Newsletter 05/03 vom 30.01.2003
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 30.01.2003 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. E-Plus im Februar: MMS-Dienst und Business-Prepaid
  2. o2 Germany erhöht kräftig die MMS-Preise
  3. paybox stellt Bezahl-Dienst für Privatkunden in Deutschland ein
  4. Free-SMS-Infoseite erneut umfangreich aktualisiert
  5. Arcor bietet weiteren Internet-by-Call-Tarif an
  6. Aus mediaWays und HighwayOne wird Telefonica Deutschland
  7. Tarifänderungen im Festnetzbereich
  8. Gericht: debitel darf Provider für o2 werden
  9. Quam muss Rufnummernmitnahme nicht ermöglichen
  10. Unaufgeforderte Werbung per SMS ist Spam
  1. E-Plus im Februar: MMS-Dienst und Business-Prepaid

    Als letzter der vier Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland startet E-Plus im nächsten Monat den Multimedia-Dienst MMS. Das Versenden und Empfangen von MMS soll zunächst für die eigenen Kunden innerhalb des E-Plus-Netzes sowie in das Netz von o2 Germany möglich sein. In das Netz von Branchenführer T-Mobile soll der Austausch einige Zeit später möglich sein. Mit Vodafone D2 sei noch keine entsprechende Absprache getroffen worden.

    E-Plus-Kunden, die einen Laufzeitvertrag haben, sollen bis Ende Mai ein Guthaben von 25 Euro bekommen, wenn sie sich für den neuen Dienst freischalten lassen. Das Guthaben gilt für den Versand der Multimedia-Nachrichten - allerdings nur innerhalb des E-Plus-Netzes. Der Versand einer Multimedia-Botschaft kostet bis 30 Kilobyte 39 und bis maximal 100 Kilobyte 99 Cent. In die Netze von Wettbewerbern wird pro Nachricht 59 Cent beziehungsweise 1,29 Euro berechnet.

    Außerdem bietet E-Plus künftig mit Professional PrePaid eine Prepaid-Karte speziell für Businesskunden an. Ab 1. Februar ist diese Tarifvariante ausschließlich in Berlin über E-Plus Shops und ausgewählte Händler, sowie über den Direktvertrieb erhältlich. Ein Startguthaben von 15 Euro ist beim Kauf der Professional PrePaid-Karte inklusive, die Karte ist ohne Aufladung ein Jahr gültig.

    Die Gesprächspreise liegen im Inland und netzintern (auch zur Mailbox) bei 40 Cent pro Minute. Die Gesprächsminute in andere inländische Mobilfunknetze kostet 55 Cent. SMS sind mit 20 Cent pro Nachricht relativ teuer. Mit der Partner-Option kostet der Anruf zu einer ausgewählten Nummer in das Festnetz nur 5 Cent die Minute. Abgerechnet wird im 60/10-Takt.

  2. o2 Germany erhöht kräftig die MMS-Preise

    Nach Vodafone D2 erhöht auch o2 Germany zum 1. Februar die Preise für den Versand von MMS-Nachrichten in Fremdnetze. Nach Ablauf der Einführungsphase am 31. Januar kostet der Versand multimedialer Nachrichten zu Kunden von T-Mobile und Vodafone D2 ab Februar 59 statt bisher 39 Cent, wenn ein Datenvolumen von 30 Kilobyte nicht überschritten wird. Für den Versand einer MMS in die D-Netze mit 30 bis 100 Kilobyte Datenvolumen verlangt das Münchner Unternehmen künftig 1,29 Euro statt bisher 99 Cent. Beim netzinternen Versand ändert sich nichts.

  3. paybox stellt Bezahl-Dienst für Privatkunden in Deutschland ein

    Schlechte Nachrichten für die Freunde des mobilen Bezahlens: Die paybox stellt ihren mobilen Zahlungsservice für Privatkunden vorläufig ein. Damit gibt es in Deutschland keinen mobilen Bezahlservice mit nennenswerter Verbreitung mehr. Zwar wurde im letzten Jahr viel über m-Payment geredet und T-Mobile und Vodafone unternahmen sogar einen gemeinsam Vorstoß zur Einführung eines internationalen Standards für das mobilen Bezahlen. Passiert ist bisher allerdings wenig. paybox teilte mit, dass ein kompletter Umbau des Unternehmens eine rasche Wiederaufnahme des paybox-Dienstes auf dem deutschen Markt ermöglichen soll.

    In Österreich steht paybox weiterhin in vollem Umfang zur Verfügung. Mobilkom Austria wird die für Österreich relevanten Unternehmensteile übernehmen und hat damit den Weiterbetrieb von paybox in Österreich dauerhaft gesichert. Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter der URL http://www.teltarif.de/s/s9727.html und einen Kommentar zum Aus von paybox können Sie unter http://www.teltarif.de/s/s9733.html lesen.

  4. Free-SMS-Infoseite erneut umfangreich aktualisiert

    Der Free-SMS-Versand aus dem Internet erfreut sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Die Redaktion erreichen immer wieder Hinweise auf Änderungen und neue Anbieter. Diese haben wir nun in unserem neuesten Update berücksichtigt und in unserer Free-SMS-Tabelle eingepflegt. Ein besonders interessantes Angebot ermöglicht der Anbieter 1rstWAP allen Kunden, die eine D1 oder D2-Nummer verwenden. Über die Webseite des Unternehmens können Woche für Woche 50 SMS gratis versendet werden. Neben vollen 160 zur Verfügung stehenden Zeichen wird auch die eigene Mobilfunknummer mit übermittelt, wodurch der Empfänger der SMS direkt auf das Handy des Senders antworten kann. Außerdem kann über die Webseite verfolgt werden, ob die SMS auch wirklich beim Empfänger angekommen ist. Kann die SMS nicht zugestellt werden, dann wird dies im Status-Report entsprechend vermerkt.

    Wenn auch Sie Gratis-SMS verschicken möchten, dann werfen Sie doch mal einen Blick auf unsere Übersicht der einzelnen Anbieter unter der Adresse http://www.teltarif.de/i/freesms.html .

    Eine Zusammenfassung der bedeutendsten Änderungen haben wir in einer Meldung zusammengefasst. Sie können diese unter http://www.teltarif.de/s/s9752.html einsehen.

  5. Arcor bietet weiteren Internet-by-Call-Tarif an

    Wer ohne Anmeldung und ohne Verbindungsentgelt im Internet surfen möchte, für den hat Arcor einen neuen Internet-by-Call-Tarif bereitgestellt. Das ab dem 1. Februar gültige Angebot mit dem Namen "Basistarif" kostet rund um die Uhr 1,33 Cent pro Minute und richtet sich in erster Linie an Internet-Einsteiger.

    Wer den Basistarif nutzen möchte, richtet eine DFÜ-Netzwerkverbindung mit dem Benutzernamen "arcor-basis" und dem Kennwort "internet" (beides klein geschrieben) ein, als Einwahlnummer gilt die 0192077.

    Wer länger im Internet surft, fährt beispielsweise mit dem Spartarif von Arcor günstiger. Hier werden pro Minute 0,87 Cent berechnet. Zusätzlich fällt aber ein Einwahlentgelt von 5,7 Cent an. Ohne Einwahlentgelt - allerdings mit Anmeldung - ist der Pro-Tarif von Compuserve nutzbar. Hier gilt zwischen 9 und 18 Uhr ein Minutenpreis von 0,9 Cent.

  6. Aus mediaWays und HighwayOne wird Telefonica Deutschland

    Der bundesweit zweitgrößte Internet-Dienstleister nach der Deutschen Telekom heißt jetzt Telefonica Deutschland, ein Ableger der spanischen Telefonica, die mit Quam in Deutschland ein grandioses Debakel hingelegt hat. Nun wurde die Fusion der beiden Telefonica-Töchter mediaWays und HighwayOne verkündet.

    Vor allem im Geschäftskundenbereich will der neue Anbieter aktiv werden. Nach eigenen Angaben werden von der Telefonica Deutschland GmbH monatlich mehr als drei Milliarden Online-Minuten abgerechnet. Das bedeutet Platz 2 hinter der Telekom. Unter anderem werden 30 große deutsche Online-Dienste betreut.

    Alle Angebote des Unternehmens werden künftig auch auf der neuen Webseite unter www.telefonica.de der Öffentlichkeit präsentiert.

  7. Tarifänderungen im Festnetzbereich

    Im Vergleich zu den zurückliegenden Wochen war es in den vergangenen sieben Tagen recht ruhig, was Tarifänderungen im Festnetz betrifft. Schwankungen in den Minutenpreisen hat es fast nur bei den Tochtergesellschaften von 01051 Telecom gegeben.

    Insbesondere Spartelecom hat in der letzten Woche zu einigen Zielen interessante Tarifsenkungen bekannt gegeben. Der Anbieter mit der Netzkennzahl 0190 047 berechnet zum einen für Gespräche in das deutsche Festnetz statt 2,2 Cent jetzt 1,9 Cent pro Minute, auf der anderen Seite wurden zu zahlreichen Auslandszielen die Preise zum Teil deutlich gesenkt. So kostet beispielsweise ein Gespräche in die Niederlande 2,9 Cent pro Minute, in die USA oder in das Festnetz von Frankreich kann für 3,1 Cent pro Minute telefoniert werden.

    Am Wochenende telefoniert man ab sofort über die 01086 von OneTel besonders günstig. An Samstagen, Sonntagen und allen bundesweiten Feiertagen hat der Anbieter den Minutenpreis auf 1,88 Cent pro Minute gesenkt. Nur in der Zeit zwischen 0 und 10 Uhr ist 01024 mit einem Preis von 1 Cent pro Minute noch günstiger.

    Noch einen drauf setzt smart79 aus dem Hause Ventelo. Der Anbieter mit der Netzkennzahl 0190 079 hat eine Sonderaktion für Ferngespräche in der Nebenzeit gestartet. Zwischen 18 und 8 Uhr sowie am kompletten Wochenende ist es möglich, zu einem Sonderpreis von 1,84 Cent pro Minute zu telefonieren. Leider ist die Sonderaktion nur bis zum 11. Februar gültig, ab dem 12. Februar gilt wieder der bisher bekannte Nebenzeit-Tarif von 2,14 Cent pro Minute. Weitere Tarifänderungen - beispielsweise zu zahlreichen Auslandszielen - entnehmen Sie bitte unserer Tarifabfrage unter http://www.teltarif.de/standard.html .

  8. Gericht: debitel darf Provider für o2 werden

    Der netzunabhängige Mobilfunk-Anbieter debitel hat im Rechtsstreit mit dem Netzbetreiber o2 einen Erfolg erzielt. Nach einem Urteil des Münchner Landgerichtes ist o2 (ehemals Viag Interkom) verpflichtet, mit debitel einen Vertrag für Mobilfunk-Dienste abzuschließen. o2 war bisher der einzige Netzbetreiber, der sich geweigert hatte, sein Netz auch für debitel-Kunden zur Verfügung zu stellen.

    o2 will nach eigenen Angaben Berufung gegen das Urteil einlegen. "Wir werden mit allen Mitteln gegen die Entscheidung vorgehen", sagte Dietrich Beese, Mitglied der o2-Geschäftsführung. Notfalls gebe es einen jahrelangen Rechtsstreit.

    debitel-Vorstandschef Peter Wagner hatte die Entscheidung als "haushohen Sieg" für das Unternehmen bezeichnet. Grundsätzlich ist o2 nach Angaben von Beese zur Kooperation mit anderen Anbietern bereit. "Aber die Konditionen müssen stimmen."

  9. Quam muss Rufnummernmitnahme nicht ermöglichen

    Schlechte Nachrichten für die Freunde der Quam-Mobilfunknummern: Das Landgericht München hat in einem aktuellen Urteil bestätigt, dass Quam-Kunden keinen Anspruch auf Mitnahme ihrer Mobilfunknummer zu einem neuen Provider durchsetzen können. Es bleibt also dabei: Die Mobilfunknummern mit der kultigen 01505 am Anfang werden bald vergessen sein. Weil Quam seinen Betrieb erst zum 15. November 2002 eingestellt hatte, wäre das Unternehmen ganze zwei Wochen lang in der Verpflichtung gewesen, die Rufnummernmitnahme ihrer Kunden zum neuen Provider zu gewährleisten. Diese Zeit reicht offenbar nicht aus, um einen dauerhaften Anspruch herzuleiten

    Schon das Amtsgericht München war der Argumentation des Mobilfunkunternehmens gefolgt, dass die Wiederherstellung der Portierung nur mit einem erheblichen personellen und vor allem kostspieligen Aufwand möglich sei. Faktisch und wirtschaftlich sei die Umsetzung der Rufnummernmitnahme für den nicht mehr am Markt vertretenen Mobilfunkbetreiber unmöglich. Deshalb wies das Gericht den Antrag eines Quam-Kunden auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurück.

    Weiterhin war das Amtsgericht der Auffassung, dass Quam gar nicht als Netzbetreiber im Sinne des Telekommunikationsgesetzes anzusehen sei, da das Unternehmen über kein eigenes Mobilfunknetz verfügt, sondern lediglich das Netz von E-Plus mit benutzt habe. Weitere Details finden Sie in unserer Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s9778.html .

  10. Unaufgeforderte Werbung per SMS ist Spam

    Wie wir bereits mehrfach berichtet haben, nimmt der Versand unerwünschter Werbebotschaften aufs Handy zu. Dieses so genannte Spaming stellt eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts dar. Das Landgericht Berlin hat mit einem Urteil vom 14. Januar 2003 einen Internetdiensteanbieter verurteilt, zu unterlassen, einem Nutzer seiner Dienste eigene oder fremde Werbung per SMS zuzusenden. Der betreffende Internetprovider stellt seinen Kunden den kostenlosen Versand von SMS zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten Sie in der Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s9744.html .

    Auch ein weiteres Thema bleibt aktuell: Die dreisten Abzockversuche über 0137-Nummern. Auch in den zurückliegenden Tagen erreichten die Redaktion immer wieder E-Mails und Anrufe von Lesern, die sich über die unbekannte 0137-Nummer wunderten, welche als "unbeantwortete Anrufe" im Handy-Display erscheinen. Telefonnetzbetreiber aus Mainz und München haben das Problem nun bestätigt.

    Wer auf einen der fingierten Rückrufwünsche reagiert und ohne Kontrolle der Nummer zurückruft, hört die Ansage "Vielen Dank für Ihren Rückruf, der Anruf wurde gezählt". Dafür fallen höhere Kosten an, als man zunächst vermuten mag. Je nachdem aus welchem Mobilfunknetz man telefoniert, werden unterschiedliche Preise berechnet, die Sie der entsprechenden Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s9753.html entnehmen können.

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