Newsletter 05/02 vom 31.01.2002
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 31.01.2002 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. 1&1: 3 Monate ohne Grundgebühr im Spartarif
  2. Avisgo: Wer die alte Einwahlnummer wählt, zahlt drauf
  3. acn: Jetzt 1,35 Cent rund um die Uhr und keine Einwahlgebühr mehr
  4. Free & Easy-Cash unbegrenzt gültig
  5. Es gibt weiterhin günstige Mobilfunkaktionen
  6. Talkline setzt auf Kostenkontrolle
  7. Tangens stellt Angebot ein
  8. Für nur 17,5 Cent in die Mobilnetze telefonieren
  9. Neue Auslandsaktionen und Spitzentarife
  10. Phonetone: Callthrough jetzt auch über 0180-5
  1. 1&1: 3 Monate ohne Grundgebühr im Spartarif

    Die 1&1 Internet AG startet mal wieder eine Aktion "3 Monate ohne Grundgebühr", diesmal aber nicht für DSL-, sondern für Analog- und ISDN-Einwahl. Alle Neukunden, die sich für den Spartarif anmelden, zahlen die ersten drei Monate keine Grundgebühr. Nach den 3 Monaten wird eine monatliche Grundgebühr von 4,99 Euro fällig. Die Onlineminute kostet beim Spartarif tagsüber von 9 bis 23 Uhr 0,99 Cent und in der restlichen Zeit nur 0,49 Cent. In dieser Zeit ist der Tarif unschlagbar.

    Außerdem beendet 1&1 die Kooperation mit dem Onlinebroker ConSors. Aus diesem Grund gibt es auch einige Änderungen bei den eigens für die Kooperationen kreierten Internet-Tarifen: Der Tarif "DSL.Internet.Broking" für monatlich 10,17 Euro und 500 MB freiem Transfervolumen entfällt komplett. 1&1 empfiehlt diesen Kunden den Tarif DSL.Privat, der nur knapp sieben Euro mehr im Monat kostet, dafür aber fünf Gigabyte freies Transfervolumen bietet.

    Die Schmalband-Broking-Tarife für 5,06  Euro mit monatlich 10 Freistunden und 1,99 Cent pro Minute, bzw. 60 Freiminuten täglich und 1,48 Cent pro Minute werden weiterhin angeboten. Allerdings entfällt mit der Märzrechnung die Erstattung der Grundgebühr, die man bisher durch Transaktionen bei Consors erhalten hat.

  2. Avisgo: Wer die alte Einwahlnummer wählt, zahlt drauf

    Anfang letzter Woche erhöhte Avisgo die Preise für den Internetzugang auf 1,39 Cent. Dabei wurde mitgeteilt, dass sich die Einwahlnummer von 01925-6555 zu 01925-6550 ändere. Auf unsere Nachfrage, welche Tarife denn für die alte Einwahlnummer gelten, antwortete Avisgo: "Die alte Einwahlnummer gibt es doch nicht mehr, es gilt nur noch die neue!". Damit schien die Sache erledigt. Interessanterweise findet sich in den AGB von Avisgo eine anderslautende Passage: "Folgende Verbindungspreise gelten: Einwahlnummer: 01925-6550: Mo-So 0-24 Uhr 1,39 Cent/min, es fällt keine Einwahlgebühr an; Einwahlnummer: 01925-6555: Mo-So 0-24 Uhr 3 Cent/min zuzüglich 2 Cent Einwahlgebühr"

    Das bedeutet, dass alle Nutzer, die nun arglos die alte (einst mit 1,02  Cent in der Nebenzeit und 1,22 Cent in der Hauptzeit sagenhaft günstige) Einwahlnummer benutzen, jetzt zum fast verdreifachten Tarif surfen und auch noch für jede Einwahl extra zahlen müssen. Das ist alles andere als fair. Denn die Preiserhöhung für die alte Einwahlnummer wurde nicht eindeutig kommuniziert und auch unter "Tarife" ist auf der Homepage von avisgo nur das neue Angebot zu finden.

  3. acn: Jetzt 1,35 Cent rund um die Uhr und keine Einwahlgebühr mehr

    Der Internetprovider acn hat zum letzten Freitag die Konditionen für den Tarif acn GEO geändert. Seitdem wird nicht mehr zwischen Haupt- und Nebenzeit unterschieden, sondern es gilt rund um die Uhr ein Preis von 1,35 Cent pro Minute. Dadurch wird der Tarif zwar in der Nebenzeit um 0,1 Cent pro Minute teurer, allerdings entfällt künftig das Einwahlentgelt in Höhe von bisher 2,56 Cent. Tagsüber wird der Tarif deutlich günstiger (bisher 1,69 Cent pro Minute) und ist nun der billigste Tarif ohne Anmeldung und ohne Einwahlgebühr.

    Die Abrechnung erfolgt weiterhin im Minutentakt über die Rechnung der Deutschen Telekom.

  4. Free & Easy-Cash unbegrenzt gültig

    Viele, die eine Mobilfunk-Prepaidkarte nutzen, kennen das Problem: Man kauft ein paar Aufladekarten auf Vorrat, um bei Bedarf das Kartenguthaben jederzeit nachladen zu können. Und gelegentlich bleibt eine Cash-Karte etwas länger als geplant liegen. Ab und zu verpasst man dann das Verfallsdatum der Karte, die dann wertlos ist.

    Bei E-Plus kann das ab sofort nicht mehr passieren, denn Free & Easy-Cash-Karten sind ab sofort unbegrenzt gültig. Die Regelung gilt für Original-Netzbetreiber-Karten und Cash-Cards anderer Provider. Die Neuregelung gilt auch für noch nicht genutzte, aber bereits im Umlauf befindliche Karten, auf denen noch ein Verfallsdatum angegeben ist. Neue Cash-Karten will der Netzbetreiber ohne Aufdruck eines Gültigkeitszeitraums produzieren.

    Hat man dann hingegen sein Guthaben auf der Free & Easy-Karte aufgeladen, gelten weiterhin die üblichen Verfallszeiten.

  5. Es gibt weiterhin günstige Mobilfunkaktionen

    Die ganz tollen Zeiten sind zwar nicht wiedergekehrt, in denen man zum grundgebührfreien Tarif ohne Mindestumsatz auch noch ein Handy geschenkt bekam, aber immerhin gibt es wieder Aktionen für Tarife ohne Grundgebühr mit Mindestumsatz. Beispielsweise bei Super24: Hier bekommt man zum "Special"-Tarif, der für die Netze D1, D2 sowie E-Plus erhältlich ist, wahlweise ein Nokia 3330 oder einem Siemens C45 zum 24-Monats-Vertrag. Die Aktion läuft bis einschließlich 15. Februar. Man muss sich demzufolge recht schnell für einen Vertrag entscheiden. Beim Spezial-Tarif fällt ein monatlicher Mindestumsatz in Höhe von 7,64 Euro an. Auch die Einrichtung ist mit 9,71 Euro deutlich niedriger als bei Verträgen üblich.

    Die Gesprächspreise entsprechen im Wesentlichen denen der Netzbetreiber in den "gehobenen" Privatkundenverträgen, d.h. dem Telly-Tarif von T-D1, dem Fun-Tarif von D2 Vodafone bzw. dem Privat-Tarif von E-Plus. Außerdem kann man zwischen den jeweils netzspezifischen Optionen wählen. Beim D1-Tarif sind das City- und Lokal-Option, beim D2-Tarif BestCitySpecial sowie BestCity und beim E-Plus-Tarif die Optionen City und Partner & Family. Alles in Allem handelt es sich hierbei um ein gutes Angebot für Kurzentschlossene.

    Beim Internet-Handy-Shop gibt es das Siemens C35i-XtraPac mit 12,78 Euro Startguthaben für die D1-Xtra-Card für 89 Euro. Das Angebot gilt, so lange der Vorrat reicht.

  6. Talkline setzt auf Kostenkontrolle

    Mobilfunkprovider Talkline hat zum 1. Februar den neuen Mobilfunktarif "Talkline Tipp" angekündigt. Dieser kostet monatlich drei Euro Grundgebühr, in denen schon zehn SMS enthalten sind. Weiterhin wird ein Mindestumsatz von 12 Euro erwartet. Das besonderes Feature ist die Umsatzsperre: Vertelefoniert man mehr als 51 Euro, wird man für den Rest des Abrechnungsmonats für abgehende Anrufe gesperrt. Eine SMS informiert über die Sperre. Die Annahme von Telefonaten ist weiterhin möglich. Leider wird die Sperre aber nicht sofort, sondern aus technischen Gründen mit zwei Tagen Verzug geschaltet. Damit kann es passieren, dass man das Limit deutlich überschreitet, wenn man an einem Tag besonders viel telefoniert. Auch scheint es keine Möglichkeit zu geben, ein individuelles Limit vorzugeben. Immerhin kann man aber per Überweisung des aufgelaufenen Betrags eine Entsperrung auch für den aktuellen Monat erwirken. Faxt man den Einzahlungsbeleg gleich an Talkline, soll das sogar innerhalb von zwei Stunden klappen.

    Die Tarife liegen mit 75/29/9 Cent (Hauptzeit/Nebenzeit/Wochenende) ins Festnetz, 39/19 Cent (HZ/NZ) netzintern und 85/39 Cent in Fremdnetze deutlich höher als bei den Einsteigertarifen wie Telly Smart oder Vodafone Sun. Die Hauptzeit läuft Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr. Die Abrechnung erfolgt im 60/10-Takt. Roaming und Anrufe zu 0190-X-Nummern sind generell nicht möglich. Der Tarif wird in den Netzen D1, Vodafone und E-Plus angeboten. Prinzipiell ist diese Idee nicht schlecht: Eine automatische Sperre oder zumindest eine Warn-SMS bei übermäßiger Handy-Nutzung wäre für alle Handyverträge eine gute Sache. Leider ist die Umsetzung nicht so gut, wie sie sein könnte, denn der Tarif ist ziemlich teuer, und die Sperre ziemlich unflexibel.

  7. Tangens stellt Angebot ein

    Der Service-Provider Tangens aus Potsdam stellt seine Geschäftstätigkeit ein. Schon im August letzten Jahres wurden mit T-Mobile, Vodafone D2 und E-Plus Verhandlungen aufgenommen, um sicherzustellen, dass Tangens-Kunden weiter telefonieren können. Das Ergebnis: E-Plus-Kunden von Tangens werden seit dem Jahreswechsel auf Original E-Plus-Service-Verträge umgestellt. Es bestand zum damaligen Zeitpunkt auch ein Sonderkündigungsrecht, das aber nach Tangens-Angaben nur wenige Kunden in Anspruch genommen haben. Die vier Wochen Kündigungsfrist sind inzwischen verstrichen. Tangens-D2-Kunden wurden ebenfalls vom Netzbetreiber übernommen. Ein Kündigungsrecht besteht hier nicht, da D2 alle Verträge einschließlich dem Sondertarif "YAP", der speziell für ehemalige Tangens-D2-Kunden weitergeführt wird, mit übernommen hat. Käufer von Prepaid-Paketen können sich wahlweise bis 31. März 2002 noch an Tangens oder direkt an Vodafone wenden. Sie werden so behandelt, als ob sie schon immer Original-D2-Kunden gewesen wären.

    Noch keine konkreten Ergebnisse erbrachten die Verhandlungen mit T-Mobil. Bis zum Abschluss der Verhandlungen und zur endgültigen Klärung werden deshalb Tangens-D1-Kunden weiter von Tangens betreut. Beim Ende des Service-Providers Netztel Plus hatte T-Mobile in einer aufwändigen Aktion mittels Sonderhotline versucht, die ehemaligen Provider-Kunden zu Original-D1-Verträgen zu überreden. Da T-Mobile aber die teilweise sehr attraktiven und günstigen Netztel-Konditionen nicht übernehmen und den Kunden auch keine Neukunden-Konditionen einräumen wollte, hatten viele Netztel-Kunden ihre Verträge auslaufen lassen und waren zu anderen Anbietern gewechselt. Tangens hat hingegen vor allem den Originalverträgen ähnliche Angebote gehabt, so dass hier die Übernahme der Kunden durch den Netzbetreiber einfacher sein dürfte.

  8. Für nur 17,5 Cent in die Mobilnetze telefonieren

    Nachdem sich letzte Woche der Preiskampf zwischen Fonfux (Vorwahl 0190-037) und TeleBillig (Vorwahl 0190-029) auf Gespräche ins Festnetz konzentrierte und das Ende der Fahnenstangen offensichtlich bei 1,5 Cent pro Minute erreicht war, startete am letzten Donnerstag One.Tel (01086) einen neuen Preiskampf. Diesmal lagen aber die Tarife für Telefonate in die deutschen Mobilfunknetze im Visier der Telefonanbieter. Allerdings sind die Margen schon so gering, dass nicht mehr viel am Preis zu reduzieren ist. Aber immerhin: Zur Zeit sind Gespräche für nur 17,5 Cent in alle Mobilnetze über TeleBillig möglich. Fonfux und One.Tel verlangen mit 17,9 Cent nur etwas mehr.

  9. Neue Auslandsaktionen und Spitzentarife

    Ausländische Ziele eignen sich immer gut für eine Telefongesellschaft, besonders günstige Gespräche in ein oder mehrere Länder anzubieten und somit - zumindest kurzfristig - die Aufmerksamkeit der Kunden auf sich zu ziehen. So gibt es auch diese Woche wieder einige Aktionstarife von RapidLink, 01039 und Ventelo. Sogar der Telefondiscounter Telebillig, der anfangs eigentlich nur Gespräche innerhalb Deutschlands anbieten wollte, vermittelt jetzt Telefonate in ausgesuchte ausländische Ziele. Mit dabei sind zum Beispiel die USA (3,5 Cent), Russland (15,5 Cent) oder Griechenland (10 Cent). Erreichbar sind diese Länder über die 0190-029; es gilt die Abrechnung im Minutentakt. Phonecraft (Vorwahl 0190-087) bietet die gleichen Ziele wie Telebillig zu exakt den gleichen Preisen an.

    Wie immer macht es jedoch wenig Sinn, hier alle Länder aufzuzählen, die derzeit besonders günstig zu erreichen sind. Dafür bieten wir Ihnen unsere Tarifdatenbank-Abfrage unter http://www.teltarif.de/standard.html an, die stets die aktuellen Preise vergleicht und die günstigsten Anbieter für Ihr gewünschtes Ziel ausgibt.

  10. Phonetone: Callthrough jetzt auch über 0180-5

    Die Telefongesellschaft Phonetone Telecom hat ihr Callthrough-Angebot erweitert. Neben der bisherigen Einwahlnummer 0700-12070012 steht jetzt auch die Zugangsnummer 01805-770577 zur Verfügung. Unter dieser Rufnummer sind einige Auslandsziele sehr günstig zu erreichen, beispielsweise Brasilien, Chile oder Südafrika. Eine Liste der weiteren Länder können Sie unserer Meldung unter http://www.teltarif.de/s/s7112.html entnehmen.

    Gespräche zu Rufnummern mit der Vorwahl 01805 kosten rund um die Uhr 12 Cent pro Minute. Weitere Kosten fallen bei der Nutzung des Dienstes nicht an. Nachteil: Die Gebührenuhr tickt bereits ab der Einwahl in den Vermittlungsrechner von Phonetone Telecom, nicht erst ab dem eigentlichen Gesprächsbeginn. Dennoch ist der Service nicht uninteressant. Billigste Call-by-Call-Anbieter für Telefonate nach Südafrika sind zum Beispiel Telebillig und Phonecraft für jeweils 25 Cent pro Minute. Bei Phonetone Telecom zahlt man weniger als die Hälfte. Ähnliches Bild bei Telefonaten nach Rumänien: Telebillig als günstigster Call-by-Call-Anbieter verlangt 24 Cent pro Minute, Phonetone Telecom nur die Hälfte. Bei Gesprächen nach Argentinien spart man immerhin 2,8 Cent pro Minute gegenüber Conos, wo 14,8 Cent pro Minute berechnet werden.

    Phonetone Telecom ist allerdings in der Vergangenheit schon mehrfach negativ aufgefallen. So wurden unter anderem falsche Gesprächspreise veröffentlicht, vorübergehend wurde der Service auch schon eingestellt. Unbedingt darauf verlassen, dass man den gewünschten Gesprächspartner auch erreicht, sollte man sich also nicht.


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