Newsletter 48/02 vom 28.11.2002
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 28.11.2002 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Call by Call im Ortsnetz verzögert sich
  2. Weiterer 0190-0-Anbieter
  3. NGI bietet Flatrate für T-DSL an
  4. Starttermin von T-DSL light weiterhin ungewiss
  5. Netz-Check der verschiedenen Telekommunikationsanbieter
  6. MMS auch ohne MMS-Handy - Vodafone macht's möglich
  7. o2 führt neue GPRS-Tarifoptionen ein
  8. Prepaid-Guthaben per GSM-Code abfragen
  9. Aktionen bei Talkline
  10. MobilCom: Ist die Rettung perfekt?
  1. Call by Call im Ortsnetz verzögert sich

    Wie wir bereits im Newsletter vom 11. November berichtet haben, werden deutsche Verbraucher zum 1. Dezember doch noch nicht mit billigeren Ortsgesprächen rechnen können. Es müssen noch eine ganze Reihe technischer Fragen geklärt werden und außerdem müssen sich die Wettbewerber untereinander noch auf bestimmte Rahmenbedingungen einigen.

    Zeitungsberichten zufolge wird es den Wettbewerb im Ortsnetz frühestens Ende April 2003 geben, was die Deutsche Telekom jedoch nicht bestätigen wollte: Wer jetzt einen Zeitpunkt nenne, habe "hellseherische Fähigkeiten". Der Vorwurf, die Telekom verteidige ihre Vormachtstellung im Ortsnetz durch eine Verzögerungstaktik, wurde zurückgewiesen. Derzeit laufen fast alle Ortsgespräche über die Telekom.

    Gesetzlich wäre das so genannte Call-by-Call-Verfahren bereits vom 1. Dezember an erlaubt. Ob die freie Anbieter-Wahl auch im Ortsnetz wirklich sinkende Preise mit sich bringen wird, bleibt ebenfalls abzuwarten. Es gibt eine Reihe Fakten, die dagegen sprechen. Richtig ist, dass das Call by Call bei Ferngesprächen in den vergangenen Jahren zu drastischen Tarifsenkungen geführt hat.

    Nähere Details können Sie in unserer Meldung http://www.teltarif.de/s/s9340.html nachlesen.

  2. Weiterer 0190-0-Anbieter

    Seit Montag gibt es einen neuen 0190-0-Anbieter: Clever25, Dieser ist ein Ableger der Talkline ID und kann über die 0190 025 genutzt werden. Auffällig ist, dass Clever25 in der Hauptzeit günstiger ist als in der Nebenzeit. So kosten Gespräche in der Zeit von täglich 9 bis 17 Uhr 2,3 Cent pro Minute, während in der restlichen Zeit mit 3,7 Cent pro Minute deutlich mehr berechnet wird. Haupt- und Nebenzeit gibt es auch am Wochenende. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt über die Rechnung der Deutschen Telekom.

    Clever25 weist zwar darauf hin, dass Ortsgespräche auch ohne Wahl der eigenen Ortsvorwahl möglich sind. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass es nicht schaden kann, wenn man zur Sicherheit trotzdem die Vorwahl mitwählt. Somit vermeiden Sie es, durch einen Vertipper womöglich ungewollt mit einer Erotik-Hotline verbunden zu werden.

  3. NGI bietet Flatrate für T-DSL an

    NGI bietet seit letzter Woche eine neue, auf T-DSL basierende DSL-Flatrate für 19,48 Euro monatlich an. Diese beinhaltet die für T-DSL üblichen Geschwindigkeiten und kann ohne Zeit- oder Volumenbegrenzung genutzt werden. Allerdings wird eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 19,99 Euro verlangt. Als technische Plattform nutzt NGI wie mittlerweile viele andere Anbieter mediaWays. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt einen Monat bei einer Kündigungsfrist von zwei Wochen vor Ende der Vertragslaufzeit.

    Weitere DSL-Tarife finden Sie auf unserer Infoseite unter http://www.teltarif.de/i/privatdsl.html .

  4. Starttermin von T-DSL light weiterhin ungewiss

    Im letzten Newsletter hatten wir berichtet, dass der Start von T-DSL mit halber Bandbreite vergangenen Freitag oder Montag erfolgen hätte sollen. Leider gibt es aber noch immer kleine technische Probleme, an deren Beseitigung die Techniker der Deutschen Telekom fieberhaft arbeiten. So muss beispielsweise eine klare Trennung der verfügbaren Bandbreite abhängig von der Entfernung zur Vermittlungsstelle sicher gestellt sein.

    Einen eigenen Namenszusatz, wie zum Beispiel light oder 384, wird diese Variante von T-DSL hingegen nicht erhalten. Ebenso wird ein Kunde T-DSL mit halber Bandbreite nicht explizit beauftragen können. Vielmehr soll es sich um eine Vereinbarung zwischen Kunden und Telekom handeln, die die halbe Bandbreite bei gleichem Preis wie T-DSL mit 768 kBit/s als bestellt und akzeptiert festschreibt.

    Einen festgelegten Starttermin gibt es noch nicht. Dieser sei davon abhängig, wie schnell die bestehenden Probleme in der Technik in den Griff zu bekommen seien. Wir halten Sie natürlich weiter auf dem Laufenden.

  5. Netz-Check der verschiedenen Telekommunikationsanbieter

    Seit dem 1. November ist es für Kunden der deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber möglich, ihre Rufnummer auch bei einem Anbieterwechsel zu behalten. Eine Folge davon ist, dass man als Anrufer gegebenenfalls nicht weiß, in welchem Netz sich der gewünschte Gesprächspartner befindet, was wiederum Mehrkosten beim Anrufer verursachen kann.

    Zur Problemlösung bieten alle Netzbetreiber Service-Provider mittlerweile verschiedene Dienste zur Ermittlung des Netzes des Gesprächspartners an. Diese haben wir in Form einer übersichtlichen Tabelle zusammengestellt, die Sie unter http://www.teltarif.de/s/s9336.html finden können. Wollen Sie mehr erfahren rund um das Thema "Rufnummernportierung", so informieren Sie sich auf unserer Ratgeber-Seite, die wir erneut für Sie optimiert haben.

  6. MMS auch ohne MMS-Handy - Vodafone macht's möglich

    Über sein Info-Portal Vizzavi bewirbt Vodafone neuerdings einen Service, der insbesondere eine jüngere Zielgruppe ansprechen soll: Basierend auf dem immer beliebter werdenden Multimedia Messaging Standard (MMS) ist es ab sofort jedem Vodafone-Kunden möglich, auch ohne ein MMS-Handy MMS-Nachrichten zu verschicken. Schickt man als Interessent eine SMS an die Vodafone-Kurzwahl 2122, wird die SMS in eine MMS umgewandelt und landet zusammen mit einer animierten Grafik beim gewünschten Empfänger.

    Wir haben den neuen Dienst mit dem Namen "Send-A-Fun-21" getestet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Service sicherlich eine nette Idee, jedoch noch ausbaufähig ist. Unter anderem muss auch abgewartet werden, ob sich der Preis von 1,49 Euro pro SMS/MMS bei jungen Leuten durchsetzen wird.

    Das Ergebnis mit einer genauen Erklärung zur Funktionsweise des Services sowie eine unserer Kurzmitteilungen hinzugefügten Grafiken, können Sie in unserem Test unter http://www.teltarif.de/s/s9355.html nachlesen.

  7. o2 führt neue GPRS-Tarifoptionen ein

    Für Personen, die viel unterwegs sind, gleichzeitig aber nicht auf das Internet verzichten möchten, führt o2 zum 16. Dezember drei neue GPRS-Tarifoptionen mit den Namen GPRS L, GPRS XL und GPRS XXL ein.

    GPRS L ist für eine monatliche Zusatzgebühr von 9,95 Euro erhältlich und beinhaltet ein Inklusiv-Übertragungsvolumen von einem Megabyte, für jede weiteren zehn Kilobyte werden 2,5 Cent berechnet. GPRS XL bietet ein Inklusivvolumen von 5 MB für 19,95 Euro. Weiterer Traffic kostet hier 2,2 Cent für je zehn Kilobyte. Für den Tarif GPRS XXL werden gar 39,95 Euro zusätzlich berechnet. Hier beinhaltet das Angebot dann jedoch auch 20 MB Datenübertragung, für jede weiteren zehn Kilobyte fallen hier 1,9 Cent an.

    Vertragskunden von o2 können die GPRS-Optionen zu allen Voice-Tarifen sowie zum Datentarif o2-Data buchen. Bei letzterem verringert sich die zusätzliche Grundgebühr jeweils um 5 Euro. Die bisher angebotenen GPRS-Tarifoptionen Surf XXL und Net Company stehen Bestandskunden weiterhin zur Verfügung, werden Neukunden mit der Einführung der neuen Tarife ab dem 16. Dezember jedoch nicht mehr angeboten. Da GPRS L bereits günstiger ist als surf XXL, ist dieses aber kein Problem.

    Für die grundgebührfreien GPRS-Tarife hat o2 die Tagesnutzungspauschale von bisher 25 Cent auf nun 9 Cent gesenkt. Loop-Kunden zahlen eine Tagespauschale von 19 Cent für die Nutzung des paketvermittelten Datendienstes.

    Die standortbezogenen Dienste, auch Local Based Services genannt, sind zudem ab sofort nicht mehr nur über das Heimnetz nutzbar, sondern auch dann, wenn man sich im T-D1-Roaming befindet.

  8. Prepaid-Guthaben per GSM-Code abfragen

    Ein Service, der für Prepaid-Kunden von T-Mobile und Vodafone schon länger angeboten wird, steht inzwischen auch im Netz von o2 Germany zur Verfügung: Zur Zeit informiert der Netzbetreiber LOOP-Kunden darüber, dass sich das aktuelle Guthaben auf dem Prepaid-Konto auch per GSM-Code kostenlos abfragen lässt.

    Hierzu gibt man einfach über die Tastatur die Zeichenfolge *101# ein und drückt anschließend auf die Taste "Senden" bzw. "Verbindung herstellen". Kurz darauf erscheint im Display eine Text-Mitteilung, die über die aktuelle Höhe des Guthabens informiert. Ist das Handy allerdings im D1-Partnernetz eingebucht, funktioniert dieser Service zur Zeit noch nicht.

    Zur Erinnerung: Xtra- und CallYa-Kunden können ihr Guthaben durch Eingabe der Zeichenfolge *100# abrufen. Damit bleibt lediglich Free & Easy-Kunden von E-Plus diese effiziente Abfragemöglichkeit (noch?) verwehrt.

    Weitere Steuercodes für Ihr Handy finden Sie bei uns übrigens auch auf einer eigenen Infoseite unter http://www.teltarif.de/i/umleitung.html .

  9. Aktionen bei Talkline

    Der Elmshorner Mobilfunk-Provider Talkline zahlt seit dieser Woche 50 Euro Nutzungsguthaben bei Abschluss eines Handyvertrags in einem der beiden D-Netze aus. In den Genuss dieses Bonus kommen Kunden, die einen Vertrag im Office XL-Tarif abschließen. Wer sich für den Office M-Tarif im D1- oder D2-Netz entscheidet, bekommt immerhin ein Nutzungsguthaben von 25 Euro.

    Das Nutzungsguthaben gilt für Verbindungen ins nationale Festnetz und in alle deutschen Mobilfunknetze, sowie für die Abfrage der Mailbox. Ausgenommen sind Sonderrufnummern, Auskunftsdienste, SMS und SMS-Sonderdienste. Die Aktion ist vorerst bis zum 31. Dezember beschränkt.

    Talkline hat sich außerdem zwei Netzbetreiber-Aktionen angeschlossen. So erhalten Neukunden im D1-Netz, die sich für ein MMS-Handy entscheiden, bis 31. Januar 2003 ein Startguthaben von 50 MMS. Wer gleich zwei Verträge unterschreibt, bekommt zweimal 100 Gratis-MMS. Das entspricht bei einem MMS-Preis von 99 Cent (bei einer Größe von mehr als 30 Kilobyte) immerhin 198 Euro.

    50 Gratis-MMS können auch Talkline-Neukunden im Vodafone-Netz versenden. Voraussetzung ist der Kauf eines Vodafone live-Handys (Sharp GX10, Panasonic GD 87 oder Nokia 7650). Auch diese Aktion gilt bis Ende Januar 2003.

  10. MobilCom: Ist die Rettung perfekt?

    Viele gute Nachrichten gab es für das angeschlagene Unternehmen MobilCom am vergangenen Freitag: France Télécom will die Altschulden übernehmen, die aus dem gemeinsamen "UMTS-Abenteuer" entstanden sind. Dazu gehören Bankkredite, Lieferantenkredite, aber auch eine Bürgschaft für die Ablösung eines GSM-Roaming-Vertrages zwischen MobilCom und E-Plus. Dieser sollte es MobilCom ermöglichen, in den UMTS-Funklöchern zumindest GPRS bzw. GSM anzubieten. Einen ähnlichen Vertrag verwendete auch Quam für das nationale GSM-Angebot.

    Nachdem jetzt - hoffentlich - die gröbsten Wunden aus der Vergangenheit notdürftig versorgt sind, muss das Unternehmen jetzt in die Zukunft schauen. Es steht nämlich ein Radikalumbau bevor, weg vom expansiven Tk-Unternehmen hin zum "ganz normalen" Service Provider. Zusätzliche Probleme könnte bereiten, dass die Marke "MobilCom" durch die wiederholten Problemberichte in der Presse beschädigt ist, und nun Stück für Stück wieder aufgebaut werden muss.


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