Newsletter 51/02 vom 19.12.2002
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 19.12.2002 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. E-Plus-Vertrag plus Gratishandy bei Econonet
  2. Sonderaktionen für Mobilfunk-Neukunden zur Weihnachtszeit
  3. Vodafone: Höhere Preise für MMS-Nachrichten in fremde Netze
  4. E-Plus: Die neue i-mode-Handys kommen
  5. Bei Mehrwert-SMS müssen die Kosten ausgewiesen werden
  6. Neuigkeiten bei Internet-by-Call-Zugängen
  7. M-net: neues DSL-Angebot für 69 Euro
  8. Neue DSL-Tarife bei Thücob
  9. HugoTel neuer Anbieter hinter der 0190 023
  10. Call-by-Call im Ortsnetz: Tele2 will früher starten
  11. Änderungen im Festnetz
  12. Missbrauch mit 0190-Nummern: Urteile und Gesetzesentwürfe
  1. E-Plus-Vertrag plus Gratishandy bei Econonet

    Inzwischen sah es fast so aus, als sei die Zeit der Verträge ohne Grundgebühr plus Gratishandy endgültig vorbei. Econonet macht jetzt eine Ausnahme: Unter handydump.de gibt es ein Weihnachts-Handypak mit einem Siemens C45 für 0 Euro. Econonet liefert zum Handy einen Professional-S-Vertrag von E-Plus über den Provider debitel, bei dem die ersten sechs Monate keine Grundgebühr anfällt. Die Grundgebühr der folgenden 18 Monate von jeweils 8,95 Euro, insgesamt 161,10 Euro, werden erstattet. 50 Euro werden auf dem Vertragskonto gutgeschrieben und die restlichen 111,10 Euro per Verrechnungsscheck erstattet, der dem Lieferpaket beiliegt. Einzig die Anmeldegebühr von 24,95 Euro muss der Kunde selber tragen.

    Das Risiko für den Kunden ist gering, entweder, der Scheck liegt im Paket und damit ist es fast gut, sofern sich der Scheck bei der Bank einlösen lässt. Wenn der Scheck nicht eingelöst werden kann, oder gar nicht erst im Paket beiliegt, oder das Handy fehlt, sollte man das Paket zurückschicken und die Bestellung bei Econonet und debitel stornieren.

    Mit dem E-Plus-Tarif kann man ab 5 Cent pro Minute telefonieren, Gespräche ins Festnetz und innerhalb des E-Plus-Netzes kosten ganztägig 30 Cent pro Minute, Gespräche in die anderen Mobilnetze 45 Cent pro Minute. Der Versand erfolgt nach Angaben des Händlers innerhalb weniger Tage frei Haus. Es wird lediglich die Anschlussgebühr in Höhe von 24,95 Euro fällig. Die Aktion läuft bis 24. Dezember bzw. solange der Vorrat reicht.

    Alternativ bietet handydump.de auch "Karte only" für Kunden an, welche bereits ein Handy haben. Es handelt sich hier um eine Karte zu Netzbetreiber-Konditionen von T-Mobile, Vodafone und E-Plus, bei der effektiv keine Grundgebühr, kein Mindestumsatz und bei E-Plus auch keine Anschlussgebühr anfällt.

  2. Sonderaktionen für Mobilfunk-Neukunden zur Weihnachtszeit

    Rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit haben die deutschen Mobilfunkanbieter zahlreiche Aktionen gestartet, die potenzielle Neukunden zu einem Vertragsabschluss bewegen sollen. T-Mobile und Vodafone D2 offerieren zum Beispiel zwischen 50 und 100 Frei-MMS - je nachdem, welcher Vertrag mit welchem Handy abgeschlossen wird. Vodafone berechnet ferner bis zum 19. Dezember keine Anschlussgebühr, wenn der Neukunde sich für ein Sharp GX10, ein Panasonic GD87 oder ein Siemens ME45 entscheidet.

    E-Plus lockt Neukunden mit 50 Euro Startguthaben bei Abschluss eines Vertrags über zwei Jahre und o2 erlässt Neukunden in den Privattarifen drei Monate lang die Grundgebühr, während man bei Abschluss eines Vertrags in den Businesstarifen im ersten Vierteljahr nur den halben Grundpreis bezahlt.

    o2 bietet auch eine Aktion für Prepaid-Neukunden: Je nachdem, welches Handy man zur LOOP-Karte dazu nimmt, bekommt man ein Jahr lang monatlich 10 oder 25 Frei-SMS.

    Auch die Serviceprovider bieten eine Reihe an Vergünstigungen. Unter http://www.teltarif.de/s/s9488.html finden Sie dazu nähere Einzelheiten.

  3. Vodafone: Höhere Preise für MMS-Nachrichten in fremde Netze

    MMS wird zunehmend beliebter. Seit einigen Tagen ist der Versand von Multimedia-Nachrichten zwischen den Netzen von o2 und Vodafone möglich. Das Austausch innerhalb der D-Netze funktioniert schon länger. Der Mobilfunkbetreiber Vodafone erhöht zum 1. Januar 2003 die Preise für das Versenden von Bildnachrichten (MMS) in fremde Mobilfunknetze. Der Tarif für ein Datenpaket von bis zu 30 Kilobyte wird um 10 Cent auf 59 Cent erhöht. Für das Versenden einer Datenmenge von bis zu 100 Kilobyte muss der Kunde statt 1,19 Euro künftig 1,29 Euro zahlen.

    Unverändert bleiben dagegen die MMS-Preise innerhalb des Vodafone-Netzes. Sie liegen für die beiden Größen bei 39 beziehungsweise 99 Cent. Auch Konkurrent T-Mobile berechnet für den netzinternen Versand diese Tarife. Mit der Erhöhung gleichen sich die MMS-Tarife zwischen den Betreibern weiter an. So verlangt der Marktführer T-Mobile für den MMS-Versand unabhängig vom Netz derzeit 59 Cent beziehungsweise 1,29 Euro für die beiden Größen.

    Für die Freunde des mobilen Bilderversands gibt es auch ein neues Handy: Ab sofort ist das Siemens S55 mit ansteckbarer Kamera im Handel. Details zum Handy finden Sie in der Meldung unter der URL: http://www.teltarif.de/s/s9502.html .

    Informationen rund um MMS haben wir auf einer Informationsseite unter der URL http://www.teltarif.de/i/mms.html zusammengestellt.

  4. E-Plus: Die neue i-mode-Handys kommen

    Nachdem E-Plus die Einführung von zwei neuen i-mode-Handys angekündigt hat, sind schon wieder Gerüchte über Neuentwicklungen im Umlauf: Schon im Frühjahr 2003 soll mit einem weiteren Gerät von NEC, dem n31i, zu rechnen sein. Dieses Telefon soll neben den Funktionen, die auch seine Vorgänger bieten, über eine integrierte Digitalkamera verfügen. Ferner soll das n31i den Versand und Empfang multimedialer Kurznachrichten (MMS) unterstützen.

    Die E-Plus-Pressestelle konnte die Entwicklung bzw. Einführung dieses neuen Endgeräts auf Anfrage von teltarif.de nicht bestätigen. Allerdings berichten auch andere Newsdienste über neue i-mode-Handys. Details zu den Ankündigungen finden Sie in unserer Meldung unter der URL: http://www.teltarif.de/s/s9513.html .

    Definitiv auf den Markt kommen zwei weitere Handys, die den im März eingeführten Multimediadienst i-mode unterstützen. Das NEC n22i, Nachfolgemodell des bekannten n21i, soll mit Vertrag 99 Euro kosten, während das Toshiba TS21i mit Kontrakt schon für 1 Euro zu haben sein wird.

    Die teltarif-Redaktion hatte vor einigen Tagen die Möglichkeit, das neue Toshiba-Telefon einem kurzen Test zu unterziehen. Dabei fielen gegenüber dem NEC n21i ein etwas besserer Empfang und ein leistungsfähiger Akku auf. Wie lange der Akku, der beim n21i eines der Hauptprobleme ist, schlussendlich durchhält, kann nur die Langzeitpraxis unter intensiver Verwendung der i-mode-Dienste zeigen.

    E-Plus schreibt in einem Händlerfax zur Einführung der neuen Geräte, die Hard- und Software des neuen NEC-Telefons sei in den kritischen Punkten gegenüber dem n21i erfolgreich verbessert worden. Bleibt abzuwarten, wie sich das Handy in der Praxis bewährt. Die Auslieferung hat laut Händlerfax bereits - zunächst in geringen Stückzahlen - begonnen. Das Toshiba TS21i soll voraussichtlich ab Ende der Woche verfügbar sein. Auch zu diesen Mobiltelefonen finden Sie weitere Informationen online unter der URL: http://www.teltarif.de/s/s9490.html .

  5. Bei Mehrwert-SMS müssen die Kosten ausgewiesen werden

    Mit der Einführung von Mehrwert-SMS-Diensten nehmen leider nicht nur die von Kunden gewünschten SMS-Sendungen zu. Immer häufiger erreichen uns Klagen über Spam-SMS. Die Masche ist im Grunde die gleiche, wie bei den 0190-Abzockern. Nur, dass jetzt nicht versucht wird, die Empfänger der Nachrichten zum Anruf einer 0190-Nummer zu verleiten, sondern zum Senden einer Mehrwert-SMS. Für diese werden dann zusätzlich zum normalen SMS-Preis weitere Aufschläge berechnet.

    Einige Kunden von o2 wiesen uns darauf hin, dass sie mehrfach unaufgefordert SMS mit der Absendernummer "84841" erhalten hätten, mit der Aufforderung, sich zurückzumelden. Ein Hinweis auf die Kosten für eine Antwort-SMS war nicht enthalten.

    Die Pressestelle von o2 erklärte uns auf Anfrage, dass die Mehrwert-SMS-Anbieter vertraglich dazu verpflichtet seien, die Kosten für die Kunden auszuweisen. Wenn das nicht der Fall ist, sollten sich die betroffenen Kunden an o2 wenden, damit man den betreffenden Anbieter ermitteln und abmahnen könne. Laut Telekommunikationsgesetz (TKG) sind die Netzbetreiber dazu angehalten, die Nummern unseriöser Mehrwertdiensteanbieter abzuschalten. Außerdem müssen die Kunden dem Empfang von Werbe-SMS einmal zugestimmt haben. Sollte das nicht der Fall sein, dürften sie auch keine unangeforderten SMS erhalten. Weitere Informationen zum Thema Mehrwert-SMS finden Sie in unserer Meldung unter der URL: http://www.teltarif.de/s/s8219.html .

  6. Neuigkeiten bei Internet-by-Call-Zugängen

    Seit einer Woche bietet smart79 auch einen Internetzugang an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Tarifansage, die bei Anruf mit dem Telefon statt mit einem Modem fälschlicherweise einen Minutenpreis von satten 23,6 Cent anpries, kann man nun problemlos über die Einwahlnummer des Tarifes surfen+ (0190 079 0190 079) für 1,19 Cent bzw. 2,49 Cent je nach Tageszeit, surfen.

    Den Rekord bei der Einwahlgebühr erreichte letzten Sonntag Telekommunikationsanbieter callisa mit seinem neuen Tarif callisa.by call.long. Ist man bereit, sagenhafte 14,99 Cent Verbindungsentgelt zahlen, so wählt man sich mit der Nummer 01925 6180 ein. Als Benutzername gilt "longplus". Man kann dann für 0,9 Cent pro Minute in der Hauptzeit und für 1,11 Cent pro Minute in der Nebenzeit surfen. Abgerechnet wird im Minutentakt.

    Beim callisa.by call Happy-Tarif hingegen rechnet callisa im ungünstigen Vier-Minutentakt ab. Dafür fällt jedoch kein Verbindungsentgelt mehr an. Die Onlineminute kostet werktags 1,34 Cent in der Hauptzeit. In der Zeit zwischen 18 Uhr und 23 Uhr kostet die Surfminute 1,39 Cent; ebenso am Wochenende und an bundeseinheitlichen Feiertagen von 8 Uhr bis 23 Uhr. In der Nebenzeit bezahlt man für das Surfen 1,45 Cent pro Minute. Nutzt man den Tarif mit der Einwahlnummer 01925 6192, so muss man "happysurf" als Benutzername angeben. Das Kennwort für die beiden Tarife kann beliebig gewählt werden.

    Letzte Woche hat call2surf mit einem Erotik-Angebot, welches nicht über eine 0190-Nummer läuft, auf sich aufmerksam gemacht. Am Dienstag dieser Woche bot der Anbieter einen Internet-by-Call-Tarif an, der gegen gefährliche Computerviren und 0190-Dialer schützen soll, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen, oder eine spezielle Software installiert werden muss. Mit call2surf Surfschutz, so der Name des Tarifs, bezahlt man 1,99 Cent pro Minute und 2,55 Cent als Einwahlentgelt. Wollen Sie mehr über das neue Sicherheitskonzept wissen, so schauen sie auf die Seite http://www.teltarif.de/s/s9508.html .

    Auch der Telekommunikationsanbieter Äakus bietet einen Schutz vor 0190-Dialern in Zusammenhang mit einem neuen Tarif integriert in einem Winterspecial. Mit 1net4you kann man für nur 0,87 Cent von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 18 Uhr und 8 Uhr sowie am Wochenende ganztags surfen. Außerhalb der Zeit zahlt man 1,43 Cent je Onlineminute. Mit diesem Angebot will der Anbieter die Software, die vor 0190-Anbietern schützt verbreiten. Anfängliche Probleme verzögerten allerdings den Start um drei Tage. Seit gestern kann man die einsatzfähige Software auf der Website von Äakus herunterladen.

    Im Rahmen des Winterspecials wird außerdem der 1net4you business-Tarif, mit der Einwahlnummer 01925 6253, von 1,43 Cent auf 1,39 Cent pro Onlineminute gesenkt. Leider endet das Winterspecial schon am 15. Januar nächsten Jahres. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt.

    Alle erwähnten Anbieter rechnen über die Deutsche Telekom ab.

  7. M-net: neues DSL-Angebot für 69 Euro

    Der Telekommunikationsanbieter und Netzbetreiber M-net startet zum 1. Januar 2003 einen neuen DSL-Tarif mit dem Namen DSLplus. Für 69 Euro im Monat kann der Kunden 1536 kBit/s im Downstream und 192 kBit/s im Upstream nutzen. Der monatlichen Grundpreis enthält die Grundgebühr für den notwendigen ISDN-Anschluss von M-Net (Tarif Klassik plus). Zudem stellt der Anbieter dem Kunden das nötige DSL-Modem kostenlos zur Verfügung. M-net erlaubt auch, das Angebot über ein Netzwerk zu nutzen. Details erfahren Sie auf unserer Seite http://www.teltarif.de/s/s9506.html .

    Der neue Tarif ist in München, Dachau, Starnberg und Ingolstadt verfügbar. Der Zugang werde innerhalb von vier Wochen bei einer einmaligen Einrichtungsgebühr von 99 Euro freigeschaltet.

  8. Neue DSL-Tarife bei Thücob

    Nach den Querelen um die Einrichtung eines Zwangsproxys für Poweruser in der letzten Woche, hat der Erfurter DSL-Anbieter Thücob [Link auf http://www.thuecob.net entfernt, da Seite nicht mehr erreichbar] am Donnerstag vergangener Woche neue DSL-Tarife und seinen Powerusern als Alternativlösung eine VPN/Tunnel-Verbindung präsentiert.

    Die neu vorgestellten Tarife orientieren sich stark am Surfverhalten der User. Der preisgünstigste Tarif kostet statt 10 Euro nun 23,90 Euro und beinhaltet gleichzeitig die Bedingung, dass man weniger als 100 Stunden im Monat online ist und darüber hinaus auch nicht mehr als 5 GB Traffic verursacht. 27,90 Euro werden auf der einen Seite fällig, ist man über 100 Stunden bei weniger als 5 GB Trafficaufkommen online, auf der anderen Seite aber auch, wenn man bei weniger als 100 Stunden Onlinezeit die Grenze von 20 GB nicht erreicht. Bei mehr als 100 Stunden und weniger als 20 GB Traffic werden 29,90 Euro fällig.

    User mit einem Trafficaufkommen von mehr als 20 GB sind bei Thücob offensichtlich nicht willkommen. Wer die Grenze von 20 GB übersteigt, muss satte 399 Euro zahlen. Es kann bei den neuen Thücob-Tarifen daher nur geraten werden, den Traffic genau im Auge zu behalten. Unser Rat ist aber, einen anderen Provider zu wählen, denn 5-GB-Volumentarife bekommt man auch schon für deutlich unter 20 Euro und ohne Zeitlimit.

    Voraussetzung für die Nutzung ist ein vorhandener T-DSL-Anschluss der Telekom. Eine Mindestvertragslaufzeit gibt es nicht, es wird jedoch eine Einrichtungsgebühr von 10 Euro berechnet. Anders als bei manchen DSL-Flatrates ist es ausdrücklich erlaubt, das DSL-Angebot von Thücob von mehreren Arbeitsplätzen gleichzeitig zu nutzen.

  9. HugoTel neuer Anbieter hinter der 0190 023

    Das Geheimnis um die Rufnummer 0190 023 ist endlich gelüftet: Am Montag gab die Troisdorfer Conos AG offiziell den Startschuss für das neue Tochterunternehmen HugoTel.

    Im offenen Call by Call werden vor allem Auslandsziele zu günstigen Konditionen erreichbar sein. In einem ersten Special werden Gespräche auf den südamerikanischen Kontinent zu günstigen Konditionen angeboten. In das brasilianische Festnetz kann zum Beispiel für 11,9 Cent pro Minute telefoniert werden, das Mobilfunknetz auf Costa Rica ist zu einem Minutenpreis von 17,5 Cent erreichbar. Schon wenige Stunden nach Bekanntwerden der günstigen Tarife konterte allerdings Junior Telecom und unterbot die teilweise günstigsten Tarife um jeweils 0,1 Cent.

    Auch Gespräche in das deutsche Festnetz sind über HugoTel möglich, allerdings will sich HugoTel hier nicht an einem neuerlichen Preiskampf beteiligen. Der Minutenpreis von 6 Cent macht dies auch mehr als deutlich. Telefonate in die deutschen Mobilfunknetze werden mit 24 Cent pro Minute abgerechnet. Auch mit diesem Minutenpreis liegt HugoTel allerhöchstens im Mittelfeld der Tariftabellen.

    Alle Tarife gelten rund um die Uhr und werden im Minutentakt über die Rechnung der Deutschen Telekom abgerechnet. Eine Einwahlgebühr fällt nicht an, und wie auch schon von den Tochtergesellschaften von 01051 und 01058 bekannt, wird vor jedem Gespräch eine kostenlose Tarifansage geschaltet.

  10. Call-by-Call im Ortsnetz: Tele2 will früher starten

    Schon mehrfach haben wir in den letzten Wochen im Newsletter darüber berichtet, dass "echtes" Call-by-Call im Ortsnetz (über 010xy) weiter auf sich warten lässt. Doch jetzt machen einzelne Anbieter Druck: Tele2 hat die Regulierungsbehörde (RegTP) zur Anordnung der Zusammenschaltungsbedingungen für Ortsgespräche über die Tele2-Netzvorwahl 01013 angerufen. Die seit zwei Monaten mit der Deutschen Telekom geführten Verhandlungen waren zuvor an unterschiedlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Positionen gescheitert.

    Das jetzt eingeleitete Regulierungsverfahren muss nach der gesetzlichen Verfahrensfrist bis spätestens 21. Februar 2003 abgeschlossen sein. Die Verpflichtung der Telekom zur Öffnung der Ortsnetze für Call-by-Call und Preselection wurde von der RegTP aus technischen Gründen bis zum 28. Februar 2003 ausgesetzt. Nach den Vorstellungen der Telekom soll die Einführung von Call-by-Call im Ortsnetzbereich erst ab Mai 2003 und Preselection erst im Juli nächsten Jahres möglich werden. Mit 01051 wurde bereits ein entsprechender Vertrag geschlossen. Dagegen verlangt Tele2 im Antrag an die RegTP, die Telekom bereits ab dem 1. März 2003 zu verpflichten, Tele2-Kunden die Nutzung von Preselection und Call-by-Call im Ortsnetzbereich über die 01013 zu ermöglichen.

    Nähere Details zu den Forderungen von Tele2 finden Sie in unserer Meldung http://www.teltarif.de/s/s9504.html .

  11. Änderungen im Festnetz

    Im Bereich der Festnetzkommunikation bleibt es weiterhin erstaunlich ruhig. Anders als in den zurückliegenden Jahren präsentierte dieses Jahr kaum ein Anbieter Sonderaktionen für die Weihnachtstage oder den Jahreswechsel. Vielmehr werden schon jetzt Änderungen für das kommende Jahr bekannt gegeben, die nicht immer im Sinne des Verbrauches sind.

    So erhöht beispielsweise der Regionalanbieter KomTel zum 1. Januar seine Grundgebühr für analoge KomTelDirekt-Anschlüsse von bisher 14 auf dann 15 Euro, ISDN-Kunden müssen künftig 20 Euro statt bisher 17 Euro zahlen. Zu KomTelDirekt gesellen sich die neuen Tarife KomTelDirektdrei und KomTelDirektfrei. Hier kostet der monatliche Grundpreis für Kunden mit einem Analoganschluss 19 Euro, ein ISDN-Anschluss kostet 22 Euro. Genauere Informationen zu den einzelnen Verbindungspreisen finden Sie in unserer Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s9499.html .

    Seit Dienstag sind über den Anbieter prompt zahlreiche Auslandsziele günstiger zu erreichen. Die bisher gültigen Preisklassen wurden durch Einzelpreise ersetzt. Zu den deutlichsten Tarifänderungen gehören beispielsweise die Länder Thailand und Venezuela. Statt ehemals 111,96 Cent werden für Gespräche nach Thailand nur noch 36,2 Cent pro Minute, für Telefonate nach Venezuela nur noch 35,3 Cent berechnet. Trotz der drastischen Senkung bleiben jedoch zahlreiche andere Anbieter günstiger. prompt rechnet minutengenau ab und ist ohne Anmeldung über die 01055 nutzbar.

    Für seine Preselection-Kunden hat sich AS Telekom etwas Besonderes einfallen lassen, und bietet diesen seit dem 1. Dezember die Möglichkeit, Ortsgespräche zu führen. Über die Zugangsnummer 0190 0719 kosten Gespräche ins Ortsnetz für Privatkunden Montags bis Freitags in der Hauptzeit zwischen 7 und 20 Uhr 3,39 Cent pro Minute. In der gesamten restlichen Zeit - auch am Wochenende - werden 2,33 Cent pro Minute berechnet. Businesskunden zahlen in der Hauptzeit 3,24 Cent, in der Nebenzeit 2,31 Cent. Gleichzeitig wurden die Gebühren für Nahgespräche leicht teurer, Ferngespräche hingegen leicht billiger. Seit Anfang Dezember wird außerdem im kundenfreundlichen Sekundentakt abgerechnet. Genauere Informationen zu den Tarifen können Sie in unserer Meldung unter der Adresse http://www.teltarif.de/s/s9476.html nachlesen.

  12. Missbrauch mit 0190-Nummern: Urteile und Gesetzesentwürfe

    In der vergangenen Woche gab es eine Reihe an Meldungen über Gerichtsurteile und Gesetzesentwürfe, die einen besseren Schutz vor einem Missbrauch mit 0190-Nummern gewährleisten sollen.

    So hat Medienberichten zufolge die Bundesregierung einen neuen Gesetzentwurf zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) vorgelegt. Demnach sollen alle Anbieter von 0190-, 0136- oder 0138-Nummern dazu verpflichtet werden, bei der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) eine vor Gericht verwendbare Adresse zu hinterlassen. Diese sollen von der Öffentlichkeit über Internet oder Telefon erfragt werden können.

    Ein weiterer Entwurf sieht Änderungen bei der Abrechnung vor. Frei tarifierbare Rufnummern sollen künftig pro Einwahl maximal 30 Euro berechnen dürfen, bei einer Zeittakt-Abrechnung soll das Kostenlimit bei 2 Euro pro Minute liegen.

    Ferner entschied das Oberlandesgericht Hamm, dass ein Telefonnetzbetreiber Verbindungen seiner Kunden zu 0190-Servicenummern nach einer Stunde unterbrechen muss. Das Gericht bezog sich dabei auf die bereits seit März 2000 existierende Anweisung der RegTP, mit der Kunden vor hohen Kosten durch unbeabsichtigt lange Verbindungen geschützt werden sollen. Im konkreten Fall hatte ein Kunde die Verbindung nicht korrekt beendet und 68 Stunden aufrecht erhalten. Dafür sollte er 6 560 Euro bezahlen. Nach dem Urteil sind nun ca. 111 Euro fällig, allerdings kann gegen das Urteil wegen der über den Einzelfall hinausgehenden Bedeutung noch Revision beim Bundesgerichtshof eingereicht werden.

    Vom OLG Stuttgart gibt es dagegen ein Urteil, das die Frage, wer bei Wettbewerbsverstößen im Mehrwertdienste-Bereich verantwortlich ist, komplizierter macht. Generell sieht das Telekommunikationsgesetz vor, dass Netzbetreiber und 0190-Anbieter solche Mehrwertdienst-Nummern, die nachweislich missbraucht werden, um Kunden das Geld ohne die entsprechende Gegenleistung aus der Tasche zu ziehen, abschalten müssen. Das OLG hat aber nun entschieden, dass Anbieter, die 0190-Nummern weitervermieten, nur beschränkt für die Wettbewerbsverstöße ihrer Kunden haften. Entscheidungsgrundlage sei bei inhaltlichen Fragen zu den Premium-Rate-Nummern das Teledienstegesetz (TDG) und nicht das Telekommunikationsgesetz (TKG).

    Die Konsequenzen dieser Entscheidung können Sie unter http://www.teltarif.de/s/s9482.html nachlesen.


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