Newsletter 47/02 vom 21.11.2002
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 21.11.2002 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. telegate will kostenlose Internet-Auskunft der DeTeMedien kippen
  2. Preisänderungen für In- und Auslandsgespräche
  3. T-DSL light in den Startlöchern
  4. Weitere Flatrate für T-DSL
  5. Vorläufiges Aus für Picoflat und SelectFlat
  6. Vodafone bietet MMS-Dienst für Prepaid-Kunden an
  7. o2: Neue Konditionen für Loop und neuer xda
  8. Quam ist Geschichte
  9. Wünsch dir was: Weihnachtsaktion bei debitel
  10. Gesprächsguthaben bei Verzicht auf neues Handy
  1. telegate will kostenlose Internet-Auskunft der DeTeMedien kippen

    In dieser Woche hat die Münchener telegate AG, wie bereits im September angekündigt, Klage gegen die DeTeMedien beim Landgericht Mannheim eingereicht. Gegenstand der Klage ist, dass die Deutsche Telekom-Tochtergesellschaft DeTeMedien und ihre 40 Partnerverlage Telefonteilnehmerdaten im Internet kostenlos anbieten, während Anbieter von Telefonauskünften für dieselben Daten pro Nutzungsfall 14 Cent an die Telekom bezahlen müssen.

    Schon im März dieses Jahres eröffnete das Bundeskartellamt ein offizielles Verfahren zu diesem Thema. Telegate wählt jetzt zusätzlich den zivilrechtlichen Weg, um schnell einen vollstreckbaren Titel zu erwirken und nicht machtlos auf die Entscheidung der Behörde warten zu müssen. Die DeTeMedien verstößt nach Ansicht von telegate mit ihrem kostenlosen Angebot gegen das Verbot des "Verkaufs unter Einkaufspreis", denn der Einkaufspreis, zu dem telegate die Daten erwerbe, betrage 14 Cent. Weiterhin blockiere der Ex-Monopolist den Auskunftsmarkt im Internet. Nach Ansicht von telegate ist dieses Vorgehen strategisch angelegt: Die Telekom versuche, mit ihrem kostenlosen Internet-Angebot den regulären telefonischen Auskunftsmarkt zu vernichten und Wettbewerber zu verdrängen. Wenn alle Anbieter sich aufgrund mangelnder Anrufe zurückziehen müssten, werde die Telekom das Internet-Angebot kostenpflichtig machen und parallel den telefonischen Auskunftsmarkt mit erhöhten Preisen als Monopolist wieder neu beleben. Das würde dann für den Verbraucher einen großen Nachteil bedeuten.

  2. Preisänderungen für In- und Auslandsgespräche

    Auch in der vergangenen Woche ging es mit den Tarifen von 01058 und seinen Töchtern auf und ab. Die deutlichste Änderung ging dieses Mal von der Muttergesellschaft selbst aus, die den über Monate auch im Fernsehprogramm beworbenen Tarif für Gespräche ins deutsche Festnetz von 2,8 Cent auf stolze 3,5 Cent pro Minute anhob. Erfreulich zu vermelden ist hingegen, dass 01058 seit dem 15. November seine bekannte Gratis-Städtetour hat aufleben lassen. Täglich kann man im Rahmen dieser Aktion noch bis zum 30. November aus drei Städten kostenlos telefonieren, wenn man in einem entsprechenden Vorwahlbereich wohnt und die 01058 vorwählt. Eine ausführliche Liste der Städte und Vorwahlen, die von der Gratisaktion profitieren, können Sie in unserer Meldung nachlesen: http://www.teltarif.de/s/s9275.html

    Auch die 01058-Tochtergesellschaften Calladin, Phonedump und maxTEL drehten Anfang dieser Woche das "Tarifkarussell. So hob Calladin am Dienstag seinen nationalen Festnetztarif in der Hauptzeit auf 4,6 Cent an. Im Gegenzug wurde der Tarif in der Nebenzeit zwar auf 1,85 Cent gesenkt aber Achtung: Wie auch in der Hauptzeit berechnet der Anbieter 3 Cent Verbindungsentgelt. Doppelt Acht geben sollte man auch bei maxTEL: Nicht nur, dass der Minutenpreis auf 2 Cent erhöht wurde, auch hier fällt ein Preis von 3 Cent pro Verbindungsaufbau an.

    Wer bisher seine Gespräche in die deutschen Mobilfunknetze über Phonedump geführt hat, zahlt ebenfalls seit Dienstag mehr. Pro Minute berechnet das Unternehmen nun 17,9 Cent.

    Doch nicht nur die Tarife ins deutsche Festnetz blieben in Bewegung, auch für Gespräche zu einigen Auslandszielen hat sich der Minutenpreis geändert. Seit Montag berechnet 01058 für Gespräche in die Festnetze von Italien, Österreich und der Schweiz 6 Cent pro Minute, für Telefonate nach Spanien fällt nun ein Minutenpreis von 7 Cent an.

    Weniger kurzfristig plant die 01081 Telecom ihre Tarifänderungen. Ab morgen ändert das Düsseldorfer Unternehmen seine Tarife für Gespräche zu fünf Auslandszielen. Die Gesprächsminute nach Österreich, Belgien und Spanien kostet dann 3,5 Cent, nach Schweden werden 3,2 Cent berechnet, und ein Anruf nach Neuseeland schlägt mit 4 Cent pro Minute zu Buche.

  3. T-DSL light in den Startlöchern

    Lange Zeit war es nur als Gerücht im Umlauf, bis es die Deutsche Telekom zur Systems 2002 offiziell bestätigte: Es wird T-DSL mit geringerer Bandbreite, dafür höherer Verfügbarkeit, geben. Nach neuesten Informationen kann mit dem Start von T-DSL light am kommenden Montag gerechnet werden. Die Pressestelle der Telekom teilte im Gespräch mit teltarif.de mit, dass für morgen eine Pressemitteilung geplant sei, die den offiziellen Start für Montag bekannt geben soll.

    An den bereits bekannt gegebenen Daten ändert sich nichts. Das heißt, der Downstream wird 384 kBit/s und der Upstream 64 kBit/s betragen. Der Preis unterscheidet sich zudem nicht zum T-DSL mit 768 kBit/s, da sich nach Aussage der Telekom der technische Aufwand für die Installation durch die geringere Bandbreite nicht reduziert.

    Allerdings räumte die Telekom gleich ein, dass sich die mögliche Entfernung zur nächsten Vermittlungsstelle vorerst nur um ca. 300 Meter erweitern wird. Über die ebenfalls angekündigten Verbesserungen bezüglich der Dämpfung des Signals, die eine weitere Vergrößerung der Entfernung bewirken sollten, konnte derzeit noch keine Aussage getroffen werden. Hier wurde auf die angekündigte Pressemitteilung am Freitag verwiesen.

  4. Weitere Flatrate für T-DSL

    Wie Pilze aus dem Boden sprießen in letzter Zeit die Angebote an Tarifen für T-DSL. Seit letzter Woche gibt es einen weiteren Tarif - diesmal vom Telekommunikationsanbieter callero. Für 19,99 Euro pro Monat kann der Nutzer zeitlich unbegrenzt surfen. Eine Transferlimitierung gibt es auch nicht, da es sich um eine Flatrate handelt. Allerdings fällt bei Anmeldung eine Einrichtungsgebühr in Höhe von 16,95 Euro an, was nur bei wenigen Anbietern üblich ist. Ein weiteres Manko ist die Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten.

    Die DSL-Flatrate kann mit T-DSL 768 genutzt werden. Für die Internetanbindung setzt der Anbieter jedoch auf mediaWays. Zudem schenkt Callero allen Kunden, die sich bis zum 30. November für dieses Angebot entscheiden, die erste Monatspauschale.

    Weitere Tarife für T-DSL finden Sie auf unserer Infoseite zum Thema unter http://www.teltarif.de/i/privatdsl.html .

  5. Vorläufiges Aus für Picoflat und SelectFlat

    So richtig überraschend kommt die Nachricht nicht: Die Picoflat ist am Ende. Nachdem der Anbieter seit Wochen mit massiven Problemen zu kämpfen hatte und als "letzte Rettung" die Nutzungszeit für die Flatrate auf 12 Stunden begrenzte, wurden nun alle Zugänge abgeschaltet.

    In einer Mitteilung an die Kunden hieß es, dass sich die technischen Probleme bei den Produkten picoflat Fun, Business und 24 trotz intensiver Wartungsarbeiten nicht beheben ließen. Deshalb hätte sich der Anbieter zu diesem "radikalen Schritt entschlossen". Weiter heißt es, dass in den kommenden Wochen ein komplett neues System mit erweiterten Kapazitäten und neuen Partnern installiert werde. Für die betroffenen Kunden von MDS und picoflat heißt das, dass der Tarif erst einmal nicht verfügbar ist. Wie es weiter gehen soll und wann ein Neustart geplant ist, erfahren Sie in der entsprechenden Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s9278.html.

  6. Vodafone bietet MMS-Dienst für Prepaid-Kunden an

    Seit Anfang dieser Woche bietet Vodafone nun auch seinen Prepaid-Kunden das Versenden von MMS an. Deshalb sind nun in den Vodafone-Shops zwei CallYa-MMS-Pakete erhältlich: Das Sony Ericsson T3001 inklusive Ansteckkamera als Einsteigermodell wird für 299 Euro angeboten. Das Paket mit dem Vodafone live!-Handy Sharp GX 101 ist mit 499 Euro deutlich teurer, beinhaltet aber 50 Inklusiv-MMS, die bis zum 31. Januar 2003 netzintern an Vodafone D2-Kunden und an E-Mail-Adressen verschickt werden können. Außerdem werden dem Nutzer neben den Bild-Nachrichten zusätzlich noch andere Services von Vodafone live! mit 3D-Spielen, polyphonen Klingeltönen und farbigen, bildbasierten Info- und Unterhaltungsangeboten angeboten.

    Der Versand ist an alle freigeschalteten MMS-Handys in den Netzen von Vodafone und T-Mobile möglich. Sollte der Empfänger noch kein MMS-Handy besitzen, nicht freigeschaltet sein oder in einem der übrigen deutschen Mobilfunknetze telefonieren, erhält er per SMS einen Internetlink, unter dem er die Nachricht einsehen kann. Die Kosten für den Versand von Bildnachrichten werden vom Guthaben der CallYa-Karte abgebucht. Pro MMS bis 30 kB berechnet Vodafone 59 Cent, bis 100 kB werden 1,29 Euro fällig.

    Die Konkurrenz schläft natürlich nicht: Auch T-Mobile wird ab dem 3. Dezember seinen Xtra-Kunden den MMS-Versand ermöglichen. Weitere Informationen zum Thema MMS haben wir auf einer Informationsseite unter der URL http://www.teltarif.de/i/mms.html für Sie zusammengestellt.

  7. o2: Neue Konditionen für Loop und neuer xda

    Deutschlands jüngster Netzbetreiber o2 hat zum 15. November die Konditionen für seine Prepaid-Karten geändert. Es gibt weiterhin zwei verschiedene Tarifvarianten: Die Loop-Classic-Karte richtet sich an die Kunden, die ihre Prepaid-Karte hauptsächlich für Gespräche in das deutsche Festnetz nutzen. Für diejenigen, die viel in die Mobilfunknetze telefonieren ist der Tarif Loop-Mobile gedacht.

    Bei den meisten Prepaid-Karten der deutschen Netzbetreiber beginnt die Hauptzeit von Montag bis Freitag um 7 Uhr und endet abends um 20 Uhr. Dies ist auch bei der Variante Loop-Mobile der Fall, doch bei der Classic-Karte lief die Hauptzeit bisher von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr. Für Bestandskunden ändert sich daran vorerst nichts, doch für alle Neukunden, die sich für Classic-Option entscheiden, gilt für die Hauptzeit das gleiche Zeitschema wie bei der Mobile-Karte.

    Außerdem werden die Gespräche jetzt im 60/1-Takt abgerechnet. Bisher galt der bei Prepaid-Karten seltene, aber faire 10-Sekunden-Takt. Landet der Anrufer beispielsweise in der Hauptzeit auf einer Vodafone-Mailbox und legt direkt auf, werden mit der neuen Abrechnung sofort 79 Cent statt bisher nur etwa 14 Cent berechnet.

    Doch es gibt auch einige positive Änderungen bei der Classic-Karte. In der Hauptzeit werden Gespräche mit netzexternen Mobilfunkanschlüssen um 7 Cent billiger und kosten 79 Cent pro Minute. Für ein Telefonat mit einem anderen o2-Anschluss und das Abhören der Mailbox werden statt 35 Cent nun 29 Cent pro Minute fällig. In der Nebenzeit werden für ein Gespräch zur Mailbox 19 Cent statt 20 Cent pro Minute berechnet und Gespräche in das deutsche Festnetz kosten von Freitag, 20 Uhr, bis Montag 7 Uhr, nun 7 Cent. Weitere Details zu den Loop-Tarifen erfahren Sie in unserer Meldung unter der URL http://www.teltarif.de/s/s9274.html .

    Ebenfalls seit dem 15. November gibt es bei o2 eine neue Version seines Smartphones xda. Die neuen Geräte verfügen über einen Arbeitsspeicher von 64 Megabyte und die Möglichkeit, MMS-Nachrichten zu versenden und zu empfangen. Außerdem sind die neuen xdas nicht mehr mit einem SIM-Lock versehen. Das heißt, man kann das Gerät auch mit einer Karte eines anderen Netzbetreibers nutzen. Der xda kann in seiner neuen Version auch die Home- und Cityzonen im o2-Netz anzeigen. Außerdem funktioniert die GPRS-Datenübertragung nun noch schneller als bisher, so dass im Download bis zu 53,6 kBit/s zur Verfügung stehen.

  8. Quam ist Geschichte

    Der grün-blaue Traum ist ausgeträumt: Wie angekündigt, hat Deutschlands jüngster Mobilnetzbetreiber Quam seinen Netzbetrieb am Freitag, den 15. November, eingestellt. Wählt man eine Quam-Nummer aus dem Festnetz an, hört man nur noch den Satz "Kein Anschluss unter dieser Nummer". Die kurze, bunte Geschichte von Quam können Sie unter der URL http://www.teltarif.de/s/s9281.html nachlesen.

    Alle Vertragskunden von Quam werden in den nächsten Tagen die Rechnung für den Monat Oktober erhalten und Anfang Dezember eine weitere für den Monat November. Diese ist dann die Abschluss-Rechnung, was mit den Worten "Dies ist ihre letzte Rechnung" auf der Rechnung selbst noch einmal deutlich gemacht werden wird. Eine Kündigung des Quam-Vertrages ist nicht notwendig.

  9. Wünsch dir was: Weihnachtsaktion bei debitel

    Ab sofort bis zum zum 1. Februar gibt es nach dem Motto "Wünsch dir was!" eine Weihnachtsaktion bei debitel. Es gibt das Startgeschenk von 6 Monaten Grundgebührbefreiung, 25 Euro Startguthaben, 150 WAP-Freiminuten oder 150 kostenlosen SMS.

    Neu ist bei dieser Aktion, dass sich die Kunden ihr Paket aus einem Tarif im Netz ihrer Wahl und einem ebenfalls frei wählbaren WAP-Handy aus dem Angebot des jeweiligen Händlers selbst zusammenstellen können. Im Angebot sind TellySmile und TellyActive (T-D1-Netz), Sunline und Fun (Vodafone D2-Netz) sowie Privat und Professional S (E-Plus).

    Für Prepaid-Kunden gibt es das CallYa-Pac mit Alcatel 525 für 129 Euro. Mit diesem Mobiltelefon können eigene Sounds als Klingeltöne aufgenommen werden. Die debitel CallYa-Karte wird mit einem Startguthaben in Höhe von 15 Euro geliefert.

  10. Gesprächsguthaben bei Verzicht auf neues Handy

    Gute Nachrichten für Mobilfunkkunden die einen neuen Laufzeitvertrag über 24 Monate abschließen möchten, jedoch mit ihrem alten Mobiltelefon gut zurecht kommen und aus diesem Grund kein neues Handy wünschen. Sowohl T-Mobile als auch Vodafone bieten ihren Kunden 100 Euro Gesprächsguthaben für den Fall an, dass beim Vertragsabschluss auf ein subventioniertes Handy verzichtet wird. Bisher kamen meist nur Vieltelefonierer in den Genuss einer Gutschrift, nun können auch Normaltelefonierer auf ein Gesprächsguthaben spekulieren. Das Guthaben wird auf Telefonate, den SMS- oder MMS-Versand, den Zugriff auf das WAP-Portal oder den Datentransfer via GPRS angerechnet.

    Doch richtig attraktiv ist das Angebot nicht: Ein aktuelles Upgrade-Handy kostet den Netzbetreiber jeweils deutlich mehr als 100 Euro.

    Noch bis zum 31. Dezember läuft bei E-Plus eine Aktion, die bei Abschluss eines neuen Laufzeitvertrages ein Gesprächsguthaben von 50 Euro verspricht. Allerdings sollte hier beachtet werden, dass das Guthaben nicht auf einen Schlag, sondern über einen Zeitraum von zehn Monaten mit jeweils 5 Euro auf der Rechnung gutgeschrieben wird.


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