Newsletter 14/98 vom 31.05.1998
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 31.05.1998 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. o.tel.o-Sonderangebot zu Pfingsten: Ferngespräche für 12 Pfennig in der Minute. Darüberhinaus gibt's echtes Call by Call und gesenkte Preise zum Mobilfunk.
  2. Ab sofort können auch Calling Cards über die Tarifdatenbank abgefragt werden.
  3. Der Calling-Card-Anbieter Global Europe scheint endgültig pleite zu sein.
  4. Neuer Anbieter für Geschäftskunden: Star Telecom.
  5. Neue regionale Anbieter: HamCom in Hamm und TeleBeL im Bergischen Land.
  6. Neuer sehr günstiger Wochenendtarif für Pre-Selection-Kunden bei MobilCom. Darüberhinaus gibt es Call-by-Call PLUS für Auslandsgespräche.
  7. WESTCom bietet im neuen Privattarif günstige Preise ab 18 Uhr.
  8. Preissenkung bei Viatel. Unter anderem gibt es jetzt USA-Telefonate für 35 Pfennig in der Minute.
  9. Tarifanpassung bei ISIS.
  10. Talkline ist die erste der neuen Telefonfirmen mit einem bundesweit gültigen Internet-Angebot.
  11. Anmeldestopp für Geschäftskunden bei Interoute.
  12. Weiterhin warten bei Tele 2.
  13. Angeblich Überlastungen auch im Netz der Deutschen Telekom.
Fast ein Monat ist seit dem letzten Newsletter vergangen. Der Hauptgrund für die Verzögerung ist hausgemacht: Ich hatte im letzten Newsletter versprochen, daß ab dem nächsten Newsletter die Tarifdatenbank auch Calling Card-Tarife beherrschen wird. Die dafür notwendige Programmierung und Datensammlung hat sich dann einfach wesentlich länger hingezogen als beabsichtigt.

In den nächsten Wochen stehen weitere Service-Verbesserungen an. So werde ich den Web-Provider wechseln - www.teltarif.de war in den letzten Wochen einfach zu oft nicht erreichbar. Ich hoffe aber dennoch, daß in Zukunft der Newsletter je nach Bedarf wieder alle 7 bis 14 Tage erscheint.

  1. Die erste Telefonfirma heute ist o.tel.o. Diese locken am Pfingstsonntag und -montag mit einem Schnäppchen, wie man es sonst nur aus dem Schlußverkauf kennt: Ferngespräche in Deutschland über die Netzvorwahl 01011 zum halben Preis, also für nur 12 Pfennig in der Minute. Die Verbindungsgebühr wird aber nicht reduziert: Pro Gespräch werden 6 Pfennig zusätzlich berechnet. Auch alle anderen Gespräche (Region 50 oder Ausland) bleiben so teuer wie bisher.

    Mit diesem Schnäppchen will o.tel.o sein neues Angebot bekannter machen, nämlich echtes Call by Call über die Sparvorwahl 01011. Eine kleine Notiz am Rande: o.tel.o hat die Tarife vom Festnetz zum Mobilfunk leicht angepaßt.

  2. Calling Cards und Charge Cards sind die Sparhelfer für unterwegs. Ab sofort lassen sich die Karten über die Tarifdatenbank abfragen, indem man die Einstellung "Beliebiges Festnetz-Telefon in Deutschland, Telefonzelle usw." bzw. "Mobiltelefon (C,D1,D2,E-plus)" wählt. Es fehlen aber noch einige Calling-Card-Anbieter wie EconoPhone. Es gibt aber auch Karten, bei denen noch nicht entschieden ist, ob diese aufgenommen werden. Z.B. ist es sehr fraglich, wenn eine Firma in der Werbung andere Tarife nennt als die, die abgerechnet werden.

    Generell muß man sagen, daß bei Calling Cards und Charge Cards das Mißbrauchspotential um ein Vielfaches höher liegt als bei der Festnetztelefonie. Die abgerechnete Gesprächsdauer ist nur sehr schwer zu kontrollieren. Wenn eine Firma erst Prepaid Cards verkauft und dann die Tarife und/oder die Taktung verändert, hat es der Kunde ebenfalls sehr schwer, sich zu wehren.

  3. Auch Global Europe (früher: Global Spectrum) hat Calling Cards verkauft. Gemäß einer E-Mail, die mir am 9. Mai zugegangen ist, mußte Global Europe aber aufgeben. Auf dem Web-Server von Global Europe ist dick zu lesen: "Dieser Webservice wurde eingestellt"
  4. Neu am Markt ist hingegen die Star Telecom. Der Anbieter richtet sich überwiegend an Geschäftskunden. Bereits zum Start kann Star mehr, als nur die reine Telefonie von A nach B. So können über Star Telecom bereits 0800-Nummern geschaltet werden. Im Gegensatz zur Deutschen Telekom berechnet Star auch keine Grundgebühren für 0800-Nummern.
  5. Ebenfalls neu sind die regionalen Anbieter HamCom in Hamm und TeleBeL im Bergischen Land. TeleBeL hat allgemein einen günstigen Ortstarif (tagsüber) während bei HamCom vor allem die Einwahl in das Internet günstig ist: 50% Rabatt auf die Ortsgespräche, wenn man über den HamCom-eigenen Provider geht. Für Ferngespräche ist aber keine der beiden Firmen interessant.
  6. Bei MobilCom hat sich eine ganze Menge getan. Die Zahl der E-Mails, in denen sich Kunden über zahlreiche erfolglose Wahlversuche beschweren, ist deutlich weniger geworden. Darüberhinaus gibt es zwei neue Angebote: Wer sich für Call-by-Call PLUS anmeldet (kostenlos) kann in Zukunft auch Auslandsgespräche über MobilCom führen. Abgerechnet wird in diesem Fall wie bisher über die Telekom-Rechnung. Viel interessanter ist aber der neue Pre-Selection-Tarif: Dieser bietet Telefongespräche am Wochenende und an Feiertagen für 9,5 Pfennig in der Minute. Abgerechnet wird auch in diesem Fall im MobilCom-typischen Minutentakt. Für Pre-Selection-Kunden gilt aber ein Mindestumsatz von DM 19,- im Monat.
  7. Auch WESTCom hat einen neuen Tarif, mit dem Privatkunden gelockt werden sollen: Werktags ab 18 Uhr und am Wochenende ganztags gelten 15 Pfennig in der Minute.
  8. Noch eine Preissenkung: Viatel hat die Ferntarife in Deutschland gesenkt, die abends und am Wochenende gelten. Damit mausert sich Viatel unter anderem zum günstigsten Anbieter mit echtem Call by Call am Wochenende. Besonders interessant ist aber der neue USA-Tarif: 34,8 Pfennig in der Minute. Alle Preise werden ab der 30. Sekunde sekundengenau abgerechnet.
  9. Auch bei dem regionalen Anbieter ISIS aus Düsseldorf sind einige der Preise gerutscht, die für internationale Gespräche berechnet werden.
  10. Talkline ist die erste der neuen Telefonfirmen mit einem bundesweiten Internet-Angebot. In einem Pauschalpreis sind die Kosten für die Einwahl und den Internet-Zugang selber enthalten. Leider ist das Angebot teuer: DM 7,95 pro Stunde (werktags von 9 bis 21 Uhr) bzw. DM 4,95 sonst. Interessant ist aber die sekundengenaue Abrechnung: Wer immer wieder kurz online ist, um z.B. E-Mail zu holen oder abzuschicken, für den dürfte sich das Talkline-Angebot lohnen.
  11. Bei Interoute sind die Leitungen voll. Ich habe von Klagen gehört, daß die Einwahl insbesondere vormittags sehr schwierig ist und es des öfteren das Besetztzeichen gibt. Es wird intensiv an einer Erweiterung der Kapazität gearbeitet. So lange die nicht abgeschlossen ist, müssen Neukunden, insbesondere solche mit größerem Telefonvolumen, erstmal warten.
  12. Auch bei Tele 2 warten viele Neukunden darauf, daß der neue Telefonswitch angeschlossen wird, so daß sie endlich telefonieren können. Angeblich sollen alle Kunden, die bisher in Wartestellung waren, auf einmal freigeschaltet werden. Wahrscheinlicher ist aber, das erstmal die Kunden drankommen, die sich bereits im April angemeldet hatten.

    Es bleibt zu hoffen, daß Tele 2 in den nächsten Monaten die Kapazität zügig weiter ausbaut. Denn angesichts der günstigen Preise ist nicht damit zu rechnen, daß der Ansturm von neuen Kunden abebbt. Im Gegenteil: Sobald die bisher wartenden Kunden freigeschaltet sind, werden diese Tele 2 weiterempfehlen.

  13. Eine Firma, bei der man nicht damit gerechnet hätte, daß Sie plötzlich mit Überlastungen kämpfen muß, ist die Deutsche Telekom. Es wird aber berichtet, daß es im Bereich einiger Fernvermittlungen echte Probleme gibt. Eine Ursache dafür ist sicherlich der Interconnect mit den neuen Telefonfirmen: Viele Telefongespräche laufen nun doppelt über das Netz der Telekom und verursachen zusätzlichen Traffic. Weiterhin dürfte zu der Überlastung beitragen, daß aufgrund der günstigeren Tarife mehr telefoniert wird.
Hoffen wir also, daß alle Telefonfirmen ihr jeweiliges Netz zügig ausbauen, so daß sich die Situation wieder verbessert. Das Telefon hat durch die Öffnung des Marktes am 1. Januar in Deutschland kräftig an Bedeutung gewonnen. Es zeichnet sich ab, daß die Liberalisierung für (fast) alle beteiligten Firmen ein voller Erfolg ist. Selbst der Deutschen Telekom muß es besser gehen, als die Klagen vermuten lassen: Der Aktienkurs der T-Aktie erreichte letzte Woche seinen bisher höchsten Stand. Hingegen haben die Kunden mit Pleiten, Pech und Pannen zu kämpfen: Die Anmeldung dauert manchmal ewig, die Leitungen sind verstopft, die Rechnungen kommen nur zögerlich, der Einzelverbindungsnachweis ist unüberschaubar usw.
Sie können diesen Newsletter auch abonnieren. Sie erhalten dann regelmäßig eine exemplarische Aufstellung aller Neuigkeiten auf diesen Web-Seiten. Tippen Sie dazu Ihre E-Mail-Adresse in untenstehendes Feld und klicken Sie dann auf den Knopf "Abo bestellen". Dieser Service ist für Sie kostenlos.

Unmittelbar nach dem Bestellen wird eine Willkommensmail an Sie geschickt. Heben Sie diese bitte auf, da sich darin auch die Information befindet, wie Sie Ihr Abo wieder beenden. Ihre Adresse wird von uns nur für den Versand dieses Newsletters verwendet und nicht weitergegeben.

E-Mail: