Newsletter 31/02 vom 01.08.2002
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 01.08.2002 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Quam: Nähere Informationen rund um die Vermarktungseinstellung
  2. T-Mobile: Neue Tarifoptionen und Einführung GPRS-Tarife
  3. Aktionsverlängerungen bei E-Plus und o2
  4. Ländlicher DSL-Ausbau wird gestoppt und weitere Neuigkeiten rund um DSL
  5. Vorzeitiges "Aus" der Internetsonderaktion von TeleDiscount
  6. MDS bietet "echte" Schmalband-Flatrate an
  7. MobilCom kündigt Ortsnetz- und DSL-Anschlüsse
  8. Sonderaktionen und mehr
  9. Neuer Call-by-Call-Anbieter mit günstigem Minutenpreis
  10. RegTP: 0800-Gebühren für Gespräche aus Telefonzellen sind zu hoch
  11. Entscheidungen zu 0190er-Rufnummern
  1. Quam: Nähere Informationen rund um die Vermarktungseinstellung

    Bereits letzte Woche hatten wir kurz darüber berichtet, dass der jüngste Mobilfunknetzbetreiber Quam das Handtuch geworfen und seine Vermarktung in Deutschland zumindest vorerst gestoppt hat. In der Zwischenzeit wurden weitere Details bekannt.

    Das Wichtigste vorweg: Für Bestandskunden von Quam ändert sich vorerst nichts. Sie sind nach wie vor unter Ihrer bestehenden Quam-Mobilfunknummer erreichbar und können auch weiterhin wie gewohnt telefonieren. Zwar können in den Quam-Shops keine Laufzeitverträge mehr abgeschlossen werden, doch bleiben sie noch für eine Übergangszeit geöffnet, um Vertragskunden weiterhin zu betreuen. Prepaidkarten und -Bundles können von Fachhändlern noch bis zum 31. August verkauft und registriert werden. Die Aufladekarten für Quam now sollen bis auf weiteres ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen.

    Nachdem die Vertragsbedingungen unverändert bleiben, besteht kein Sonderkündigungsrecht. Dieses besteht nur, wenn sich die Konditionen des abgeschlossenen Vertrages während der vereinbarten Laufzeit zu Ungunsten des Kunden ändern, was aber nach derzeitigem Informationsstand nicht der Fall ist. Sollten die Quam-Kunden von einem anderen Netzbetreiber übernommen werden, zum Beispiel von E-Plus, könnte sich an dieser Situation allerdings etwas ändern.

    Obwohl die Vermarktung auf ganzer Front eingestellt wurde, will sich Quam im Augenblick nicht von seiner UMTS-Lizenz trennen. Wie Quam allerdings die daran geknüpften Auflagen erfüllen will, bis Ende 2003 25 Prozent der deutschen Bevölkerung mit dem eigenen UMTS-Netz zu erreichen, ist unklar. Zwar baut man das Netz zusammen mit E-Plus auf - doch umsonst dürfte das nicht möglich sein. Die Quam-Mutter Telefónica hofft wahrscheinlich darauf, dass die RegTP die Lizenzbedingungen wegen der schlechten Situation in der Branche ändern wird. Bisher gibt es allerdings noch keine Anzeigen dafür, auch wenn einige andere Lizenzinhaber ebenfalls auf Lockerungen dringen.

    Anlass für die Einstellung der Vermarktung waren unter anderem die schlechten Halbjahreszahlen von Telefónica und Sonera, dem zweiten Group-3G-Partner. Nähere Informationen dazu lesen Sie unter http://www.teltarif.de/s/s8461.html bzw. http://www.teltarif.de/s/s8464.html . Quam selbst betonte, dass es sich nicht um eine Insolvenz handle. Allerdings sei absehbar, dass sich der UMTS-Start, nicht zuletzt aufgrund fehlender Endgeräte, verzögere. Demzufolge wolle man die kostenträchtige GSM-Vorabphase nicht weiterführen.

    Inwieweit sich der unglückliche Verlauf der Quam-3star-Aktion, über die wir unter anderen unter http://www.teltarif.de/s/s8457.html berichtet hatten, auf die Einstellung ausgewirkt hat, bleibt Spekulation.

  2. T-Mobile: Neue Tarifoptionen und Einführung GPRS-Tarife

    Zum 1. August führt T-Mobile vier neue Tarifoptionen ein, die in den neuen Euro-Tarifen gebucht werden können. Konkret handelt es sich um die Optionen "T-D1 More Weekend", "T-D1 More Talk", "T-D1 More Friends" und "T-D1 More SMS".

    Für eine um 4,95 Euro erhöhte monatliche Grundgebühr erhält man bei "T-D1 More Weekend" 100 Gesprächsminuten ins deutsche Festnetz, die jeweils von Freitag, 20 Uhr, bis Sonntag, 24 Uhr, genutzt werden können. Rein rechnerisch kommt man somit im Rahmen dieser Tarifoption auf einen Minutenpreis von 4,95 Cent, sofern man alle im voraus gebuchten Gesprächsminuten verbraucht.

    Mit der "More Talk"-Option für 9,95 Euro zusätzlich pro Monat erhält man 100 Gesprächsminuten ins Festnetz, die jeweils von Montag, 0 Uhr, bis Freitag, 20 Uhr, genutzt werden können. Rein rechnerisch beträgt der minimale Minutenpreis 9,95 Cent.

    "More Friends" bietet für ebenfalls 9,95 Euro Aufpreis im Monat 40 netzinterne SMS plus 20 netzinterne Gesprächsminuten, die an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr genutzt werden können. Die Ersparnis liegt somit nur zwischen 1,45 und 3,45 Euro.

    "More SMS" kostet 2,50 Euro im Monat. Dafür kann man innerhalb des D1-Netzes Kurznachrichten für 9 statt 19 Cent verschicken.

    Ebenfalls ab 1. August sind die GPRS-Optionstarife GPRS Profi und GPRS Office zu haben. Weitere Details zu den neuen Tarifoptionen sowie den GPRS-Optionstarifen erfahren Sie in unserer Meldung http://www.teltarif.de/s/s8493.html .

  3. Aktionsverlängerungen bei E-Plus und o2

    Zum wiederholten Mal hat der Netzbetreiber E-Plus den Einführungspreis für den im März gestarteten Multimediadienst i-mode verlängert. Damit werden bis zum 31. August für die GPRS-Datenübertragung bei i-mode nur 0,1 Cent pro Kilobyte berechnet. Ab September soll dann endgültig der reguläre Tarif von 1,0 Cent pro Kilobyte gelten, wobei Berichten aus Insiderkreisen zufolge zusätzliche Angebote für Vielnutzer eingeführt werden sollen.

    Auch o2 Germany hat zwei Sonderaktionen bis zum 31. August verlängert. Wer sich bis zu diesem Termin für einen Mobilfunkvertrag über 24 Monate entscheidet, zahlt drei Monate lang keine Grundgebühr. Diese Aktion bezieht sich auf alle Laufzeitverträge mit Ausnahme von Vertragsverlängerungen und Verträge mit Sonderkonditionen.

    Außerdem kann jeder, der sich für dieses Angebot entscheidet, nach Ablauf der drei Monate zu den neuen o2-Grundgebühren mit der 60/1-Taktung wechseln. Diese neue Taktung will o2 ab Oktober einführen. Beispielsweise gibt es dann den o2 Select Tarif schon für 7,95 Euro oder den o2 Genion Tarif für 9,95 Euro Grundgebühr im Monat.

    Auch Käufer von Prepaid-Paketen kommen bei o2 nicht zu kurz, für sie gibt es die Aktion "120 SMS inklusive". Beim Kauf eines Prepaid-Pakets bis Ende August erhält man ein Jahr lang jeden Monat 10 SMS gutgeschrieben. In barer Münze entspricht dies einer Gutschrift von 12 Euro. Allerdings muss der Kunde dann im Zeitraum von einem Monat zur Mobile Option wechseln. Der Wechsel ist kostenlos. Mit dieser speziellen Option telefoniert man als Kunde von o2 LOOP mit einem einheitlichen Tarif in alle deutschen Mobilfunknetze. Der Netzbetreiber verlangt 29 Cent pro Minute in der Nebenzeit bzw. 39 Cent in der Hauptzeit.

  4. Ländlicher DSL-Ausbau wird gestoppt und weitere Neuigkeiten rund um DSL

    Nachdem Internet-Fans in den Städten Berlin, München, Hamburg und Stuttgart schon seit Mai zwischen einem herkömmlichen T-DSL-Zugang mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 768 kBit/s im Download und einem Hochgeschwindigkeitszugang mit bis zu 1,5 MBit/s wählen können, sollen ab Herbst Kunden in ganz Deutschland die Möglichkeit haben, auch die schnellere DSL-Variante der Deutschen Telekom zu wählen.

    Bleibt abzuwarten, inwieweit T-DSL 1500 tatsächlich "flächendeckend" verfügbar sein wird, zumal es auch heute noch Regionen gibt, in denen die DSL-Technologie überhaupt nicht verfügbar ist. Das betrifft nicht nur Ortsnetze in ländlichen Regionen, wo sich der DSL-Ausbau wirtschaftlich nicht lohnt. Auch in Städten und Ballungsgebieten gibt es oft noch Einschränkungen - einmal, weil möglicherweise alle DSL-Ports in der Vermittlungsstelle bereits belegt sind, oder auch, weil Kunden etwas zu weit von der Vermittlungstechnik der Telekom entfernt wohnen. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte der entsprechenden Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s8498.html .

    Hinzu kommt, dass die Deutsche Telekom bekannt gab, dass der DSL-Netzausbau in einigen ländlichen Gebieten Deutschlands vorerst komplett gestoppt wird. Nach Angaben der Telekom möchte man sich vorerst auf Ballungsgebiete konzentrieren um für eine bessere Qualität des Netzes zu sorgen. Kunden, die vom dem Ende des Netzausbaus betroffen sind, bekommen jedoch spezielle Angebote für den Internetzugang T-DSL via Satellit. Nähere Details können Sie unter http://www.teltarif.de/s/s8514.html nachlesen.

    Auf der Basis von T-DSL bietet die NET.ART GmbH [Link auf http://www.net-art.info/ entfernt, da Seite nicht mehr erreichbar] seit letzter Woche bundesweit verfügbare DSL-Tarife an. Angeboten werden vier verschiedene Produkte, die von 10 Freistunden für 6,99 Euro pro Monat Grundgebühr bis zu einer Mehrplatz-DSL-Anbindung für 21,99 Euro pro Monat reichen. Eine Flatrate gibt es aber leider nicht. Nähere Informationen zu den DSL-Tarifen finden Sie in der unter http://www.teltarif.de/s/s8495.html, sowie auf unseren DSL-Infoseiten.

    Eine weiteres Highlight gibt es momentan beim lokalen Anbieter Citykom Münster, welcher seine angebotene DSL-Flatrate mit 768 kBit/s Down- und 128 kBit/s Upstream vergünstigt. Der monatliche Grundpreis beträgt für Neukunden, die sich bis einschließlich 31. Oktober anmelden, 29,90 Euro statt 34,80 Euro. Dieser Tarif gilt dann ein ganzes Jahr lang. Außerdem lockt Citykom seine Kunden für die DSL-Aktion noch mit kostenlosem Splitter und Modem. Bei der Deutschen Telekom ist das DSL-Modem seit Anfang diesen Jahres nicht mehr kostenlos.

  5. Vorzeitiges "Aus" der Internetsonderaktion von TeleDiscount

    Nachdem wir erst vor zwei Wochen über die Internetsonderaktion von TeleDiscount berichtet hatten, gab TeleDiscount vor wenigen Tagen das vorzeitige Ende der Aktion bekannt. Aufgrund eines unerwarteten Useransturms auf die Aktion reichten die verfügbaren Kapazitäten nicht aus, was zeitweise zu Netzausfällen führte.

    Um dem entgegen zu wirken, beendete man dem Sondertarif von 1 Cent pro Minute und erhöhte auf 1,7 Cent pro Minute, womit man den Tarif von 1,4 Cent pro Minute, der vor Beginn der Aktion gültig war, nun sogar noch überboten hat. Ursprünglich war ein Ende der Aktion erst für Mitte August geplant.

    Der Zugang zum Internet erfolgt weiterhin über die Einwahlnummer 0193 656 bei frei wählbarem Passwort und Benutzernamen. TeleDiscount entschuldigte sich bei seinen Usern für die eventuell entstandenen Verbindungsprobleme und wird versuchen, in Zukunft eine verbesserte Netzstruktur anzubieten.

  6. MDS bietet "echte" Schmalband-Flatrate an

    Die MDS-Telekommunikation bietet seit letzter Woche eine Schmalbandflatrate an. Der Tarif MDS-SelectFlat-24 verlangt eine Preselection für den heimischen Telefonanschluss und ermöglicht es, "rund-um-die-Uhr" online sein zu können. Ähnliche Kombipakete mit Teilzeit-Flatrates hat MDS schon seit Mai im Programm. Der Preis für die Flatrate beträgt monatlich 29,99 Euro. Zusätzlich fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr von 58 Euro an.

    Das Angebot wurde in einer entsprechenden Mitteilung von MDS als "großer Test" angekündigt, welcher vorerst bis zum 31. Dezember 2002 befristet ist. Wie auch bei dem Angebot, mit dem MDS-Reseller blinea vor 3 Wochen gestartet ist, behält sich der Anbieter vor, Daueruser, die länger als 48 Stunden die Onlineverbindung nicht trennen, abzumahnen und im Wiederholungsfall zu kündigen. MDS selbst appelliert an die Vernunft der Nutzer, da zu dem angebotenen Preis keine Standleitung finanziert werden könne. Die Pleitewelle der Flatrate-Anbieter im Jahr 2000 dürfte einigen Internetnutzern noch gut im Gedächtnis sein.

  7. MobilCom kündigt Ortsnetz- und DSL-Anschlüsse

    In acht deutschen Städten gab es bislang die Möglichkeit, einen direkten Ortsnetzanschluss von der Büdelsdorfer Telekommunikationsfirma MobilCom zu bekommen. Damit verbunden werden konnte auch ein schneller Internet-Zugang auf Basis der DSL-Technologie. Nun aber hat MobilCom den Kunden, die diese Angebote nutzen, die Anschlüsse zum 30. August gekündigt.

    Das Unternehmen will sich in Zukunft verstärkt auf des Kerngeschäft konzentrieren. Die betroffenen Kunden werden gekündigt, bekommen aber gleichzeitig ein Angebot auf einen Umstieg zu einem vergleichbaren Anschluss im Netz der Deutschen Telekom. Die Kosten, die den Kunden für den Netzbetreiber-Wechsel entstehen, übernimmt MobilCom.

  8. Sonderaktionen und mehr

    Junior Telecom hat sich seit dem 31. Juli aus den vorderen Plätzen der Tarifabfrage für Fern- und Ortsgespräche verabschiedet. Seither kosten Festnetzgespräche innerhalb Deutschlands über die 0190 051 jeweils 2,7 anstatt bisher 1,7 Cent pro Minute. Dafür sind im Rahmen einer Sonderaktion jetzt diverse Auslandsziele günstiger, darunter zum Beispiel Belgien, Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden für 1,5 Cent pro Minute. Die Aktion ist bis 14. August befristet, die Abrechnung erfolgt wie gewohnt im Minutentakt.

    Auch RapidLink startet eine Sommeraktion. Den ganzen August durch senkt der Anbieter die Tarife für ausgewählte Länder, darunter beispielweise Brasilien, Argentinien und Panama. Mit allen Aktionspreisen setzt sich RapidLink dabei im Tarif rapid4me auf die vorderen Plätze der Tariftabellen. Auch in einige Hauptstädte Europas hat RapidLink seine Tarife gesenkt. rapid2u und rapid4me sind unter der Netzvorwahl 01065 zu erreichen, bei beiden Tarifen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. rapid4u wird im Minutentakt abgerechnet, rapid2u sekundengenau.

    Comnet senkt zum 1. August insgesamt 16 Auslandstarife. Dabei setzt sich Comnet mit einigen Tarifen an die Spitze der Tariftabellen, wie zum Beispiel bei Verbindungen nach Kirgistan, Kasachstan, Bulgarien und Brasilien. Die Tarifsenkungen betreffen sowohl die Angebote Comnet Basic als auch Comnet Pro. Bei Comnet Basic wird im Minutentakt abgerechnet, bei Comnet Pro im Sekundentakt. Allerdings ist Call by Call über die Einwahlnummer 01088 von Comnet nur bei vorheriger Anmeldung möglich.

    Telestunt wiederum erhöhte in der vergangenen Woche einige seiner Auslandstarife. So kostet eine Verbindung im anmeldungsfreien Call by Call nach Polen 12 Cent pro Minute, nach Frankreich 4 Cent pro Minute oder in die Schweiz 4,5 Cent pro Minute. Während Telefongespräche nach St. Petersburg und Moskau weiterhin 5 Cent pro Minute kosten, wird für das übrige Russland nun 15,5 Cent statt wie bisher 11,5 Cent pro Minute verlangt. Die Einwahlnummer bei Telestunt ist die 0190 076.

    OneTel bietet vom 1. bis zum 31. August günstigere Tarife über die Netzvorwahl 01086 ins Festnetz und zum Handy. In diesem Zeitraum kosten Ferngespräche von Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr statt 2,89 Cent pro Minute 2,38 Cent pro Minute. Die restliche Zeit wird mit 1,68 Cent pro Minute abgerechnet. Darüber hinaus erreicht man die Mobilnetze im August für 14,9 Cent pro Minute rund um die Uhr, womit der Anbieter hier die Spitzenposition in der Tariftabelle einnimmt. Nationale Gespräche werden allerdings im Vier-Minutentakt abgerechnet.

    Alle aktuellen Tarifveränderungen finden Sie wie immer in unserer Tarifdatenbank unter http://www.teltarif.de/standard.html .

  9. Neuer Call-by-Call-Anbieter mit günstigem Minutenpreis

    Seit der vergangenen Woche tritt die 01081 Telecom AG mit einem bundesweiten Call-by-Call-Angebot an. Mit einem Minutenpreis für Ferngespräche von nur 1,5 Cent - der günstigste derzeit - platziert sich der Neuling gleich in der Preis-Spitzengruppe. Es handelt sich um ein offenes Call-by-Call-Angebot, für das keine Anmeldung erforderlich ist.

    Wer über 01081 ein Handy anruft, zahlt 17 Cent pro Minute. Auslandsgespräche sind zwar möglich, hier sind die Preise allerdings ziemlich durchwachsen: Man kann beispielsweise für den Schleuderpreis von 1 Cent pro Minute in die USA telefonieren, Gespräche nach Australien kosten gerade mal 2 Cent pro Minute. Für Gespräche nach Brasilien werden aber 20 Cent pro Minute berechnet. Abgerechnet wird im Minutentakt über die Telefonrechnung der Deutschen Telekom.

    Natürlich stellt sich die Frage, wie lange der neue Anbieter seine günstigen Minutenpreise durchhält. Das Unternehmen ist nach eigener Aussage weder mit 01051 noch mit 01058 verbandelt.

  10. RegTP: 0800-Gebühren für Gespräche aus Telefonzellen sind zu hoch

    Das von der Telekom seit Dezember vergangenen Jahres erhobene Entgelt für Gespräche über 0800-Nummern aus Telefonzellen heraus ist zu hoch. Dies entschied in der vergangenen Woche die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP). Der Ex-Monopolist ist aufgefordert, bis spätestens Ende September 2002 den Betrag von bisher 16,59 Cent pro Minute (netto) auf 9 Cent (netto) zu senken.

    Durch die hohen Gebühren verteuerten sich zwangsläufig auch die Tarife für Calling Cards, da die Diensteanbieter die Telekom-Gebühren auf den Endverbraucher umlegten. Das Calling-Card-Geschäft wurde dadurch deutlich erschwert. Aus diesem Grund begrüßte besonders die Vereinigung der Telefonkarten-Anbieter Deutschlands (VTKA) die Entscheidung der RegTP. Deren Vorsitzender Olaf Taupitz freute sich in einer ersten Stellungnahme, dass mit dem Entscheid den alternativern Anbietern von Calling Cards ab Oktober diesen Jahres "adäquate Wettbewerbschancen" eingeräumt werden.

  11. Entscheidungen zu 0190er-Rufnummern

    Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen Änderungsentwurf zur Telekommunikationskunden-Schutzverordnung verabschiedet. Damit sollen Verbraucher vor Betrügereien mit 0190er-Nummern besser geschütz werden. So müssen Telefonkunden in der Rechnung zukünftig vom Dienstanbieter darauf hingewiesen werden, dass sie gegen einzelne strittige Forderungen Einwand erheben können. Darüber hinaus müssen in Zukunft Name und Anschrift des jeweiligen Diensteanbieters in der Rechnung genannt werden.

    Gegen den bereits vor fünf Wochen von der Verbraucherzentrale Hamburg veröffentlichten Zahlungs-Boykott-Aufruf gegen 0190-Dialer hat Talkline ID nach eigenen Angaben eine Einstweilige Verfügung erwirkt. Talkline ID erklärt, dass die Mehrzahl aller Beschwerden gegen 0190-Nummern letztendlich nicht fruchten würden, und die Verbraucher dann neben den Verbindungsgebühren auch noch Mahn- und Inkassogebühren zahlen müssten. Demzufolge sehe man es als die eigene Aufgabe an, die "Verbraucher vor den Verbraucherschützern zu schützen". Statt "massenhaftem Zahlungsboykott" sollten verbindliche Regeln für die Nutzung der 0190-Nummern (FST-Codex) sowie die Hinterlegung von Internet-Dialern für mehr Transparenz sorgen und 0190-Nummern wieder sicherer machen.

    Die Verbraucherzentrale Hamburg bekräftigt unterdessen nochmals den Boykott-Aufruf: "Betrüger müssen nicht bezahlt werden. Auch dann nicht, wenn eine Telefongesellschaft zum Abkassieren vorgeschickt wird." Zu Talkline ID heißt es, dass diese "mit Abstand Spitzenreiter in der Reklamationsstatistik der Telekommunikationsberatung in der Verbraucher-Zentrale Hamburg" sei. Insbesondere dann, wenn es um Dialer geht, sei Talkline ID fast immer beteiligt.

    Weitere Informationen zu Dialern finden Sie auf unsere Infoseite http://www.teltarif.de/i/dialer.html .


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