- In eigener Sache: Internettest überarbeitet
Auch wenn die Zahl der Anbieter von Internetzugängen weiterhin
steigt: Die Krise der Branche hat die diversen Player in den
letzten Monaten zu umfangreichen Kooperationen gezwungen. In
der Folge verbleiben nicht einmal mehr ein Dutzend Netzbetreiber,
die die eigentlichen Zugänge abwickeln.
Einer der Marktführer ist beispielsweise
Mediaways, die die Zugänge für
AOL, Compuserve,
NGI und diverse weitere Provider abwickeln.
Allein die von Mediaways betriebene Einwahlnummer 019161 für
offenes Internet-by-Call wird von einem halben Dutzend Unternehmen
aus unserer Tarifdatenbank verwendet.
Wir führen daher unseren Test für Unternehmen, die dasselbe
Netz verwenden, nur noch einmal aus. Führend ist zur Zeit
Mediaways, mit sehr hohen Geschwindigkeiten innerdeutsch.
Auch zur Hauptzeit abends werden ca. 7 000 Byte pro
Sekunde übertragen. Das liegt nur wenig von dem Maximum von
ca. 7 400 Byte pro Sekunde entfernt, das bei den von uns
für den Test verwendeten relativ kleinen Webseiten überhaupt
erreicht werden kann. Dieses gute Ergebnis gilt allerdings
nicht für AOL, da dieser Online-Dienst die Daten immer zunächst
auf die eigene Plattform routet.
Schlecht ist die Performance zur Zeit bei T-Online.
Gegen 16 Uhr brechen die Datenraten bei nationalen
Verbindungen auf 6500 Byte pro Sekunde ein. Nachts liegen
sie hingegen wie bei Mediaways nahe am möglichen Maximum.
Auch innerhalb der EU und in die USA schwankt bei T-Online
die Performance stark.
Weitere Daten, ein tagesaktuelles Ranking, und Links auf
die jeweiligen Angebote finden Sie auf unserer Infoseite zum
Internet-Test unter
http://www.teltarif.de/internet/test.html . Sie können
sich für diese einen Bookmark setzen, oder diese über den
Link "Test" in der Karteikarte "Internet" auf unserer
Homepage direkt erreichen.
- Weihnachts-Sonderaktionen im Festnetz
Auch diese Woche gibt es eine Reihe an Sonderaktionen zu berichten.
So senkt Rapid Link, wie
bereits im letzten Newsletter angekündigt, am 14. November
nochmals vier rapid2u Auslandstarife
bis zum 31. Dezember. Diese lauten Kamerun, Namibia, Kolumbien
und Mauritius. Rapid Link setzt eine Anmeldung voraus. Die
dafür notwendigen Kontaktdaten und Konditionen erfahren Sie bei
uns online unter www.teltarif.de, indem Sie den
Anbieter "Rapid Link" aus der Liste aller Anbieter wählen. Letztere
finden Sie zum Beispiel auf der Festnetz-Übersichtsseite, die Sie
nach Klick auf den Link "Festnetz" auf der Homepage erhalten.
Auch Teledump senkt bis 31. Dezember
mehrere Auslandstarife über die 0190-031. Darunter fallen zum Beispiel die
Dominikanische Republik für 26 Pfennig pro Minute oder Moskau
für 15 Pfennig pro Minute.
Ventelo bietet in der Zeit vom 15. Dezember
bis einschließlich 1. Januar seinen günstigen Tarif zum
E-Plus-Netz von 36,5 Pfennig pro Minute rund um die Uhr an. In
dieser Zeit wird nicht zwischen Haupt- und Nebenzeit unterschieden.
Ventelo ist über die 01040 zu erreichen. Es gilt der Minutentakt.
Der Callthrough-Anbieter Transglobe
verkündet seit einiger Zeit Sonderaktionen im Wochentakt. Dieses Mal
werden noch bis Ende des Jahres im Tarif
Transglobe Easy einige Auslandsziele
gesenkt. Die Gesprächsminute im Festnetz kostet nach Südkorea und
Singapur 5 Cent (9,8 Pfennig), nach Rumänien und Venezuela
23 Cent (45 Pfennig), nach Sri Lanka 22 Cent
(43 Pfennig) und nach Griechenland nur 9 Cent
(17,6 Pfennig). Außerdem spielt Transglobe den ganzen Dezember
lang Weihnachtsmann: Wer bis zum 31. Dezember sein Guthaben
auflädt, nimmt automatisch an Wochenziehungen und an der großen
Silvester-Verlosung teil. Verlost werden unter anderem ein Mercedes
CLK, Telefonguthaben im Wert von über 3 000 Mark und
weitere Sachpreise.
- Dauerhafte Tarifänderungen im Festnetz
One.tel hat zum 7. Dezember seine Tarife
komplett auf Euro-Beträge umgestellt. Dadurch kommt es
teilweise zu leichten Vergünstigungen. So kosten zum Beispiel
Gespräche zum Mobilfunk im Call by Call mit oder ohne Anmeldung
(über die 01086) 30 Cent (58,67 Pfennig) anstatt bisher
60 Pfennig pro Minute. Alle weiteren Änderungen können Sie der
Tarifdatenbank unter
http://www.teltarif.de/standard.html
entnehmen. An der Vier-Minuten-Taktung für Ferngespräche im offenen
Call-by-Call ändert sich vorläufig jedoch nichts.
ProNet hat zum 1. Dezember
seine Tarifstruktur völlig überarbeitet. Als Folge können
Neukunden den Anbieter nur noch über Preselection nutzen.
Zusätzlich wird ab sofort ein Mindestumsatz in Höhe von
25 Euro (48,90 Mark) verlangt. Bisher lag dieser
bei 4,90 Mark pro Monat.
Die beiden verfügbaren Preselection-Tarife heißen "ProNet
City" und "ProNet Euro". Beide werden im kundenfreundlichen
Sekundentakt abgerechnet, doch kann man den City-Tarif nur
nutzen, wenn man in einem von insgesamt 455 Vorwahlgebieten
wohnt. Ist das nicht der Fall, muss man mit den leicht erhöhten
Tarifen im Euro-Tarif vorlieb nehmen. So kosten Ferngespräche im
City-Tarif beispielsweise 3,99 Cent (7,8 Pfennig) pro
Minute, im Euro-Tarif werden 4,5 Cent (8,8 Pfennig)
verlangt. Gespräche in die D-Netze kosten mit dem City-Tarif
21,9 Cent (42,8 Pfennig) pro Minute, im Euro-Tarif
22,4 Cent (43,8 Pfennig) pro Minute.
Dank sekundengenauer Abrechnung sind die Tarife von ProNet
ein sehr günstiges Angebot - zumindest zur Hauptzeit. Abends
und am Wochenende ist bei Ferngesprächen aber beispielsweise
3U günstiger. Doch der hohe Mindestumsatz
bei ProNet zeigt eh, dass man gewerbliche Kunden im Visier hat.
Weitere Informationen zur Anmeldung wie üblich auf unserer
Anbieterseite und
http://www.teltarif.de/a/pronet/ .
Arcor und
o.tel.o bieten bereits seit Anfang des
Monats die selben Tarife im offenen Call by Call an. Damit
macht es keinen Unterschied mehr, ob man die 01070 von
Arcor bzw. die 01011 von o.tel.o für ein Gespräch verwendet.
Über die 01011 ergeben durch die Tarifharmonisierung zum Teil
deutliche Vergünstigungen. Zum Beispiel werden zum D2-Netz in
der Hauptzeit nun nur noch 48 anstatt wie bisher 67 Pfennig
pro Minute verlangt. Dafür wurden aber sowohl bei Arcor als
auch bei o.tel.o die Tarife in die ausländischen Mobilfunknetze
kräftig erhöht. Hier werden ab sofort 25 Cent Aufschlag
auf den Festnetztarif berechnet, anstatt bisher 11,76 Cent
pro Minute.
- Aufschlag für CallingCard-Benutzung aus Telefonzellen
Seit 1. Dezember verlangt die
Deutsche Telekom AG für Anrufe von
Telefonzellen zu 0800-Nummern vom Netzbetreiber des Angerufenen
einen Aufschlag von 32 Pfennig pro Minute. Den
Netzbetreibern bleibt nichts anderes übrig, als diesen Aufschlag
an ihre Kunden weiterzugeben. Das betrifft insbesondere die
Anbieter von Calling Cards.
Mox Telecom und
Go Bananas haben bereits reagiert und
erheben nun - ähnlich wie bei der Nutzung vom Handy aus - auch für
Gespräche aus Telefonzellen der Telekom Zuschläge. Mox Telecom
berechnet bis Jahresend einen Aufschlag von 25 Pfennig pro
Minute, ab nächsten Jahr erhöht sich der Aufschlag auf
25 Cent (knapp 50 Pfennig pro Minute). Bei Go
Bananas werden sogar 79 Pfennig pro Minute zusätzlich
verlangt.
Die Karten der ICS-Plattform können von Telefonzellen aus
überhaupt nicht mehr genutzt werden. Die Einwahlnummern wurden
für Verbindungen aus Telefonzellen gesperrt. Betroffen von dieser
Maßnahme sind unter anderem die ICS-Reseller "Gnanam", "Indigo",
"Universe und "Maghreba Link".
Einen anderen Weg hat die Firma Telewelt beschritten. Speziell
für die Nutzung aus Telefonzellen wurde eine zusätzliche Einwahlnummer
mit der Vorwahl 01802 ins Leben gerufen. Hierfür zahlt Telewelt - wie
bis Ende November auch bei der Einwahl via 0800 - den gleichen Preis
für die Zusammenschaltung mit dem Telekom-Netz (Interconnection), wie
er auch bei der Einwahl von einem Festnetzanschluss anfallen würde.
Anrufer zahlen allerdings 20 Pfennig pro Einwahl
zu der Nummer von Telewelt. Dieser Geldbetrag wird je nach
Telefonzelle von der Telefonkarte abgebucht bzw. bar mit
Münzen bezahlt. Dafür bleiben die Minutenpreise von Telewelt
ansonsten unverändert, was angesichts der oben genannten
Zuschläge der anderen Anbieter die günstigere Lösung ist.
Telefonzellen privater Mitbewerber der Deutschen Telekom
sind übrigens meist keine Alternative: Hier ist die Vorwahl
0800 oft generell gesperrt, um die Nutzung von Calling Cards
von vornherein auszuschließen.
- 1&1 und kein Ende - Übereilte Abschaltungen und veraltete AGBs
Die Umstellung von der echten
DSL-Flatrate für 19,90 Euro auf den auf 5 GB
pro Monat beschränkten DSL-Zugang für 16,90 Euro beim
Internetprovider 1&1 schlägt weiter
hohe Wellen. Letzte Woche meldeten sich einige aufgebrachte
1&1-Kunden, deren Zugang zum Internet vom Anbieter gekappt
worden war. Nach und nach kristallisierte sich heraus,
dass mehrere der gekappten Kunden der Umstellung auf den
beschränkten DSL-Zugang für 16,90 Euro widersprochen
hatten, aber nicht gekündigt hatten. Inzwischen sind diese
Kunden jedoch wieder am Netz.
Die erneute Freischaltung entbindet die Kunden aber
nicht davon, sich zwischen den folgenden Möglichkeiten zu
entscheiden: Die Umstellung akzeptieren, zu kündigen oder den
Tarif zu wechseln. Wenn keine weitere Reaktion erfolgt, werden
die Kunden auf den volumenbegrenzten Tarif umgeschaltet.
1&1 beruft sich bei der Umstellung auf die eigenen AGB,
in denen man sich das Recht vorbehält, den Vertrag mit einer
Frist von vier Wochen zu kündigen, auch dann, wenn für den Kunden
eine längere Laufzeit vereinbart wurde.
- Mobilfunk: Noch drei Angebote
Zwei davon hat Super24, der
selbsternannte "Telefondiscounter Nr. 1" im Sack: Zum einen
den Super24 D2 Sunny-Tarif mit dem Siemens C35i "Silber Edition"
und zusätzlich 150 Mark Startguthaben, zum anderen den
Super24 D2 Spezial
Tarif, eine Mobilfunkkarte mit 200 Mark Startguthaben.
Der Sunny-Tarif hat sowohl eine Grundgebühr als auch einen
Mindestgesprächsumsatz in Höhe von 5 Euro (9,78 Mark).
Damit gibt Super24 die Preissenkung von D2
Vodafone im Sun-Tarif an
die Kunden weiter. Die Minutenpreise und Takte entsprechen
dem D2-Sun. Zusätzlich gibt es bei Super24 das Siemens C35i
"Silber Edition" und das Startguthaben von 150 Mark.
Die Anschlussgebühr beträgt 19 Mark. Dieses Angebot gilt
allerdings nur noch bis zum 26. Dezember 2001.
Wer schon ein Handy besitzt, interessiert sich vielleicht
für den S24-Spezial-Tarif. Dieser Spezial-Tarif hat keine
Grundgebühr, sondern einen monatlichen Mindestgesprächsumsatz
in Höhe von 14,95 Mark. Der S24 Spezial-Tarif ist für
alle drei Netze (D1, D2 und E-Plus) mit dem Siemens C35i
erhältlich. Bei D2 gibt es weiterhin zusätzliche 50 Mark
Startguthaben. Verzichtet man auf das Handy, bekommt man
stattdessen 200 Mark Gesprächsguthaben. Die Anschlussgebühr
beträgt ebenfalls 19 Mark.
Das dritte Angebot gibt es bei
Drillisch Alphatel.
Das Startguthaben der D2-Prepaidkarte "D2 Alpha Call" beträgt
ab sofort 75 statt bisher 50 Mark. Der Verkaufspreis
liegt unverändert bei 99,50 Mark. Das heißt, für den
gleichen Preis wie direkt bei
D2 Vodafone erhält man bei Drillisch
Alphatel 25 Mark mehr Startguthaben.
Nach Angaben des Anbieters gelten bei
Alphatel die Original-Vodafone-Tarife für D2
CallYa. Das Startguthaben
ist 15 Monate gültig, und zur Aufladung können auch
CallNow-Karten direkt von Vodafone oder von anderen Providern
verwendet werden.
- Inter-Phone: Mobilfunk-Business-Tarife mit Mindestumsatz statt Grundgebühr
Der Nürnberger Anbieter Inter-Phone
(URL: hat zwei
interessante Mobilfunkangebote im Programm: Mit "E-Plus
Around the Clock" kann man ohne Grundgebühr bei einem
monatlichen Mindestumsatz von 40 Mark von günstigen
Preisen profitieren: Rund um die Uhr kostet die Gesprächsminute
ins deutsche Festnetz 28 Pfennig, zu einem ausgewählten
Vorwahlbereich 15 Pfennig, netzintern 28 Pfennig,
in die anderen Netze jeweils 50 Pfennig. SMS kosten
30 Pfennig pro Nachricht, die Mailboxabfrage ist kostenlos.
Abgerechnet wird im Sekundentakt.
Für ähnlich günstige Minutenpreise müsste man sich schon den
Professional M-Tarif
von E-Plus zulegen, für den eine monatliche Grundgebühr von
35 Mark berechnet wird. Es ist durchaus eine Überlegung
wert, ob man nicht statt dessen noch einen Fünfer mehr
investiert und dafür aber schon richtig viel telefonieren
kann.
Eine weitere Variante dieses Tarifs gibt es auch für
"Jedermann", womit in diesem Fall Menschen gemeint sind,
die keine Schufa-Auskunft einholen lassen möchten. Dafür
müssen die Jedermänner allerdings eine Vorauszahlung von
500 Mark pro Vertrag leisten. Nach ordnungsgemäßen
Ablauf des Vertrages verspricht Inter-Phone die Erstattung
dieser Summe. Außerdem wird für "E-Plus XXL Jedermann"
zusätzlich zum Mindestgesprächsumsatz noch 10 Mark pro
Monat Grundgebühr berechnet. Die Minutenpreise entsprechen
dem "Around the Clock"-Angebot, allerdings sind Gespräche
zu E2 mit 40 Pfennig pro Minute etwas günstiger.
Die Mindestvertragslaufzeit beträgt in beiden Tarifen
24 Monate, es wird eine einmalige Anschlussgebühr in Höhe
von 49 Mark fällig.
- Quam stellt Verkauf vorübergehend ein
Noch immer können Kunden der D-Netzbetreiber nicht direkt
zu Quam-Nummern telefonieren, sondern müssen sich über eine
Sondernummer - für die Quam die Kosten trägt - vermitteln
lassen. Der Mobilfunk-Neuling Quam will
daher mit einer vorläufigen Einstellung des Verkaufs gegen
die Blockade durch die Marktführer D1
und D2 Vodafone protestieren. Quam will ein "deutliches
Zeichen setzen". Jetzt müssten die Öffentlichkeit und die
Politik reagieren. Quam habe 16 Milliarden Mark für eine
UMTS-Lizenz ausgegeben, und wolle
sich nicht von den Marktführern unterkriegen lassen.
Der Quam-Sprecher räumte ein, dass es eine riskante Aktion
sei, ausgerechnet vor Weihnachten den Verkauf auszusetzen.
Aber das Angebot der D-Netzbetreiber, die Freischaltung für die
Quam-Nummern in Januar zu realisieren, zeige ja, dass sie Quam
das Weihnachtsgeschäft verderben wollten. Dagegen wolle sich
der Newcomer wehren. Aber trotzdem will sich das Unternehmen
spontanen Solidaritätsbekundungen nicht völlig verschließen:
Wer vor Weihnachten unbedingt einen Quam-Vertrag haben möchte,
der werde auch einen bekommen.
Unterdessen hat sich die Erreichbarkeitssituation
für Quam-Kunden sogar etwas verschlechtert: Nach der Freischaltung der Rufnummern mit
der Vorwahl 01505 im Viag Interkom-Netz steht der kostenlose
Vermittlungsservice, den Quam für D1-, D2- und Viag-Kunden
eingerichtet hatte, für E2-Teilnehmer nicht mehr zur Verfügung.
Was der Newcomer jedoch nicht bedacht hat: Wenn Viag-Kunden im
D1-Netz eingebucht sind, was vor allem in ländlichen Regionen
der Fall sein kann, ist die Anwahl von Quam nun nicht mehr
möglich.
T-Mobil scheint aber bereits erste Tests dafür
durchzuführen, so dass Quam-Teilnehmer bald auch aus dem
D1-Netz erreichbar sind. Im Raum Oberfranken ist es seit
kurzem möglich, von D1 aus direkt zu Quam zu telefonieren.
Ähnlich startete vor kurzem auch die Freischaltung bei Viag
Interkom: Zunächst funktionierte die Direktwahl zum neuen
Mitbewerber nur aus einigen wenigen Gegenden. Nach und nach
wurde ganz Deutschland freigeschaltet.
Schwierigkeiten mit der Erreichbarkeit gibt es aber
auch via Call-by-Call: Einige wenige Quam-Rufnummern
sind nur netzintern und über das Festnetz der
Deutschen Telekom erreichbar, nicht aber
über andere Verbindungsnetzbetreiber. Aus einzelnen Ortsnetzen
liegen der teltarif.de-Redaktion auch Erfahrungsberichte
vor, denen zufolge Quam überhaupt noch nicht über alternative
Festnetz-Telefongesellschaften erreichbar ist. Hierbei handelt
es sich offensichtlich um Routing-Probleme, wie sie zum Beispiel
auch bei Viag Interkom nach der Einführung von Genion vorkamen.
- Viag: Genion Power SMS-Tarif kann zum Boomerang werden
Vor einer Woche überraschte Viag Interkom
mit einer Tarifinnovation: Beim nur online erhältlichen
Genion Power SMS-Tarif winken bis zu
200 Frei-SMS pro Monat (siehe unser letzter Newsletter). Ansonsten
gelten weitgehend die bekannten
Genion-Vertragsbedingungen. Sieht
man sich die Konditionen aber etwas näher an, gibt es durchaus
einige Nachteile, gerade auch für SMS-Poweruser.
Zwar erhält man bis zu 200 Kurznachrichten pro
Monat gratis, dafür gibt es aber auch keine Rabatte, wenn man
besonders viele Kurzmitteilungen verschickt. Genion-Kunden,
die nicht im Starter-Tarif
telefonieren, zahlen nämlich nur für die ersten hundert netzinternen
SMS im Monat jeweils 23 Pfennig. Danach reduziert sich der Preis
auf 3 Pfennig. Mit dem Power SMS-Tarif gibt es zwar
200 SMS umsonst, danach zahlt man aber weiter den
vollen Preis. Dieses ist äußerst ärgerlich, weil
echte Poweruser draufzahlen. Bei 300 Kurzmitteilungen
ist der neue Tarif noch günstiger: Mit Power SMS-Tarif fallen
23 Mark an, ansonsten 29 Mark. Bei 400 SMS
zahlt man bei dem neuen Online-Angebot 46 Mark, bei einem
"herkömmlichen" Genion-Vertrag aber nur 32 Mark.
Immerhin gibt es noch ein paar gute Nachrichten bei Viag
Interkom: Neukunden profitieren noch bis zum 31. März 2002
von einer einer um 50 Prozent niedrigeren Anschlussgebühr
für den Genion Duo-Vertrag. Und
LOOP-Kunden können nun auch in
Dänemark im Netz der Tele Danmark sowie in Liechtenstein im
Netz der Swisscom abgehende Gespräche direkt ohne das sonst
nötige Auslösen eines Callback führen.
.
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