allerdings steht Worldcom, eine der größten Telefonfirmen
weltweit, hinter Mundophone. Sobald alle Daten vorliegen, wird
Mundophone auf teltarif nachgetragen werden.
- o.tel.o 01011 führt seine Tarifreform
erst am 1. Februar 1999 durch. Offenbar hatte man nicht
erwartet, dass die wichtigsten Konkurrenten bereits zum 1. Januar
ihre Preise senken. Jetzt hat o.tel.o nachgebessert und Tarife
für den Januar veröffentlicht, die zwischen den 1998er-Preisen
und den ab Februar gültigen 1999er-Preisen liegen.
- Ein Neuzugang auf teltarif: Poptel
bietet bereits seit einiger Zeit seine Telefonkarten an. Für
Auslandsgespräche wird das Internet-Protokoll verwendet.
Poptel hat inzwischen Niederlassungen in mehreren Ländern
gegründet. Allerdings sind die Auslandsspezialisten wie First Telecom, Interoute, Komtel oder
Nikoma oft günstiger als Poptel -
und das mit konventioneller Telefonie.
Weitere Informationen zu allen hier genannten Telefonfirmen,
wie zum Beispiel die Internet-Adresse, Hotline-Nummer oder eine
Tarifübersicht, finden Sie auf http://www.teltarif.de/ .
.
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