Newsletter 02/03 vom 09.01.2003
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 09.01.2003 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Festnetztarife: Zahlreiche Tarifänderung im neuen Jahr
  2. R-Talk-Gespräche sind bis Ende Januar billiger
  3. Mehrwertdienste: Talkline und die schwarzen Schafe
  4. acn verlangt bei TIMEsurf nun 4 Cent Verbindungsentgelt
  5. Rufnummernportierung: o2 mit größtem Kundenzuwachs
  6. Netzübergreifender MMS-Versand derzeit gestört
  7. Neue Betrugsversuche mit Mehrwert-SMS
  8. RSL Com ab sofort wieder unter dem Namen "Telco" aktiv
  9. In eigener Sache: 01024 ist nicht mehr Super24
  1. Festnetztarife: Zahlreiche Tarifänderung im neuen Jahr

    Der Anbieter 01081 senkte gestern seinen Tarif für Gespräche ins deutsche Mobilfunknetz. Der neue Preis liegt bei 17 Cent pro Minute. Für innerdeutsche Festnetzgespräche bezahlt man statt 2,7 Cent jetzt 2,6 Cent in der Minute.

    Seit Freitag gibt es eine Aktion von 01051, mit der sich der Anbieter die Spitzenplätze für 16 ausländische Gesprächsziele in unserer Tariftabelle, ohne Berücksichtigung der 0190-Nummern, sichert. Am 31. Januar endet diese Aktion. Die Preise für die jeweiligen Länder erfahren Sie in unserer Meldung: http://www.teltarif.de/s/s9590.html .

    Anfang der Woche senkte der Münchner Anbieter prompt einige Auslandstarife für Festnetzgespräche. Im Gegenzug erhöhte der Anbieter mit der Netzkennzahl 01055 12 Auslandstarife, sowohl in das Festnetz als auch in das Mobilfunknetz des Landes. Die Liste mit den Preisen für Telefonate in die jeweiligen Länder finden Sie auf http://www.teltarif.de/s/s9615.html .

    Am Tag der Heiligen drei Könige, dem 6. Januar, begann auch Junior Telecom eine umfangreiche Tarifsenkung für Gespräche ins internationale Festnetz. Mit den neuen Preisen gewinnt der Anbieter die Spitzenpositionen unserer Tariftabelle unter Berücksichtigung der 0190-Nummern. Die Auflistung der Länder und die dazugehörigen Preise entnehmen Sie unserer Seite http://www.teltarif.de/s/s9606.html. Einen Tag danach ergänzte Junior Telecom sein Tarifupdate um sechs weitere Länder. Weitere Details erfahren Sie in unserer News, unter http://www.teltarif.de/s/s9613.html . Um die Tarife von Junior Telecom zu nutzen, wählt man die 0190 051 vor.

    Alle neuen Tarife finden Sie auch in unserer Tarifabfrage. Die Anbieter rechnen im Minutentakt über die Rechnung der Deutschen Telekom ab.

  2. R-Talk-Gespräche sind bis Ende Januar billiger

    Vor einem Monat startete 01058 den Dienst R-Talk. Dabei kann man beliebige DTAG-Angeschlossene auf Kosten des Angerufenen anrufen - wenn dieser zustimmt. Bisher bezahlte der Angerufenen bei einem Anruf aus dem Festnetz 39 Cent pro Minute. Seit vorgestern liegt der Preis im Rahmen einer Aktion, die am 31. Januar endet, bei 24 Cent je Gesprächsminute. Telefonate vom Handy zum Festnetz kosten den Angerufenen weiterhin in der Minute 1,39 Euro.

    Der Dienst kann sich trotz des hohen Minutenpreises in Notfällen als nützlich erweisen.

  3. Mehrwertdienste: Talkline und die schwarzen Schafe

    Der Missbrauch von Mehrwertdienste-Nummer ist ein Thema, das Verbrauchern, Anbietern und nicht zuletzt den Gesetzgebern zunehmend graue Haare wachsen lässt. Kaum sind neue Dienste geschaltet, erscheinen Abzocker auf dem Plan, die allerlei Maschen finden, Telekommunikationskunden über die monatliche Telefonrechnung ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein Name fällt in diesem Zusammenhang sehr häufig: Talkline, beziehungsweise der Name der Festnetzsparte der Talkline-Gruppe, Talkline ID. In unserem Anbieterforum häufen sich die Hinweise auf Abrechnungsprobleme und Betrugsversuche mit 0190-0-Nummern. Das liegt unter anderem daran, dass Talkline ID in Deutschland der größte Anbieter von 0190-Nummern ist. Diese werden an Weiterverkäufer weitergegeben und schließlich bieten Noname-Dienstleister unter diesen Nummern als Content-Provider möglicherweise zweifelhafte Dienste an. Auf der Telefonrechnung erscheint dann aber der Name "Talkline", auch wenn das Unternehmen inhaltlich nichts mit den Endprodukten zu tun hat.

    Nun ist es mittlerweile aber so, dass die Netzbetreiber laut Telekommunikationsgesetz verpflichtet sind, die Nummern von Mehrwertdienste-Anbietern abzuschalten, die diese Nummern nachweislich missbrauchen. Aber bis dieser Nachweis erbracht wird, sind eine Menge Kunden darauf hereingefallen und bleiben möglicherweise auf den Kosten sitzen: Denn die Rechtsprechung ist in diesen Fällen bisher keineswegs eindeutig.

    Zahlreiche Teilnehmer berichten in unseren Foren von ihren leidigen Erfahrungen. Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema finden Sie unter der URL: http://www.teltarif.de/s/s9594.html .

  4. acn verlangt bei TIMEsurf nun 4 Cent Verbindungsentgelt

    Letzte Woche Donnerstag änderte der Internetprovider acn den Tarif TIMEsurf. Die Onlineminute kostet seitdem ganztags 1,43 Cent. Das Verbindungsentgelt stieg von 2,49 Cent auf 4 Cent. Die Preise gelten voraussichtlich bis 15. Januar. Wer das Angebot nutzen will, wählt sich über die Nummer 01925 6334 ein und gibt als Benutzername "callacn" und als Kennwort "internet" ein. acn rechnet im Minutentakt über die Deutsche Telekom ab.

  5. Rufnummernportierung: o2 mit größtem Kundenzuwachs

    Seit gut zwei Monaten können Mobilfunkkunden in Deutschland ihre Rufnummer auch dann behalten, wenn sie den Provider oder das Netz wechseln. Das Nachrichtenmagazin Focus berichtet auf seinem Online-Portal, dass vor allem der kleinste deutsche Netzbetreiber, o2, von der Rufnummernportierung profitieren konnte, während in erster Linie Vodafone Kunden verloren hat.

    Dem Focus-Bericht zufolge hat Vodafone bislang per saldo 1 910 Kunden, die ihre Nummer zu einem Mitbewerber mitgenommen haben, verloren. Auch E-Plus hat mit 81 mehr Kunden an seine Konkurrenten verloren, als im gleichen Zeitraum neue hinzu gewonnen werden konnten. Marktführer T-Mobile konnte unterm Strich 249 Neukunden begrüßen, die ihre Handynummer von einem der drei Mitbewerber mitgenommen haben. o2 konnte laut Focus 1 742 Wechselkunden gewinnen. Hier dürfte vor allem das Genion-Produkt, das es in dieser Form nur bei o2 gibt, entscheidend für einen Wechsel gewesen sein. Auch ist o2 der einzige Anbieter, der den neuen Kunden mit einer Extra-Gutschrift begrüßt.

    Wirklich beeindruckend sind diese Zahlen sicherlich nicht. Sie zeigen, dass sich die Mitnahme der eigenen Rufnummer von Anbieter A zu Anbieter B noch keiner intensiven Nutzung erfreut. Möglicherweise hängt dies auch damit zusammen, dass vielen Kunden bisher unklar ist, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen. So nehmen viele Kunden beispielsweise an, dass nur Vertragskunden bei einem Wechsel ihre Nummer behalten können. Doch dies ist ein Irrtum. Auch Prepaidkunden können ihre Handynummer bei einem Anbieterwechsel behalten. Möchte man in eines der beiden E-Netze wechseln, ist die Rufnummernmitnahme jedoch leicht eingeschränkt.

    Welche Möglichkeiten für Prepaidkunden gegeben sind, können Sie in unserer Meldung auf der folgenden Seite nachlesen: http://www.teltarif.de/s/s9605.html .

  6. Netzübergreifender MMS-Versand derzeit gestört

    Was in der Anfangsphase noch reibungslos funktionierte, ist nun ein wenig ins Wanken geraten. Seit einigen Tagen ist in den D-Netzen der netzübergreifende MMS-Versand gestört. Tests der teltarif-Redaktion haben dies bestätigt.

    So kommen mobile Multimedia-Nachrichten, die von Vodafone aus ins Netz von T-Mobile geschickt werden, überhaupt nicht an. Dieses Ergebnis erbrachten zumindest Tests mit mehreren D1- und D2-Karten in den letzten Tagen. Da der Versand, der mit bis zu 1,29 Euro zu Buche schlagen kann, vermutlich trotzdem berechnet wird, sollte man von der Nutzung des Dienstes derzeit besser Abstand nehmen. Der netzinterne Versand funktioniert bei Vodafone hingegen reibungslos.

    Der umgekehrte Weg von D1 zu D2 bereitet derzeit ebenfalls Probleme. Während netzintern auch hier keine Probleme zu beobachten sind, kommen MMS-Nachrichten aus dem Netz von T-Mobile mit bis zu 30 Kilobyte erst mit großer Verzögerung bei Vodafone-Kunden an. Bei größeren Botschaften erhält der Empfänger zwar die MMS angezeigt. Beim Versuch, die Mitteilung abzurufen, wird dagegen nur eine Fehlermeldung übermittelt. Es empfiehlt sich daher derzeit, von T-Mobile zu Vodafone nur "kleine" MMS-Botschaften zu versenden.

    Derweil hat Vodafone erste Zahlen bekannt gegeben, wie viele Kunden des weltweit zweitgrößten Mobilfunkanbieters die angebotenen MMS-Dienste Nutzen. In Deutschland konnten bis zum Jahresende 2002 rund 150 000 Kunden für MMS gewonnen werden. In insgesamt acht Ländern seien es 380 000 Kunden, teilte Vodafone mit. Die deutschen Kunden verschicken inzwischen wöchentlich mehr als 200 000 MMS-Nachrichten.

  7. Neue Betrugsversuche mit Mehrwert-SMS

    Vor einigen Tagen erst berichteten wir, dass unerwünschte Werbung nicht nur ärgerlich ist, sondern mittlerweile Schäden in Milliardenhöhe anrichtet. In der Meldung unter der URL http://www.teltarif.de/s/s9601.html hieß es auch, dass Mobilfunkkunden zunehmend mit SMS-Spam rechnen müssten. Dazu erreichte uns ein aktueller Hinweis: E-Plus-Kunden wurden unaufgefordert kurz angerufen, wobei sie keine Gelegenheit hatten, den Anruf entgegen zu nehmen. Im Display des Handys erschien darauf eine unverfängliche Nummer von T-Mobile, beginnende mit 0160. Beim Rückruf dieser Nummer landete man auf einer Mailbox. Die Ansage forderte die Anrufer auf, für die Teilnahme an einem Gewinnspiel eine SMS an die Nummer 81116 zu senden. Es wurde dabei keine Auskunft über den Preis der SMS erteilt - eine SMS an diese Kurznummer kostet laut E-Plus 3 Euro.

    Diese Nummer gehört zu einem Rufnummernblock von Wapme Systems. Wapme bestätigte gegenüber teltarif.de, dass es sich hier ein Verstoß gegen die Preisauszeichnungsregeln handele. Der betreffende Anbieter würde abgemahnt und mit einer Vertragsstrafe belegt, die Nummer soll zumindest vorübergehend abgeschaltet werden. Wapme betonte, dass man für Hinweise auf derartige Verstöße dankbar sei, weil man die Anbieter von Mehrwert-SMS-Diensten zwar vertraglich verpflichte, ihrer Auszeichnungspflicht nachzukommen, aber nicht jeden Dienst ständig kontrollieren könne.

    Unser Rat: Seien Sie mehr als misstrauisch, wenn Sie unerwartete Aufforderungen zum Versenden von SMS an unbekannte Nummern bekommen.

  8. RSL Com ab sofort wieder unter dem Namen "Telco" aktiv

    Frei nach dem Motto "Back to the roots", hat der Wiesbadener Mobilfunkprovider RSL Com wieder seinen aus der Vergangenheit bekannten Namen angenommen. Seit dem 1. Januar vermarktet der Anbieter seine Tarife unter dem Namen "Telco" und damit unter der Marke, mit der er Anfang der 90er Jahre gestartet war.

    Damals, als D1 und D2 als erste GSM-Mobilfunknetze in Deutschland an den Start gingen, stieg auch der Handyhersteller Motorola in das Geschäft mit dem Verkauf von Mobilfunkverträgen ein. Das Tochterunternehmen Motorola Tel.Co wurde später von der Frankfurter Telefongesellschaft RSL Com übernommen und in RSL Com Telco umbenannt.

    Ende September 2001 hat RSL Com sein Festnetzgeschäft eingestellt, die Mobilfunkabteilung gibt es noch heute. Zum 1. Januar 2003 wurde die RSL Com Services GmbH nun in Telco Services GmbH umbenannt.

    Die bisherigen Tarife von RSL Com werden auch unter dem neuen Namen weiter angeboten, eine genaue Übersicht ist auf der Telco-Homepage zu finden. Kunden die sich bis zum 20. Januar für einen Laufzeitvertrag über 24 Monate entscheiden, bekommen als Bonus bis zu 100 Frei-SMS. Wie viele Gratis-SMS man bekommt, ist abhängig vom gewählten Tarif.

  9. In eigener Sache: 01024 ist nicht mehr Super24

    Ein unschöner Fehler ist uns letzten Donnerstag passiert, als wir im Newsletter schrieben, dass die Call-by-Call-Nummer 01024 von der "MobilCom-Tochter Super24" betrieben wird. Das war zwar bis Oktober 2001 richtig, doch im November 2001 wurde das Call-by-Call-Geschäft von Super24 an die Firma "01024 Telefondienste GmbH" abgegeben. Im Frühjahr 2002 wurde die Marke "Super24" dann außerdem von MobilCom an Magtel verkauft. Wir möchten uns bei allen Beteiligten für den Fehler entschuldigen.

    Begonnen hatte Super24 aber in der Tat als Festnetz-Carrier mit der 01024. Die Besonderheit war dabei, dass die 01024 eigentlich zu einer anderen Telefongesellschaft, nämlich TelePassport, gehörte. TelePassport war einer der wenigen Call-by-Call-Anbieter, die pünktlich zur Deregulierung am 01.01.1998 gestartet waren. Anders als einige andere Firmen bot TelePassport aber ausschließlich denjenigen Kunden ihre Dienste an, die sich angemeldet hatten.

    Bald erkannte man bei TelePassport, dass Call-by-Call ohne Anmeldung ebenfalls ein lukratives Geschäft ist, und gründete dafür die Tochterfirma "Super24", die ab März 1999 ihre Dienste unter der Vorwahl 01024 vermarktete.

    TelePassport half das jedoch nicht mehr. Im Sommer 1999 platzte der Börsengang. Im Oktober 1999 wurde TelePassport und damit auch Super24 von MobilCom übernommen.

    Fortan baute MobilCom TelePassport und Super24 zu zwei Billig-Marken auf dem Tk-Sektor aus. So senkte Super24 am 1. März 2000 den Preis für Ferngespräche auf 6,6 Pfennig (3,4 Cent) tagsüber, 4,4 Pfennig (2,2 Cent) abends und 3,3 Pfennig (1,7 Cent) pro Minute nachts.

    Parallel zum Festnetzgeschäft begann Super24 auch, günstige Mobilfunkverträge zu vermitteln. TelePassport wurde zum vollwertigen Mobilfunkprovider ausgebaut. Kurze Zeit nach Besiegelung der Kooperation von France Télécom und MobilCom begann TelePassport Mitte 2000, über Händler Kartenverträge anzubieten, bei denen man zu einem grundgebührbefreiten Tarif auch noch ein Gratis-Handy bekommt.

    Der Bruch der Kooperation zwischen France Télécom und MobilCom führte hingegen knapp zwei Jahre später zum Ende des Billig-Providers TelePassport. Die bestehenden Kunden werden weiter bedient; das Neukundengeschäft wurde eingestellt. Super24 ging dann, wie bereits oben erwähnt, an Magtel. Das Festnetzgeschäft war schon vorher in die 01024 Telefondienste GmbH ausgegliedert worden.


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