Newsletter 34/02 vom 22.08.2002
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 22.08.2002 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Ventelo GmbH startet mit 0190-0-Angebot
  2. CityDial bietet Alternative zur Deutschen Telekom
  3. Gratis-Städtetour, Auslandsaktionen und vieles mehr
  4. Junior Telecom erhöht Festnetztarif und senkt viele Auslandsziele
  5. Tropolys bietet ISDN-Flatrate für 19,50 Euro
  6. Durcheinander beim Easynet-Aktionstarif
  7. DSL-Neuigkeiten bei Arcor
  8. Spam-Mail mit gefälschtem teltarif.de-Absender unterwegs
  9. MobilCom: Wie lange noch?
  10. debitel: Günstigere Telefonate im Ausland
  11. Materna: Mit Microsoft-Client werden Handys MMS-fähig
  12. Yahoo! stellt SMS-Dienste zum 15. September ein - Neustart Anfang Oktober
  1. Ventelo GmbH startet mit 0190-0-Angebot

    In der vergangenen Woche ist ein weiterer 0190-0-Anbieter gestartet. Dabei handelt es sich aber nicht, wie üblich, um eine weitere Tochter aus dem Hause 01051 oder 01058, sondern um ein Angebot der Ventelo GmbH. Die Düsseldorfer Telekommunikationsgesellschaft bietet schon seit einiger Zeit Ortsgespräche über die Rufnummer 01801 099 an. Jetzt ist eine 0190-0-Nummer unter der Bezeichnung "smart79" hinzu gekommen. Über die 0190 079 kosten Orts- und Ferngespräche werktags zwischen 18 und 8 Uhr sowie am gesamten Wochenende 2,14 Cent pro Minute. In der Hauptzeit werden 3,04 Cent pro Minute verlangt. Zum Mobilfunk kostet die Gesprächsminute rund um die Uhr 23,9 Cent. Auslandsgespräche sind ab 3,6 Cent pro Minute (USA) möglich.

    Ventelo betont, dass man sich bei smart79 Tarifobergrenzen gesetzt hätte und "einschneidende Tarifänderungen" generell nicht geplant seien. Damit soll kein Land mehr als 79 Cent pro Minute kosten. Allerdings gehören zur Preisobergrenze derzeit auch Länder wie Dänemark oder Finnland, die über andere Anbieter, auch ohne Berücksichtigung von 0190-0-Anbietern, derzeit schon für unter 2 Cent pro Minute erreichbar sind. Ventelo verspricht ferner ein "vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis", zu dem "eine ordentliche Sprachqualität" und "freie Leitungen" gehören.

    Wie bei den bisher bekannten 0190-0-Nummern informiert eine kostenlose Ansage über den jeweiligen Minutenpreis des Telefonats. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt, ein Verbindungsentgelt fällt nicht an.

    Trotz der hehren Versprechen hat Ventelo bereits in der Startphase an der Preisschraube gedreht. Sie hat nämlich für die Flutopfer in Deutschland eine Hilfsaktion eingerichtet. Dabei werden die Festnetztarife des smart79-Tarifs vom 21. August bis zum Monatsende jeweils aufgerundet. In der Hauptzeit von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr bezahlen smart79-Kunden somit 6 anstatt 3,04 Cent pro Minute. In der übrigen Zeit werden 5 statt 2,14 Cent pro Minute berechnet. Von diesen Preisen kommen jeweils drei Cent den Opfern der Flutkatastrophe zugute. Ferner stellt Ventelo dem Roten Kreuz eine Startspende von 3 000 Euro zur Verfügung.

    smart79 ist über die 0190 079 nutzbar. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt, und der Minutenpreis wird vor jedem Gespräch angesagt.

  2. CityDial bietet Alternative zur Deutschen Telekom

    Das neu gegründete Unternehmen CityDial bietet allen Kunden mit einem Vollanschluss bei der Deutschen Telekom, ein interessantes Angebot. CityDial bietet werktags von 8 bis 18 Uhr Ortsgespräche für 3 Cent und in der übrigen Zeit für 2 Cent pro Minute. Ferngespräche kosten in der Hauptzeit 4 Cent und in der Nebenzeit 2,4 Cent die Minute. Ein Telefonat in das Mobilfunknetz wird mit 24 Cent je Minute berechnet. Erfreulich ist, dass die Abrechnung immer im Sekundentakt erfolgt.

    CityDial ist kein normaler Call-by-Call-Anbieter. Um das Angebot nutzen zu können, ist der Router "TeleScout" der Gerdes AG notwendig. Den Router erhält man gegen Kaution kostenlos per UPS geliefert. Dieser Router entscheidet vor jedem Gespräch, anhand der gewählten Nummer, über welchen Anbieter billiger telefoniert wird. Der "TeleScout" merkt sich bei ISDN-Anschlüssen das Telefonie-Verhalten der Nutzer, bei analogen Anschlüssen wird immer ein 3,5-Minutengespräch zu Grunde gelegt. Auch Sondertarife wie der T-ISDN xxl werden berücksichtigt. Ein genaues Rechenbeispiel finden Sie unter http://www.teltarif.de/s/s8627.html.

    Es gibt bei CityDial keine Mindestvertragslaufzeit und es wird kein Preselection-Vertrag abgeschlossen. Die Rechnungsstellung erfolgt durch CityDial per Lastschrift-Einzug. Alle CityDial-Gespräche werden über das Netz der 3U Telecom AG abgewickelt.

    Für die zur Vermittlung der Ortsgespräche angewendeten Technik beim Router TeleScout beruft sich der Anbieter auf ein Patent der Gerdes AG. Dieses trägt den Titel "Verfahren und Einrichtung zur telefonischen Vermittlung von Ortsgesprächen". Bei dem "Verfahren" zur Vermittlung von Ortsgesprächen geht es um ähnliche Techniken, wie sie auch die bekannten 0190-0-Anbieter verwenden. Das Patent betrifft damit alle Anbieter von Least Cost Routern, die die Vermittlung von Orts- und Ferngesprächen über 0190-0 Nummern bieten.

    Unklar ist aber derzeit, ob das Patent auch durchgesetzt werden kann. Einen ausführlichen Kommentar dazu finden Sie in unserem Editorial vom letzten Wochenende: http://www.teltarif.de/s/s8632.html .

  3. Gratis-Städtetour, Auslandsaktionen und vieles mehr

    01058 bietet in der nächsten Zeit eine Gratis-Städtetour an, bei der für die Dauer eines Tages von jeweils drei Städten aus kostenlos Ferngespräche geführt werden können. Die nächsten Ziele dieser Tour lauten wie folgt:

    21.08.: Neustadt/Weinstr.(06321), Worms (06241), Dormagen (02133)
    22.08.: Detmold (05231), Hameln (05151), Gera (0365)
    23.08.: Landshut (0871), Lünen (02306), Potsdam (0331)
    24.08.: Erfurt (0361), Rüsselsheim (06142), Wolfsburg (05361)
    25.08.: Koblenz (0261), Dinslaken (02064), Viersen (02162).

    Als Unterstützung für die vom Hochwasser betroffenen Dresdner wird deren Heimatstadt (0351) am 24. und am 31. August zusätzlich in die Städteaktion einbezogen. Die Aktion wird in den nächsten Tagen fortgesetzt und soll dann auch noch andere vom Hochwasser betroffene Städte erfassen.

    Darüber hinaus gibt es bei 01058, Calladin und Germanphone ein Auslandsspecial. Von 17. August bis Ende September sind über die 01058 unter anderem Ägypten, Bangladesch oder Panama vergünstigt zu erreichen. Bei Calladin (0190 054) gelten bis einschließlich 22. September günstigere Tarife unter anderem nach Bulgarien, Estland, Polen oder Rumänien. Am kürzesten ist die Sonderaktion bei Germanphone (0190 049). Hier sind zum Beispiel Argentinien, Griechenland oder Taiwan bis 17. September zu Sonderkonditionen erreichbar.

    Eine Änderung im Festnetzbereich hat Fonfux (0190 037) zu vermelden. Hier werden seit vergangener Woche für Fern- und Ortsgespräche durchgehend 2,2 statt bisher 2,6 Cent pro Minute verlangt. Alle genannten Anbieter rechnen im Minutentakt ab, mit Ausnahme von Germanphone. Hier gilt der unschöne Fünf-Minuten-Takt.

    Die 01051-Tochter Telestunt mit der Netzkennzahl 0190 076 senkt ab sofort den Tarif für innerdeutsche Telefonate in der Nebenzeit (täglich von 18 bis 9 Uhr) von bisher 1,8 auf jetzt 1,6 Cent pro Minute. Außerdem werden die letzten ausländischen Ziele, bei denen der Anbieter noch zwischen Haupt- und Nebenzeit unterschieden hatte, ab morgen ganztägig zu einem einheitlichen Tarif abgerechnet. Alle Verbindungen rechnet Telestunt im Minutentakt über die Rechnung der Deutschen Telekom ab.

  4. Junior Telecom erhöht Festnetztarif und senkt viele Auslandsziele

    Die Zeitabstände, in denen die 0190-0-Anbieter Tarifänderungen bekannt geben, werden immer kürzer. Ganz besonders eifrig ist die 01051-Tochter Junior Telecom. Diese hat zuletzt fast täglich eine Pressemitteilung verschickt.

    Wenn die Änderungen Tarifsenkungen betreffen, mag diese Praxis ja noch angehen, aber inzwischen gewinnt man den Eindruck, dass die Tarife fast nach Belieben rauf und runter gehen. So wurde bei Junior Telecom der Festnetztarif erst am Anfang der vergangenen Woche von 2,7 auf 1,4 Cent pro Minute gesenkt. Doch bereits nach fünf Tagen war die Herrlichkeit schon wieder vorbei. Jetzt kosten Gespräche über die 0190 051 wieder den ursprünglichen Tarif von 2,7 Cent pro Minute.

    Wohl dem, der bei dieser rasanten Achterbahnfahrt noch den Überblick behält. Auch bei Junior Telecom konnte man wohl so schnell nicht schalten. Selbst nach der Tariferhöhung wurde über die Ansage noch der alte Tarif von 1,4 Cent pro Minute verkündet.

    Auf der anderen Seite hat Junior Telecom wieder einige Auslandstarife gesenkt. So sind seit vergangener Woche einige osteuropäische Länder günstiger zu erreichen, darunter auch zahlreiche Urlaubsziele wie Griechenland, Kroatien oder Ungarn. Mit den Preisen kann sich Junior Telecom auf die vorderen Plätze in unserer Tariftabelle setzen, wobei der Anbieter teilweise auch Top-Preise zu bieten hat, wenn man den ungünstig abrechnenden Anbieter Germanphone außen vor lässt.

    Außerdem hat Junior Telecom seine ursprünglich bis 14. August befristete Auslandsaktion bis zum 30. August verlängert. Damit sind zum Beispiel einige europäische Ziele weiterhin für 1,5 Cent pro Minute erreichbar.

  5. Tropolys bietet ISDN-Flatrate für 19,50 Euro

    Ab sofort senkt der City Carrier Verbund Tropolys den Tarif für seine ISDN-Flatrate von 24,90 auf 19,50 Euro monatlich. Das gilt vorerst aber nur für die angeschlossenen Carrier in Nordrhein-Westfalen, erst in einem weiteren Schritt sollen die übrigen Carrier im Verbund folgen. Von dem neuen Preis können die Kunden von TeleBel, TeleLev, MEOCOM, Citykom Münster und CNE profitieren. Die Flatrate kann im Verbindung mit dem Tarif ISDN Plus bestellt werden, der monatlich 24,90 Euro Grundgebühr kostet. Der neue Preis gilt für alle Kunden, die bis zum 31. Oktober zu einem Tropolys-Carrier in NRW wechseln und ist zunächst für ein Jahr gültig.

  6. Durcheinander beim Easynet-Aktionstarif

    In der letzten Woche teilte Easynet großmündig mit, dass es einen Internet-by-Call-Tarif ohne Einwahlgebühren mit sekundengenauer Abrechnung geben würde. Dies haben wir im letzten Newsletter gemeldet, doch kaum war das Angebot gestartet, folgten die ersten Korrekturen: Die Abrechnung erfolgt nun im Minutentakt und die Einwahlnummer wurde geändert. Durch die Änderung der Einwahlnummer war der Nutzer wenigstens davor geschützt, unwissentlich im zwischenzeitlich erhöhten Tarif weiterzusurfen.

    Am Montag zeigte sich dann endgültig, dass es sich wohl um einen Schnellschuss bei der Bekanntgabe des Angebotes gehandelt hat. Der Tarif wurde von "easycall" in "Aktionstarif" umbenannt, und im gleichen Zuge änderten sich Benutzername und Kennwort. Sie lauten nun beide "aktion". Die Einwahlkosten liegen täglich von 18 bis 8 Uhr bei 1,65 Cent, in der Zeit von 8 bis 18 Uhr wurde der Preis um 0,01 Cent auf 1,38 Cent gesenkt. Das Angebot gilt bis zum 15. September.

  7. DSL-Neuigkeiten bei Arcor

    Arcor m,öchte der Deutschen Telekom in Sachen DSL-Geschwindigkeit offenbar nicht nachstehen, und bietet ab Oktober ebenfalls DSL mit 1,5 MBit/s an. Das Angebot gilt für alle Kunden mit einem ISDN-Anschluss von Arcor und kostet insgesamt 41,85 Euro Grundgebühr pro Monat. Eine Flatrate für DSL ist bei Arcor für 24,95 Euro monatlich zu haben, so dass das Komplettpaket im Monat mit 66,80 Euro zu Buche schlägt - ISDN-Anschluss inklusive. Es gibt keinerlei Einschränkungen für die zeitliche Nutzung oder für das Transfervolumen. Das benötigte DSL-Modem und der Splitter werden von Arcor für die Nutzungsdauer kostenlos zur Verfügung gestellt.

    Mit einem weiteren Komplettpaket richtet sich Arcor an kleine Unternehmen und Selbständige. Das Angebot heißt "Internet Smart" und besteht aus einem breitbandigen Internetzugang mit Flatrate, einer frei wählbaren Domain (.de, .com, .net, .org, .info, .biz), 50 MB Speicherplatz für die eigene Homepage sowie E-Mail-Adressen unter der eigenen Firmen-Domain. Die Downloadgeschwindigkeit beträgt bis zu 768 kBit/s, die Uploadgeschwindigkeit bis zu 128 kBit/s.

    Die Grundgebühr für Arcor-Internet Smart beträgt 34,95 Euro pro Monat, für die Einrichtung sind einmalig 9,95 Euro zu entrichten. Als Voraussetzung benötigt man einen Arcor-DSL-ISDN-Anschluss für Geschäftskunden, der mit 30,64 Euro pro Monat zu Buche schlägt. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 12 Monate.

    Smart-Kunden bekommen für die Dauer der Vertragslaufzeit ein DSL-Modem und einen Splitter leihweise zur Verfügung gestellt. Gegen Aufpreis von 149 Euro ist auch ein Router erhältlich.

  8. Spam-Mail mit gefälschtem teltarif.de-Absender unterwegs

    Seit Mittwoch morgen erreichen die Redaktion von teltarif.de unzählige Fehlermeldungen über nicht zustellbare E-Mails. Auf Grund der Masse haben wir genauer hingeschaut. Dabei ergab sich, dass unsere Domain teltarif.de offensichtlich als Absender für zahlreiche Spam-Mails missbraucht wird. Bei den E-Mails handelt es sich um übliche Spam-Mails, mit Titeln wie "Have Your Own Business From Your Home?", in denen für (angeblich) leichtes Geldverdienen mit dem Verschicken von E-Mails von zu Hause aus geworben wird.

    Die wahren Absender der E-Mails zu ermitteln ist schwer. Sowohl Absender-Adressen als auch "Reply-To"-Adressen sind gefälscht, wobei anscheinend teils bestehende Namen und Domains zusammengewürfelt wurden, teilweise auch zufällige Ergänzungen vorgenommen wurden. Im Header der E-Mails findet man weitere Fälschungen, beispielsweise frei erfundene Received:-Zeilen, die den wahren Absender verschleiern. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das automatische Ausfiltern des Spams zu erschweren.

    Möglich ist die Absender-Adressen-Fälschung, weil E-Mail-Server im Internet in der Regel nur die Empfängeradresse auswerten, die Absenderadressen aber ungeprüft weitergeben. Ist dann eine E-Mail nicht zustellbar, wird die Fehlermeldung einfach an die in der E-Mail bzw. im zugehörigen "Envelope" angegebene Absenderadresse versendet, egal, wo die E-Mail eigentlich herkam. Dasselbe gilt, wenn einer der bespamten entnervt antwortet.

    Zwar stimmen die von dem Spammer zusammengewürfelten Absenderadressen nur in den wenigsten Fällen mit einer bei teltarif.de verwendeten E-Mail-Adresse überein. Wir haben aber unseren Mailserver so konfiguriert, dass er alle an @teltarif.de geschickte E-Mail, die keinem bestimmten Benutzer zugeordnet werden kann, in einem zentralen Account sammelt. Dieses E-Mail-Account läuft nun voll.

    Wer eine eigene Domain bei einem Internet-Hoster hat, und für die E-Mail die "catch-all"-Funktion aktiviert hat, macht unter Umständen ähnliche Erfahrungen. Abhilfe schafft in diesem Fall, die catch-all-Funktion auszuschalten.

  9. MobilCom: Wie lange noch?

    MobilCom geht es derzeit nicht gut. Laut Ex-Chef Gerhard Schmid steht das Unternehmen "praktisch still", wie er der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung sagte. Nachdem France Télécom im Juni nach langem vorangegangenem Streit den Aufsichtsrat zwang, den Gründer und bisherigen Vorstand Gerhard Schmid zu stürzen, fährt Nachfolger Thorsten Grenz in Zusammenarbeit mit den Franzosen einen harten Sparkurs. Zwar ist MobilCom formal selbständig, und Schmid hält weiterhin das größte Aktienpaket, doch hat France Télécom die Zügel fest in der Hand. Denn ohne die Rückendeckung durch die Franzosen wäre MobilCom wegen fälliger Kredite überschuldet.

    Am Montag kündigte Schmid gerichtliche Schritte an. "Ich erwarte, dass das BAFin aus Gründen der Gesichtswahrung auch im Widerspruchsverfahren bei seinem Urteil bleibt", teilte Schmid mit. In diesem Fall werde er den neuen Bescheid der Behörde sofort einem Gericht zur Prüfung vorlegen. Schmid hatte ein Gutachten erstellen lassen und auf dieser Basis von der Behörde verlangt, France Télécom nach dem Wertpapierhandels- und Übernahmegesetz zu einem Pflichtangebot an alle freien Aktionäre zu veranlassen. Die neugegründete Schutzgemeinschaft der MobilCom-Aktionäre in Hamburg will die Stimmrechte für eine außerordentliche Hauptversammlung sammeln, die "endlich Klarheit über die Zukunft des Unternehmens" bringen soll.

    Für die Behörde hat France Télécom auch nach der Abberufung von Schmid als Vorstandschef bisher nicht die alleinige Kontrolle über die MobilCom (Büdelsdorf). Die Franzosen sind seit März 2000 mit 28,5 Prozent an MobilCom beteiligt, als sie zum Ausbau des milliardenteuren UMTS-Standards eingestiegen waren. Über die Finanzierung des UMTS-Netzaufbaus gerieten die Unternehmen in Streit, was zum Ausscheiden von Schmid im Juni führte. Er hatte MobilCom 1991 gegründet und hält mit seiner Frau knapp 50 Prozent der Anteile.

    Von den ehemals hochfliegenden UMTS-Plänen bleibt vermutlich nicht mehr viel übrig. Kursierenden Gerüchten zufolge sollen nicht nur die von MobilCom übernommenen und bisher teilweise als eigene Marken weitergeführten Provider Telepassport, D-Plus und Cellway aufgelöst werden. Auch MobilCom könnte als eigenständige Firma verschwinden, da eine Verschmelzung mit Hutchison geplant sei. Hutchison wird dann mittelfristig in "Orange" umfirmieren, da die anderen Mobilfunkaktivitäten von France Telecom bereits unter diesem Namen laufen.

    Die Financial Times Deutschland berichtet, dass MobilCom alle externen Beraterverträge gekündigt hat, die im Zusammenhang mit dem forcierten Aufbau von UMTS geschlossen worden waren. Den Angaben zufolge sollen die MobilCom-Mitarbeiter die entsprechenden Aufgaben übernehmen. Währenddessen fallen die Umsätze und der Verlust wächst. Waren es im ersten Quartal dieses Jahres im operativen Geschäft "nur" 21,5 Millionen Euro minus, so sollen es im zweiten Quartal bereits 70 Millionen Euro sein. Wegen noch zu berücksichtigender Sonderabschreibungen hat MobilCom aber die Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal verschoben.

  10. debitel: Günstigere Telefonate im Ausland

    Nachdem Mobilcom bereits eine ähnliche Aktion gestartet hatte, können jetzt auch die T-D1-Kunden von Service Provider debitel günstiger im Ausland telefonieren. So kosten Gespräche aus und in die Fest- und Mobilfunknetze der teilnehmenden Länder sowie nach Deutschland rund um die Uhr nur noch 45 Cent pro Minute statt des sonst gültigen Roamingpreises. Der Tarif gilt noch bis zum 30. September in acht Länder in Zusammenarbeit mit dem zugehörigen Roamingpartner.

    Mehrwertdienste, Service- und Sonderrufnummern und nicht teilnehmende Länder außer Deutschland sind von der Aktion ausgeschlossen. die Liste der Länder finden Sie in der Meldung unter der URL: http://www.teltarif.de/s/s8610.html .

  11. Materna: Mit Microsoft-Client werden Handys MMS-fähig

    Die Materna GmbH bietet einen MMS-Client für Endgeräte mit dem Betriebssystem Microsoft Smartphone 2002 an. Mit dem neuen Handy-Betriebssystem von Microsoft können Handys ab sofort MMS-fähig gemacht werden. Mit dem Anny Way MMS-Client des Dortmunder Unternehmens ist sowohl der Empfang als auch der Versand von multimedialen Kurznachrichten möglich.

    Das unter dem Namen "Stinger" bekannt gewordene System wurde speziell für die Möglichkeiten der Breitbandnetze der 2,5. und 3. Generation entwickelt. Bislang wurde der Client vor allem auf PDAs mit Microsoft Pocket PC für den MMS-Versand eingesetzt. Nun können auch die Besitzer von Endgeräten mit dem Microsoft Smartphone 2002 MMS verschicken und empfangen.

    Die Entwicklung eines Clients für das Microsoft Betriebssystem wurde durch die Portierung des MMS Clients für PDA mit Microsoft PPC möglich. Der Client soll den Bedürfnissen von Handyherstellern und Netzbetreibern entgegen kommen. Er kann beispielsweise im Erscheinungsbild der Netzbetreiber- oder Handy-Marke geliefert werden. Der MMS Client unterstützt Windows Media Audio und Video Encoder/Decoder. Das Limit für Nachrichten liegt bei 300 kB. Die Kapazität des Speichers für Nachrichten wird allein durch die Hardware bestimmt.

    Der Client unterstützt JPEG-, GIF- und animierte GIF-Formate. Außerdem können per SMIL (Synchronized Multimedia Integration Language) verschiedene multimediale Elemente - Bild, Text, Sound und Animation - nach einem definierten Timing als Einheit präsentiert werden, wie das aus Präsentationsprogrammen bekannt ist.

    Dieser Client stellt ein Konkurrenzprodukt zu den von den großen Handy-Herstellern genutzen Symbian-Plattformen dar. Laut Materna werden demnächst Mobiltelefone von Sendo und Samsung auf den Markt kommen, die mit dem Microsoft-Betriebssystem ausgestattet sind.

  12. Yahoo! stellt SMS-Dienste zum 15. September ein - Neustart Anfang Oktober

    Schlechte Nachrichten für alle SMS-Kunden von Yahoo!: Zum 15. September stellt Yahoo! Deutschland seine beiden Dienste "Info SMS" und "SMS senden" vorerst ein. Tragisch ist das für all diejenigen, die noch ein größeres SMS-Guthabenkonto bei Yahoo! haben. Bis 15. September müssen die Credits verbraucht werden, danach verlieren sie ihre Gültigkeit. Ein per Kreditkarte bezahltes Guthabenkonto von 20 Euro beispielsweise entspricht 360 Credits. Da für eine Kurznachricht 2 Credits verlangt werden, dürfte es für manchen problematisch werden, das bezahlte Guthaben bis zum Ende zu nutzen.

    Voraussichtlich Anfang Oktober will Yahoo! seine SMS-Dienste wieder anbieten. Dies teilte Shiloo Köhnke von Yahoo! Deutschland gegenüber teltarif mit. Beim bisherigen Vertragspartner der SMS-Dienste hätten sich Umstrukturierungen ergeben, die weitere Geschäftsbeziehungen für Yahoo unmöglich machten. Nun wird der Internet-Anbieter ab Oktober mit dem Telekommunikationsunternehmen Sonera Zed zusammenarbeiten. Dann sollen alle SMS-Dienste wieder verfügbar sein. Yahoo! rät allen SMS-Kunden, die gekauften Credits bis zum 15. September aufzubrauchen. Eine Übernahme für den neuen Dienst sei nicht möglich. Yahoo! zahlt auch kein Geld zurück. "Dafür wäre unser bisheriger Geschäftspartner ub-mobil zuständig", erläutert Shiloo Köhnke. Der existiere aber in der bisherigen Form nicht mehr. Jedoch will Yahoo! SMS-Freaks mit überschüssigen Credits nicht im Regen stehen lassen. "Man kann sich natürlich auch an uns wenden, und wir werden sehen, was wir tun können", so Shiloo Köhnke.


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