Newsletter 17/02 vom 25.04.2002
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 25.04.2002 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Vorsicht: "Ortsgespräch" für 1,86 Euro
  2. 0190-0-Anbieter: Festnetz teurer, Sonderaktionen und Tarifänderungen
  3. Tarifänderungen bei Ventelo und Interoute
  4. Telekom startet T-DSL 1500 - Viele offene Fragen
  5. T-Mobile: Europa-Start unter einheitlicher Marke
  6. Neue GPRS-Tarife bei Vodafone
  7. Vodafone: Zum Start von MMS kostenloses Einführungsangebot
  8. Viag: Neue Tarifbezeichnungen bei O2; Mailbox verbindet mit dem Anrufer
  9. Mobilfunkanbieter Quam und Hutchison mit Sonderaktionen
  10. AS Infodienste: 0800 als Prepaid-Lösung / Mobil telefonieren für unter 15 Cent
  1. Vorsicht: "Ortsgespräch" für 1,86 Euro

    Seit letzter Woche kann man über die 0190-031 von Teledump Ortsgespräche führen, ohne die Ortsvorwahl mitwählen zu müssen. Seit Anfang dieser Woche kann man auch bei den anderen 01051-Töchtern wie TeleDiscount (0190-035), Telestunt (0190-076) oder Telebillig (0190-029) bei Ortsgesprächen die Vorwahl weglassen. Die Verbindung kostet dann dasselbe wie ein Ferngespräch über den jeweiligen Anbieter, also ca. 2,5 Cent pro Minute.

    Bei anderen Anbietern sollte man hingegen die Finger von solchen Experimenten lassen: Wählt man nach der 0190-082 von Talklight eine beliebige Nummer ohne führende Null, landet man auf einer Sex-Hotline. Der Pressesprecher von 01058, zu der Talklight gehört, gab auf Nachfrage an, dass man hinter der 0190 082 keine derartigen Angebote geschaltet habe. Man habe nur einen bestimmten Rufnummernblock hinter 0190 082 gemietet und keinerlei Einfluss darauf, was der Eigentümer dieser Nummer mit den anderen Blöcken macht.

    Der Eigentümer von 0190-082 ist laut RegTP die Mega Satellitenfernsehen GmbH. Nach mehrfacher Nachfrage wurde uns gestern schließlich mitgeteilt, dass Anrufe auf dieser "Datingline" mit moderaten 12 Cent pro Minute berechnet würden. Etwas später korrigierte man die Angabe aber auf 186 Cent pro Minute. Damit ist der Minutenpreis genauso hoch wie bei 01908-Nummern, wobei es sein kann, dass die 0190-082 mit einem ungünstigeren Takt abgerechnet wird als 01908. Ortsgesprächs-Versuche über 0190-082 werden dann richtig teuer.

    Auch bei anderen 0190-0-Nummern sollte man doch lieber von Experimenten absehen. Kritisch ist diese Situation deswegen, weil 0190-0-Nummern auch pro Nutzungsvorgang abgerechnet werden können. Vom Prinzip her dürfte hinter 0190-082-1234567 auch eine Sex-Hotline sein, die pro Nutzungsstunde 50 Euro berechnet, auch dann, wenn man nur wenige Sekunden in der Leitung war.

    Andererseits besagt das BGB, dass Verträge nur per Angebot und Annahme zustande kommen, und im Fall des Irrtums eine Möglichkeit zur Anfechtung besteht. Wer also aus Versehen beim Wählen einer 0190-0-Nummer auf einer kostenpflichtigen Hotline landet, sollte nicht mehr zahlen, als die kurze Fehlverbindung bei einem "normalem" Festnetztelefonat gekostet hätte. Besonders hohe Entgelte sind nach Rechtsauffassung der Redaktion auf jeden Fall erst dann wirksam, wenn sie unmissverständlich angesagt und durch geeignete Aktion vom Benutzer bestätigt wurden. Das Verhalten von Anbietern wie Megasat, die die zitierte Dating-Line ohne Tarifansage betreiben, und die von unserer ersten Anfrage an gerechnet 48 Stunden brauchen, um uns eine falsche Tarifinformation zu geben, ist hingegen eindeutig als unseriös einzustufen. Hier ist zu hoffen, dass künftig die Gerichte bei Rechnungsstreitigkeiten zugunsten der Verbraucher entscheiden.

    Tatsache ist, dass man bei dem Versuch, über die 0190 082 eine Ortsverbindung ohne die Ortsvorwahl herzustellen, ohne Vorwarnung auf ein einschlägiges Angebot stößt, von dem nicht klar ist, was es kostet. Wir empfehlen daher Kunden, denen dieser Fehler unterläuft, bei Erhalt der Rechnung umgehend Widerspruch wegen mangelnder Preisauszeichnung einzulegen.

  2. 0190-0-Anbieter: Festnetz teurer, Sonderaktionen und Tarifänderungen

    In den letzten Tagen sorgten die 0190-0-Anbieter Teledump und Calladin für Aufregung. Anlass war die Tariferhöhung der beiden Anbieter für Fern- und Ortsgespräche von ehemals 1,4 Cent. Teledump (0190-031) verlangt nun rund um die Uhr 2,8 Cent pro Minute, Bei Calladin (0190-054) sind es in der Hauptzeit (Mo bis Fr von 8 bis 9 Uhr) 2,6 Cent und in der übrigen Zeit 1,8 Cent pro Minute. Hinzu kommt bei Calladin ein Verbindungsentgelt von 3 Cent pro Gespräch.

    Im Ausgleich zu der Tariferhöhung von Teledump senkt Telestunt, eine weitere Tochter der 01051 Telecom, ab 25. April dauerhaft einige Auslandsziele. Bis auf weiteres kosten dann Gespräche in einige europäische Länder wie Frankreich, Großbritannien, Italien oder Österreich 3 Cent pro Minute. Auch die USA und Kanada sind für den selben Preis erreichbar. Teledump verwendet die Einwahlnummer 0190 076.

    Ansonsten liefert sich Telestunt mit dem Telekommunikationsanbieter Pennyphone mit der Netzvorwahl 0190 024 ein heißes Rennen um die günstigsten Auslandstarife nach Argentinien, Brasilien, Weißrussland etc. Bei beiden Anbietern sind bis einschließlich 24. Mai diese und weitere Auslandsziele vergünstigt zu erreichen. Die genauen Tarife entnehmen Sie bitte unserer Tarifabfrage unter http://www.teltarif.de/standard.html .

  3. Tarifänderungen bei Ventelo und Interoute

    In der letzten Woche haben zwei Anbieter für offenes Call-by-Call ihre Tarife für Ferngespräche verschlechtert. Zwar ist bei Ventelo seit 20. April die Nebenzeit morgens eine Stunde länger (nun bis 8 Uhr anstatt bisher bis 7 Uhr), dafür wurde gleichzeitig der Minutenpreis von 2,1 auf 2,19 Cent pro Minute erhöht. Anrufe nach Moskau und St. Petersburg wurden günstiger und kosten künftig 5,5 Cent pro Minute. Ventelo ist unter der Netzkennzahl 01040 zu erreichen und rechnet im Minutentakt ab.

    Der Telekommunikationsanbieter Interoute mit der Netzkennzahl 01066 bietet ab 1. Mai neue Tarife an. Zwischen 9 und 18 Uhr telefoniert man dann für 2,9 Cent statt bisher 3,2 Cent (Mo. bis Fr. 8 bis 17 Uhr) bzw. 3 Cent (Mo. bis Fr. 17 bis 18 Uhr) ins nationale Festnetz. In der Zeit von 18 bis 9 Uhr kostet die Gesprächsminute 2,2 Cent pro Minute. Damit entfällt die günstige Nachtzeit für 1,9 Cent pro Minute künftig komplett. Das Verbindungsentgelt von 3 Cent pro Gespräch bleibt erhalten.

    Des Weiteren gibt es bei Interoute noch eine zeitlich befristete Aktion für einige internationale Ziele. Vom 1. bis 31. Mai kosten Gespräche in die Festnetze von Polen, Serbien, der Türkei und der Ukraine nur 20 Cent pro Minute. Die Abrechnung erfolgt hierbei sekundengenau. Allerdings fallen auch bei Auslandstelefonaten über Interoute zusätzlich 3 Cent pro Gespräch Verbindungsentgelt an.

  4. Telekom startet T-DSL 1500 - Viele offene Fragen

    Die Deutsche Telekom hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass T-DSL 1500 schon Mitte Mai in vier Städten Deutschlands verfügbar sein soll. Ursprünglich war der Start für September angedacht und entsprechend im Rahmen der CeBIT kommuniziert worden. Das "Turbo-T-DSL" bietet einen Downstream von 1,5 MBit/s und einen Upstream von 192 kBit/s, und ist somit im Downstream doppelt so schnell, wie das bisherige T-DSL. T-DSL 1500 kostet zusätzlich 9,99 Euro im Monat zu den bisherigen T-DSL-Preisen und ist mit allen Tarifen erhältlich. Die einmalige Aktivierungsgebühr in Höhe von 74,95 Euro entfällt, bis T-DSL 1500 bundesweit verfügbar ist. Dies soll voraussichtlich im September der Fall sein. Dass der Start in nur vier Städten erfolgt, hat somit keinen technischen Grund. Allerdings liegt der Verdacht nahe, dass diese vier Städte nicht zufällig gewählt wurden, da es hier bereits starke Konkurrenz im Bereich des Breitbandinternets gibt, wie zum Beispiel HanseNet in Hamburg oder M-Net in München.

    Interessant wird es bei der Frage, wie die Internetprovider auf die Bandbreitenerhöhung bei T-DSL reagieren. Auf Anfrage von teltarif.de teilten zwei der drei Anbieter mit DSL-Flatrate-Tarifen - 1&1, T-Online - mit, dass eine Nutzung der vorhandenen Flatrate-Tarife mit Turbo-T-DSL nicht möglich sein wird. Bei T-Online können alle Tarife bis auf DSL flat mit T-DSL 1500 genutzt werden. Für T-DSL 1500 soll ein neuer Tarif angeboten werden. Genauere Details zu diesem Tarif konnten aber noch nicht mitgeteilt werden. Die 1&1 Internet AG kann derzeit noch keine genauen Aussagen treffen, welche Tarife mit Turbo-T-DSL genutzt werden können. Der Pressesprecher teilte jedoch mit, dass es für das schnelle DSL sicher spezielle Tarife geben werde, da die vorhandenen Tarife nicht für eine noch höhere Bandbreite und somit auch höheres Datenaufkommen kalkuliert seien. Auch AOL als dritter Anbieter einer Flatrate auf T-DSL-Basis kann derzeit noch keine Angaben darüber machen, ob die vorhandenen Flatrate-Tarife mit T-DSL 1500 genutzt werden können oder ob neue Tarife für Turbo-T-DSL angeboten werden.

    Die Frage, wie verhindert werden kann, dass ein DSL-Flatrate-Tarif für das normale T-DSL mit 768 kBit/s Down- und 128 kBit/s Upstream auch mit Turbo-DSL genutzt wird, konnte ebenfalls nicht beantwortet werden. Offensichtlich gibt es derzeit für die DSL-Provider keine Möglichkeit der Kontrolle, mit welcher Geschwindigkeit der Kunde sich einwählt. Somit ist es praktisch möglich, einen vorhandenen DSL-Flatrate-Tarif nach dem Upgrade auf Turbo-DSL einfach weiter zu nutzen. Der Provider erfährt vom Upgrade des Kunden dann eventuell gar nicht.

    Die wieder aufkommende Frage, ob mit Turbo-T-DSL auch Fastpath eingeführt wird, kann derzeit noch nicht eindeutig beantwortet werden. Auf Anfrage teilte die Telekom mit, dass man Fastpath auch für Turbo-DSL vorerst nicht geplant habe. Hier sei aber noch keine endgültig Entscheidung getroffen worden.

    Fazit: Viele haben sicher auf diese Bandbreitenerhöhung bei T-DSL gewartet. Allerdings erscheint der Start eher wie ein Schnellschuss der Telekom, denn viele technische Details sind noch ungeklärt. Eine technische Ausgereiftheit wäre um so wichtiger, weil ohne Provider wie T-Online oder 1&1 der T-DSL-Anschluss nutzlos ist. Nur bei Geschäftskunden tritt die Telekom auch selber als Provider auf (zum Beispiel Business Online oder Festverbindung Internet).

  5. T-Mobile: Europa-Start unter einheitlicher Marke

    Die Deutsche Telekom ist unter der einheitlichen Marke T-Mobile in Europa an den Start gegangen. Die Tochterfirmen One2One (Großbritannien), max.mobil (Österreich) und Radiomobil (Tschechien) wurden am 18.04 auf den neuen Namen umgestellt. Damit stehen den jetzt etwa 40 Millionen Kunden der T-Mobile Tochtergesellschaften die T-Mobile-Services wie Roaming-Angebote auf GSM-Basis oder weltweite WorldClass Tarife zu Verfügung.

    "Die internationale Expansion der Deutschen Telekom wird eindeutig durch T-Mobile vorangetrieben", erklärte Dr. Ron Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. "Auf lange Sicht wird nur eine kleine Gruppe von Diensteanbietern ihre Marke als Synonym für Innovation und Kundenservice etablieren können. T-Mobile gehört zu dieser Gruppe, gemäß der Zusage an die Kunden 'Get More from T-Mobile!'".

    Der Wettbewerb der Mobilkommunikation werde in Zukunft global ausgetragen, und er werde ein Wettbewerb der Marken sein. Die Telekom-Tochter VoiceStream in den USA soll zum Jahresende auf T-Mobile umgestellt werden.

    Einige T-Mobile Tochtergesellschaften feierten die Einführung der neuen Marke mit besonderen Werbeaktionen: So stellte T-Mobile UK zwei neue Angebote mit festem monatlichen Grundpreis vor - "Daytime" und "Free Time 750".

    T-Mobile Austria berechnet beim WorldClass Tarif für seine Kunden nur die Hälfte der Gebühren. Das Angebot gilt bis April 2003. Außerdem führen die T-Mobile Gesellschaften in Deutschland und Österreich Pay-Per-Event Dienste für ausgewählte Inhalte des T-Mobile online Portals ein: Durch eine neue Micro-Billing-Plattform werden die Kosten einer Einzelabfrage z.B. von Logos, Klingeltönen, oder Grußkarten auf der monatlichen Rechnung ausgewiesen bzw. bei Prepaid-Kunden vom Guthaben abgezogen.

  6. Neue GPRS-Tarife bei Vodafone

    Zum 3. Juni überarbeitet Vodafone seine GPRS-Tarife. Neu ins Angebot aufgenommen wird der Tarif "XXL". Hierbei erhält man für eine monatliche Grundgebühr von 39,95 Euro ein Übertragungsvolumen von 20 MB pro Monat. Das entspricht zum Beispiel einem Empfang von 400 Webseiten a 50 Kilobyte. Benötigt man mehr als das monatliche Kontingent, wird in 100-kB-Einheiten zu jeweils 19 Cent abgerechnet.

    Ferner wird die Grundgebühr für den XL-Tarif, der ab 2. Mai verfügbar ist, von den angekündigten 24,95 Euro auf 19,95 Euro gesenkt. In diesem Tarif ist ein Datentransfer von 5 Megabyte inklusive. Jedes weitere Megabyte kostet neu 2,55 Euro, abgerechnet wird auch hier in 100-Kb-Schritten.

    Ab 3. Juni wird außerdem der Tarif "GPRS World L" in "GPRS L" umbenannt. Die monatliche Grundgebühr sinkt dann von 10,20 auf 9,95 Euro. Für 100 kB werden dann jeweils 29 Cent berechnet.

    Bei Geschäftskunden, die Profipakete nutzen (ab 5 Karten), gelten die neuen Volumenpreise nicht nur für den Zugriff aufs Intranet oder Internet, sondern auch für die WAP-Nutzung per Handy. Einsteiger haben ab 2. Mai außerdem die Möglichkeit, den Tarif "GPRS by call" zu nutzen. Hierbei zahlt man für die WAP- und Webnutzung jeweils einen Volumenpreis von 29 Cent pro 10 kB Datenvolumen und 2 Cent pro Onlinestunde. Eine monatliche Grundgebühr fällt in diesem Fall nicht an.

  7. Vodafone: Zum Start von MMS kostenloses Einführungsangebot

    Mobilfunkkunden von Vodafone können ab sofort mit einem neuen Handy bunte Fotos schießen und als Kompaktnachricht mit Text versenden. Das ermöglicht der neue mobile Datendienst MMS, mit dem das Unternehmen Mitte April drei Monate früher als geplant an den Start gegangen ist.

    Vodafone D2 ist die erste Gesellschaft im Verbund des britischen Mobilfunkriesen, die in Europa mit dem Produkt an den Markt geht. Nach Angaben eines Sprechers würden die anderen nationalen Tochterfirmen rasch folgen. Vodafone ist auf dem deutschen Markt hinter T-Mobile die Nummer zwei.

    MMS (Multimedia Messaging Services) ist der Nachfolger des beliebten Kurznachrichtendienstes SMS. Eine Voraussetzung zur Nutzung des Dienstes ist ein MMS-fähiges Handy. Vodafone bietet in seinen Shops vorerst nur das Ericsson T68i an, das einschließlich Kamera mit einem Preis von knapp 500 Euro noch vergleichsweise teuer ist. Zur Jahresmitte würden weitere Hersteller mit entsprechenden Handys auf den Markt kommen.

    Für den neuen Daten-, Text- und Bilderdienst MMS gibt es zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten: Neben dem Versenden von Bildern und Tönen gehören hierzu auch Musikclips und später Videosequenzen. Eine Textnachricht ist bei MMS nicht mehr wie bei seinem Vorgänger SMS auf 160 Zeichen begrenzt. Als Appetithappen bietet Vodafone bis 31. Juli kostenloses Versenden von bunten Bildern.

  8. Viag: Neue Tarifbezeichnungen bei O2; Mailbox verbindet mit dem Anrufer

    Mit dem Namenswechsel von Viag Interkom zu O2 am 1. Mai werden auch die Namen einiger Tarife des viertgrößten deutschen Mobilfunk-Netzbetreibers geändert. Dem Namen LOOP für die Prepaidkarte wird einfach "O2" vorangestellt. Ansonsten wird aus dem Genion Starter der O2 Starter, aus Genion Home wird O2 Genion, aus Genion Home Profi wird der O2 Genion Profi und aus Genion Duo wird O2 Genion Duo.

    Völlig neue Namen bekommen die ehemaligen Tarife Citypartner und Businesspartner, die zuletzt unter den Bezeichnungen Genion City und Genion City Profi vermarktet wurden. Die neuen Bezeichnungen lauten O2 Select und O2 Select Profi. Diese Neuerung kommt nicht von ungefähr: Unter dem Titel "Select" vermarkten künftig auch die O2-Netze in anderen Ländern ihre Tarife für Vertragskunden. Bleibt abzuwarten, ob daraus irgendwann möglicherweise sogar ein europaweit einheitlicher Handytarif entsteht.

    Die Vertragsbedingungen und Minutenpreise ändern sich durch die Namenswechsel nicht. Wer unabhängig von der Umstellung der Produktbezeichnungen Änderungen an seinem Vertrag vornehmen möchte, sollte dies nach Möglichkeit via Internet und nicht über die Hotline tun. Ein Wechsel der Tarifoption via Internet ist mit 2,56 Euro nämlich deutlich günstiger, als wenn man die Hotline bemüht, die 12,78 Euro pro Optionswechsel verlangt.

    Des weiteren bietet Viag Interkom seit kurzem seinen Vertragskunden die Möglichkeit, Anrufer, die auf der Mailbox eine Nachricht hinterlassen haben, direkt zurückzurufen, ohne die Verbindung zur Mailbox zu unterbrechen. Voraussetzung ist natürlich, dass der Anrufer seine Telefonnummer übermittelt hat.

    Nachdem der Kunde die Nachricht abgehört hat, drückt er die Taste "1" , und die Verbindung zum Gesprächspartner wird aufgebaut. Der Preis für den Rückruf ist unabhängig von der gewählten Tarifoption. Kunden im Genion Starter-Tarif zahlen werktags tagsüber (8 bis 18 Uhr) ins Festnetz 51 Cent pro Minute, zu Viag-Mobilfunkanschlüssen 35 Cent pro Minute und zu Mobilfunk-Fremdnetzen 66 Cent pro Minute. In der Nebenzeit und am Wochenende reduziert sich der Minutenpreis ins Festnetz auf 20 Cent, zu Viag-Handynummern auf 20 Cent und zu Mobilfunk-Fremdnetzen auf 25 Cent.

    In allen anderen Tarifen beträgt der Minutenpreis für Mailbox-Rückrufe ins Festnetz in der Hauptzeit 51 und in der Nebenzeit sowie am Wochenende 15 Cent. Zu Viag-Handynummern zahlt man rund um die Uhr 15 Cent pro Minute und zu anderen Mobilfunknetzen 51 Cent pro Minute in der Hauptzeit und 20 Cent in der Nebenzeit.

    Während des Rückrufs wird die Verbindung zur Mailbox gehalten. Das heißt, außerhalb der Homezone fallen zusätzlich die normalen Gebühren für die Verbindung zur Mailbox an.

  9. Mobilfunkanbieter Quam und Hutchison mit Sonderaktionen

    Wer im Monat April einen Vertrag in den Einsteiger-Tarifen bei Hutchison Telecom abschließt, zahlt erst ab 1. Oktober 2002 die monatliche Grundgebühr.

    Konkret profitieren Kunden von der Aktion, wenn sie sich für einen D1-Vertrag im Tarif Telly Smile, einen D2 Sun-Vertrag oder den E-Plus-Privat-Tarif für Einsteiger entscheiden. In diesen Tarifen gelten die Original-Netzbetreiber-Konditionen. Die Mindestlaufzeit beträgt 24 Monate.

    Auch beim Mobilfunk-Newcomer Quam jagt derzeit eine Aktion die nächste. Zum einen können alle Kunden mit Laufzeitverträgen am kommenden Samstag, den 27. April, kostenlos innerhalb Deutschlands telefonieren.

    Die Aktion gilt für alle Telefonate, die am Samstag zwischen 0 und 24 Uhr innerhalb Deutschlands zu einem Festnetz- oder Mobilfunkanschluss geführt werden. Lediglich Auslandsgespräche und Telefonate zu Sonderrufnummern werden ganz normal berechnet.

    Zum anderen erlässt man allen Kunden, die sich zwischen dem 2. Mai und dem 30. Juni für die Tarif-Variante "3star online" entscheiden, bis Ende Dezember die Grundgebühr in Höhe von 9,95 Euro pro Monat.

    Bei dieser Variante des 3star-Tarifs erhält man die Rechnung ab August ausschließlich online unter www.quam.de oder per E-Mail. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Rechnung in einer "Eingewöhnungsphase" in der herkömmlichen Form per Brief verschickt. Neukunden, die den 3star-online-Vertrag ohne Handy abschließen, haben außerdem die Möglichkeit, den Vertrag in der "SIM only"-Variante abzuschließen. Hier erhält man zusätzlich pro Monat 30 Freiminuten, die für Mobil- und Festnetzgespräche innerhalb Deutschlands aufgebraucht werden könne. Davon ausgenommen sind Gespräche zu Servicerufnummern und Sonderdienste anderer Anbieter. Nicht genutzte Freiminuten verfallen am Monatsende.

    In beiden Varianten werden die üblichen Gesprächsgebühren des 3star-Tarifs berechnet, der mit den Optionen zone, friends oder network erhältlich ist. Leider hat Quam bei dieser Aktion die Bestandskunden vergessen. Wer bereits einen 3star-Vertrag unterschrieben hat, kann, zumindest vorerst, generell nicht in die online-Variante wechseln.

  10. AS Infodienste: 0800 als Prepaid-Lösung / Mobil telefonieren für unter 15 Cent

    Zwei Neuigkeiten bescherte uns die Firma AS Infodienste in der letzten Woche. Zum einen bietet man 0800er-Service-Rufnummern seit Mitte April ohne Grundgebühr an, so dass das Angebot auch für kleinere Firmen und Privatpersonen interessant ist, die für ihre Anrufer kostenlos erreichbar sein möchten. Die Rufnummer wird von AS Infodienste auf Guthabenbasis eingerichtet.

    Der Nutzer erhält mit der Aktivierung zunächst ein Startguthaben in Höhe von 25 Euro, das vollständig innerhalb eines Jahres abtelefoniert werden kann. Jede zusätzliche Aufladung verlängert die Gültigkeit des Guthabens auf ein weiteres Jahr.

    Vorteil gegenüber vielen Konkurrenzprodukten sind die umfangreichen Routingmöglichkeiten, der Abruf von Online-Statistiken, die Einrichtung und Steuerung einer "Black List", auf der unerwünschte Anrufer eingetragen werden können, und die Einrichtung individueller Netzansagen. Auch das jeweilige Restguthaben kann jederzeit abgerufen werden.

    Die Einrichtung der Rufnummer kostet einmalig 99,95 Euro. Zahlt man weniger als 25 Euro pro Jahr ein, so berechnet AS Infodienste eine Jahresgebühr von 19,95 Euro. Eingehende Gespräche aus dem Festnetz kosten 8 Cent pro Minute, aus den Mobilfunknetzen 45 Cent pro Minute. Routet man die Servicenummer auf einen Handyanschluss, so fällt ein Aufpreis von 37 Cent pro Minute an. Die Abrechnung erfolgt sekundengenau.

    Ein weiteres Highlight letzter Woche ist der Sondertarif bei den Calling-Cards. Bis Ende des Monats besteht ein Aktionspreis von 16,4 Cent pro Minute für Gespräche vom Handy zum Festnetz. Verbindungen vom Handy zum Handy sind für 40,4 Cent möglich, zu 0180 bzw. 0700 zahlt man 29,4 Cent pro Minute. Die regulären Tarife liegen mit 22, 46 bzw. 35 Cent etwas darüber.

    Wer sein Guthaben per Paybox einzahlt, bekommt zudem 10 Prozent Rabatt. Statt 16,4 Cent kostet die Minute ins Festnetz dann nur noch 14,76 Cent. Zum Vergleich: Mit den gängigen Mobilfunk-Prepaid-Karten bezahlt man fast das Fünffache für Gespräche ins Festnetz zur Hauptzeit! Abgerechnet wird im für Calling-Cards sehr fairen 10-Sekunden-Takt ab Beginn des Gesprächs. Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie auf der Seite http://www.teltarif.de/s/s7636.html nachlesen.


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