- Festnetztarife: Zahlreiche Tarifänderung im neuen Jahr
Der Anbieter 01081 senkte gestern seinen
Tarif für Gespräche ins deutsche Mobilfunknetz. Der neue Preis
liegt bei 17 Cent pro Minute. Für innerdeutsche
Festnetzgespräche
bezahlt man statt 2,7 Cent jetzt 2,6 Cent in der
Minute.
Seit Freitag gibt es eine Aktion von
01051, mit der sich der Anbieter
die Spitzenplätze für 16 ausländische Gesprächsziele in
unserer Tariftabelle,
ohne Berücksichtigung der 0190-Nummern, sichert. Am
31. Januar endet diese Aktion. Die Preise für die
jeweiligen Länder erfahren Sie in unserer Meldung:
http://www.teltarif.de/s/s9590.html .
Anfang der Woche senkte der Münchner Anbieter
prompt einige Auslandstarife für
Festnetzgespräche. Im Gegenzug erhöhte der Anbieter mit der
Netzkennzahl 01055
12 Auslandstarife, sowohl
in das Festnetz als auch in das Mobilfunknetz des Landes. Die
Liste mit den Preisen für Telefonate in die jeweiligen Länder finden Sie auf
http://www.teltarif.de/s/s9615.html .
Am Tag der Heiligen drei Könige, dem 6. Januar, begann
auch Junior Telecom
eine umfangreiche Tarifsenkung für Gespräche ins internationale
Festnetz. Mit den neuen
Preisen gewinnt der Anbieter die Spitzenpositionen unserer
Tariftabelle unter
Berücksichtigung der 0190-Nummern. Die Auflistung der Länder und
die dazugehörigen Preise entnehmen Sie unserer Seite
http://www.teltarif.de/s/s9606.html.
Einen Tag danach ergänzte Junior Telecom
sein Tarifupdate um sechs weitere Länder. Weitere Details
erfahren Sie in unserer News, unter
http://www.teltarif.de/s/s9613.html .
Um die Tarife von Junior Telecom zu nutzen, wählt man die
0190 051 vor.
Alle neuen Tarife finden Sie auch in unserer
Tarifabfrage. Die Anbieter
rechnen im Minutentakt über die Rechnung der
Deutschen Telekom ab.
- R-Talk-Gespräche sind bis Ende Januar billiger
Vor einem Monat startete 01058 den Dienst
R-Talk. Dabei
kann man beliebige DTAG-Angeschlossene auf Kosten des Angerufenen
anrufen - wenn dieser zustimmt. Bisher
bezahlte der Angerufenen bei einem Anruf aus dem Festnetz
39 Cent pro Minute. Seit vorgestern liegt der Preis im
Rahmen einer Aktion, die am 31. Januar endet, bei
24 Cent
je Gesprächsminute. Telefonate vom Handy zum Festnetz kosten
den Angerufenen weiterhin in der Minute 1,39 Euro.
Der Dienst kann sich trotz des hohen Minutenpreises
in Notfällen als nützlich erweisen.
- Mehrwertdienste: Talkline und die schwarzen Schafe
Der Missbrauch von Mehrwertdienste-Nummer ist ein Thema, das
Verbrauchern,
Anbietern und nicht zuletzt den Gesetzgebern zunehmend graue
Haare wachsen lässt.
Kaum sind neue Dienste geschaltet, erscheinen Abzocker auf dem
Plan, die allerlei
Maschen finden, Telekommunikationskunden über die monatliche
Telefonrechnung ihr
Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein Name fällt in diesem
Zusammenhang sehr häufig:
Talkline, beziehungsweise der Name der
Festnetzsparte
der Talkline-Gruppe, Talkline ID.
In unserem Anbieterforum häufen sich die Hinweise auf
Abrechnungsprobleme
und Betrugsversuche mit 0190-0-Nummern. Das liegt unter anderem
daran, dass
Talkline ID in Deutschland der größte Anbieter von 0190-Nummern
ist. Diese werden
an Weiterverkäufer weitergegeben und schließlich bieten
Noname-Dienstleister
unter diesen Nummern als Content-Provider möglicherweise
zweifelhafte Dienste an.
Auf der Telefonrechnung erscheint dann aber der Name "Talkline",
auch wenn das
Unternehmen inhaltlich nichts mit den Endprodukten zu tun hat.
Nun ist es
mittlerweile aber so, dass die Netzbetreiber laut
Telekommunikationsgesetz
verpflichtet sind, die Nummern von Mehrwertdienste-Anbietern
abzuschalten, die
diese Nummern nachweislich missbrauchen. Aber bis dieser
Nachweis erbracht wird,
sind eine Menge Kunden darauf hereingefallen und bleiben
möglicherweise auf den
Kosten sitzen: Denn die Rechtsprechung ist in diesen Fällen
bisher keineswegs eindeutig.
Zahlreiche Teilnehmer berichten in unseren Foren von ihren
leidigen
Erfahrungen. Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema finden
Sie unter der
URL:
http://www.teltarif.de/s/s9594.html .
- acn verlangt bei TIMEsurf nun 4 Cent Verbindungsentgelt
Letzte Woche Donnerstag änderte der Internetprovider
acn
den Tarif TIMEsurf. Die
Onlineminute kostet seitdem ganztags
1,43 Cent. Das Verbindungsentgelt stieg von
2,49 Cent auf 4 Cent. Die Preise gelten
voraussichtlich bis 15. Januar.
Wer das Angebot nutzen will, wählt sich über die Nummer
01925 6334
ein und gibt als Benutzername "callacn" und als Kennwort
"internet" ein.
acn rechnet im Minutentakt über die
Deutsche Telekom ab.
- Rufnummernportierung: o2 mit größtem Kundenzuwachs
Seit gut zwei Monaten können Mobilfunkkunden in Deutschland ihre
Rufnummer auch dann behalten, wenn sie den Provider oder das Netz
wechseln. Das Nachrichtenmagazin
Focus berichtet
auf seinem Online-Portal, dass vor allem der kleinste deutsche
Netzbetreiber,
o2, von der Rufnummernportierung profitieren
konnte,
während in erster Linie Vodafone Kunden
verloren hat.
Dem Focus-Bericht zufolge hat Vodafone bislang per saldo
1 910 Kunden, die ihre Nummer zu einem Mitbewerber
mitgenommen haben, verloren. Auch E-Plus
hat mit 81 mehr Kunden an seine Konkurrenten verloren, als im
gleichen
Zeitraum neue hinzu gewonnen werden konnten. Marktführer
T-Mobile konnte unterm Strich
249 Neukunden
begrüßen, die ihre Handynummer von einem der drei Mitbewerber
mitgenommen
haben. o2 konnte laut Focus 1 742 Wechselkunden
gewinnen.
Hier dürfte vor allem das
Genion-Produkt,
das es in dieser Form nur bei o2 gibt, entscheidend für einen
Wechsel gewesen sein. Auch ist o2 der einzige Anbieter, der
den neuen Kunden mit einer Extra-Gutschrift begrüßt.
Wirklich beeindruckend sind diese Zahlen sicherlich nicht.
Sie zeigen, dass sich die Mitnahme der eigenen Rufnummer von
Anbieter A
zu Anbieter B noch keiner intensiven Nutzung erfreut.
Möglicherweise
hängt dies auch damit zusammen, dass vielen Kunden bisher unklar
ist,
welche Möglichkeiten ihnen offenstehen. So nehmen viele Kunden
beispielsweise an, dass nur Vertragskunden bei einem Wechsel ihre
Nummer
behalten können. Doch dies ist ein Irrtum. Auch Prepaidkunden
können
ihre Handynummer bei einem Anbieterwechsel behalten. Möchte man
in eines
der beiden E-Netze wechseln, ist die Rufnummernmitnahme jedoch
leicht
eingeschränkt.
Welche Möglichkeiten für Prepaidkunden gegeben sind, können
Sie in
unserer Meldung auf der folgenden Seite nachlesen:
http://www.teltarif.de/s/s9605.html .
- Netzübergreifender MMS-Versand derzeit gestört
Was in der Anfangsphase noch reibungslos funktionierte, ist nun
ein wenig ins Wanken geraten. Seit einigen Tagen ist in den
D-Netzen der netzübergreifende MMS-Versand gestört. Tests der
teltarif-Redaktion haben dies bestätigt.
So kommen mobile Multimedia-Nachrichten, die von
Vodafone aus ins Netz von
T-Mobile geschickt werden, überhaupt
nicht an. Dieses Ergebnis erbrachten zumindest Tests mit
mehreren
D1- und D2-Karten in den letzten Tagen. Da der Versand, der mit
bis zu 1,29 Euro zu Buche schlagen kann, vermutlich trotzdem
berechnet wird, sollte man von der Nutzung des Dienstes derzeit
besser Abstand nehmen. Der netzinterne Versand funktioniert bei
Vodafone hingegen reibungslos.
Der umgekehrte Weg von D1 zu D2 bereitet derzeit ebenfalls
Probleme. Während netzintern auch hier keine Probleme zu
beobachten
sind, kommen MMS-Nachrichten aus dem
Netz
von T-Mobile mit bis zu 30 Kilobyte erst mit großer
Verzögerung
bei Vodafone-Kunden an. Bei größeren Botschaften erhält der
Empfänger
zwar die MMS angezeigt. Beim Versuch, die Mitteilung abzurufen,
wird
dagegen nur eine Fehlermeldung übermittelt. Es empfiehlt sich
daher
derzeit, von T-Mobile zu Vodafone nur "kleine" MMS-Botschaften zu
versenden.
Derweil hat Vodafone erste Zahlen bekannt gegeben, wie viele
Kunden des weltweit zweitgrößten Mobilfunkanbieters die
angebotenen
MMS-Dienste Nutzen. In Deutschland konnten bis zum
Jahresende 2002
rund 150 000 Kunden für MMS gewonnen werden. In
insgesamt
acht Ländern seien es 380 000 Kunden, teilte Vodafone
mit.
Die deutschen Kunden verschicken inzwischen wöchentlich mehr als
200 000 MMS-Nachrichten.
- Neue Betrugsversuche mit Mehrwert-SMS
Vor einigen Tagen erst berichteten wir, dass unerwünschte Werbung
nicht nur ärgerlich
ist, sondern mittlerweile Schäden in Milliardenhöhe anrichtet.
In der Meldung unter der URL
http://www.teltarif.de/s/s9601.html
hieß es auch,
dass Mobilfunkkunden zunehmend mit SMS-Spam rechnen müssten.
Dazu erreichte uns ein
aktueller Hinweis: E-Plus-Kunden wurden unaufgefordert kurz
angerufen, wobei sie
keine Gelegenheit hatten, den Anruf entgegen zu nehmen. Im
Display des Handys
erschien darauf eine unverfängliche Nummer von T-Mobile,
beginnende mit 0160. Beim
Rückruf dieser Nummer landete man auf einer Mailbox. Die Ansage
forderte die Anrufer
auf, für die Teilnahme an einem Gewinnspiel eine SMS an die
Nummer 81116 zu senden.
Es wurde dabei keine Auskunft über den Preis der SMS erteilt -
eine SMS an diese Kurznummer kostet laut E-Plus 3 Euro.
Diese Nummer gehört zu einem Rufnummernblock von Wapme
Systems. Wapme bestätigte
gegenüber teltarif.de, dass es sich hier ein Verstoß gegen die
Preisauszeichnungsregeln handele. Der betreffende Anbieter würde
abgemahnt und mit
einer Vertragsstrafe belegt, die Nummer soll zumindest
vorübergehend abgeschaltet
werden. Wapme betonte, dass man für Hinweise auf derartige
Verstöße dankbar sei,
weil man die Anbieter von Mehrwert-SMS-Diensten zwar vertraglich
verpflichte, ihrer
Auszeichnungspflicht nachzukommen, aber nicht jeden Dienst
ständig kontrollieren
könne.
Unser Rat: Seien Sie mehr als misstrauisch, wenn Sie unerwartete
Aufforderungen
zum Versenden von SMS an unbekannte Nummern bekommen.
- RSL Com ab sofort wieder unter dem Namen "Telco" aktiv
Frei nach dem Motto "Back to the roots", hat der Wiesbadener
Mobilfunkprovider RSL Com wieder seinen aus der Vergangenheit
bekannten Namen angenommen. Seit dem 1. Januar
vermarktet der Anbieter seine Tarife unter dem Namen "Telco"
und damit unter der Marke, mit der er Anfang der 90er Jahre
gestartet war.
Damals, als D1 und
D2
als erste GSM-Mobilfunknetze in Deutschland an den Start gingen,
stieg auch der Handyhersteller
Motorola in
das Geschäft mit dem Verkauf von Mobilfunkverträgen ein.
Das Tochterunternehmen Motorola Tel.Co wurde später von der
Frankfurter Telefongesellschaft
RSL Com
übernommen und in RSL Com Telco umbenannt.
Ende September 2001 hat RSL Com sein
Festnetzgeschäft eingestellt, die
Mobilfunkabteilung gibt es noch heute. Zum
1. Januar 2003
wurde die RSL Com Services GmbH nun in
Telco Services GmbH umbenannt.
Die bisherigen Tarife von RSL Com werden auch unter
dem neuen Namen weiter angeboten, eine genaue Übersicht ist auf
der
Telco-Homepage
zu finden. Kunden die sich bis zum 20. Januar für einen
Laufzeitvertrag über 24 Monate entscheiden, bekommen als
Bonus bis zu 100 Frei-SMS. Wie
viele Gratis-SMS man bekommt, ist abhängig vom gewählten Tarif.
- In eigener Sache: 01024 ist nicht mehr Super24
Ein unschöner Fehler ist uns letzten Donnerstag passiert, als wir
im Newsletter schrieben, dass die Call-by-Call-Nummer 01024 von
der "MobilCom-Tochter Super24" betrieben wird.
Das war zwar bis Oktober 2001 richtig,
doch im November 2001 wurde das Call-by-Call-Geschäft von Super24
an die Firma "01024 Telefondienste GmbH" abgegeben. Im Frühjahr
2002 wurde die Marke "Super24" dann außerdem von MobilCom an Magtel
verkauft. Wir möchten uns bei allen Beteiligten für den Fehler
entschuldigen.
Begonnen hatte Super24 aber in der Tat als Festnetz-Carrier
mit der 01024. Die Besonderheit war dabei, dass die 01024 eigentlich
zu einer anderen Telefongesellschaft, nämlich TelePassport, gehörte.
TelePassport war einer der wenigen Call-by-Call-Anbieter, die pünktlich
zur Deregulierung am 01.01.1998 gestartet waren. Anders als einige
andere Firmen bot TelePassport aber ausschließlich denjenigen Kunden
ihre Dienste an, die sich angemeldet hatten.
Bald erkannte man bei TelePassport, dass Call-by-Call ohne
Anmeldung ebenfalls ein lukratives Geschäft ist, und gründete dafür
die Tochterfirma "Super24", die ab März 1999 ihre Dienste unter
der Vorwahl 01024 vermarktete.
TelePassport half das jedoch nicht mehr. Im Sommer 1999 platzte
der Börsengang. Im Oktober 1999 wurde TelePassport und damit auch
Super24 von MobilCom übernommen.
Fortan baute MobilCom TelePassport und Super24 zu zwei
Billig-Marken auf dem Tk-Sektor aus.
So senkte Super24 am 1. März 2000 den Preis für Ferngespräche
auf 6,6 Pfennig
(3,4 Cent) tagsüber, 4,4 Pfennig (2,2 Cent) abends
und 3,3 Pfennig (1,7 Cent) pro Minute nachts.
Parallel zum Festnetzgeschäft begann Super24 auch, günstige
Mobilfunkverträge zu vermitteln. TelePassport wurde zum vollwertigen
Mobilfunkprovider ausgebaut. Kurze Zeit nach Besiegelung der
Kooperation von France Télécom und MobilCom begann TelePassport
Mitte 2000, über Händler Kartenverträge anzubieten, bei denen man zu
einem grundgebührbefreiten Tarif auch noch ein Gratis-Handy bekommt.
Der Bruch der Kooperation zwischen France Télécom und MobilCom
führte hingegen knapp zwei Jahre später zum Ende des Billig-Providers
TelePassport. Die bestehenden Kunden werden weiter bedient; das
Neukundengeschäft wurde eingestellt. Super24 ging dann, wie
bereits oben erwähnt, an Magtel. Das Festnetzgeschäft war schon
vorher in die 01024 Telefondienste GmbH ausgegliedert worden.
.
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