Newsletter 07/03 vom 13.02.2003
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 13.02.2003 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Vergessene Ortsvorwahl bei 0190-0-Anbieter führt auf Sex-Line
  2. Neuigkeiten aus dem Festnetz
  3. Neue Preise im Internet by Call bei Surfdirect und Arcor
  4. Teles erwirkt Einstweilige Verfügung gegen Deutsche Telekom
  5. Sicherheitslücke im Microsoft-Betriebssystem für PDAs und Smartphones
  6. Verbraucherschützer fordern 0190-Schutz auch im Mobilfunk
  7. MMS-Versand macht noch Probleme
  8. o2 Germany will sich weiterhin mit debitel streiten
  9. Mit MMS-Paketen bei Talkline bis zu 25 Prozent sparen
  10. Umfrage zur Internet- und Handynutzung
  1. Vergessene Ortsvorwahl bei 0190-0-Anbieter führt auf Sex-Line

    Immer wieder erreichen die teltarif-Redaktion Hinweise, dass potenzielle Kunden der 0190-0-Anbieter auf diversen Sex- oder Dating-Lines landen. So erging es auch zahlreichen Kunden, welche frohen Mutes die 0190 095 des Anbieters Superdump wählten. Sie machten einen kleinen, aber entscheidenden Fehler, der sie mit der nächsten Telefonrechnung statt des günstigen Minutenpreises von 1,9 Cent ein Vielfaches dessen kosten wird: Sie vergaßen, bei einem Ortsgespräch die Ortsvorwahl mitzuwählen und die böse Falle schnappte zu: Der erschrockene Anrufer wird gleich - so zumindest bei unserem Testanruf der Fall - von einer Männerstimme begrüßt, die von interessanten Stunden mit anderen Männern schwärmt.

    01058, Muttergesellschaft von Superdump, ist bei diesem Problem nahezu machtlos. Mehr als darauf verweisen, dass auf jeden Fall bei Telefonaten die Ortsvorwahl mitgewählt werden muss, kann das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht leisten. Man erklärte uns gegenüber, dass Superdump nur den Rufnummernblock 000 bis 099 hinter der 0190 095 gemietet habe. Das reicht für nationale und internationale Ferngespräche, die alle mit "0" beginnen, aber eben nicht für Ortsgespräche.

    Als Konsequenz aus den Problemen und den zahlreichen Beschwerden, die auch bei Superdump eingingen, zog der Anbieter die Notbremse und erhöhte seinen Minutentarif von 1,9 Cent auf 2,9 Cent pro Minute. Damit räumte Superdump den ersten Platz in der Tariftabelle, was zur Folge haben dürfte, dass weniger Neukunden über den Anbieter telefonieren.

    Weitere Hintergrundinformationen sowie eine Aufstellung darüber, bei welchen Anbietern zwingend die Ortsvorwahl mitgewählt werden muss, finden Sie in unserer Meldung auf der Seite http://www.teltarif.de/s/s9844.html .

  2. Neuigkeiten aus dem Festnetz

    Eine ganze Reihe an Preisänderungen und Aktionen gab es in der vergangenen Woche für den Festnetz-Bereich zu verkünden. Wie bereits in den vergangenen beiden Wochen, war auch dieses Mal Surprise-Telecom für einige Überraschungen gut, doch nicht nur zur Freude der Kunden. So hat die Tochtergesellschaft von Telediscount ihr Call-by-Call-Angebot, das über die Einwahlnummer 0190 047 genutzt werden kann, in zwei Zeitzonen unterteilt. In der Hauptzeit werden an Werktagen zwischen 9 und 18 Uhr künftig 2,1 Cent pro Minute berechnet, in der Nebenzeit zwischen 18 und 9 Uhr gilt weiterhin der Minutenpreis von 1,9 Cent. Der Wochenendtarif von 1,5 Cent pro Minute ist von der Änderung nicht betroffen.

    Eine neue Zeitzone hat auch der Neu-Isenburger Telekommunikationsanbieter OneTel eingeführt. Zwischen 18 und 20 Uhr gilt über die 01086 nun werktags ein drittes Zeitfenster in dem 2,48 Cent pro Minute abgerechnet werden. In der Hauptzeit zwischen 7 und 18 Uhr gilt ein Minutenpreis von 2,68 Cent, zwischen 20 und 7 Uhr werden 1,88 Cent berechnet.

    01058 Telecom hat einmal mehr ihr schon aus der Vergangenheit bekanntes 1-Cent-Special aufleben lassen. Noch bis zum 23. Februar kann täglich aus drei Städten für 1 Cent pro Minute in das deutsche Festnetz telefoniert werden. Eine Übersicht aus welcher Stadt an welchem Datum zu den günstigen Konditionen telefoniert werden kann, finden Sie in unserer Meldung auf der Seite http://www.teltarif.de/s/s9850.html .

    Änderungen bei den Minutenpreisen gab es auch zu einigen Zielen im Ausland. Junior Telecom hat den kundenunfreundlichen Weg gewählt, und die Tarife zu einigen Zielen wie zum Beispiel nach Spanien, Österreich, Italien oder Portugal erhöht. Zu den meisten Zielen liegt die Erhöhung bei 0,3 Cent pro Minute. Im Gegenzug hat Surprise Telecom seine Tarife zu zahlreichen Auslandszielen gesenkt.

    Zu welchem Ziel im Ausland welcher Minutenpreis gilt, können Sie unserer Tarifabfrage entnehmen.

  3. Neue Preise im Internet by Call bei Surfdirect und Arcor

    Der Internet-by-Call-Anbieter Surfdirect bietet seit Montag ein neues Preismodell für sein Internet-by-Call-Angebot mit dem Namen surfdirect2 an. Von Montag bis Freitag werden in der Zeit zwischen 9 und 18 Uhr 0,86 Cent pro Minute berechnet. Zusätzlich fällt eine Einwahlgebühr von 5,9 Cent an.

    In der gesamten restlichen Zeit ist das Angebot weniger zu empfehlen. In der Nebenzeit, die auch das gesamte Wochenende über gilt, wird ein sehr teurer Minutenpreis von 1,86 Cent berechnet. Darüber hinaus fällt auch hier mit jeder Einwahl das Einwahlentgelt von 5,9 Cent an.

    Zwischenzeitlich nahm Surfdirect zur Hauptzeit den ersten Platz unserer Tariftabelle ein, inzwischen hat Arcor jedoch reagiert und den Tarif für seinen Spartarif gesenkt. Leider wird das Angebot künftig in zwei Zeitzonen abgerechnet. Zur Hauptzeit wird Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr ein Minutenpreis von 0,85 Cent verlangt, in der restlichen Zeit fallen die bisher bekannten 0,87 Cent pro Minute an. Zusätzlich werden auch bei Arcor zu jeder Zeit 5,9 Cent Einwahlentgelt berechnet. Mit dem Preiskonter ist der Spartarif von Arcor gemessen am reinen Minutenpreis derzeit rund um die Uhr die günstigste Wahl im offenen Internet by Call.

  4. Teles erwirkt Einstweilige Verfügung gegen Deutsche Telekom

    Der Berliner Internetdienstleister Teles hat im Streit mit der Deutschen Telekom auf dem Markt für DSL-Zugänge einen Teilerfolg erzielt. Nach einer Einstweiligen Verfügung des Landgerichts Hamburg darf die Telekom in ihrer Werbung für den terrestrischen T-DSL-Dienst nicht mehr behaupten, dass dieser "fast flächendeckend verfügbar" sei.

    Teles begründet den Schritt damit, dass mit "vollmundigen Behauptungen" große Teile der Öffentlichkeit und mehr als zehn Millionen Internet-Nutzer "mit großer werblicher Energie in die Irre geführt" worden seien. Tatsächlich dürfte der terrestrische T-DSL-Dienst zumindest an jedem dritten Telefonanschluss gar nicht verfügbar sei. Probleme gibt es überall dort, wo ein Telefonanschluss zu weit von der Vermittlungsstelle entfernt ist, oder der Anschluss über alternative Zugangstechnologien wie OPAL bereit gestellt wird. Letzteres ist in vielen Wohnhäusern in den neuen Bundesländern der Fall, denn dort wurden nach der Wiedervereinigung mit Hochdruck Millionen von neuen Telefonanschlüssen geschaltet. Was damals modernste Technik war, ist aber mit dem DSL von heute inkompatibel.

  5. Sicherheitslücke im Microsoft-Betriebssystem für PDAs und Smartphones

    Das aktuelle Betriebssystem von Microsoft für PDAs (Personal Digital Assistant, Taschencomputer) mit integriertem Telefon, Windows für Pocket PC 2002 Phone Edition, hat in allen uns bekannten Versionen ein erhebliches Sicherheitsproblem. Dieses Betriebssystem wird unter anderem von T-Mobile für den mda und von o2 als xda eingesetzt.

    Der Fehler ist, dass das Betriebssystem die jeweils zuletzt eingetippte PIN der SIM-Karte im Klartext in der Registry ablegt. Warum das passiert, ist völlig unklar. Die PIN ist immerhin die wichtigste Zugangssicherung zu einer SIM-Karte und dem dahinter stehenden Telefonvertrag des Nutzers. Wer eine SIM-Karte und die zugehörige PIN hat, kann auf Kosten des Vertragsinhabers quasi unbegrenzt telefonieren. Insofern kann diese Sicherheitslücke für den jeweiligen Telefonkunden sehr ärgerlich werden. Weitere Informationen dazu finden Sie in den entsprechenden Meldungen unter http://www.teltarif.de/s/s9863.html sowie http://www.teltarif.de/s/s9880.html .

  6. Verbraucherschützer fordern 0190-Schutz auch im Mobilfunk

    Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) in Berlin hat den Gesetzentwurf gegen den Missbrauch von Mehrwertdienste-Nummern als völlig unzureichend bezeichnet. Der Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), mit dem der Missbrauch von Servicerufnummern mit den Vorwahlen 0190 und 0900 eingeschränkt werden soll, berücksichtige derzeit zwar das Telefon-Festnetz und das Internet, nicht aber den Mobilfunkbereich.

    Das Ausklammern der Handynetze ist nach Ansicht der Verbraucherschützer eine Einladung an die schwarzen Schafe der 0190-Branche, ihr Geschäftsfeld auf Handykunden zu konzentrieren, so die Begründung der Verbraucherschützer. Gerade im Mobilfunk sei die Zahl der Missbrauchsfälle schon jetzt besonders hoch, merkte Edda Müller vom vzbv an. Neben 0190er Rufnummern werden in letzter Zeit auch 0137er Nummern für Abzock-Versuche missbraucht. Weitere Informationen zu dieser Betrugsvariante finden Sie in unserer Meldung unter der URL: http://www.teltarif.de/s/s9865.html .

  7. MMS-Versand macht noch Probleme

    Mit E-Plus hat zum 1. Februar der letzte der vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber den MMS-Dienst eingeführt. Das heißt, Kunden aller vier deutschen Handynetze haben nun die Möglichkeit, mobile Multimedia-Nachrichten zu verschicken und zu empfangen. Einige Hürden gibt es aber noch.

    Prepaidkunden der beiden "kleinen" Netzbetreiber E-Plus und o2 können den MMS-Dienst noch nicht nutzen, während dies für Vodafone CallYa-Nutzer seit Ende November und für T-Mobile Xtra-Kunden seit Anfang Dezember funktioniert.

    Überhaupt ist Vodafone Vorreiter in Sachen MMS in Deutschland. Für Vertragskunden wurde der Dienst schon im Frühjahr letzten Jahres gestartet. Im Sommer folgte T-Mobile. War der Nachrichtenversand zunächst nur netzintern möglich, so schalteten die beiden D-Netze ihre Netztechnik später zusammen, so dass der Versand bzw. Empfang auch netzübergreifend klappt. Hundertprozentig zuverlässig funktioniert dies allerdings bis heute nicht, was bei Preisen von bis zu 1,29 Euro pro MMS mehr als ärgerlich ist. Auch funktioniert der netzübergreifende Versand und Empfang zwischen E-Plus und Vodafone derzeit noch nicht. Statt dessen bekommen die Kunden des jeweils anderen Netzes eine SMS mit einem Internet-Link zugestellt, unter dem dann die Multimedia-Nachricht abgerufen werden kann.

  8. o2 Germany will sich weiterhin mit debitel streiten

    Wie wir bereits gemeldet hatten, wird o2 Germany gegen das Urteil des Landgerichts München vom 23. Januar 2003 im Rechtsstreit gegen debitel in Berufung gehen. Laut einer Mitteilung von o2 sind die Hauptanträge von debitel, die Leistungsklage und die Schadensersatzklage, bereits vom LG München I abgewiesen worden. Lediglich einem Hilfsantrag der debitel AG sei stattgegeben worden - gegen diesen richtet sich nun die Berufung von o2 Germany. Nach Ansicht von o2 wäre die Verpflichtung zur Zusammenarbeit mit Service Providern auch für den Verbraucher nachteilig, weil durch die hohen Kosten, die einem kleineren Netzbetreiber bei Zusammenschaltung mit einem Service Provider entstünden, die Entwicklung innovativer Produkte gefährdet sei. Hohe Investitionen in Infrastrukturen, wie in den Erwerb der UMTS-Lizenz und den Aufbau von Mobilfunknetzen, erfordern einen Schutz vor bloßen Wiederverkäufern ohne eigenes Netz. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserer News unter der URL: http://www.teltarif.de/s/s9839.html .

    Ein gute Nachricht gibt es noch für die Prepaid-Kunden von o2: Mit LOOP kann man ab sofort auch aus Polen und Schweden ohne Hindernisse telefonieren. Aus Polen werden für ein Gespräch nach Deutschland pro Minute 1,49 Euro fällig, aus Schweden immerhin auch noch 99 Cent. Eine SMS wird aus Polen mit 79 Cent, aus Schweden mit 49 Cent berechnet.

  9. Mit MMS-Paketen bei Talkline bis zu 25 Prozent sparen

    Der Mobilfunkprovider Talkline hat sich ein zusätzliches Preismodell einfallen lassen, um den MMS-Dienst für seine Kunden attraktiver zu gestalten. Konkret bietet das Unternehmen nun neben dem bisher üblichen Einzelversand auch den Kauf von MMS-Kontingenten an. Dadurch ergeben sich für den Kunden Einsparungen bis zu 25 Prozent.

    Zur Verfügung stehen Kontingente von 10, 25 und 50 MMS pro Monat. Das Zehner-Paket kostet 3,47 Euro zusätzliche monatliche Grundgebühr. Damit liegt der Preis pro Nachricht bei 35 statt der sonst üblichen 39 Cent. Die Ersparnis beträgt elf Prozent. Das 25er Paket ist für 8,37 Euro zusätzliche Grundgebühr zu haben, so dass der Einzelpreis 33 Cent beträgt (Ersparnis bis zu 14 Prozent) und Poweruser, die ein Paket mit 50 MMS erwerben, zahlen hierfür 14,67 Euro zusätzlich im Monat. Jede MMS kostet demnach 29 Cent, so dass die Ersparnis bei bis zu 25 Prozent liegt.

    Die MMS-Kontingente sind für D1, D2 und E-Plus verfügbar, und gelten nur für Nachrichten mit einem Volumen bis zu 30 Kilobyte. Nicht genutzte Inklusiv-MMS verfallen ersatzlos und können nicht in den Folgemonat übertragen werden. Pro Karte kann jeweils nur ein Paket genutzt werden.

    Talkline-Kunden können die MMS-Kontingente vom Handy aus unter der Rufnummer 01805-4245 (75 Cent pro Minute vom Mobiltelefon aus) buchen. Die erste Einrichtung ist kostenlos, danach wird jede Änderung mit 5,92 Euro berechnet.

  10. Umfrage zur Internet- und Handynutzung

    In Kooperation mit der Intramundos GmbH möchten wir Sie einladen, an einem Marktforschungsprojekt teilzunehmen. Als Teilnehmer der aktuellen wissenschaftlichen Studie zum Thema "Mobile Business und Handy-Dienste der Zukunft" können Sie zukünftige Trends mitbestimmen und an einer attraktiven Verlosung teilnehmen. Unter allen Teilnehmern verlost Intramundos Bargeldpreise im Gesamtwert von 2.000 Euro. Die Befragung dauert ca. zehn Minuten. Zur Teilnahme an der Umfrage folgen Sie bitte dem Link.

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