- Telekom will Gebühr für Kunden ohne Einzugsermächtigung
Neben erfreulichen Tarifsenkungen gab es diese Woche auch
weniger erfreuliche Neuigkeiten - zumindest für Kunden, die
ihre Telekomrechnung per Rechnung zahlen. Die
Deutsche Telekom erwägt derzeit,
die Telefonrechnungen für alle Festnetzkunden, die keine
Einzugsermächtigung erteilen, um monatlich 1,20 Euro
zu erhöhen. Dies bestätigte Walter Genz, Pressesprecher
der Deutschen Telekom, gegenüber teltarif.de.
Die Telekom folgt damit zahlreichen Konkurrenten, sowie
Energieversorgern, wo eine Bezahlung per Rechnung schon
lange nicht mehr oder nur gegen Aufschläge möglich ist.
Begründet
wird das Vorhaben
dadurch, dass Kunden ohne Einzugsermächtigung einen deutlich
höheren administrativen Aufwand verursachen würden. Die
Regulierungsbehörde muss bis Ende Februar über einen
Antrag für eine solche zusätzliche Gebühr entscheiden.
Betroffen seien etwa fünf Millionen der insgesamt
40 Millionen Telefonkunden der Telekom.
- Warten auf 0190 047 und Warnung vor Verwählern
Bereits im vergangenen Sommer wurde über einen neuen Anbieter
spekuliert, der mit der Vorwahl 0190 047 an den Start gehen
sollte.
Registriert ist dieser Rufnummernblock auf die
01081 Telecom. Diese teilte uns mit,
dass
die Rufnummer an die TeleDiscount GmbH vermietet sei. Die
Verbindungen
tauchten unter dem Namen "Spartelecom" auf der Telekom-Rechnung
auf.
Unsere Nachfrage bei
TeleDiscount war
leider auch nicht viel ergiebiger: Die
01051-Tochter
bestätigte uns, dass ein Service-Vertrag über die Nutzung der
0190 047
mit 01081 bestünde, allerdings gäbe es kein reguläres Angebot
unter dieser
Nummer. Minutenpreise wurden uns nicht genannt.
Bei unseren Testanrufen kamen viele Verbindungen nicht
zustande, Anrufe in
die Mobilnetze waren nicht möglich. Fazit: Spartelecom glänzt in
erster Linie
mit sparsamen Informationen. Wir sind jedenfalls gespannt, ob,
wann und zu
welchen Preisen "Spartelecom" starten wird.
Leser haben uns inzwischen mitgeteilt, dass sie Verbindungen
über die
0190 047 herstellen konnten und dass auch Tarife dazu
angesagt wurden.
teltarif.de warnt jedoch ausdrücklich davor, irgendwelche
0190-0-Nummern
auszuprobieren. Zum einen werden bei der Ansage keinerlei
Angaben zu
einem etwaigen Verbindungsentgelt oder der zugrunde liegenden
Taktung
gemacht. Des weiteren können einfache Verwähler schnell ins Geld
gehen.
So kann man bei vielen Anbietern, etwa bei den
01051-Töchtern
Teledump,
TeleDiscount,
Telestunt oder
Telebillig, bei Ortsgesprächen
die Vorwahl weglassen. Bei anderen Anbietern ist allerdings
Vorsicht geboten.
So landet man zum Beispiel nach der Anwahl der 0190 082 von
lightTalk
auf einer Sexhotline, wenn man bei einer beliebigen Nummer die
führende
Null vergisst. Auch wenn man nach wenigen Sekunden wieder
auflegt, werden dann
mindestens 1,86 Euro in Rechnung gestellt.
Weil es immer wieder Ärger mit den zwar günstigen, aber mit
derartigen
Nachteilen behafteten 0190-0-Anbietern gibt, haben wir in unserer
Standardabfrage für die günstigsten
Tarife
das Feature "0190-0-Angebote ausschließen" eingebaut, das
unsererseits
aktiviert ist. Wer auf die 0190-0-Tarife nicht verzichten
möchte, kann
die Funktion ganz einfach ausschalten, indem er unter dem
Abfrageblock
das Häkchen bei "0190-0-Angebote ausschließen" entfernt.
- Tarifänderungen im Festnetz
Auch in dieser Woche hat sich das Tarifkarussell im Festnetz
weiter gedreht. Mit einigen Tarifen ging es im Sinne des
Verbrauchers bergab, jedoch gibt es auch Ausnahmen. So hat
Telestunt seinen günstigen Tarif
aus der Nebenzeit von 1,8 Cent pro Minute auf 2 Cent
angehoben. Im Gegenzug kann man über
Telediscount,
ebenfalls wie Telestunt eine Tochter aus dem Hause
01051 Telecom, rund um die Uhr für
1,8 Cent pro Minute ins deutsche Festnetz telefonieren.
Auch der Minutenpreis für Gespräche in die deutschen
Mobilfunknetze wurde gesenkt, hier werden nur noch 16,5 Cent
berechnet. Das ist der günstigste Tarif für Gespräche zu
Mobilfunknummern im offenen Call by
Call. Für Gespräche ins E-Plus-Netz hat der Anbieter gestern sogar noch eins draufgesetzt und den Tarif auf 10 Cent pro Minute gesenkt. Dieser Tarif soll in Kürze bundesweit verfügbar sein und bis auf Weiteres gelten. Details dazu lesen Sie bitte in der entsprechenden Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s9673.html nach.
Telediscount ist über die 0190 035 erreichbar und rechnet im
Minutentakt über die Rechnung der Deutschen
Telekom
ab.
01058 Telecom startet am kommenden
Freitag das schon aus der Vergangenheit bekannte 1 Cent-Special.
Aus bestimmten Städten kann an ausgewählten Tagen für 1 Cent
in das deutsche Festnetz telefoniert werden. Aus welchen
Städten der Sondertarif gilt, können Sie in unserer Meldung
unter folgender Adresse nachlesen:
http://www.teltarif.de/s/s9674.html
Umfangreiche Preisänderungen gab es auch bei
OneTel.
Über drei Tage verteilt wurden die Verbindungspreise für eine
ganze Liste an Zielen im Ausland günstiger. Zu vielen Zielen
setzte sich der Anbieter im offenen Call by Call auf einen der
ersten Plätze in den Tariftabellen, es muss jedoch beachtet
werden,
dass im kundenunfreundlichen Vier-Minuten-Takt abgerechnet wird.
Die Tarifänderungen betreffen neben dem offenen Call by Call auch
das Call by Call mit Anmeldung in den Tarifen
OneTel.A,
OneTel.B
und OneTel.X. Welcher
Minutenpreis
in den einzelnen Tarifen gilt, können Sie unserer
Tarifabfrage entnehmen.
Smart79, Tochtergesellschaft von
Ventelo, hat bereits Ende der vergangenen
Woche
einige Ziele zum Ausland gesenkt. Kurzzeitig waren zum Beispiel
Gespräche nach Polen, Indien oder Costa Rica über die
0190 079
am günstigsten. Es dauerte jedoch nicht lange, bis Discounter
Junior Telecom die Minutenpreise
um
jeweils 0,1 Cent unterbot und sich damit wieder vor Smart79
schob.
- o2 drohen Konsequenzen aus Euro-Umrechnung
Ein langer Schatten aus der Vergangenheit hat Deutschlands
kleinsten
Mobilfunknetzbetreiber o2 Germany (früher
Viag Interkom)
erfasst: Die Euro-Umrechnung von Telefontarifen beschäftigt bald
den Europäischen
Gerichtshof. Das Münchner Landgericht gab eine Klage der
Verbraucherzentrale
Hamburg nach eingehender Prüfung an das höchste europäische
Gericht weiter. (Az.33 O 3385/02).
Nach Ansicht der Verbraucherschützer hatte o2 die
Euro-Umrechnung bei
Verträgen mit Minutenpreisen und 10-Sekunden-Takt-Abrechnung zu
Preiserhöhungen
genutzt. Dabei beruft sich die Verbraucherzentrale auf eine
EG-Verordnung,
wonach Geldbeträge bei der Euro-Umrechnung umgerechnet und auf
zwei Stellen nach
dem Komma gerundet werden können.
Durch die Rundung habe sich der Preis beispielsweise für ein
zehnminütiges
Telefongespräch von damals 50 Pfennig auf 59 Pfennig
(von 25 auf
30 Cent) erhöht, argumentierten die
Verbraucherschützer.
Ein Sprecher von o2 bestritt die Vorwürfe. "Wir haben immer
die Auffassung
vertreten, dass nach kaufmännischen Regeln richtig gerundet
worden ist." Bei
einigen Tarifen seien die Preise dadurch auch abgerundet worden.
teltarif.de
hatte damals ausführlich berichtet, lesen Sie auch unter den URL
http://www.teltarif.de/s/s5602.html
und
http://www.teltarif.de/s/s6616.html
nach.
- Günstigere Handys bei Vodafone und E-Plus
Vodafone D2 und
E-Plus haben ab
sofort die Preise für einige Mobiltelefone gesenkt. So ist bei
D2 neben dem
Nokia 7650 nun ein zweites Vodafone-live-Handy, das Sharp GX10,
mit Vertrag für
199 Euro zu haben. Bisher kostete das Gerät 222 Euro.
Das dritte
Vodafone-live-Gerät, das Panasonic GD87, wird nun bei Abschluss
oder
Verlängerung eines Laufzeitvertrags über 24 Monate für 248
statt bisher
299 Euro angeboten.
Bei E-Plus kostet das Nokia 7650 trotz einer Preissenkung
immer noch
50 Euro mehr als bei Vodafone. Das MMS-Handy ist mit
Vertrag für
249 Euro zu bekommen. Für das GPRS-fähige Nokia 6310i
verlangt Deutschlands
drittgrößter Mobilfunkanbieter einem Händlerfax zufolge
79 Euro,
während das Siemens S55 ohne Kamera für 149 Euro abgegeben
wird, wenn ein
Kunde gleichzeitig einen Vertrag über zwei Jahre Laufzeit
unterschreibt.
Günstiger ist nun auch das Free&Easy-Paket mit dem
Alcatel-Handy OT311.
Der empfohlene Verkaufspreis liegt nun bei 59 Euro. Die zum
Paket gehörende
Prepaidkarte hat 15 Euro Startguthaben.
- o2: Siemens S55 für 99 Euro und Startguthaben
Nach Vodafone und
E-Plus hat
auch o2 Germany neue Handypreise bekannt
gegeben. o2 hat als
erster deutscher Mobilfunk-Netzbetreiber den Verkaufspreis für
das neue
Siemens-MMS-Handy S55 (inklusive Kamera) auf unter 100 Euro
gesenkt. Das
Gerät kostet mit Genion-Vertrag
bei dem Münchner
Unternehmen jetzt nur noch 99 Euro. Bei Abschluss eines
Genion Duo-Vertrags
wird das Gerät nochmals 20 Euro günstiger. Das T300 von
SonyEricsson soll
künftig ebenfalls 99 Euro kosten. Zuletzt war das Gerät bei
o2 zum Teil
deutlich günstiger zu haben.
Einen Bonus gibt es auch für Kunden, die ihren
Laufzeitvertrag verlängern:
Bis zum 28. Februar winkt ein Gesprächsguthaben, dessen Höhe
allerdings vom
Netzbetreiber festgelegt wird. Ausschlaggebend für die Höhe des
Guthabens dürfte
vor allem das bisherige Telefonierverhalten des Kunden sein.
Auch Handynutzern,
die von einem anderen Anbieter zu o2 wechseln und ihre Rufnummer
mitnehmen,
winkt ein Gesprächsguthaben von 50 Euro. Wie die
Rufnummern-Mitnahme im Mobilfunk genau funktioniert, können Sie
in unserem Ratgeber unter
http://www.teltarif.de/i/portierung.html
nachlesen.
- Prepaid-Aktionen bei AS-Infodienste und handybycall
Die Mülheimer AS-Infodienste GmbH
verkauft ab
sofort auf seiner Homepage unter www.tarifservice.de original
LOOP-Prepaid-Karten von o2 zu einem
Preis von
15 Euro. Da bei dem Angebot ein Startguthaben von
15 Euro inklusive ist, bekommt man die Karte quasi
geschenkt. Normalerweise gilt für den Fachhandel eine
unverbindliche Preisempfehlung von 29,95 Euro pro Karte.
Pro Kunde können im Rahmen der Aktion maximal drei Karten
bestellt werden. Das Angebot gilt bis zum 31. Januar, für
die Versendung der Karte als Einschreiben müssen allerdings
3,99 Euro gezahlt werden.
Der Anbieter
handybycall.de
bietet - inspiriert durch diese Aktion von AS-Infodienste - eine
ähnliche Aktion für
Vodafone D2 an: Es gibt eine
D2-CallYa-Box mit
15 Euro
Startguthaben und weiteren 10 Euro Handy-by-Call-Guthaben
für
25 Euro zuzüglich 2,20 Euro Porto. Normalerweise
kostet die
CallYa-Carte 39 Euro.
- sparhandy.com: Nur-Karte-Tarif mit Sekundentakt
Der Internethändler
sparhandy.com
bietet zur Zeit einen neuen "Nur-Karte"-Tarif
für D1-, D2-
und
E-Plus-Netz ohne Grundgebühr und ohne
Mindestumsatz an.
Nur eine einmalige Anschlussgebühr von 24,95 Euro wird
fällig. Für die
ersten sechs Monate fällt keine Grundgebühr an, für die
verbleibenden
18 Monate verspricht sparhandy.com die monatliche Erstattung
der
Grundgebühr von 9,90 Euro aufs Kundenkonto.
Die Minutenpreise liegen bei den üblichen
Netzbetreibertarifen, genaueres
erfahren sie in der Meldung unter
http://www.teltarif.de/s/s9636.html .
Interessant an
dem Tarif ist der Abrechnungstakt: Bei den D-Netz-Karten wird
nämlich im
kundenfreundlichen Sekundentakt abgerechnet. Dafür ist die teure
Hauptzeit
ziemlich lang: Montag bis Samstag von 7 bis 20 Uhr. Bei
E-Plus gilt der
Hautpzeittarif von Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, dafür
rechnet dieser
Anbieter im 60/1-Takt ab. Zusätzlich gibt es bei E-Plus
50 Euro
Startguthaben. Die Mitnahme der Mobilfunknummer ist möglich, es
fallen
allerdings die vom bisherigen Anbieter erhobenen Kosten für die
Portierung an.
- Preisbewegungen und Neueinführungen bei Internet-by-Call-Angeboten
Der Internetprovider bycallstar hat
am Mittwoch
die Preise für sein Internet-by-Call-Angebot geändert. Damit
kostet die
Onlineminute in der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 8 bis
18 Uhr
statt 1,28 jetzt 1,17 Cent. In der restlichen Zeit werden
nach wie vor
2 Cent pro Minute fällig. Das Einwahlentgelt erhöht sich
von 2,5 auf
happige 4,5 Cent.
Der Hamburger Internet Service Provider
access2surf hat gleichzeitig den
Minutenpreis
in der Nebenzeit von 1,89 und 2,49 Cent erhöht. In der
Hauptzeit von
Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, wird die Onlineminute mit
1,35 Cent statt 1,36 Cent gerinfügig günstiger. Ein
Einwahlentgelt
wird weiterhin nicht berechnet. Beide Anbieter rechnen im
Minutentakt ab.
Der Münsteraner Internetprovider
dump:net
versucht mit einer "Tarifoffensive" unter dem Namen "Sparen 2003"
Neukunden zu gewinnen. Hierzu stellte das Unternehmen letzte
Woche drei
neue Internet-by-Call-Angebote vor, die alle ohne Anmeldung
genutzt werden können. Allerdings beweist dump:net, dass
günstige
Minutenpreise noch lange keine Garantie für gute Tarife sind. So
werden die Tarife jump und
smile im Vier-Minuten-Takt
abgerechnet,
beim Tarif cool fällt ein mehr
als
happiges Verbindungsentgelt von 14,99 Cent an. Nähere
Details zu
Minutenpreisen und Einwahldaten finden Sie in unserer Meldung
unter
http://www.teltarif.de/s/s9632.html
oder
auf den Anbieterseiten unter
http://www.teltarif.de/a/dumpnet/ .
- bycallnet: DSL-Flatrate für 19,49 Euro
Der Internet-Provider bycallnet bietet
seit Dienstag ein weiteres Produkt an: Die bycallnetDSL Flat.
Voraussetzung
für die Nutzung des Angebots ist ein
T-DSL-Anschluss
der Deutschen Telekom. Der
Datentransfer erfolgt mit maximal 768 kBit/s im Downstream
und
maximal
128 kBit/s im Upstream.
Es handelt sich um eine echte Flatrate ohne Zeit- oder
Volumensbegrenzung,
die monatlichen Kosten betragen 19,49 Euro. Einmalig muss
eine
Einrichtungsgebühr von 9,99 Euro bezahlt werden. Zusätzlich
fallen die Kosten für den DSL-Anschluss an. Eine
Mehrplatznutzung ist
nicht erlaubt.
- Richtigstellung: r-talk vom Handy zum Festnetz kostet 1,39 Euro
In unserem Newsletter aus der letzten Woche ist uns leider ein
kleiner Fehler unterlaufen. Irrtümlich schrieben wir im
Newsletterteil über
Rückrufgespräche
von r-talk,
dass
bei Gesprächen vom Handy zu einem Festnetzanschluss der
Angerufene
1,39 Cent zahlen muss. Dieser Preis wäre zwar schön, ist
aber natürlich nicht korrekt. Richtig ist, dass 1,39 Euro
pro
Minute in Rechnung gestellt werden. Wir bitten, diesen Fehler zu
entschuldigen!
.
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