- Call by Call über 118-Nummern vorerst gestoppt
Kaum gestartet und schon wieder vorbei: Am vergangenen Freitag
teilte die
01058 Telecom AG mit, dass sie vom
Wettbewerber
01081 Telecom AG für den den Dienst 11858
Direct Call
abgemahnt wurde und eine Einstweilige Verfügung ins Haus
geflattert sei. Aus diesem
Grund würde 11858 Direct Call vorerst eingestellt. Über diesen
Dienst war es
möglich, mittels einer "direkten Weitervermittlung"
Call-by-Call-Gespräche zu führen.
Die Pressesprecherin von 01081 sagte, dass ihr Unternehmen
den Missbrauch von
Auskunftsnummern für Call-by-Call-Dienste nicht dulden möchte.
Zudem sei man der
Ansicht, dass Call by Call nur mittels 010-Nummern erfolgen
solle.
Sascha Zimmermann von 01058 teilte teltarif.de gegenüber mit,
dass man den Dienst
zwar vorerst abstellen werde. Man halte diese Art des Call by
Call jedoch weiterhin
für interessant und werde deshalb "alle Mittel & Wege
einsetzen, um den Dienst
so schnell wie möglich wieder bereitstellen zu können!"
Interessant dürfte es in der Tat werden, wie hier die
Gerichte entscheiden.
01058 sieht die Verwendung der 118-Nummer für die "direkte
Weitervermittlung" als
regelkonform an. Auch die Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post (RegTP)
äußerte erst einige Stunden zuvor auf Anfrage, dass die direkte
Weitervermittlung -
sprich, das direkte Wählen von Teilnehmernummern nach der Anwahl
der 118-Nummer -
nicht verboten sei, man habe aber "ein direktes Ohr am
Markt".
Interessant ist auch, dass auch die 01051
Telecom AG den
Dienst 11856 ConnectDirect fast zeitgleich eingestellt hat. Die
beiden
Auskunftsdienste (11858 und 11856) sind allerdings weiterhin
nutzbar.
- Comnet startet Preselection-Angebot
Der MCI WorldCom-Reseller
Comnet,
startet zum 1. Oktober ein neues
Preselection-Angebot.
Ferngespräche in das deutsche Festnetz kosten 3,4 Cent pro
Minute und
in die Mobilfunknetze werden 20,4 Cent pro Minute fällig.
Die übrigen
Preise entsprechen denen des Call-by-Call-Tarifs
ComnetBasic.
Alle Geschpräche werden im Sekundentakt abgerechnet.
Eine Besonderheit ist, dass die ersten 100 Gespräche im
Monat, ausgenommen sind
Verbindungen in das deutsche Mobilfunknetz und zu
Sonderrufnummern, unter 20 Sekunden
Länge kostenlos sind.
Comnet bietet bisher Call-by-Call mit
Anmeldung
und Calling Card-Produkte an.
- Kostenpflichtige Rückrufe tricksen 0190-Sperren aus
Der Erfindungsreichtum in der Mehrwertbranche treibt interessante
Blüten, wenn es um
die Erschließung neuer Einnahmemöglichkeiten geht: Auf der
Telefonrechnung können
auch Gebühren dafür erscheinen, dass man angerufen wurde. Wie
das Computermagazin
c't
berichtet, haben die
Mehrwertdienst-Anbieter eine neue Masche entdeckt.
Aus amerikanischen Filmen sind sie als "R-Gespräche" bekannt
- Gespräche, bei
denen der Angerufene die Kosten trägt. Diese gibt es nun auch in
Deutschland. Der
Service-Gedanke steht allerdings im Hintergrund, in erster Linie
stellt der
gebührenpflichtige Rückruf eine Einnahmequelle für
Telefongesellschaften dar.
Über eine kostenfreie 0800-Rufnummer oder das Internet gibt man
die Nummer eines
Anschlusses an, auf dem man einen Rückruf wünscht. Dieser
erfolgt nach Angaben von
c't zu 0190-Konditionen, ohne dass die Identität des Anrufers
überprüft wird.
Bislang genügte es, bestimmte Rufnummernblöcke für abgehende
Anrufe zu sperren.
Mit dem Rückruf umgehen diese Anbieter nun sämtliche Sperren.
Dadurch können
erhebliche Kosten für ankommende Anrufe entstehen. Dafür gibt es
keinerlei
Sperrmöglichkeit.
Was für Verbraucher keine Vorteile bietet, eröffnet Abzockern
ungeahnte
Möglichkeiten. Da die Daten kostenfreier Anrufe nach den
datenschutzrechtlichen
Vorschriften nicht gespeichert werden, lässt sich nicht
ermitteln, wer den Anruf
bestellt hat. Potenzielle Opfer sind die Eigentümer von
Telefonanschlüssen an
leicht zugänglichen Orten, beispielsweise in Vereinsheimen. Aber
auch Firmen
und Behörden sind betroffen.
Bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
(RegTP) prüft
man den
Fall in rechtlicher Hinsicht, jedoch bislang ohne Ergebnis. Auch
die
Freiwillige Selbstkontrolle für Telefonmehrwertdienste (FST) will
sich dieser
Problematik demnächst annehmen. Die bisher bekannten Anbieter
solcher
Rückrufdienste, Prompt und
Extracom, sind allerdings keine
Mitglieder der FST,
weshalb der FST-Kodex für sie ohnehin nicht gilt. "Momentan ist
man vor
0190-Abzockern nur dann wirklich sicher, wenn man ganz auf einen
Telefonanschluss
verzichtet," fasst c't-Redakteur Urs Mansmann die Situation
zusammen.
- Gerichtsurteil: Keine Zahlung der Rechnung nach Download von Dialer-Software
Ein Surfer, der sich einen Dialer beim Surfen im Internet
heruntergeladen
hatte und am Ende eine Rechnung über 1 250 Euro
präsentiert bekam,
muss diese nicht zahlen. Der Dialer hatte sich als
Standardverbindung
installiert und jede der folgenden Einwahlen in das Internet
erfolgte über
eine 0190-Nummer.
Das Amtsgericht Freiburg hat die Klage der
Telefongesellschaft auf Zahlung
abgewiesen. Es entsprach der Argumentation des Kunden, dass die
ihm in
Rechnung gestellten Vergütungen für Mehrwertdienste über
0190-Nummern nicht
auf Grund eines bewussten und gewollten Einwählverhaltens über
seinen
Internetzugang entstanden sind. Für einen Vertragsabschluss mit
der
Telefongesellschaft reiche es nicht aus, wenn nach dem Download
der
Zugangssoftware ein Hinweis auf erhöhte Minutenpreise erfolge.
Durch die
Installation als Standardverbindung sei es offensichtlich, dass
es
an übereinstimmenden Willenserkärungen als Voraussetzung eines
wirksamen
Vertragsschlusses fehle, so dass Urteil des Amtsgerichtes
Freiburg vom
11. Juni 2002 (Az.: 11 C 4381/01). Das Urteil ist aber
noch
nicht rechtskräftig,
teilte
www.dialerundrecht.de
letzten Donnerstag mit.
Hintergrundinformationen zu der Dialer-Problematik finden Sie
auf unser
Infoseite unter
http://www.teltarif.de/i/dialer.html .
- Neue DSL-Angebote von Tiscali und call2surf
Tiscali bietet ab Oktober eine
DSL-Flatrate für einen
monatlichen Grundpreis von 19,99 Euro an. Es fällt keine
Einrichtungsgebühr an und es gibt keine Mindestvertragslaufzeit.
Tiscali-Kunden können jeweils zum Monatsende kostenlos zwischen
allen angebotenen DSL-Tarifen wechseln.
Neben der Flatrate gibt es die Volumentarife
DSL 500,
DSL 1000 und
DSL 2000. Der
Preis pro Megabyte sinkt ab Oktober von 2,55 Cent auf
1,49 Cent. Es gilt jeweils eine Kündigungsfrist von einem
Monat. Nähere Details zu dem Angebot von Tiscali finden Sie in
der entsprechenden Meldung unter
http://www.teltarif.de/s/s8876.html .
call2surf bietet ebenfalls einen
neuen
Flatrate-Tarif an. Bei diesem werden abhängig von der
gewünschten
Mindestvertragslaufzeit zwischen 19,99 und 24,49 Euro pro
Monat
Grundgebühr fällig.
Die Voraussetzung für die Nutzung der beiden Angebote ist ein
DSL-Zugang über die Deutsche Telekom.
Tiscali realisiert den Zugang über ein eigenens Netzwerk,
call2surf
nutzt das Netzwerk von Mediaways.
- Weitere Details zur Rufnummernportierung im Mobilfunk
Ab dem 1. November können Mobilfunkkunden ihre Rufnummer
auch dann behalten,
wenn sie zu einem anderen Netzbetreiber oder Provider wechseln.
Hutchison Telecom bietet inzwischen
als erster Provider
Verträge an, bei denen die Telefonnummer aus einem anderen
Vertrag übernommen wird.
Zum Tragen kommt die Regelung naturgemäß erst ab November -
das heißt, der neue
Vertrag kann zwar schon jetzt abgeschlossen werden, die alte
Nummer wird aber erst
ab dem Stichtag 1. November übernommen werden. Mindestens
bis dahin muss das
alte Vertragsverhältnis bestehen, sonst kann die Nummer nicht
"gerettet" werden.
Generell gilt: Rufnummernportierungen sind nur jeweils zum
Vertragsende möglich.
Man kann also nicht aus einem laufenden Vertrag aussteigen. Der
Vertrag wird beim
bisherigen Netzbetreiber oder Provider gekündigt. Anschließend
schließt man beim
neuen Anbieter den neuen Vertrag an.
Grundsätzlich ist die Mitnahme der Handynummer auch für
Prepaidkunden möglich.
Derzeit ist allerdings noch unklar, welche Provider dies in
welcher Form anbieten
werden. Bei Vodafone ist im Gespräch,
generell auch
Portierungen von Prepaid-Nummern zu ermöglichen,
o2 bietet den
Service vorerst nur für Postpaid-Kunden an.
E-Plus will
Wertkarten-Kunden anderer Netzbetreiber übernehmen, wenn sie ein
festes
Vertragsverhältnis eingehen.
Quam hat sich aus dem Projekt
Rufnummernportierung
komplett zurückgezogen. Damit ist unklar, was mit
Quam-Telefonnummern nach Auslaufen
der Verträge passiert. Kurzfristiger Handlungsbedarf besteht
freilich nicht, da die
ersten Verträge erst im November letzten Jahres abgeschlossen
wurden und somit noch
eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.
Auch die Kosten für die Mitnahme der Handynummer zu einem
neuen Diensteanbieter
sind wenige Wochen vor dem Start noch unklar.
Vodafone-Pressesprecher Heiko Witzke
wird in der Presse zitiert, die Gebühr bewege sich "in der
Größenordnung von
30 Euro". Diese Gebühr decke die Kosten, die für den
Providerwechsel anfallen.
o2 geht dagegen von deutlich niedrigeren Wechselgebühren aus.
Weitere Informationen
finden Sie in unserer Meldung unter
http://www.teltarif.de/s/s8894.html .
- Mit der SMSCARD Kurzmitteilungen über WAP verschicken
bluecom bietet ab sofort eine
Guthabenkarte für den SMS-Versand an. Voraussetzung für
die Nutzung ist der Besitz eines WAP-fähigen Handys.
Die Karten gibt es in drei Preiskategorien: Mit der
5 Euro-Karte können 33 SMS zum Stückpreis von
15 Cent verschickt werden, die 10 Euro-Karte
bietet 71 SMS zum Preis von 14 Cent und die
25 Euro-Karte 190 SMS zum Preis von 13 Cent.
Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, Flash-SMS zu
verschicken. Flash-SMS landen direkt auf dem Display des
Empfängers und werden bisher von keinem Mobilfunkbetreiber
angeboten.
Bestellt werden kann die SMSCARD online unter
www.bluesms.de. Es kann
per Überweisung oder Paybox
bezahlt. Die Einwahl erfolgt über eine 0800-Nummer, so
dass keine Verbindungskosten anfallen. Weitere Informationen
zu dem Angebot finden Sie in unserer Meldung unter
http://www.teltarif.de/s/s8901.html .
- Jagdsaison: Mobil-Aktion bei debitel
Seit dem 23. September gibt es unter dem Motto "Jagdsaison"
eine Aktion bei
debitel. Ein Aktionsangebot ist das
Siemens C55. Dieses Handy bietet unter anderem Instant
Messaging, extralange SMS mit bis zu 760 Zeichen sowie EMS.
Das Gerät kostet zwischen 29 und 19 Euro bei
Abschluss eines Vertrags mit 24 Monaten Laufzeit. Für eher
design-orientierte
Kunden ist das Nokia 7210 gedacht. Dieses Handy kostet bei
Abschluss eines Vertrages
mit 24 Monaten Laufzeit allerdings noch zwischen 299 und
349 Euro.
Zusätzlich zur neuen Hardware bietet die "Jagdsaison"
debitel-Neukunden als
Startgeschenk die freie Auswahl zwischen sechs Monaten
Grundpreisbefreiung, einmalig
150 WAP-Freiminuten, 150 SMS oder 25 Euro
Gesprächsguthaben bei Vertragsabschluss an.
Ein weiteres Schmankerl bietet die Herbstaktion den Spielern
unter den
Telefonierern: Auf dem Aktionshandy Siemens C55 ist das
Java-Spiel der
"Schützenkönig" bereits vorinstalliert. Für alle anderen
java-fähigen Handys gibt
es das Spiel unter
www.debitel.de/jagdsaison
als kostenlosen Download. Für die
Besitzer der Nokia-Geräte 7210, 6310i und 7650 gibt es auch eine
Farbversion. Der
"Schützenkönig" kann natürlich auch im Internet gespielt werden.
Die besten drei
Spieler unter den Internet-Teilnehmer können einen Highspeed PC,
eine aktuelle
Digicam oder das neue Siemens C55 inklusive Javaspiel gewinnen.
- Bezahlen mit dem Handy - Vodafone startet m-pay
Vodafone hat den Bezahldienst "m-pay"
für Rechnungen
bis 10 Euro eingeführt. Für den neuen Service bedarf es
keiner Anmeldung, Vodafone-Kunden können m-pay automatisch
nutzen.
CallYa-Kunden
müssen berücksichtigen, dass genug Guthaben auf dem CallYa-Konto
verfügbar ist.
Mit dem Angebot m-pay können Rechnungen in Web- und WAP-Shops
angeschlossener
Händler bezahlt werden. Beim Shoppen per WAP wird der Nutzer
automatisch über seine
Mobilfunknummer identifiziert und bestätigt eine Transaktion nur
noch "per Klick".
Kauft er im Internet ein, gibt der Nutzer seine Handynummer ein
und erhält daraufhin
einen einmalig gültigen Code per SMS zugeschickt. Diesen muss er
dann in das dafür
vorgesehene Feld eingeben und den Kauf damit bestätigen.
Dem neuen Service, der von T-Mobile
mitentwickelt wurde,
sollen sich auch die Spanische Telefónica und die France
Télécom-Tochter Orange
anschließen. Die Verhandlungen darüber befänden sich im
"fortgeschrittenen Stadium".
Zusammen erreichen die vier Unternehmen 220 Millionen
Kunden.
- Neuer Service bei teltarif.de: Der Tarifrechner für die Westentasche
Durch die Nutzung von Call-by-Call-Vorwahlen lassen sich
Telefongebühren
erfolgreich senken. Zahlreiche Sonderangebote und häufig
wechselnde
Preise der Anbieter erfordern jedoch einen regelmäßigen Blick in
die
Tariftabellen. In Zusammenarbeit mit
der
Delineo AG bieten wir jetzt
auch
für Nutzer von PDAs und Organizern eine kleine, effiziente
Hilfestellung
an: Das Tool "CallByCall" für alle PalmOS-Nutzer.
Mit dem Tool "CallByCall" können die Nutzer unabhängig von
einer
vorhandenen Onlineverbindung jederzeit die günstigsten Tarife für
innerdeutsche Fern- und Mobilfunkgespräche, Anrufe nach
Großbritannien,
Frankreich und in die USA sowie den billigsten
Internet-by-Call-Anbieter
abfragen. Sollte der günstigste Anbieter überlastet sein, so
bietet
"CallByCall" zudem eine Liste der nächsten drei Anbieter jeweils
mit
Anbietername, Netzkennziffer und Minutenpreis.
Das kleine rund 40 kB große Programm kann von der neu
erstellten
Infoseite unter
http://www.teltarif.de/i/palminfo.html
heruntergeladen werden. Zum Download der Software ist die Angabe
einer
gültigen E-Mailadresse erforderlich, an die automatisch Updates
mit den
neuen Tarifen sowie aktuelle Informationen zum deutschen
Telefonmarkt in
Form des wöchentlichen Newsletters versendet werden.
.
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