Newsletter 39/02 vom 26.09.2002
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 26.09.2002 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Call by Call über 118-Nummern vorerst gestoppt
  2. Comnet startet Preselection-Angebot
  3. Kostenpflichtige Rückrufe tricksen 0190-Sperren aus
  4. Gerichtsurteil: Keine Zahlung der Rechnung nach Download von Dialer-Software
  5. Neue DSL-Angebote von Tiscali und call2surf
  6. Weitere Details zur Rufnummernportierung im Mobilfunk
  7. Mit der SMSCARD Kurzmitteilungen über WAP verschicken
  8. Jagdsaison: Mobil-Aktion bei debitel
  9. Bezahlen mit dem Handy - Vodafone startet m-pay
  10. Neuer Service bei teltarif.de: Der Tarifrechner für die Westentasche
  1. Call by Call über 118-Nummern vorerst gestoppt

    Kaum gestartet und schon wieder vorbei: Am vergangenen Freitag teilte die 01058 Telecom AG mit, dass sie vom Wettbewerber 01081 Telecom AG für den den Dienst 11858 Direct Call abgemahnt wurde und eine Einstweilige Verfügung ins Haus geflattert sei. Aus diesem Grund würde 11858 Direct Call vorerst eingestellt. Über diesen Dienst war es möglich, mittels einer "direkten Weitervermittlung" Call-by-Call-Gespräche zu führen.

    Die Pressesprecherin von 01081 sagte, dass ihr Unternehmen den Missbrauch von Auskunftsnummern für Call-by-Call-Dienste nicht dulden möchte. Zudem sei man der Ansicht, dass Call by Call nur mittels 010-Nummern erfolgen solle.

    Sascha Zimmermann von 01058 teilte teltarif.de gegenüber mit, dass man den Dienst zwar vorerst abstellen werde. Man halte diese Art des Call by Call jedoch weiterhin für interessant und werde deshalb "alle Mittel & Wege einsetzen, um den Dienst so schnell wie möglich wieder bereitstellen zu können!"

    Interessant dürfte es in der Tat werden, wie hier die Gerichte entscheiden. 01058 sieht die Verwendung der 118-Nummer für die "direkte Weitervermittlung" als regelkonform an. Auch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) äußerte erst einige Stunden zuvor auf Anfrage, dass die direkte Weitervermittlung - sprich, das direkte Wählen von Teilnehmernummern nach der Anwahl der 118-Nummer - nicht verboten sei, man habe aber "ein direktes Ohr am Markt".

    Interessant ist auch, dass auch die 01051 Telecom AG den Dienst 11856 ConnectDirect fast zeitgleich eingestellt hat. Die beiden Auskunftsdienste (11858 und 11856) sind allerdings weiterhin nutzbar.

  2. Comnet startet Preselection-Angebot

    Der MCI WorldCom-Reseller Comnet, startet zum 1. Oktober ein neues Preselection-Angebot. Ferngespräche in das deutsche Festnetz kosten 3,4 Cent pro Minute und in die Mobilfunknetze werden 20,4 Cent pro Minute fällig. Die übrigen Preise entsprechen denen des Call-by-Call-Tarifs ComnetBasic. Alle Geschpräche werden im Sekundentakt abgerechnet.

    Eine Besonderheit ist, dass die ersten 100 Gespräche im Monat, ausgenommen sind Verbindungen in das deutsche Mobilfunknetz und zu Sonderrufnummern, unter 20 Sekunden Länge kostenlos sind.

    Comnet bietet bisher Call-by-Call mit Anmeldung und Calling Card-Produkte an.

  3. Kostenpflichtige Rückrufe tricksen 0190-Sperren aus

    Der Erfindungsreichtum in der Mehrwertbranche treibt interessante Blüten, wenn es um die Erschließung neuer Einnahmemöglichkeiten geht: Auf der Telefonrechnung können auch Gebühren dafür erscheinen, dass man angerufen wurde. Wie das Computermagazin c't berichtet, haben die Mehrwertdienst-Anbieter eine neue Masche entdeckt.

    Aus amerikanischen Filmen sind sie als "R-Gespräche" bekannt - Gespräche, bei denen der Angerufene die Kosten trägt. Diese gibt es nun auch in Deutschland. Der Service-Gedanke steht allerdings im Hintergrund, in erster Linie stellt der gebührenpflichtige Rückruf eine Einnahmequelle für Telefongesellschaften dar. Über eine kostenfreie 0800-Rufnummer oder das Internet gibt man die Nummer eines Anschlusses an, auf dem man einen Rückruf wünscht. Dieser erfolgt nach Angaben von c't zu 0190-Konditionen, ohne dass die Identität des Anrufers überprüft wird.

    Bislang genügte es, bestimmte Rufnummernblöcke für abgehende Anrufe zu sperren. Mit dem Rückruf umgehen diese Anbieter nun sämtliche Sperren. Dadurch können erhebliche Kosten für ankommende Anrufe entstehen. Dafür gibt es keinerlei Sperrmöglichkeit.

    Was für Verbraucher keine Vorteile bietet, eröffnet Abzockern ungeahnte Möglichkeiten. Da die Daten kostenfreier Anrufe nach den datenschutzrechtlichen Vorschriften nicht gespeichert werden, lässt sich nicht ermitteln, wer den Anruf bestellt hat. Potenzielle Opfer sind die Eigentümer von Telefonanschlüssen an leicht zugänglichen Orten, beispielsweise in Vereinsheimen. Aber auch Firmen und Behörden sind betroffen.

    Bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) prüft man den Fall in rechtlicher Hinsicht, jedoch bislang ohne Ergebnis. Auch die Freiwillige Selbstkontrolle für Telefonmehrwertdienste (FST) will sich dieser Problematik demnächst annehmen. Die bisher bekannten Anbieter solcher Rückrufdienste, Prompt und Extracom, sind allerdings keine Mitglieder der FST, weshalb der FST-Kodex für sie ohnehin nicht gilt. "Momentan ist man vor 0190-Abzockern nur dann wirklich sicher, wenn man ganz auf einen Telefonanschluss verzichtet," fasst c't-Redakteur Urs Mansmann die Situation zusammen.

  4. Gerichtsurteil: Keine Zahlung der Rechnung nach Download von Dialer-Software

    Ein Surfer, der sich einen Dialer beim Surfen im Internet heruntergeladen hatte und am Ende eine Rechnung über 1 250 Euro präsentiert bekam, muss diese nicht zahlen. Der Dialer hatte sich als Standardverbindung installiert und jede der folgenden Einwahlen in das Internet erfolgte über eine 0190-Nummer.

    Das Amtsgericht Freiburg hat die Klage der Telefongesellschaft auf Zahlung abgewiesen. Es entsprach der Argumentation des Kunden, dass die ihm in Rechnung gestellten Vergütungen für Mehrwertdienste über 0190-Nummern nicht auf Grund eines bewussten und gewollten Einwählverhaltens über seinen Internetzugang entstanden sind. Für einen Vertragsabschluss mit der Telefongesellschaft reiche es nicht aus, wenn nach dem Download der Zugangssoftware ein Hinweis auf erhöhte Minutenpreise erfolge. Durch die Installation als Standardverbindung sei es offensichtlich, dass es an übereinstimmenden Willenserkärungen als Voraussetzung eines wirksamen Vertragsschlusses fehle, so dass Urteil des Amtsgerichtes Freiburg vom 11. Juni 2002 (Az.: 11 C 4381/01). Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, teilte www.dialerundrecht.de letzten Donnerstag mit.

    Hintergrundinformationen zu der Dialer-Problematik finden Sie auf unser Infoseite unter http://www.teltarif.de/i/dialer.html .

  5. Neue DSL-Angebote von Tiscali und call2surf

    Tiscali bietet ab Oktober eine DSL-Flatrate für einen monatlichen Grundpreis von 19,99 Euro an. Es fällt keine Einrichtungsgebühr an und es gibt keine Mindestvertragslaufzeit. Tiscali-Kunden können jeweils zum Monatsende kostenlos zwischen allen angebotenen DSL-Tarifen wechseln. Neben der Flatrate gibt es die Volumentarife DSL 500, DSL 1000 und DSL 2000. Der Preis pro Megabyte sinkt ab Oktober von 2,55 Cent auf 1,49 Cent. Es gilt jeweils eine Kündigungsfrist von einem Monat. Nähere Details zu dem Angebot von Tiscali finden Sie in der entsprechenden Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s8876.html .

    call2surf bietet ebenfalls einen neuen Flatrate-Tarif an. Bei diesem werden abhängig von der gewünschten Mindestvertragslaufzeit zwischen 19,99 und 24,49 Euro pro Monat Grundgebühr fällig.

    Die Voraussetzung für die Nutzung der beiden Angebote ist ein DSL-Zugang über die Deutsche Telekom. Tiscali realisiert den Zugang über ein eigenens Netzwerk, call2surf nutzt das Netzwerk von Mediaways.

  6. Weitere Details zur Rufnummernportierung im Mobilfunk

    Ab dem 1. November können Mobilfunkkunden ihre Rufnummer auch dann behalten, wenn sie zu einem anderen Netzbetreiber oder Provider wechseln. Hutchison Telecom bietet inzwischen als erster Provider Verträge an, bei denen die Telefonnummer aus einem anderen Vertrag übernommen wird.

    Zum Tragen kommt die Regelung naturgemäß erst ab November - das heißt, der neue Vertrag kann zwar schon jetzt abgeschlossen werden, die alte Nummer wird aber erst ab dem Stichtag 1. November übernommen werden. Mindestens bis dahin muss das alte Vertragsverhältnis bestehen, sonst kann die Nummer nicht "gerettet" werden.

    Generell gilt: Rufnummernportierungen sind nur jeweils zum Vertragsende möglich. Man kann also nicht aus einem laufenden Vertrag aussteigen. Der Vertrag wird beim bisherigen Netzbetreiber oder Provider gekündigt. Anschließend schließt man beim neuen Anbieter den neuen Vertrag an.

    Grundsätzlich ist die Mitnahme der Handynummer auch für Prepaidkunden möglich. Derzeit ist allerdings noch unklar, welche Provider dies in welcher Form anbieten werden. Bei Vodafone ist im Gespräch, generell auch Portierungen von Prepaid-Nummern zu ermöglichen, o2 bietet den Service vorerst nur für Postpaid-Kunden an. E-Plus will Wertkarten-Kunden anderer Netzbetreiber übernehmen, wenn sie ein festes Vertragsverhältnis eingehen.

    Quam hat sich aus dem Projekt Rufnummernportierung komplett zurückgezogen. Damit ist unklar, was mit Quam-Telefonnummern nach Auslaufen der Verträge passiert. Kurzfristiger Handlungsbedarf besteht freilich nicht, da die ersten Verträge erst im November letzten Jahres abgeschlossen wurden und somit noch eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

    Auch die Kosten für die Mitnahme der Handynummer zu einem neuen Diensteanbieter sind wenige Wochen vor dem Start noch unklar. Vodafone-Pressesprecher Heiko Witzke wird in der Presse zitiert, die Gebühr bewege sich "in der Größenordnung von 30 Euro". Diese Gebühr decke die Kosten, die für den Providerwechsel anfallen. o2 geht dagegen von deutlich niedrigeren Wechselgebühren aus. Weitere Informationen finden Sie in unserer Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s8894.html .

  7. Mit der SMSCARD Kurzmitteilungen über WAP verschicken

    bluecom bietet ab sofort eine Guthabenkarte für den SMS-Versand an. Voraussetzung für die Nutzung ist der Besitz eines WAP-fähigen Handys. Die Karten gibt es in drei Preiskategorien: Mit der 5 Euro-Karte können 33 SMS zum Stückpreis von 15 Cent verschickt werden, die 10 Euro-Karte bietet 71 SMS zum Preis von 14 Cent und die 25 Euro-Karte 190 SMS zum Preis von 13 Cent.

    Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, Flash-SMS zu verschicken. Flash-SMS landen direkt auf dem Display des Empfängers und werden bisher von keinem Mobilfunkbetreiber angeboten. Bestellt werden kann die SMSCARD online unter www.bluesms.de. Es kann per Überweisung oder Paybox bezahlt. Die Einwahl erfolgt über eine 0800-Nummer, so dass keine Verbindungskosten anfallen. Weitere Informationen zu dem Angebot finden Sie in unserer Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s8901.html .

  8. Jagdsaison: Mobil-Aktion bei debitel

    Seit dem 23. September gibt es unter dem Motto "Jagdsaison" eine Aktion bei debitel. Ein Aktionsangebot ist das Siemens C55. Dieses Handy bietet unter anderem Instant Messaging, extralange SMS mit bis zu 760 Zeichen sowie EMS. Das Gerät kostet zwischen 29 und 19 Euro bei Abschluss eines Vertrags mit 24 Monaten Laufzeit. Für eher design-orientierte Kunden ist das Nokia 7210 gedacht. Dieses Handy kostet bei Abschluss eines Vertrages mit 24 Monaten Laufzeit allerdings noch zwischen 299 und 349 Euro.

    Zusätzlich zur neuen Hardware bietet die "Jagdsaison" debitel-Neukunden als Startgeschenk die freie Auswahl zwischen sechs Monaten Grundpreisbefreiung, einmalig 150 WAP-Freiminuten, 150 SMS oder 25 Euro Gesprächsguthaben bei Vertragsabschluss an.

    Ein weiteres Schmankerl bietet die Herbstaktion den Spielern unter den Telefonierern: Auf dem Aktionshandy Siemens C55 ist das Java-Spiel der "Schützenkönig" bereits vorinstalliert. Für alle anderen java-fähigen Handys gibt es das Spiel unter www.debitel.de/jagdsaison als kostenlosen Download. Für die Besitzer der Nokia-Geräte 7210, 6310i und 7650 gibt es auch eine Farbversion. Der "Schützenkönig" kann natürlich auch im Internet gespielt werden. Die besten drei Spieler unter den Internet-Teilnehmer können einen Highspeed PC, eine aktuelle Digicam oder das neue Siemens C55 inklusive Javaspiel gewinnen.

  9. Bezahlen mit dem Handy - Vodafone startet m-pay

    Vodafone hat den Bezahldienst "m-pay" für Rechnungen bis 10 Euro eingeführt. Für den neuen Service bedarf es keiner Anmeldung, Vodafone-Kunden können m-pay automatisch nutzen. CallYa-Kunden müssen berücksichtigen, dass genug Guthaben auf dem CallYa-Konto verfügbar ist.

    Mit dem Angebot m-pay können Rechnungen in Web- und WAP-Shops angeschlossener Händler bezahlt werden. Beim Shoppen per WAP wird der Nutzer automatisch über seine Mobilfunknummer identifiziert und bestätigt eine Transaktion nur noch "per Klick". Kauft er im Internet ein, gibt der Nutzer seine Handynummer ein und erhält daraufhin einen einmalig gültigen Code per SMS zugeschickt. Diesen muss er dann in das dafür vorgesehene Feld eingeben und den Kauf damit bestätigen.

    Dem neuen Service, der von T-Mobile mitentwickelt wurde, sollen sich auch die Spanische Telefónica und die France Télécom-Tochter Orange anschließen. Die Verhandlungen darüber befänden sich im "fortgeschrittenen Stadium". Zusammen erreichen die vier Unternehmen 220 Millionen Kunden.

  10. Neuer Service bei teltarif.de: Der Tarifrechner für die Westentasche

    Durch die Nutzung von Call-by-Call-Vorwahlen lassen sich Telefongebühren erfolgreich senken. Zahlreiche Sonderangebote und häufig wechselnde Preise der Anbieter erfordern jedoch einen regelmäßigen Blick in die Tariftabellen. In Zusammenarbeit mit der Delineo AG bieten wir jetzt auch für Nutzer von PDAs und Organizern eine kleine, effiziente Hilfestellung an: Das Tool "CallByCall" für alle PalmOS-Nutzer.

    Mit dem Tool "CallByCall" können die Nutzer unabhängig von einer vorhandenen Onlineverbindung jederzeit die günstigsten Tarife für innerdeutsche Fern- und Mobilfunkgespräche, Anrufe nach Großbritannien, Frankreich und in die USA sowie den billigsten Internet-by-Call-Anbieter abfragen. Sollte der günstigste Anbieter überlastet sein, so bietet "CallByCall" zudem eine Liste der nächsten drei Anbieter jeweils mit Anbietername, Netzkennziffer und Minutenpreis.

    Das kleine rund 40 kB große Programm kann von der neu erstellten Infoseite unter http://www.teltarif.de/i/palminfo.html heruntergeladen werden. Zum Download der Software ist die Angabe einer gültigen E-Mailadresse erforderlich, an die automatisch Updates mit den neuen Tarifen sowie aktuelle Informationen zum deutschen Telefonmarkt in Form des wöchentlichen Newsletters versendet werden.


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