- Call by Call im Ortsnetz verzögert sich
Wie wir bereits im Newsletter vom 11. November
berichtet haben, werden
deutsche Verbraucher zum 1. Dezember doch noch nicht mit
billigeren
Ortsgesprächen rechnen können. Es müssen noch eine ganze Reihe
technischer
Fragen geklärt werden und außerdem müssen sich die Wettbewerber
untereinander
noch auf bestimmte Rahmenbedingungen einigen.
Zeitungsberichten zufolge wird es den Wettbewerb im Ortsnetz
frühestens
Ende April 2003 geben, was die Deutsche
Telekom
jedoch nicht bestätigen wollte: Wer jetzt einen
Zeitpunkt nenne, habe "hellseherische Fähigkeiten". Der Vorwurf,
die
Telekom verteidige ihre Vormachtstellung im Ortsnetz durch eine
Verzögerungstaktik, wurde zurückgewiesen. Derzeit laufen fast
alle Ortsgespräche über die Telekom.
Gesetzlich wäre das so genannte Call-by-Call-Verfahren
bereits vom
1. Dezember an erlaubt. Ob die freie Anbieter-Wahl auch im
Ortsnetz wirklich sinkende Preise mit sich bringen wird, bleibt
ebenfalls abzuwarten. Es gibt
eine Reihe Fakten, die dagegen sprechen.
Richtig ist, dass das Call by Call bei Ferngesprächen in den
vergangenen
Jahren zu drastischen Tarifsenkungen geführt hat.
Nähere Details können Sie in unserer Meldung
http://www.teltarif.de/s/s9340.html
nachlesen.
- Weiterer 0190-0-Anbieter
Seit Montag gibt es einen neuen 0190-0-Anbieter:
Clever25,
Dieser ist ein Ableger der
Talkline ID
und kann über die 0190 025 genutzt werden. Auffällig
ist, dass Clever25
in der Hauptzeit günstiger ist als in der Nebenzeit. So kosten
Gespräche in der Zeit
von täglich 9 bis 17 Uhr 2,3 Cent pro Minute, während
in der restlichen Zeit
mit 3,7 Cent pro Minute deutlich mehr berechnet wird.
Haupt- und Nebenzeit gibt es
auch am Wochenende. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt
über die Rechnung der
Deutschen Telekom.
Clever25 weist zwar darauf hin, dass Ortsgespräche auch ohne
Wahl der eigenen
Ortsvorwahl möglich sind. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt,
dass es nicht schaden
kann, wenn man zur Sicherheit trotzdem die Vorwahl mitwählt.
Somit vermeiden Sie es,
durch einen Vertipper womöglich
ungewollt mit einer Erotik-Hotline verbunden zu werden.
- NGI bietet Flatrate für T-DSL an
NGI bietet seit letzter Woche eine neue, auf
T-DSL basierende DSL-Flatrate für 19,48 Euro monatlich an. Diese
beinhaltet die für T-DSL üblichen Geschwindigkeiten und kann ohne
Zeit-
oder Volumenbegrenzung genutzt werden. Allerdings wird eine
einmalige
Einrichtungsgebühr in Höhe von 19,99 Euro verlangt. Als
technische
Plattform nutzt NGI wie mittlerweile viele andere Anbieter
mediaWays.
Die Mindestvertragslaufzeit beträgt einen Monat bei einer
Kündigungsfrist
von zwei Wochen vor Ende der Vertragslaufzeit.
Weitere DSL-Tarife finden Sie auf unserer Infoseite unter
http://www.teltarif.de/i/privatdsl.html .
- Starttermin von T-DSL light weiterhin ungewiss
Im letzten Newsletter hatten wir berichtet, dass der
Start von
T-DSL mit halber Bandbreite vergangenen Freitag oder Montag
erfolgen hätte sollen. Leider
gibt es aber noch immer kleine technische Probleme, an deren
Beseitigung die Techniker der
Deutschen Telekom fieberhaft arbeiten.
So muss beispielsweise eine
klare Trennung der verfügbaren Bandbreite abhängig von der
Entfernung zur Vermittlungsstelle
sicher gestellt sein.
Einen eigenen Namenszusatz, wie zum Beispiel light oder 384,
wird diese Variante von
T-DSL hingegen nicht erhalten. Ebenso wird ein Kunde T-DSL mit
halber Bandbreite nicht explizit
beauftragen können. Vielmehr soll es sich um eine Vereinbarung
zwischen Kunden und Telekom
handeln, die die halbe Bandbreite bei gleichem Preis wie T-DSL
mit 768 kBit/s als
bestellt und akzeptiert festschreibt.
Einen festgelegten Starttermin gibt es noch nicht. Dieser
sei davon abhängig, wie schnell
die bestehenden Probleme in der Technik in den Griff zu bekommen
seien. Wir halten Sie natürlich
weiter auf dem Laufenden.
- Netz-Check der verschiedenen Telekommunikationsanbieter
Seit dem 1. November ist es für Kunden der deutschen
Mobilfunk-Netzbetreiber
möglich, ihre Rufnummer auch bei einem Anbieterwechsel zu
behalten. Eine
Folge davon ist, dass man als Anrufer gegebenenfalls nicht weiß,
in welchem
Netz sich der gewünschte Gesprächspartner befindet, was wiederum
Mehrkosten
beim Anrufer verursachen kann.
Zur Problemlösung bieten alle Netzbetreiber
Service-Provider mittlerweile
verschiedene Dienste zur Ermittlung des Netzes des
Gesprächspartners an.
Diese haben wir in Form einer übersichtlichen Tabelle
zusammengestellt, die
Sie unter
http://www.teltarif.de/s/s9336.html
finden können. Wollen Sie mehr erfahren rund um das Thema
"Rufnummernportierung",
so informieren Sie sich auf unserer
Ratgeber-Seite, die wir erneut
für Sie optimiert haben.
- MMS auch ohne MMS-Handy - Vodafone macht's möglich
Über sein Info-Portal Vizzavi bewirbt
Vodafone neuerdings
einen Service, der insbesondere eine jüngere Zielgruppe
ansprechen soll:
Basierend auf dem immer beliebter werdenden Multimedia Messaging
Standard (MMS)
ist es ab sofort jedem Vodafone-Kunden möglich, auch ohne ein
MMS-Handy
MMS-Nachrichten zu verschicken. Schickt man als Interessent eine
SMS an die Vodafone-Kurzwahl 2122, wird die SMS in eine MMS
umgewandelt und
landet zusammen mit einer animierten Grafik beim gewünschten
Empfänger.
Wir haben den neuen Dienst mit dem Namen "Send-A-Fun-21"
getestet und sind
zu dem Ergebnis gekommen, dass der Service sicherlich eine nette
Idee, jedoch noch
ausbaufähig ist. Unter anderem muss auch abgewartet werden, ob
sich der Preis von
1,49 Euro pro SMS/MMS bei jungen Leuten durchsetzen
wird.
Das Ergebnis mit einer genauen Erklärung zur Funktionsweise
des Services sowie
eine unserer Kurzmitteilungen hinzugefügten Grafiken, können Sie
in unserem Test unter
http://www.teltarif.de/s/s9355.html
nachlesen.
- o2 führt neue GPRS-Tarifoptionen ein
Für Personen, die viel unterwegs sind, gleichzeitig aber nicht
auf das Internet verzichten möchten, führt o2
zum 16. Dezember drei neue
GPRS-Tarifoptionen
mit den Namen GPRS L, GPRS XL und GPRS XXL
ein.
GPRS L ist für eine monatliche Zusatzgebühr von
9,95 Euro
erhältlich und beinhaltet ein Inklusiv-Übertragungsvolumen von
einem Megabyte,
für jede weiteren zehn Kilobyte werden 2,5 Cent berechnet.
GPRS XL bietet
ein Inklusivvolumen von 5 MB für 19,95 Euro.
Weiterer Traffic kostet hier
2,2 Cent
für je zehn Kilobyte.
Für den Tarif GPRS XXL werden
gar 39,95 Euro zusätzlich berechnet. Hier beinhaltet das
Angebot dann
jedoch auch 20 MB Datenübertragung, für jede weiteren
zehn Kilobyte
fallen hier 1,9 Cent an.
Vertragskunden von o2 können die GPRS-Optionen zu allen
Voice-Tarifen
sowie zum Datentarif o2-Data buchen. Bei letzterem verringert sich
die zusätzliche
Grundgebühr jeweils um 5 Euro. Die bisher angebotenen
GPRS-Tarifoptionen
Surf XXL und Net Company stehen Bestandskunden weiterhin zur
Verfügung,
werden Neukunden mit der Einführung der neuen Tarife ab dem
16. Dezember
jedoch nicht mehr angeboten. Da GPRS L bereits günstiger
ist als surf XXL, ist dieses aber kein Problem.
Für die grundgebührfreien GPRS-Tarife hat o2 die
Tagesnutzungspauschale
von bisher 25 Cent auf nun 9 Cent gesenkt. Loop-Kunden
zahlen eine
Tagespauschale von 19 Cent für die Nutzung des
paketvermittelten
Datendienstes.
Die standortbezogenen Dienste, auch Local Based Services
genannt, sind
zudem ab sofort nicht mehr nur über das Heimnetz nutzbar, sondern
auch dann,
wenn man sich im T-D1-Roaming befindet.
- Prepaid-Guthaben per GSM-Code abfragen
Ein Service, der für Prepaid-Kunden
von
T-Mobile und
Vodafone
schon länger angeboten wird, steht inzwischen auch im Netz von
o2 Germany zur Verfügung: Zur Zeit informiert
der
Netzbetreiber LOOP-Kunden darüber, dass sich das aktuelle
Guthaben auf
dem Prepaid-Konto auch per GSM-Code kostenlos abfragen
lässt.
Hierzu gibt man einfach über die Tastatur die Zeichenfolge
*101# ein
und drückt anschließend auf die Taste "Senden" bzw. "Verbindung
herstellen".
Kurz darauf erscheint im Display eine Text-Mitteilung, die über
die aktuelle
Höhe des Guthabens informiert. Ist das Handy allerdings im
D1-Partnernetz
eingebucht, funktioniert dieser Service zur Zeit noch nicht.
Zur Erinnerung: Xtra- und CallYa-Kunden können ihr Guthaben
durch
Eingabe der Zeichenfolge *100# abrufen. Damit bleibt lediglich
Free & Easy-Kunden von E-Plus diese effiziente
Abfragemöglichkeit (noch?) verwehrt.
Weitere Steuercodes für Ihr Handy finden Sie bei uns übrigens
auch auf einer eigenen Infoseite unter
http://www.teltarif.de/i/umleitung.html .
- Aktionen bei Talkline
Der Elmshorner Mobilfunk-Provider
Talkline zahlt seit
dieser Woche 50 Euro Nutzungsguthaben bei Abschluss eines
Handyvertrags in
einem der beiden D-Netze aus. In den Genuss dieses Bonus kommen
Kunden, die einen
Vertrag im Office XL-Tarif abschließen. Wer sich für den Office
M-Tarif im D1- oder
D2-Netz entscheidet, bekommt immerhin ein Nutzungsguthaben von
25 Euro.
Das Nutzungsguthaben gilt für Verbindungen ins nationale
Festnetz und in alle
deutschen Mobilfunknetze, sowie für die Abfrage der Mailbox.
Ausgenommen sind
Sonderrufnummern, Auskunftsdienste, SMS und SMS-Sonderdienste.
Die Aktion ist vorerst
bis zum 31. Dezember beschränkt.
Talkline hat sich außerdem zwei Netzbetreiber-Aktionen
angeschlossen. So erhalten
Neukunden im D1-Netz, die sich für ein MMS-Handy entscheiden, bis
31. Januar 2003
ein Startguthaben von 50 MMS. Wer gleich zwei Verträge
unterschreibt, bekommt
zweimal 100 Gratis-MMS. Das entspricht bei einem MMS-Preis
von 99 Cent (bei
einer Größe von mehr als 30 Kilobyte) immerhin
198 Euro.
50 Gratis-MMS können auch Talkline-Neukunden im
Vodafone-Netz versenden.
Voraussetzung ist der Kauf eines Vodafone
live-Handys
(Sharp GX10, Panasonic GD 87 oder Nokia 7650). Auch diese Aktion
gilt bis Ende
Januar 2003.
- MobilCom: Ist die Rettung perfekt?
Viele gute Nachrichten gab es für das angeschlagene Unternehmen
MobilCom am vergangenen Freitag:
France Télécom will die Altschulden übernehmen, die aus dem
gemeinsamen "UMTS-Abenteuer" entstanden sind. Dazu gehören
Bankkredite, Lieferantenkredite, aber auch eine Bürgschaft für
die Ablösung eines GSM-Roaming-Vertrages zwischen MobilCom und
E-Plus. Dieser sollte es MobilCom ermöglichen,
in den UMTS-Funklöchern zumindest GPRS bzw. GSM anzubieten. Einen
ähnlichen Vertrag verwendete auch
Quam für das nationale GSM-Angebot.
Nachdem jetzt - hoffentlich - die gröbsten Wunden aus der
Vergangenheit notdürftig versorgt sind, muss das Unternehmen jetzt
in die Zukunft schauen. Es steht nämlich ein Radikalumbau bevor,
weg vom expansiven Tk-Unternehmen hin zum "ganz normalen" Service
Provider. Zusätzliche Probleme könnte bereiten, dass die Marke
"MobilCom" durch die wiederholten Problemberichte in der Presse
beschädigt ist, und nun Stück für Stück wieder aufgebaut werden
muss.
.
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