Newsletter 12/02 vom 21.03.2002
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 21.03.2002 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Der Brodos-javaSMS-Trick: SMS-Versand über GPRS nicht in jedem Fall günstiger
  2. GPRS: T-Mobile und Vodafone D2 stellen neue Angebote vor
  3. TS21i: Europäisches Design mit japanischer Technik
  4. Victorvox: Neue Business-Tarife
  5. Mobilbox vom T-Mobil mit erweiterten Funktionen
  6. Call by Call für Ortsgespräche verschoben?
  7. Günstigere Line-Sharing-Preise für DSL-Anbieter beschlossen
  8. Neue Abrechnungsoption bei Tele2
  9. Abschiedsaktion für das Internetangebot von Talkline / avivo führt Marke talknet weiter
  10. Verschiedene Tarifänderungen bei Internetanbietern
  11. Neue DSL-Tarife bei snafu und Callando
  1. Der Brodos-javaSMS-Trick: SMS-Versand über GPRS nicht in jedem Fall günstiger

    Auf der gestern beendeten CeBIT präsentiert die Brodos AG zum ersten Mal die "brodos javaSMS". Mit dieser Anwendung hat Brodos eine Open-Source-Anwendung geschaffen, mit der sich die Tarifhoheit der Netzbetreiber bei SMS zum Nutzen der Endkunden umgehen lässt: Mit javaSMS kann jedes GPRS-fähige und Java-taugliche Mobiltelefon Kurznachrichten über Brodos versenden.

    Auch wenn die erforderlichen Endgeräte derzeit noch nicht in ausreichender Stückzahl verbreitet sind, ist der Erfolg für Java-Anwendungen bei künftigen Handy-Generationen absehbar. Die Voraussetzung zur Nutzung dieser Java-Applikation ist ein Java-fähiges GPRS-Handy, auf das die Applikation von Brodos heruntergeladen werden kann. Über eine Registrierung bei www.brodos-sms.de wird der vergleichsweise günstige Versand ermöglicht.

    Der Trick dieser Applikation besteht darin, dass die per GPRS-Verbindung zu Brodos nicht über das Short Message Service Center (SMSC) des jeweiligen Netzbetreibers läuft. Das SMSC ist die Stelle, an der Netzbetreiber die Kurznachrichten nach den entsprechenden Tarifen abrechnen. Auf die javaSMS-Weise ist der Versand der Kurznachricht unabhängig von jeglicher Preisgestaltung der Mobilfunkbetreiber. Im Gegensatz zu den üblichen 19 Cent pro SMS verlangt Brodos nur 7 Cent. Hinzu kommen allerdings noch GPRS-Gebühren, und die sind in den meisten Netzen alles andere als niedrig. Weil GPRS pro Session abgerechnet wird, kann es ziemlich teuer werden, wenn man jeweils für den Versand einer javaSMS eine GPRS-Session startet. Nutzt man einen GPRS-Tarif, bei dem pro Stunde noch eine Nutzungsgebühr für den Dienst anfällt, kommt man mit einer herkömmlichen SMS sicher preisgünstiger weg. Die javaSMS ist also eher etwas für GPRS-Nutzer, die eh online sind, oder für SMS-Vielnutzer.

  2. GPRS: T-Mobile und Vodafone D2 stellen neue Angebote vor

    Seit mehr als einem Jahr bieten die deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber den paketvermittelten GPRS-Datendienst an. Die Technik ist zukunftsweisend, immer mehr Gerätehersteller haben GPRS-fähige Handys im Angebot. Doch die Kosten für die Nutzung des Dienstes waren bisher so hoch, dass GPRS allenfalls für die Nutzung von WAP, nicht aber für das mobile Surfen im Internet eine Alternative zu einer herkömmlichen Datenverbindung war.

    Einen halbwegs fairen und sogar anmeldefreien GPRS-Tarif stellte Viag Interkom schon Ende letzten Jahres vor. 5 Cent für 10 kB Datentransfer sind hier zu zahlen. Das Kilobyte kostet demnach rein rechnerisch 0,5 Cent. Billiger wird es in den - gegen eine zusätzliche Grundgebühr - erhältlichen Optionstarifen, die jedoch Geschäftskunden vorbehalten sind.

    Mobilfunkneuling Quam liegt mit 19 Cent pro 10 kB bereits unter den 2,5 Cent, die E-Plus für die GPRS-Nutzung abrechnet. E-Plus rechnet als einziger Anbieter auf das Kilobyte genau ab, ist aber im Vergleich zum Viag-Preis von 0,5 Cent pro Kilobyte viel zu teuer. Preiswerter ist GPRS bei E-Plus für i-Mode-Nutzer, die 3 Euro zusätzliche monatliche Grundgebühr zahlen. Dafür kostet das Kilobyte dann bis mindestens Ende Mai nur 0,1 Cent und später 1 Cent. Wie aus der E-Plus-Preisliste hervor geht, gilt dieser günstige Preis dann aber nur für die Nutzung der i-Mode-Dienste, nicht aber für WAP und Web.

    Einen Schritt in die richtig Richtung wagten auf der CeBIT T-Mobile und Vodafone D2, die in Hannover Pakettarife mit Inklusiv-Datenvolumen vorstellten, bei denen der Preis pro Kilobyte deutlich unter einen Cent fällt:

    Entscheidet man sich als D2-Kunde für den ab 2. Mai erhältlichen GPRS XL-Tarif, so zahlt man 24,95 Euro für 5 MB. Für jedes weitere Megabyte berechnet Vodafone 5 Euro. Das Kilobyte kostet demnach etwa 0,48 Cent.

    T-D1 will voraussichtlich zum 1. Juni neue Preise einführen. Im GPRS Office-Tarif für 39,95 Euro sind 20 MB Datenverkehr inklusive. Danach werden 19 Cent pro 100 kB abgerechnet. Der Kilobyte-Preis liegt demnach bei 0,19 Cent. Das ist - wenn man mit der Mindestnutzung von 20 MB im Monat leben kann - das derzeit günstigste Angebot auf dem deutschen Markt. Nachteil: Die neuen GPRS-Preise sind bei D1 - im Gegensatz zu D2 - nur erhältlich, wenn man einen der neuen Euro-Tarife wählt und damit unter anderem höhere SMS-Preise und deutlich höhere Gebühren für Telefonate in fremde Mobilfunknetze in Kauf nimmt.

    Weitere Informationen zu GPRS finden Sie auf unserer Infoseite unter der URL: http://www.teltarif.de/i/gprs.html .

  3. TS21i: Europäisches Design mit japanischer Technik

    Toshiba hat kürzlich das neue i-Mode-Handy TS21i vorgestellt. Auffällig ist vor allem das große Farbdisplay mit 256 Farben. Neben diversen i-Mode-Services können Hintergrundbilder und Bildschirmschoner individuell angepasst werden. Das mit seinem Design an die Konkav-Linien von Nokia erinnernde TS21i verfügt außerdem über eine integrierte Antenne und polyphone Klingeltöne. Die Datenübertragung erfolgt über GPRS. Das TS21i wiegt 98 Gramm. Die Sprechzeit beträgt zwischen zwei und drei Stunden, die Stand-by-Zeit 120 bis 180 Stunden.

    Mit dem TS21i strebt Toshiba auf den europäischen Markt. Dazu wurde ein Zulieferer-Vertrag mit KPN Mobile abgeschlossen, der die Länder Deutschland, Belgien und die Niederlande umfasst. In Deutschland ist der i-Mode-Service seit Kurzem verfügbar. Informationen zu i-Mode finden sie unter der URL: http://www.teltarif.de/s/s7401.html und auf unserer Infoseite unter der URL: http://www.teltarif.de/i/imode.html .

  4. Victorvox: Neue Business-Tarife

    Bereits vor ein paar Wochen hat Victorvox seine D1-Tarife völlig überarbeitet. Jetzt führt Victorvox im Rahmen der CeBIT zusätzlich neue Businesstarife ein.

    Die neuen Tarife sind für die D-Netze und E-Plus verfügbar. Bei den Tarifen "Business BASIC", "Business MEDIUM" und "Business LARGE" zahlt man ins deutsche Festnetz und für netzinterne Gespräche jeweils einen rund um die Uhr gültigen Einheitspreis. Alle Tarife werden im 60/1-Takt abgerechnet - 10/10-Taktung oder 1/1-Taktung gegen Aufpreis ist aber möglich.

    Der Tarif "Business LARGE" kostet im E-Plus Netz eine Grundgebühr von 21 Euro. Netzinterne Gespräche und Anrufe ins nationale Festnetz kosten rund um die Uhr 7 Cent pro Minute. Gespräche in Fremdnetze werden mit 20 Cent pro Minute berechnet. Eine SMS kostet jeweils 15 Cent, egal ob ins eigene oder fremde Netz.

    Der Tarif "Business MEDIUM" fürs D2-Netz kostet monatlich 19 Euro Grundgebühr. Netzinterne Gespräche und Anrufe ins Festnetz kosten 19 Cent pro Minute. Gespräche in die Netze D1, E-Plus und Viag Interkom kosten rund um die Uhr 49 Cent pro Minute, zu Quam und dem späteren Mobilcom-Netz werden in der Hauptzeit 50 Cent und in der Nebenzeit 35 Cent pro Minute berechnet.

    Im Tarif "Business BASIC" im D1-Netz zahlen Kunden für netzinterne Gespräche und Anrufe ins deutsche Festnetz jeweils 39 Cent pro Minute. Die Grundgebühr beträgt 9 Euro.

    Natürlich sind Business BASIC, MEDIUM und LARGE jeweils für alle drei genannten Netze verfügbar. Die Konditionen sind dabei im E-Plus-Netzen deutlich günstiger als in den beiden D-Netzen.

  5. Mobilbox vom T-Mobil mit erweiterten Funktionen

    Ab April wird bei der T-Mobile Mobilbox eine Rufnummernerkennung zur Verfügung stehen. Diese speichert in dem Fall, dass der Anrufer keine Nachricht auf der Mailbox hinterlässt, die Rufnummer des Anrufers. Voraussetzung ist natürlich, dass der Anrufer die Rufnummernübermittlung aktiviert hatte. Wurde der Anruf zunächst auf dem Handy signalisiert und erst dann auf die Mailbox weitergeleitet, erfolgt keine Registrierung der Nummer in der Mailbox, denn in diesem Fall speichert schon das Handy diese Rufnummer. Auf Wunsch lässt sich das neue Feature auch aus- oder wieder einschalten. Dieses Feature steht auch Xtra-Kunden zur Verfügung.

    Ab Sommer wird es möglich sein, einen Anrufer direkt aus der Mailbox zurückzurufen. Die zusätzlichen Gesprächsentgelte werden dem Kunden aber in Rechnung gestellt. Die Rückruffunktion wird zudem nur für Anrufe aus den deutschen Fest- und Mobilnetzen angeboten. Außerdem profitieren nur Vertragskunden von dieser neuen Funktion.

  6. Call by Call für Ortsgespräche verschoben?

    Zwischen Finanz- und Wirtschaftsministerium gibt es offensichtlich Unstimmigkeiten über den Zeitpunkt der Liberalisierung des Ortsnetzbereichs, der zum jetzigen Zeitpunkt nach wie vor fest in der Hand der Deutschen Telekom liegt. Nach dem bisherigen Plan sollte die Telekommunikations-Novelle von Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) noch vor den Bundestagswahlen verabschiedet werden, so dass die Bestimmungen zum Call-by-Call im Ortsnetz zum 1. Dezember 2002 hätten in Kraft treten können.

    Nach Darstellungen der "WirtschaftsWoche" haben Bundeskanzler Gerhard Schröder und Finanzminister Hans Eichel (beide SPD) nun die Gesetzesinitiative vorerst gestoppt. Jetzt solle darüber erst nach den Wahlen entschieden werden. Damit könnten Discounter wie 01051 Telecom, Tele 2 und 3U erst ab Sommer 2003, sechs Monate später als Müller der Brüssler EU-Kommission versprochen hatte, ihren Preiskampf auf Ortsgespräche ausdehnen. Schröder und Eichel hätten hier dem Druck von Telekom-Chef Ron Sommer nachgegeben.

    Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums betonte, ihr Haus strebe weiterhin an, dass die Novelle möglichst rasch auf den parlamentarischen Weg gebracht wird. Müller halte an dem bisherigen Zeitplan fest. Andernfalls drohe ein Vertragsverletzungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof in dreistelliger Millionenhöhe.

    Ein Sprecher des Finanzministeriums wollte dazu keine genauen Angaben machen. Es fänden noch Gespräche statt, so dass über das Gesetzesvorhaben noch nicht abgestimmt werden könne, sagte er.

    Egal ob die Liberalisierung noch in diesem Jahr oder erst Mitte nächsten Jahres in Kraft tritt: Nach wie vor gibt es die Möglichkeit, Ortsgespräche auch über die diversen Tochtergesellschaften der 01058 und 01051 Telecom, wie zum Beispiel Fonfux, Phonecraft, Telediscount oder TeleBillig zu führen, welche die Verbindung über eine 0190-0xy-Nummer herstellen. Die Tarife dazu und die Vorwahlnummern finden Sie wie üblich in unserer Tarifabfrage.

  7. Günstigere Line-Sharing-Preise für DSL-Anbieter beschlossen

    Beim Line-Sharing überträgt ein DSL-Anbieter seine Daten im hochfrequenten Bereich, während der normale Analog- oder ISDN-Anschluss des Kunden bei der Deutschen Telekom bestehen bleibt. Zwei Anbieter teilen sich damit eine Leitung.

    In der letzten Woche hat die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) die Preise für das Line-Sharing deutlich gesenkt. Demnach muss der DSL-Anbieter für diese Dienstleistung künftig monatlich 4,77 Euro an die Deutsche Telekom bezahlen. Ursprünglich hatte die Telekom mehr als das Dreifache (14,65 Euro) als monatliches Entgelt beantragt. Für die Umschaltung darf die Deutsche Telekom einmalig 85,61 Euro berechnen, für den Rückbau nach einer Kündigung 72,10 Euro. Diese Entgelte sind bis 30. Juni 2003 festgelegt, wobei die Umschaltkosten bereits in den nächsten Monaten nach unten korrigiert werden könnten, wenn aufgrund eines anderen zur Zeit anhängigen Verfahrens bei der Regulierungsbehörde die Umschaltkosten für die ganze Teilnehmer-Anschlussleitung ebenfalls gesenkt werden. Weitere Details können Sie in unserer Meldung http://www.teltarif.de/s/s7511.html nachlesen.

  8. Neue Abrechnungsoption bei Tele2

    Tele2 aus Düsseldorf bietet derzeit registrierten Kunden einen Wechsel in den sogenannten "Tele2 Direct"-Tarif an. Dabei handelt es sich um eine Art "Prepaid-Tarif" im Festnetz.

    Per Lastschriftverfahren bucht das Unternehmen 25 Euro vom Konto des Kunden im Voraus ab, die dieser dann zu den gleichen Gebühren, die auch im normalen Call-by-Call-Tarif anfallen, abtelefonieren kann. Fällt das Guthaben unter 5 Euro, so werden automatisch erneut 25 Euro von Tele2 abgebucht und der Kunde darüber per Postkarte informiert. Eine Rechnung oder einen Einzelverbindungsnachweis gibt es jedoch nicht. Lediglich der aktuelle Stand des Guthabens kann jederzeit telefonisch unter einer kostenlosen 0800-Servicenummer abgefragt werden.

    Um den Kunden diese neue Form der Abrechnung schmackhaft zu machen, gewährt Tele2 für die Ummeldung in den "Direct"-Tarif 120 Freiminuten, die in der Nebenzeit ins deutsche Festnetz vertelefoniert werden können. Dies entspricht einem Gegenwert von 2,40 Euro. Bei jeder Aufladung des Guthabenkontos um 25 Euro erhält man jeweils weitere 30 Freiminuten. Bei dieser Tarif-Variante werden alle Gespräche sekundengenau abgerechnet.

    Was Tele2 als Vereinfachung und Vorteil für die Kunden anpreist, erscheint bei genauerer Betrachtung jedoch in erster Linie vorteilhaft für das Unternehmen selbst: Der Kunde muss bei der Bezahlung in Vorleistung gehen, während Tele2 das eigene Risiko minimiert und sich zudem die schriftliche Rechnungsstellung sowie gegebenenfalls anfallende Mahnkosten spart. Da es auch keinen Einzelverbindungsnachweis gibt, ist es dem Kunden darüber hinaus praktisch unmöglich, Fehler bei der Abrechnung seiner Telefonate zu bemerken und zu reklamieren. Einen Rabatt von 30 bzw. sogar 45 Freiminuten gewährt das Unternehmen andererseits auch im normalen Privatkundentarif ab einer Rechnungshöhe von 20 bzw. 25 Euro, so dass die Regelung im Direct-Tarif nur bei geringen monatlichen Rechnungsbeträgen günstiger ist. Nicht zuletzt wird der Vorteil der sekundengenauen Abrechnung dadurch getrübt, dass Tele2 zusätzlich zu den Gesprächskosten ein Verbindungentgelt von 2 Cent ins Festnetz bzw. von 4 Cent in die Mobilfunknetze und ins Ausland erhebt. Dadurch sind vor allem kurze Gespräche teilweise teurer als bei der anmeldefreien Konkurrenz.

  9. Abschiedsaktion für das Internetangebot von Talkline / avivo führt Marke talknet weiter

    Wie bereits mehrfach berichtet, stellt Talkline zum 31. März sein Internet- und Festnetzgeschäft ein, und konzentriert sich dann wieder voll auf den Bereich Mobilfunk. Zuvor möchte man sich aber offensichtlich bei den Kunden mit einer befristeten Internetaktion verabschieden: Über die Einwahlnummer 01925 877, Benutzername "easy", Passwort "inter-net", kann man bis einschließlich 31. März in der Nebenzeit für 1,14 Cent pro Minute im Internet surfen. Das Angebot gilt allerdings nur in der Zeit von 18 bis 22 Uhr. In der übrigen Zeit wird es richtig teuer: Mit 2,28 Cent pro Minute kostet der Internetzugang glatt das Doppelte. Hinzu kommt noch ein Einmalentgelt pro Einwahl in Höhe von ebenfalls 2,28 Cent, was den Tarif leider auch zur Nebenzeit weniger attraktiv macht.

    Die Marke talknet wird nach dem 31. März durch die Internetfirma avivo weitergeführt. Avivo ist ein neues Unternehmen, dass durch ehemalige Talkline-Mitarbeiter gegründet wurde. BT-Ignite übernimmt die 01925-Einwahlnummern und will damit den talknet-Privatkunden übergangslos den weiteren Zugang zum Internet sichern. Den Internet-Access erhalten auch Talklines Internet-Service-Provider (ISP) sowie Virtual-Internet-Service-Provider (VISP), die bisher Internet-by-Call angeboten haben.

    Auf der technischen Plattform von BT-Ignite wird avivo künftig das talknet-Angebot fortführen. Alle Kunden werden bis zum 22. März 2002 von Talkline per E-Mail informiert. "Unsere wichtigste Botschaft: Der Kunde muss nichts verändern, um weiter mit talknet zu surfen", sagt Dietmar Struckmeyer, Geschäftsführer von avivo. Die technische Migration im Hintergrund wird zwischen BT-Ignite, avivo und Talkline umgesetzt.

    Zu welchen Bedingungen die Kunden dann surfen werden, steht noch nicht fest. Talknet verspricht aber, die Kunden vor dem 1. April über die neuen Konditionen zu informieren. Die Informationen sollen bis dahin auch auf der Seite talknet.de einsehbar sein.

  10. Verschiedene Tarifänderungen bei Internetanbietern

    Seit dem 15. März gelten bei BT Ignite für die Einwahlnummer 01938 9687 veränderte Bedingungen. Statt 1,95 bzw. 1,25 Cent pro Minute werden in der Hauptzeit (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) nun 1,81 Cent und in der Nebenzeit (übrige Zeit) 1,39 Cent pro Minute abgerechnet. Damit wird die Hauptzeit zwar günstiger, die Nebenzeit dafür teurer.

    Die Einwahlnummer 01938 9687 wird von einer Reihe an Resellern von BT Ignite genutzt. Die Unterscheidung erfolgt aufgrund von unterschiedlichen Passwörtern und Benutzernamen, die Sie auf unserer Anbieterseite unter http://www.teltarif.de/a/btgermany/reseller-2.html einsehen können. Bei diesem Tarif wird kein Verbindungsentgelt verlangt, und auch die sekundengenaue Abrechnung bleibt erhalten.

    Gleichzeitig verändern sich auch die Konditionen für den City-Tarif, der in 38 Städten nutzbar ist. Über die Einwahlnummer 01938 9686 werden hier ab sofort nicht mehr 1,32 bzw. 0,9 Cent pro Minute verlangt sondern 1,18 bzw. 1,11 Cent pro Minute. Eine heftige Preiserhöhung gibt es beim Verbindungsentgelt. Anstatt 2,32 Cent werden ab sofort 4,64 Cent berechnet. Damit lohnt sich die Einwahl nur bei langen Internetsitzungen. Der City-Tarif wird dabei ebenfalls von immer mehr BT Ignite-Resellern übernommen.

    easynet verwendet ab sofort die Einwahlnummer 019161 von Mediaways für den Internetzugang. Auch Passwort und Benutzername wurden angepasst. Sie lauten "easycall@easy-call.net" als Benutzername und "easynet" als Passwort. Der Internetzugang kostet ab sofort rund um die Uhr 1,5 Cent pro Minute, ein Verbindungsentgelt fällt nicht an.

    Im Vergleich zum bisherigen Tarif ohne Anmeldung wird die Hauptzeit damit deutlich günstiger, die Nebenzeit geringfügig teurer. Die sekundengenaue Taktung bleibt erhalten. Allerdings wird der City-Tarif abgeschafft. Bei diesem Tarif konnte man für 1,48 bzw 0,97 Cent pro Minute surfen, vorausgesetzt man wohnte in einer von 480 definierten Städten in Deutschland. Um den Übergang zu erleichtern, soll die alte Rufnummer noch bis zum 30. April zu den gewohnten Konditionen weiter betrieben werden.

    Etwas günstiger wurde der Internetzugang vom Wiesbadener Internetprovider Callero. Seit gestern kostet im Tarif Callero by Call die Onlineminute nur noch 1,39 Cent statt bisher 1,41 Cent. Der Preis gilt rund um die Uhr und wird im Minutentakt über die Rechnung der Deutschen Telekom abgerechnet.

  11. Neue DSL-Tarife bei snafu und Callando

    Der Internetprovider Inter.Net, besser bekannt unter dem Namen snafu, bietet seit letzter Woche einen neuen DSL-Tarif an, der in Verbindung mit T-DSL der Deutschen Telekom genutzt werden kann. Für eine monatliche Grundgebühr von nur 9 Euro kann man zeitlich unbegrenzt im Internet surfen. Allerdings sollte man besonders Grafik-intensive und multimediale Internetseiten meiden, da nur magere 512 MB Transfervolumen enthalten sind. Jedes weitere Gigabyte kostet 10 Euro und wird Megabyte-genau abgerechnet.

    Beim vorhandenen Tarif snafu.adsl wird zum 1. April die monatliche Grundgebühr von bisher 24,75 Euro auf 21,75 Euro reduziert. Im Grundpreis enthalten ist weiterhin ein Gigabyte Transfervolumen. Jedes weitere Gigabyte kostet jedoch ab 1. April ebenfalls nur noch 10 Euro statt bisher 14 Euro. Abgerechnet wird pro Megabyte. Dieser Tarif ist auf jeden Fall teurer, als der neue snafu.adsl, denn bei letzterem bekommt man für 19 Euro bereits 1,5 Megabyte.

    Beim Tarif snafu.unlimited gibt es ebenfalls eine Neuerung: Ab dem 1. April kostet die Onlineminute bundesweit 1,2 Cent. Die Grundgebühr bleibt unverändert bei 12,75 Euro pro Monat, die Einwahl erfolgt hier mit Analogmodem oder ISDN.

    Der Internetprovider Callando bietet nun ebenfalls DSL-Tarife an, die in Verbindung mit einem T-DSL-Anschluss der Deutschen Telekom genutzt werden können. Dabei hat sich der Anbieter drei Tarife ausgedacht, die sehr an die Tarife von 1&1 erinnern: Beim Tarif Callando.DSL Start erhält man für monatlich 9,90 Euro 40 Freistunden. Jede weitere Minute kostet 0,82 Cent. Der Tarif Callando.DSL Power bietet für monatlich 14,90 Euro 100 Freistunden und jede weitere Minute kostet ebenfalls nur 0,82 Cent.

    Beim Tarif Callando.DSL Flat für 19,95 Euro pro Monat handelt es sich zwar um einen zeitlich unbegrenzten Zugang, der Datentransfer ist aber nur bis 3,3 Gigabyte pro Monat im Grundpreis von 19,95 Euro enthalten. Danach werden pro angefangenen 100 MB 99 Cent in Rechnung gestellt. Unerfreulich bei diesem Tarif: Bei Vertragsbeendigung fällt eine Deaktivierungsgebühr in Höhe von 14,95 Euro an! Wer also an einem zeitlich unbegrenzten DSL-Zugang mit einen Datentransfer von weniger als 5 Gigabyte pro Monat interessiert ist, fährt mit dem Tarif DSL Private von 1&1 besser. Dieser Tarif bietet nicht nur mehr freies Transfervolumen, sondern kostet auch nur 16,90 Euro im Monat. Dieser Tarif wird zwar von 1&1 nicht mehr aktiv beworben, ist jedoch auf Anfrage weiterhin bei 1&1 erhältlich.

    Weitere DSL-Tarife finden Sie auf unseren DSL-Infoseiten unter http://www.teltarif.de/i/dsl.html . Hier sei noch einmal daraufhin gewiesen, dass auf der DSL-Infoseite die tatsächlichen monatlichen Kosten verglichen werden. Nähere Infos dazu erfahren Sie auch im einleitenden Text der Infoseite.


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