- Änderungen bei der Tarifabfrage
Wie bereits im letzten Newsletter kurz angedeutet, haben wir
aufgrund des Ergebnisses einer Leserumfrage die Standards für
unsere Tarifabfrage geändert. Anders als bisher werden künftig
nur noch solche Angebote gelistet, die im
Minutentakt oder besser abrechnen. Angebote mit dem
wenig transparenten Verbindungsentgelt haben wir
ebenfalls standardmäßig ausgeschlossen.
Hintergrund der Entscheidung ist zunehmender Wildwuchs,
wie Angebote, die in Vielfachen von vier oder fünf Minuten
abrechnen, oder gar 10 Minuten "Mindestnutzung" fordern. Diese
blockieren oft die ersten Plätze der Tarifdatenbank-Ergebnisse,
obwohl sie für die Mehrzahl der Leser uninteressant sind, wie
die Umfrage ergab.
Auf Wunsch können die schlechteren Angebote wieder eingeblendet
werden. Folgen Sie dazu jeweils den Links "Schlechtere Taktung
zulassen" oder "Tarife mit Verbindungsentgelt zulassen".
Wie sich die ungünstige Abrechnung negativ auf
Ihre Telefonrechnung auswirken kann, haben wir zudem
in unserem aktuellen Abrechnungs-Special umfangreich
erläutert. Dieses finden Sie unter der Adresse
http://www.teltarif.de/takt/ .
- GMX: keine Abzocke über 01803-Nummer
Anfang Oktober ist GMX als
Internet-Provider gestartet. Nähere Informationen
zu den Tarifen finden Sie in unserer Meldung unter
http://www.teltarif.de/s/s8809.html .
Zur Unterstützung der Kunden gibt es einen technischen Support,
der über eine 01803-Nummer zu erreichen ist. Die Telefonkosten
betragen 9 Cent pro Minute. Für eine erfolgreiche Beratung
fallen jedoch pauschal 4,60 Euro zusätzlich an.
In anderen Medienberichten hieß es vorgestern, GMX umgehe
damit die freiwillige Preisempfehlung der Regulierungsbehörde
für 01803-Nummern, da pro Anruf 4,60 Euro berechnet würden.
Das ist jedoch falsch: Abgerechnet wird der Erfolgsbonus jedoch
nicht über die Telekom-, sondern über die GMX-Rechnung. Kann dem
Nutzer nicht geholfen werden, fallen nur die Telefonkosten an,
und die Beratungspauschale entfällt. Damit ist der Weg von
GMX in mancher Hinsicht kundenfreundlicher, als die oft für
den technischen Service verwendeten 0190-Hotline-Nummern:
bezahlt wird nur für eine erfolgreiche Beratung. Zieht sich ein
Beratungsgespräch in die Länge, ist die GMX-Variante auch deutlich
preisgünstiger, als eine 0190-8-Hotline. Kann das Problem
jedoch schnell gelöst werden, wäre die zeitabhängige Abrechnung
billiger. Und Streit darüber, ob GMX die Erfolgspauschale zu
Recht berechnet hat, ist geradezu vorprogrammiert. Am
kundenfreundlichsten wäre sowieso eine Hotline ohne große Gebühren.
Unabhängig davon, ob GMX mit dem Modell Erfolg haben wird:
Die Meldung, dass GMX eine 0180er Hotline eingeführt hat, die
0190er Preise kostet, war zum Glück eine Ente. Ein Verweis
an die GMX-Hotline erfolgt zudem erst dann, wenn eine Hilfe
per E-Mail nicht erfolgreich war.
- Tarifänderungen über Tarifänderungen
Diese Woche gab es auch wieder eine Reihe an Tarifänderungen.
So kostet bei Telestunt
(0190 076) die Nebenzeit, die täglich von 18 bis
9 Uhr dauert, seit gestern wieder 2,6 Cent statt
1,6 Cent pro Minute. Der Minutenpreis in der Hauptzeit
bleibt unverändert bei 2,8 Cent pro Minute.
Besonders frühzeitig gibt jeweils der Anbieter
01081 Telecom seine neuen Preise bekannt.
Dadurch wissen wir heute schon, dass Festnetzgespräche
ab kommenden Montag, 14. Oktober, 2,5 Cent pro
Minute kosten sollen. Auch bei zwei Auslandszielen gibt es
eine Erhöhung. Der Preis für Telefonate in das Festnetz von
Norwegen und Frankreich steigt von 2 Cent auf 3,5 Cent
pro Minute.
Dauerhafte Tarifänderungen haben auch die Anbieter Junior
Telecom (0190 051), Telekommunikation mit 01039 und
smart79 (0190 079) bekannt gegeben. Wie so oft sind
auch wieder einige Spitzenplätze in den Tariftabellen dabei.
Junior Telecom belegt diese zum Beispiel bei Gesprächen nach
Kasachstan, Ungarn, Kroatien oder Litauen.
01039 hat zudem für einige Ziele die ungünstige
Zwei-Minuten-Taktung wieder abgeschafft, so dass zum Beispiel
Gespräche ins ägyptische Festnetz oder in die britischen
Mobilnetze wieder im Minutentakt abgerechnet werden.
Kurz vor Redaktionsschluss des Newsletters trudelten noch insgesamt
fünf Tarifänderungen von Töchtern der 01051
und der 01058 Telecom ein.
Die Details können Sie unserer Meldung
http://www.teltarif.de/s/s8995.html
entnehmen.
Wie immer können Sie alle
Tarifänderungen über unsere Tarifabfrage unter
http://www.teltarif.de/standard.html
abfragen.
- T-Net 100 bereits ab 1. November teurer?
Bereits im September hatten wir berichtet, dass der
T-Net 100-Anschluss
im kommenden Jahr teurer werden soll. Mittlerweile hat sich
jedoch herausgestellt,
dass es die Deutsche Telekom
offensichtlich noch ein wenig
eiliger hat mit der Tariferhöhung. Mehrfache Nachfragen bei der
Hotline ergaben, dass
sich der Grundpreis für T-Net 100 bereits am
1. November auf 16,99 Euro
erhöhen wird. Im Gegenzug soll dann die T-Net-Box, der
Anrufbeantworter im Netz, im
Grundpreis enthalten sein.
Zunächst sind von der Grundgebührerhöhung nur Neukunden
betroffen. Bestandskunden,
die bereits einen T-Net 100-Anschluss haben, zahlen noch bis
Februar 2003 den alten
Preis. Eine offizielle Stellungnahme der Telekom war am
gestrigen Tage nicht zu erhalten.
Uns wurde jedoch eine Pressemitteilung für den heutigen Tag
angekündigt. Sobald diese vorliegt, werden wir selbstverständlich
aktuell auf
http://www.teltarif.de/ berichten.
- Änderungen bei zwei Internettarifen von GKAS
Der Butzbacher Internetprovider GKAS hat
Veränderungen
bei den Tarifen Aalara und 1net4you business bekannt gegeben: Ab
morgen,
11. Oktober, entfällt beim Tarif
Aalara
das Einwahlentgelt, das bis dahin mit 3,89 Cent pro Einwahl
zu Buche
schlägt. Im Gegenzug kostet die Onlineminute künftig rund um die
Uhr 1,38 Cent,
abgerechnet im Minutentakt. Bisher wurden werktags von 8 bis
18 Uhr
1,17 Cent und in der restlichen Zeit 1,39 Cent pro
Minute fällig.
Die Einwahlnummer bleibt weiterhin die 01925 6250,
Benutzername und Kennwort
sind ebenfalls unverändert "aalara".
Die zweite Änderung betrifft den Tarif
1net4you business. Bei diesem
ändert sich zum 15. Oktober, also nächsten Dienstag, die
Einwahlnummer von bisher
019161 zu 01925 6253. Die Einwahldaten sowie die
Tarifierung bleiben
unverändert und können unserer entsprechenden Tarifseite unter
http://www.teltarif.de/a/gkas/business.html
entnommen werden.
Für beide Tarife ist eine optionale Einwahlsoftware mit
integriertem Schutz
vor Dialern erhältlich, die vom Anbieter auf seinen Webseiten
unter
http://www.gkas.de/ kostenlos
zum Download
zur Verfügung gestellt wird. Den Dialerschutz haben wir allerdings
noch nicht getestet. Erfahrungsgemäß werden einige Dialer immer
trickreicher, so dass man sich auf ein solches Providertool alleine
nicht verlassen sollte.
- Rufnummern-Portierung: Kosten und Folgen
Ab November ist es endlich soweit: Mobilfunkkunden haben dann die
Möglichkeit, auch bei einem Wechsel in ein anderes Mobilfunknetz
ihre Rufnummer zu behalten. Viele Details sind noch
ungeklärt, doch immerhin
kristallisiert sich
so langsam heraus, was die einzelnen Provider für den Dienst
verlangen werden.
Nach Presseberichten wird der Service bei
T-Mobile die wechselfreudigen Kunden
einmalig
24,95 Euro kosten. Damit bewegt sich T-Mobile in der
Größenordnung von
Vodafone, die einen Preis um die 30 Euro
angekündigt haben. Klar ist damit
eines:
Die großen Netzbetreiber werden deutlich mehr verlangen als die
kleineren Konkurrenten. o2 hat sich zwar
noch nicht
eindeutig festgelegt, nennt aber eine Spanne zwischen 8 und
12 Euro.
Auch von E-Plus gibt es noch keine
konkreten
Aussagen, aber man werde eher bei dem Preisniveau von o2
liegen.
Ob hier das letzte Wort gefallen ist, wird sich zeigen. Die
Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation hat bereits
angedeutet, dass sie gegen überhöhte Wechselgebühren vorgehen
werde. Die kleineren Netzbetreiber, die hoffen, beim Wechseln
mehr Neukunden aufzunehmen als Altkunden zu verlieren, könnten
gegen überhöhte Gebühren wegen Wettbewerbsbehinderung klagen.
Unklar ist auch noch, von wem die Wechselgebühren getragen
werden müssen.
Muss dafür der wechselwillige Kunde selbst aufkommen oder wird
dieser Betrag
von dem neuen Provider übernommen?
Spannend ist auch, welche Folgen die Rufnummernportierung auf
die
Mobilfunktarife ausüben wird. Die Hamburger Unternehmensberatung
Putz &
Partner
geht davon aus, dass durch die Möglichkeit der
Rufnummern-Mitnahme der
Wettbewerb verschärft wird. Damit soll mobiles Telefonieren
in den kommenden zwei Jahren um bis zu 20 Prozent günstiger
werden. Nähere Details der Studie können Sie unter
http://www.teltarif.de/s/s8974.html
nachlesen. Wir vom teltarif-Team sind jedoch pessimistischer, und
erwarten nicht, dass die Möglichkeit des Wechsels mit Rufnummer zu
einer großen Preisspirale führen wird.
- Vodafone und T-Mobile schalten Netze für Handydienst MMS zusammen
Bislang konnten Multimedia-Nachrichten (MMS) nur netzintern ihren
Adressaten
erreichen. Doch jetzt haben T-Mobile und
Vodafone D2 auch den Versand und
Empfang
netzübergreifender MMS-Botschaften
realisiert.
Ganz billig ist der Spaß allerdings nicht. Vodafone verlangt
für eine
netzübergreifende MMS bis zu einer Größe von 30 Kilobyte
49 Cent.
Netzintern zahlt man für die gleiche Datenmenge "nur" 39 Cent.
Eine
Mitteilung mit einer Größe zwischen 30 und 100 Kilobyte
kostet
1,19 Euro, während man netzintern 99 Cent zahlt.
Vodafone weist darauf hin, dass der MMS-Empfang kostenlos ist.
Das gilt
auch für Mitteilungen, die aus Fremdnetzen empfangen wurden.
Im Gegensatz zu Vodafone D2 erhebt der Marktführer unter den
deutschen
Mobilfunk-Netzbetreibern, T-Mobile,
derzeit keine
Aufschläge für den Versand von MMS-Nachrichten in Fremdnetze.
Das heißt,
eine MMS mit bis zu 30 Kilobyte Datenvolumen
kostet
39 Cent, größere Messages mit 30 bis 100 Kilobyte
Datenvolumen sind
für 99 Cent zu haben.
Zu bedenken ist, dass es sich bei den derzeitigen
MMS-Preisen von
T-Mobile generell um
Einführungsangebote handelt, die
zunächst bis Ende Oktober gelten. Bleibt also abzuwarten,
inwieweit sich die
Preisgestaltung ab November ändert. Es würde aber nicht
verwundern, wenn sich die MMS-Preise der beiden großen
Netzbetreiber in den nächsten Monaten angleichen.
Falls der MMS-Empfänger kein MMS-fähiges Handy hat, schicken
beide Provider stattdessen eine SMS.
Diese SMS beinhaltet einen Internet-Link,
unter dem man die Bild- und Textbotschaft abrufen kann.
Nachteil: T-Mobile
speichert die MMS nur drei Tage, Vodafone sogar nur zwei Tage im
Internet.
Wer seine Mitteilung später abrufen möchte, hat das Nachsehen.
- E-Plus: Aktionstarif für Hauptstädter, nähere Details
Bereits in unserem letzten Newsletter
hatten wir kurz über den Aktionstarif von
E-Plus berichtet, der seit Monatsbeginn in
Berlin vermarktet wird. Inzwischen liegen nähere Informationen
zu diesem Angebot vor, das zunächst bis Jahresende in Berliner
E-Plus-Shops, und bei ausgewählten Händlern in der
Bundeshauptstadt erhältlich ist.
Gespräche ins deutsche Festnetz kosten rund um die Uhr
3 Cent pro
Minute, Telefonate in die Mobilfunknetze (auch zu E-Plus)
werden rund
um die Uhr mit 29 Cent pro Minute berechnet. Die eigene
Mailbox ist
kostenlos anwählbar. Für Datenverbindungen ins Festnetz,
zur E-Plus-Internet-Einwahl und für die
WAP-Nutzung
fallen 10 Cent pro Minute an, sonstige Datenanrufe in die
Handynetze
werden - wie die Sprachverbindungen - mit 29 Cent pro Minute
tarifiert.
Der Versand einer SMS kostet -
unabhängig davon,
in welchem Netz der Empfänger telefoniert - 19 Cent.
Nachteile des
Tarifs: Alle Gespräche werden im Minutentakt abgerechnet, und
Rufumleitungen
sind - außer zur eigenen Mailbox - generell kostenpflichtig. Im
Gegensatz
zu den E-Plus-Professional-Tarifen werden somit auch netzinterne
Umleitungen und Umleitungen ins Festnetz berechnet.
Noch unklar ist, wie es mit dem Berlin-Tarif nach der
dreimonatigen
Testphase, die zum 31. Dezember endet, weitergeht. Kunden,
die das
Angebot jetzt wahrnehmen, können den Tarif in jedem Fall auch
nach dem Ende
der Testphase behalten. Bestandskunden, die in den Berlin-Tarif
wechseln,
zahlen hierfür eine einmalige Umstellungsgebühr von
24,95 Euro.
- Probleme mit dem SMS-Ticket der BVG
Im Oktober gibt es in Berlin einen Feldversuch von
E-Plus und den Berliner Verkehrsbetrieben
(BVG). Alle E-Plus-Vertragskunden können ein Einzelticket oder
eine Tageskarte für die U-, S- und Straßenbahn sowie den Bus
per SMS bestellen. Den Angaben zufolge
soll innerhalb kürzester Zeit das HandyTicket auf das
Handy geschickt werden. Die Kurznachricht enthält Angaben zur
Gültigkeit und eine Ticket-ID. Ausführliche Informationen zu dem
Versuch finden Sie unter
http://www.teltarif.de/s/s8937.html .
teltarif hat das Angebot zweimal getestet, doch in beiden
Fällen
warteten wir sehr lange auf unsere Fahrkarte. Die Zustellung der
Antwort-SMS dauerte jeweils über 13 Stunden. Gültig war der
Fahrausweis jeweils eine Minute nach der Absendung der
Bestell-SMS, bis zu zwei Stunden nach der Anforderung. Der
SMS-Fahrschein war also jeweils bereits abgelaufen, noch bevor
wir ihn in Händen hielten.
In beiden Fällen fuhren wir ohne Ticket los, und wurden glücklicherweise
nicht kontrolliert. Denn ohne gültiges
Ticket ist man in den Augen der Kontrolleure erstmal ein
Schwarzfahrer, selbst dann, wenn einen halben Tag später doch noch
die SMS ankommt.
Um auf der sicheren Seite zu sein, bliebe nur der Kauf einer zweiten
Fahrkarte, wenn die SMS nicht pünktlich kommt. Doch was wenn die
Ticket-SMS dann auch auf der nächsten Mobilfunkrechnung berechnet
wird? Um letzteres zu verhindern,
bleibt dem Nutzer ein Anruf bei der Hotline der BVG nicht
erspart, die sich bezüglich derartiger Probleme zur Zeit kulant
verhält, und die Stornierung verspricht.
Wenn die Ticket-SMS gar nicht ankommt, steht der Kunde aber
auf verlorenem Posten, da ohne die Ticket-ID keine Gutschrift
erfolgt. Eine ausführliche Beschreibung des ersten teltarif-Versuchs
ist im News-Bereich zu finden:
http://www.teltarif.de/s/s8971.html .
.
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