Newsletter 09/03 vom 27.02.2003
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 27.02.2003 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Telekom will wieder an der Preis-Spirale drehen
  2. Neue Features bei der T-Net-Box
  3. Änderungen im Festnetz
  4. Verlosung der AOL-Schmalband-Flatrate eingestellt
  5. GMX erhöht ab April den Megabyte-Preis
  6. Telefonica/Mediaways beschränkt Datendurchsatz für Peer2Peer-Ports
  7. Mobilfunk: Zwei Provider bieten noch "Alttarife" an
  8. o2 Germany: Neue Netzvorwahl und Aktion für Wechsel-Kunden verlängert
  9. o2 Germany: Neues für LOOP-Kunden
  10. Sicherheits-Update für MDA verfügbar
  1. Telekom will wieder an der Preis-Spirale drehen

    Die Deutsche Telekom startet einen neuen Versuch, um höhere Einnahmen von ihren Mitbewerbern erheben zu können. Diversen Presseberichten zufolge zeigt sich der Ex-Monopolist mit der derzeitigen Monatsmiete für die Überlassung eines Festnetz-Anschlusses unzufrieden. Derzeit beträgt die Gebühr 12,27 Euro, der Telekom schwebt eine um bis zu 5 Euro höhere Monatspauschale vor. Die Mitbewerber des Bonner Unternehmens sehen hingegen selbst den jetzigen Preis als zu hoch an, da es schon beim derzeitigen Preis kaum möglich sei, analoge Telefonanschlüsse zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten.

    Auch die Minutenpreise für die Nutzung des Ortsnetzes sollen nach dem Antrag der Telekom künftig um 0,3 Cent über den bisherigen Preisen liegen. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post muss über die Anträge der Telekom bis Ende März entscheiden. Zum 31. März läuft nämlich der Genehmigungszeitraum für die bisherigen Gebühren aus.

  2. Neue Features bei der T-Net-Box

    Die Deutsche Telekom hat diesen Monat bei der T-Net-Box ein neues Leistungsmerkmal eingeführt. Durch "Message Waiting Indication" im ISDN-Netz kann der Kunde mit Blick auf sein Telefon erkennen, ob für ihn neue Nachrichten auf seinem Anrufbeantworter im Netz eingegangen sind. Bisher wurden auf der T-Net-Box eingegangene Anrufe durch einen Anruf am angegebenen Anschluss oder kostenlos per SMS an eine T-Mobile-Nummer signalisiert.

    Voraussetzung für die Nutzung des neuen Features ist ein Endgerät, welches "Message Waiting Indication" unterstützt. Nach Aussagen der Telekom ist das bei der Mehrzahl der derzeit im Markt befindlichen ISDN-Endgeräte bereits der Fall. Eine weitere Neuerung, welche ab März zur Verfügung stehen soll, ist die kostenlose Benachrichtigung über eingegangene Anrufe auf der T-Net-Box per SMS im Festnetz. Hierzu benötigt der Kunde ebenfalls ein Endgerät, mit dem SMS im Festnetz empfangen werden können, und man muss für SMS im Festnetz freigeschaltet sein. Informationen zur Freischaltung von SMS im Festnetz und die Tarife für den Versand finden Sie bei uns auf der entsprechenden Infoseite unter http://www.teltarif.de/i/sms-festnetz.html .

  3. Änderungen im Festnetz

    In der vergangenen Woche haben einige Festnetzanbieter wieder interessante Änderungen bekannt gegeben. Im Sinne des Verbrauchers hat 01039 sein Abrechnungsmodell geändert. Galt bei allen nationalen Verbindungen - egal ob in das Festnetz oder in eines der vier deutschen Mobilfunknetze - bisher der kundenunfreundliche Zwei-Minuten-Takt, wird für Gespräche in das deutsche Festnetz künftig im Minutentakt, bei Gesprächen in die Mobilfunknetze sogar im Sekundentakt abgerechnet. Auch wurde das bisher erhobene Verbindungsentgelt in Höhe von 3 Cent gestrichen. Eine Übersicht zu den derzeit gültigen Tarifen finden Sie in unserer Meldung auf der Seite http://www.teltarif.de/s/s9951.html .

    Surprise-Telecom hat seinen Tarif für Telefonate in das deutsche Festnetz erneut an die Tarife der Konkurrenz angepasst. Nachdem Phonedump seinen Tarif von 2,1 Cent pro Minute für deutsche Festnetzgespräche nicht einmal eine Woche halten konnte, und diesen wieder auf 2,8 Cent pro Minute angehoben hat, zog Surprise-Telecom umgehend nach. In der Hauptzeit zwischen 10 und 18 Uhr wurde der Tarif auf 2,2 Cent pro Minute angehoben. Damit ist Surprise-Telecom, erreichbar über die 0190 047, nur 0,1 Cent billiger als der auf Platz 2 liegende Anbieter Clever25 aus dem Hause Talkline ID.

    Insbesondere zu Zielen im Ausland sind die Preise erneut gefallen. Der Düsseldorfer Anbieter 01081 nimmt ab sofort Spitzenpositionen für Festnetzgespräche nach Andorra (4 Cent/Min.) sowie nach Finnland, Luxemburg und Portugal (jeweils 3 Cent/Min.) ein. Der Minutenpreis nach Chile wurde zwar von 2 auf 3,5 Cent angehoben, trotzdem bleibt 01081 auch hier auf Platz 1 unserer Tariftabelle. Auch Surprise-Telecom und OneTel haben zahlreiche Minutenpreise zu Zielen im Ausland herabgesetzt. Bei OneTel ist aber zu beachten, dass bei Verbindungen ins Ausland die äußerst kundenunfreundliche Vier-Minuten-Taktung gilt. Auch wenn man nur wenige Sekunden telefoniert, müssen vier volle Minuten bezahlt werden. Die Minutenpreise zu den einzelnen Ländern können Sie über unsere Tarifabfrage ermitteln.

  4. Verlosung der AOL-Schmalband-Flatrate eingestellt

    So wie es aussieht, ist nun auch die letzte Möglichkeit versiegt, in Deutschland an eine günstige Schmalbandflatrate zu kommen: Die Verlosung der beliebten Schmalbandflatrate von AOL wurde eingestellt. So ein richtig tolles Angebot war diese Flatrate aber sowieso nicht, denn wöchentlich kamen nur 1 000 Nutzer in den Genuss der Flatrate, die noch dazu per Losverfahren ermittelt wurden. Es gehörte also schon eine gehörige Portion Glück dazu, wenn man ein Angebot für eine Flatrate bei AOL bekam.

    Nach Angaben von AOL wurde die Verlosung in der vergangenen Woche eingestellt, weil das Ziel, 600 000 Interessenten zu erreichen, erfüllt war. Wie viele davon einen Zugang bekommen haben, gab AOL auch auf Anfrage nicht preis. Insgesamt lief die Aktion 75 Wochen, weshalb theoretisch auch nur maximal 75 000 Nutzer in Betracht kommen. AOL sei es nur darum gegangen, ein politisches Zeichen zu setzen.

    Denjenigen, denen das Losglück hold war, bleibt es auch in Zukunft hold: Für Bestandskunden ändert sich erstmal nichts, sie können das Angebot wie bisher nutzen. Auch für den Branchenriesen AOL ist das Angebot aufgrund der hohen Vorleistungspreise aber auf Dauer nicht finanzierbar. Für die Internetnutzer abseits der DSL-Gebiete sieht es also erstmal schlecht aus. Als Alternativen bleiben hier nur die Angebote der Regionalcarrier, die Sie unter http://www.teltarif.de/internet/dsl/tarife/regional.html finden, oder das Internet per Fernsehkabel. Eine Übersicht über diese Anbieter finden Sie unter http://www.teltarif.de/i/tvkabel.html .

  5. GMX erhöht ab April den Megabyte-Preis

    Der Freemailer und DSL-Provider GMX hat seinen Kunden per E-Mail mitgeteilt, dass bei den DSL-Volumentarifen ab dem 1. April eine Preiserhöhung durchgeführt wird.

    Auch alle Bestandskunden, die über ihr Inklusivvolumen hinaus im Internet über einen der DSL-Tarife von GMX im Internet surfen, müssen pro mehr übertragenem Megabyte statt bisher 0,5 Cent dann 1,2 Cent zahlen. Die Grundgebühr bleibt unverändert

  6. Telefonica/Mediaways beschränkt Datendurchsatz für Peer2Peer-Ports

    Ein großes Problem der einzelnen DSL-Provider ist das stetig zunehmende Datenaufkommen durch die Nutzung von Peer2Peer-Angeboten wie den Tauschbörsen emule oder Kazaa. Immer wieder kam es in der Vergangenheit vor, dass Flatrate-Anbieter ihr Geschäft einstellen mussten, weil das Trafficaufkommen nicht durch die erhobenen Grundgebühren refinanziert werden konnte. teltarif.de liegt eine Aussage von Telefonica Deutschland vor, dass im Telefonica-Backbone das durch Poweruser wachsende Datenaufkommen wieder verringert werden soll.

    Wer Angebote von Telefonica-Resellern nutzt, um nur im Internet zu surfen, soll von den Einschränkungen nichts merken. Betroffen sind den Angaben zufolge nur Ports hinter Peer2Peer-Applikationen. In der Hauptzeit werden Protokolle wie http (WWW) gegenüber Peer2Peer-Ports (beispielsweise der Port 4662, der zur Nutzung der Tauschbörse edonkey benötigt wird) priorisiert. Das heißt, der maximal mögliche Datendurchsatz bei den Tauschbörsen wird heruntergesetzt. Portsperrungen, so dass keine Datenübertragung über Peer2Peer-Angebote mehr möglich ist, sind indes nicht geplant.

    Erst die Zukunft wird zeigen, ob trotz der Einschränkungen noch sinnvoller Betrieb möglich ist, oder ob die User woandershin abgedrängt werden sollen.

  7. Mobilfunk: Zwei Provider bieten noch "Alttarife" an

    Die vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber haben im Laufe des letzten Jahres neue Preisstrukturen eingeführt. Neue Tarife auf Euro-Basis sorgen seitdem - zumindest bei Neukunden - für höhere Preise, insbesondere für Gespräche in andere Mobilfunknetze und den Versand von SMS-Nachrichten.

    Nach einer Übergangszeit von zumeist mehreren Monaten ist es bei den Netzbetreibern inzwischen nicht mehr möglich, die alten Tarife zu bekommen. Das gilt aber neben den Netzbetreibern auch für die meisten Service-Provider. Ein Blick in die Tarifinformationen der verschiedenen Anbieter zeigt aber, dass es zwei Ausnahmen gibt: So ist bei Hutchison weiterhin der T-D1-Privatkundentarif D1 Telly und die Tarifoption Get 10 erhältlich. Bei Drillisch/Alphatel stehen sogar alle "alten" D1- und D2-Tarife zur Verfügung. Hier unterscheiden sich nur die SMS-Preise geringfügig von den Originalen, die bis letztes Jahr noch noch zur Verfügung standen. E-Plus-Tarife zu den alten Konditionen sind leider nicht mehr zu finden. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s9982.html .

  8. o2 Germany: Neue Netzvorwahl und Aktion für Wechsel-Kunden verlängert

    In Kürze wird es bei o2 Germany auch Telefonnummern mit der Vorwahl 0176 geben. Diese Vorwahl steht dem Münchner Unternehmen bereits seit Netzstart zur Verfügung, wurde bislang aber nur für interne Zwecke und für die SMS-Zentrale (SMSC) genutzt. Die Rufnummern unter der Vorwahl 0176 werden achtstellig sein, während bisherige o2-Handynummern, die mit der Vorwahl 0179 beginnen, nur sieben Stellen haben.

    Wer seine alte Handynummer behalten will, kann noch bis zum 28. März von der Aktion für Wechselkunden profitieren. Kunden, die ihre Mobilfunk-Rufnummer mit in das o2-Netz nehmen möchten, erhalten ein Gesprächsguthaben in Höhe von 50 Euro. Das Guthaben wird allerdings nur gewährt, wenn man in einen Laufzeitvertrag bei o2 Germany wechselt. Wieviel die Rufnummern-Mitnahme bei den einzelnen Anbietern kostet, können Sie hier in unserem Special erfahren.

    Außerdem hat o2 Germany seinen Tarifmanager für Vertragskunden, der unter der kostenlosen netzinternen Kurzwahl 1414 zu erreichen ist, erweitert. Neben Tarifen und Tarifoptionen können hier jetzt auch Zusatzdienste aktiviert bzw. deaktiviert werden. Die Steuerung kann über Spracheingaben und mit Hilfe von MFV-Mehrfrequenzwahl-Signalen erfolgen. Weitere Informationen zum Tarifmanager finden Sie in unserer Meldung unter der URL: http://www.teltarif.de/s/s9946.html .

  9. o2 Germany: Neues für LOOP-Kunden

    Wie wir bereits gemeldet haben, ist es für LOOP-Kunden von o2 Germany seit Montag möglich, in einen Laufzeitvertrag zu wechseln und die bisherige Rufnummer der Prepaidkarte zu behalten. Außerdem bekommen Prepaidkunden, die sich zum Wechsel in ein festes Vertragsverhältnis über 24 Monate entschließen, 50 Euro Startguthaben. Auch ein neues subventioniertes Handy kann der Kunde sich beim Vertragsabschluss aussuchen. Es heißt auch, dass das noch vorhandene Restguthaben auf der Prepaidkarte nicht verfällt, sondern in den Laufzeitvertrag überführt wird.

    Nicht möglich ist dagegen die vorzeitige kostenlose Freischaltung eines SIM-Lock-Handys. Hierfür berechnet der Netzbetreiber in den ersten 24 Monaten nach dem Gerätekauf 99 Euro. Nach zwei Jahren kann man den Freischaltcode dann kostenlos bekommen. Beim Abschluss des Laufzeitvertrags hat man aber die Möglichkeit, ein neues subventioniertes Telefon zu bekommen. Noch nicht möglich ist die Portierung einer LOOP-Rufnummer auf einen bestehenden Laufzeitvertrag.

  10. Sicherheits-Update für MDA verfügbar

    Vor zwei Wochen berichteten wir über ein Sicherheitsproblem mit der Betriebssystem-Variante Windows für Pocket PC 2002 Phone Edition, wie sie in aktuellen PDAs verwendet wird. Bei dem beschriebenen Problem wird der Zugangscode der SIM-Karte des Telefons in der Registry des Windows PocketPC im Klartext abgelegt und kann ohne viel Aufwand ausgelesen werden. Wie bereits berichtet, wird das standardmäßige Sicherheitssystem von GSM dadurch ganz erheblich kompromittiert, denn das Speichern der PIN verstößt ganz klar gegen die ETSI-Zulassungsbestimmungen. Betroffen waren der xda von o2 und der MDA von von T-Mobile.

    T-Mobile stellt jetzt allen Besitzern des MDA ein kostenfreies Update zur Verfügung, welches das genannte Sicherheitsproblem beheben soll. Das Auslesen der PIN sei damit nicht mehr möglich, sagte Presseprecher Philipp Schindera von T-Mobile gegenüber teltarif.de. T-Mobile empfiehlt aber weiterhin, die allgemeine Zugriffskontrolle über ein Systempasswort zu nutzen. Das Update wird im Laufe des Tages bei T-Mobile direkt im Updatebereich zu finden sein.

    Der Münchner Mobilfunkbetreiber o2 bietet bisher seinen xda-Kunden noch kein Update an. Da der MDA und der xda technisch weitestgehend identisch sind, dürfte demnächst auch bei o2 ein entsprechendes Update zur Verfügung stehen.

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