Newsletter 42/02 vom 17.10.2002
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 17.10.2002 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Quam: Das Netz wird am 15. November abgeschaltet
  2. Ergebnisse der großen teltarif-Umfrage Sommer 2002
  3. Rufnummernmitnahme im Mobilfunk: Mehr Probleme als Nutzen?
  4. o2: Neuer Takt für alte Tarife; der xda wird billiger
  5. Deutsche Telekom: T-DSL light kommt!
  6. Internet-Sonderaktion bei TeleDiscount, neue Konditionen bei Tiscali und GKAS
  7. Strato: Zwei neue skyDSL-Angebote
  8. Deutsche Telekom: Großhandelsflatrate nicht rechtmäßig
  9. Preiskarussell im Herbst: Tarifänderungen bei OneTel, 010012 und anderen
  10. Deutsche Telekom: T-Net 100 tatsächlich teurer, Optionstarife weiter nutzbar
  1. Quam: Das Netz wird am 15. November abgeschaltet

    Das Ende zeichnete sich schon Tage vorher ab, am Dienstag kam die Bestätigung: Der jüngste Mobilfunkprovider Quam wirft das Handtuch und stellt Mitte November den Netzbetrieb komplett ein.

    Das bedeutet, dass Quam-Kunden nur noch bis einschließlich 15. November über ihre Quam-Karte anrufen bzw. von anderen angerufen werden können. Um 24 Uhr wird dann das Netz komplett abgeschaltet. Anrufe zur bzw. von der 01505 sind dann nicht mehr möglich.

    Alle 200 000 Quam-Kunden werden zur Zeit durch einen Brief informiert, der auch einen personenbezogenen Gutschein von T-Mobile enthält, der ihnen einen Wechsel ins andere Netz schmackhaft machen soll. Als Übernahmeangebot bietet T-Mobile ein je nach bisherigem Kundenumsatz gestaffeltes Startguthaben von bis zu rund 150 Euro. Alternativ kann man auch ein neues Handy und einen Guthaben von rund 25 Euro erhalten. Weitere Details zum Wechselangebot finden Sie in der Meldung unter der URL http://www.teltarif.de/s/s9031.html .

    Die Quam-Rufnummer kann dabei nach Angaben von Quam allerdings nicht übernommen werden, da das Unternehmen seinerzeit aus der Arbeitsgruppe der deutschen Netzbetreiber ausgestiegen sei. Man habe auch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) über diesen Sachverhalt unterrichtet und grünes Licht dafür erhalten, die Mitnahme der Handynummer nicht anzubieten. Die Rufnummernportierung sei lediglich für die Inhaber einer GSM-Lizenz verpflichtend, so dass Quam die Möglichkeit habe, sich hier nicht zu beteiligen.

    Harald Dörr, Pressesprecher der RegTP, erklärte dagegen vorgestern auf der Münchner Fachmesse Systems, dass die Portierung ab 1. November auch für Quam gelte. Auch Rudolf Boll, ebenfalls Pressesprecher der RegTP, bestätigte auf Nachfrage von teltarif.de, dass Quam die Möglichkeit der Rufnummernportierung im Mobilfunk ab 1. November anbieten müsse.

    Bleibt nun abzuwarten, was passiert, wenn ein Quam-Kunde auf dem Erhalt seiner Telefonnummer besteht. Da Quam seine Meinung aus Kostengründen kaum ändern dürfte, bliebe solchen Kunden nur der Weg der Verfügungsklage. Dann entscheiden die Gerichte darüber, ob die Rufnummerngasse 01505 auch nach dem 15. November offen bleibt.

  2. Ergebnisse der großen teltarif-Umfrage Sommer 2002

    Im Mai und Juni 2002 haben mehr als 7 000 Leser an unserer Umfrage "Mobile Kommunikation - heute und morgen" teilgenommen. Der Fragebogen beinhaltete Fragen zum Internet und Mobilfunk der Gegenwart und Zukunft.

    Im folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse aus dem Mobilfunkbereich, speziell zur dritten Generation im Mobilfunk, UMTS, dargelegt. Doch vorab einige allgemeine Daten: Über 70 Prozent der 7 277 Befragten gaben an, dass sie seit mehr als zwei Jahren mobil erreichbar sind. Leser, die teltarif.de mehrmals täglich besuchen, besitzen schon länger ein Mobiltelefon. So sind 43 Prozent aus dieser Gruppe bereits seit über vier Jahren mobil erreichbar. Trotzdem herrscht weiterhin eine rege Bereitschaft, sich nach neuen attraktiven Angeboten auf dem Handymarkt umzusehen. So wollen zum Beispiel etwa ein Drittel aller Leser in den nächsten 12 Monaten einen neuen Mobilfunkvertrag abschließen oder eine Prepaidkarte kaufen. Die Hälfte der Wechselwilligen hat sich dabei noch nicht für ein bestimmtes Handy-Netz entschieden.

    34 Prozent der Befragten wollen innerhalb von 24 Monaten auf UMTS umsteigen. Bei unserer Umfrage zum Jahresbeginn 2001 waren dies noch 65 Prozent. 15 Prozent der teltarif-Leser wollen bereits binnen 12 Monaten nach Marktstart auf UMTS umsteigen. Wir bezeichnen diese Gruppe im folgenden als Trendsetter.

    Bei der Frage, welche Dienst in Zukunft am meisten über UMTS genutzt werden, stellte sich heraus, dass dafür nicht zwingend ein UMTS-Handy notwendig ist. So gehören E-Mail (für 89 Prozent der Trendsetter), Messaging mit Zusatzfunktionen (längere Texte, Formatierungsmöglichkeiten etc.; 86 Prozent) und standortbezogene Dienste (74 Prozent) zu den TOP3 der nachgefragten Anwendungen. Generell soll das Handy immer mehr als Info-Börse genutzt werden.

    Wenn man dazu nun allerdings den allgemeinen Querschnitt der Umfrage dazunimmt, sieht dieses Bild sowohl ähnlich als auch deutlich anders aus: An der TOP3-Liste der gewünschten Inhalte ändert sich nichts, jedoch sind die Prozentzahlen mit zweimal 64 und 46 Prozent deutlich geringer. Zudem nutzen 2/3 der Befragten mobile Datendienste kaum oder gar nicht. Dies wird sich auch innerhalb der nächsten 12 Monate nicht ändern, da über die Hälfte das Mediennutzungsverhalten konstant beibehalten wollen. 25 Prozent werden sogar vermehrt auf stationäre Kommunikationsmittel zurückgreifen.

    In den Augen der kommenden Kunden sollen die neuen Mehrwertdienste durch eine Eigenbeteiligung und über Werbung finanziert werden. Die Werbung soll dabei personalisiert sein oder in direktem Bezug zu dem genutzten Dienst stehen.

    Weitere Details der Umfrage zum Thema Rufnummernportierung, die ab 1. November in Kraft tritt, können Sie unter http://www.teltarif.de/s/s9016.html nachlesen.

    Die Ergebnisse der Umfrage zum Thema "Internet" können Sie ab sofort in einem eigenen Artikel online unter http://www.teltarif.de/s/s9050.html abrufen.

    Gerne stellen wir für Firmen und andere Interessierte noch detailliertere Auswertungen zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie uns dazu per E-Mail unter marketing@teltarif.de .

  3. Rufnummernmitnahme im Mobilfunk: Mehr Probleme als Nutzen?

    Der Ausdruck könnte durchaus als "Unwort des Jahres" durchgehen: Rufnummernportabilität. Denn was so kompliziert klingt, kann man auch ganz einfach ausdrücken: Künftig kann man als Mobilfunkkunde seine Rufnummer behalten. Auch dann, wenn man den Anbieter wechselt. So will es das Gesetz bereits seit 1998, und so will es auch die Regulierungsbehörde, die den Netzbetreibern bis Ende diesen Monats letztmalig eine Ausnahmegenehmigung erteilt hatte.

    Prompt melden sich erste Analysten-Stimmen, wie die von Pütz & Partner, wonach die neue Freiheit beim Wechsel zu Preissenkungen bis zu 20 Prozent führen wird. Das darf jedoch bezweifelt werden. Es gibt einfach zu viele Probleme.

    Denn nicht nur ist das Wort "Rufnummernportabilität" ein Unwort, es drückt auch lediglich eine technische Möglichkeit aus. Welche verwaltungstechnischen Hürden durchlaufen werden müssen, bis eine Nummer von Vertrag A auf Vertrag B übertragen wurde, ist damit nicht gesagt. Und hier baut derjenige Netzbetreiber, der Rufnummer und Kunden abgibt, so viele Hürden auf, wie irgend möglich. So wird die Portierung nur dann akzeptiert, wenn der alte Vertrag ausläuft. Bei den derzeit üblichen Vertragslaufzeiten von zwei Jahren (erstmalig) bzw. einem Jahr (nach einer automatischen Verlängerung) dauert es also für die meisten Kunden entsprechend lange, bevor sie überhaupt erstmalig wechseln können.

    Weitere Probleme - wie die hohen Kosten für die Übernahme, und das eventuell aufkommende Chaos bei Netzinterngesprächen - haben wir in unserem Editorial unter http://www.teltarif.de/s/s9018.html kommentiert.

  4. o2: Neuer Takt für alte Tarife; der xda wird billiger

    Wie geplant bietet o2 Germany die Tarife o2 Select, o2 Genion, Genion Duo, o2 Select Profi und o2 Genion Profi künftig auch mit Abrechnung im 60/1-Sekunden-Takt an. Das heißt, die erste Gesprächsminute wird - unabhängig von der tatsächlichen Dauer des Telefonats - immer voll berechnet, erst danach erfolgt die Abrechnung sekundengenau. Bislang galt für die genannten Tarife generell eine 10-Sekunden-Taktung.

    Vorteil der neuen Angebote ist eine niedrigere Grundgebühr. So ist der Select-Tarif mit 60/1-Taktung für 7,95 statt 9,95 Euro zu haben, für Genion zahlt man 9,95 statt 12,95 Euro, für Select Profi 22,95 statt 25,95 Euro und für Genion Profi 24,95 statt 27,95 Euro.

    Für Genion Duo gelten folgende Konditionen: Entscheidet sich der Kunde für zwei Karten im Genion-Tarif, so beträgt der monatliche Grundpreis bei 60/1-Taktung 16,95 statt 22,95 Euro, zwei Genion Profi-Karten kosten 46,95 statt 52,95 Euro, die Kombination aus einer Genion- und einer Genion Profi-Karte ist für 31,95 statt 37,95 Euro zu bekommen.

    Eine interessante Neuigkeit gibt es auch für Hardwarefreaks: Seit dem 14. Oktober bietet o2 den xda schon ab 499 Euro statt bisher 649 Euro an. Bei Abschluss eines 24-Monats-Vertrags in den Tarifen o2 Genion, o2 Genion Duo und o2 Select erhält der Kunde zusätzlich 101 E-Mails. Ohne Vertrag kostet der xda jetzt 749 Euro. Diese Preispromotion läuft bis zum 31. Dezember 2002. Informationen zum Multitalent xda finden Sie unter der URL http://www.teltarif.de/s/s8116.html .

  5. Deutsche Telekom: T-DSL light kommt!

    Die Deutsche Telekom hat im Rahmen ihrer Pressekonferenz auf der IT-Messe Systems bekannt gegeben, dass bis Ende dieses Jahres noch bis zu vier Millionen zusätzliche Kunden an DSL angeschlossen werden sollen. Durch reduzierten Störabstand, neueste Messergebnisse bezüglich der Dämpfungswerte in den Kabeln und vergleichbare Maßnahmen will man die Reichweite von der Vermittlungsstelle bis zum Kunden um bis zu einem Kilometer erhöhen. Wo das nicht reicht, wird man ein DSL mit 384 Kilobit pro Sekunde im Downstream und 64 Kilobit pro Sekunde im Upstream anbieten. Diese Möglichkeit geistert als "T-DSL light" schon seit einigen Monaten durch die Medien, und ist nun definitiv bestätigt worden.

    Es wird jedoch leider trotz des langsameren Tempos keinen Preisnachlass geben: T-DSL light kostet damit so viel wie "normales" T-DSL mit 768/128 Kilobit pro Sekunde.

    Bis heute sind bereits über 2,7 Millionen DSL-Anschlüsse geschaltet worden. Vor einem Jahr waren es nicht einmal halb so viele. Weitere 400 000 Anschlüsse sind vorbereitet, können also jeweils kurzfristig geschaltet werden, wenn die Kunden die Aufträge erteilen. Wartezeiten gehören bei T-DSL den Angaben zufolge der Vergangenheit an.

    Keine schnelle Lösung konnte oder wollte die Deutsche Telekom hingegen für die Kunden ankündigen, deren Hausanschluss per OPAL versorgt wird. Diese Kunden müssen nun im Einzelfall jeweils darauf warten, dass eine geeignete Kupferleitung zu ihrem Wohnblock verlegt wird. Denn eine Aufrüstung der OPAL-Technik, um diese DSL-fähig zu machen, soll nicht erfolgen.

    Dieses Schicksal trifft viele Mieter in großen Wohnblocks im Osten der Republik. Um nach der Wiedervereinigung eine große Zahl an Telefonanschlüssen in möglichst kurzer Zeit bereitzustellen, wurden Glasfaserkabel bis direkt in den Keller der Wohnblocks gelegt. Dort wurden dann kleine Vermittlungscomputer (OPAL) installiert, die ISDN- und Analoganschlüsse in ausreichender Stückzahl zur Verfügung stellten. Damals war diese Technik der "letzte Schrei", und sie wurde in bester Absicht installiert, auf diesem Weg eine zukunftsfähige Infrastruktur aufzubauen. Doch ein Jahrzehnt später erweist sich OPAL nun als Sackgasse, in die die Telekom offenbar nicht mehr investieren will.

    Neu angeboten wird jetzt auch symmetrisches DSL. SDSL-Angebote stehen allerdings nur Geschäftskunden zur Verfügung. Zur Zeit sind diese in zehn großen Städten verfügbar, bis Anfang 2003 sollen alle T-DSL-Standorte neben ADSL auch SDSL unterstützen. SDSL gibt es ab 89 Euro pro Monat zuzüglich Mehrwertsteuer.

    Weitere Informationen zu DSL finden Sie auf unserer Informationsseite unter der URL: http://www.teltarif.de/i/dsl.html .

  6. Internet-Sonderaktion bei TeleDiscount, neue Konditionen bei Tiscali und GKAS

    Vom 17. bis einschließlich 23. Oktober bietet TeleDiscount die Verbindung zum World Wide Web für nur 1,3 Cent pro Minute anstatt des Standardtarifs von 1,7 Cent pro Minute. Damit ist TeleDiscount werktags von 9 bis 18 Uhr das günstigste Internetangebot ohne Anmeldung und ohne Verbindungsentgelt. Die Einwahl erfolgt über die Nummer 0193656, Benutzername und Passwort lauten jeweils "telediscount". Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt.

    Bereits vor ein paar Monaten hatte TeleDiscount einen Sondertarif zum Internet angeboten. Damals führten Kapazitätsengpässe zu einer vorzeitigen Einstellung der Aktion. Offensichtlich soll das diesmal durch die kurze Laufzeit und einen nicht ganz so extremen Sondertarif vermieden werden. Im Juni war nur 1 Cent pro Minute verlangt worden.

    Mit recht knapp gehaltenem Informationsmaterial im Postkartenformat, das z.B. in Elektrofachmärkten ausliegt, bewirbt der Internet-Provider Tiscali zur Zeit seinen ersten Internet-by-Call Tarif, für den keine Anmeldung erforderlich ist: Mit "Tiscali Quick" kann man wie bei dem anmeldepflichtigen Tarif Tiscali Online für 1,5 Cent pro Minute rund um die Uhr im Internet surfen. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt über die Telefonrechnung; eine Monatsgebühr oder eine Mindestabnahme gibt es nicht.

    Zwar kann sich Tiscali mit diesem Minutenpreis keinen der vorderen Plätze im Feld der anmeldefreien Internet-Tarife sichern, jedoch macht der Provider ein faires Einstiegs-Angebot: Die ersten 60 Minuten surft man komplett kostenlos, wobei diese Freiminuten pro Telefonanschluss nur einmal vergeben werden.

    Eine der Werbung beiliegende Merkhilfe im Scheckkartenformat enthält die benötigten Einwahldaten: Die Einwahlnummer lautet 0191 777, der Benutzername "Tiscali" und das Kennwort "Quick".

    Der Butzbacher Internetprovider GKAS hat die Tarife für seinen relativ neuen Internet-Tarif mit dem Namen Äakus2 geändert. Für die Onlineminute werden nun werktags in der Zeit von 23 bis 18 Uhr 1,43 Cent statt 1,29 bzw. 2,59 Cent pro Minute verlangt. Onlinesitzungen werden somit nachts etwas billiger und tagsüber teurer. In der Zeit von werktags 18 bis 23 Uhr und am Wochenende von 8 bis 23 Uhr werden künftig 1,11 Cent statt bisher 0,99 Cent pro Minute fällig.

    Die Einwahlnummer lautet 019256252, als Benutzername und Passwort muss jeweils "web" angegeben werden. Aber Achtung: Das hohe Einwahlentgelt in Höhe von 5,99 Cent bleibt erhalten!

  7. Strato: Zwei neue skyDSL-Angebote

    Strato hat am 15. Oktober zwei neue Niedrigpreis-Tarife für skyDSL gestartet: skyDSL A gibt es schon für eine monatliche Grundgebühr von 7,49 Euro. Weiteren Gebühren für eine gesonderten DSL-Anschluss entstehen nicht, man benötigt aber die Hardware für Satellitenempfang. Hinzu kommt noch ein Volumenpreis für die Datenübertragung ab 0,5 Cent pro Megabyte auf der niedrigsten Prioritätsstufe. Wird eine höhere Belieferungspriorität gewünscht, kommt es teurer. Bei den skyDSL-Tarifen sind sechs Prioritätsstufen buchbar, die höchste Übertragungspriorität kostet pro Megabyte 9,9 Cent Aufschlag.

    skyDSL S ist eine so genannte off-peak-Breitband-Flatrate mit einer monatlichen Grundgebühr von 12,90 Euro. Dieser Tarif ermöglicht Highspeed sogar ohne Volumenkosten in folgenden Zeiträumen: Montags bis Freitags zwischen 0 Uhr und 16 Uhr und an Wochenenden zwischen 0 Uhr und 12 Uhr.

    Außerdem wird die Bedienungsgeschwindigkeit des skyDSL-Dienstes mit der nächsten skyDSL-Softwareversion bei allen Tarifen von bis zu 4 000 kBit/s auf bis zu 8 000 kBit/s erhöht, und zwar bei unveränderten Preisen. Damit können alle skyDSL-Nutzer demnächst von der bis zu 10-fachen Geschwindigkeit der meisten T-DSL-Dienste mit 768 kBit/s profitieren. Bisher war die Bedienungsgeschwindigkeit von bis zu 8 000 kBit/s nur beim Tarif skyDSL Office verfügbar.

    Für skyDSL wird zusätzlich eine herkömmliche Internetverbindung (analog oder ISDN) für den Rückkanal benötigt, für die ebenfalls Verbindungskosten anfallen. Das Angebot ist dafür bundesweit verfügbar.

  8. Deutsche Telekom: Großhandelsflatrate nicht rechtmäßig

    Die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) hatte die Deutsche Telekom im November 2000 verpflichtet, ab Februar 2001 konkurrierenden Firmen eine sogenannte Großhandels-Flatrate, d.h. einen Pauschaltarif für einen zeit- und volumenunabhängigen Internetzugang zum Großhandelspreis, anzubieten. Damit sollte auch anderen Internetanbietern ermöglicht werden, ihren Endkunden eine entsprechende Flatrate anbieten zu können. Die Telekom hatte daraufhin im Dezember 2000 ein derartiges Angebot vorgelegt, welches jedoch zum Teil heftig angegriffen wurde, weil es nicht ausreichend sei.

    Ende letzter Woche hat die Telekom vor dem Verwaltungsgericht in Köln eine Sieg errungen. Das Gericht erklärte die von der Regulierungsbehörde angeordnete Großhandelsflatrate für unrechtmäßig. Die Telekom sei nicht verpflichtet, den Konkurrenten zeitunabhängige Internettarife anzubieten. Das Verwaltungsgericht Köln hält die Anordnung der RegTP für nicht nachvollziehbar.

    Es handelt sich hier allerdings um eine Entscheidung in einem Eilverfahren. Das Endurteil könnte von dieser noch abweichen. Allerdings ist es eher ungewöhnlich, dass Gerichte zwischen einer Eilentscheidung und einer Hauptsacheentscheidung ihre Rechtsauffassung derartig ändern. Eher schon könnte es passieren, dass das Oberverwaltungsgericht in Münster die Kölner Entscheidung bei einer späteren Berufung kassiert.

    Angesichts der üblichen Dauer von Verwaltungsgerichtsverfahren kann es aber noch zwei oder mehr Jahre dauern, bis ein solches Endurteil vorliegt. Mangels Vorleistungs-Flatrate wird es während dieser Zeit keine preisgünstige Analog- oder ISDN-Flatrate geben können.

  9. Preiskarussell im Herbst: Tarifänderungen bei OneTel, 010012 und anderen

    Seit 15. Oktober hat OneTel seine Tarife vom Festnetz zum Mobilfunk für das anmeldefreie Call by Call über die 01086 geändert. Gespräche ins D1- und D2-Netz wurden von 13,1 in der Haupt- bzw. 12,9 Cent pro Minute in der Nebenzeit auf 12,5 Cent pro Minute rund um die Uhr gesenkt. Gleichzeitig wurden aber Anrufe in die übrigen Netze teurer. Diese kosten nun 15,5 Cent rund um die Uhr. Zu beachten ist, dass OneTel im Vier-Minuten-Takt abrechnet, und daher in der standardmäßigen Tarifabfrage auf unserer Homepage www.teltarif.de nicht mehr berücksichtigt wird.

    010012 hat diese Woche gleich mehrfach Auslandstarife gesenkt. Die Palette ist bunt gemischt. Sie reicht von Argentinien und Mexiko über Bulgarien und Frankreich nach Südafrika, Indien oder Philippinen. In viele Länder kommt 010012 damit unter die ersten drei Plätze unserer Tarifdatenbank. In manche Länder, wie zum Beispiel Indien (35 Cent pro Minute) oder Thailand (17.9 Cent pro Minute) übernimmt 010012 sogar den ersten Platz. 010012 rechnet im Minutentakt ab.

    In der letzten Woche lieferten sich diverse 0190-0-Anbieter einmal mehr ein heißes Rennen um den günstigsten Tarif ins Festnetz und in diverse Auslandsziele. Die Kandidaten waren unter anderem smart79, Junior Telecom, Telestunt und Pennyphone. Wer der augenblickliche Spitzenreiter ist, entnehmen Sie am besten unserer Tarifabfrage auf www.teltarif.de , unter Einbeziehung der 0190-0-Angebote.

  10. Deutsche Telekom: T-Net 100 tatsächlich teurer, Optionstarife weiter nutzbar

    Bereits im letzten Newsletter hatten wir über die geplanten Änderungen beim T-Net-100-Tarif der Deutschen Telekom berichtet. Zwischenzeitlich hat die Pressestelle die Preiserhöhung für Neukunden von 15,93 auf 16,99 Euro ab 1. November offiziell bestätigt. Da zukünftig neben der T-Net-Box auch die Anrufweiterschaltung inklusive ist, ist die neue Grundgebühr jedoch günstiger als die Summe der Einzelleistungen - so man denn alle Leistungen auch will.

    Die T-Net-Box ermöglicht das Speichern von Sprachnachrichten und Faxen. Über neue Nachrichten wird der Besitzer auf Wunsch an fast jedem Telefon oder Handy oder per SMS auf ein T-D1-Handy informiert. Das Abrufen der T-Net-Box ist weltweit möglich - allerdings nur vom eigenen Anschluss aus kostenlos.

    Die Anrufweiterschaltung ermöglicht es, Anrufe zu einem anderen Anschluss weiterzuleiten. Dabei kann zwischen verschiedenen Weiterleitungen - bei "Nichtmelden", bei "Besetzt" oder "sofort" - gewählt werden. Das neu eingeführte und durchaus interessante Feature Parallelruf ist leider nicht in der Grundgebühr enthalten.

    Gleichzeitig dürfen sich Bestandskunden der Telekom-Optionstarif CityPlus, CityWeekend, Select 5/10, Select 5/30 bzw. T-Net 200 und T-Net 300 freuen. Ursprünglich sollten diese zum 1. Oktober eingestellt werden, doch hierbei gibt es Verzögerungen. Einen neuen Termin für die Produkteinstellung gibt es noch nicht.

    Kunden, die selbst aktiv von einem der genannten Tarife, die nicht mehr vertrieben werden, in einen anderen Tarif wechseln möchten, haben hierzu aber jederzeit die Möglichkeit. Für die verbleibenden Kunden in den Alt-Tarifen ist nun eine schrittweise Migration zu den neuen Produkten des Bonner Ex-Monopolisten im Gespräch.


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