- Insolvenzen: Atlantic Telecom, talking.net und TeleBridge geben auf
Nachdem wir bereits letzte Woche über die
Probleme von Atlantic Telecom berichtet hatten,
müssen wir diese Woche mitteilen, dass der Anbieter die
Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt hat. Eine
ausführliche Stellungnahme des Anbieters können Sie unter http://www.teltarif.de/s/s6324.html
nachlesen.
Trotz des laufenden vorläufigen Insolvenzverfahrens
läuft der Betrieb, wenn auch eingeschränkt, weiter. So
ist das offene Call-by-Call über die 01039 nach wie vor
möglich. Außerdem will man sich zukünftig ganz auf DSL
konzentrieren. Hier konnte Atlantic Telecom innerhalb den
letzten Wochen 600 Neukunden gewinnen. Investoren werden
angesichts der angespannten Marktsituation allerdings schwer zu
überzeugen sein.
Auch der Erfurter Telekom-Dienstleister
Talking.net
GmbH ist pleite. Das Unternehmen der baden-württembergischen
Walter Marketing-Dienstleistungsgruppe hatte im Dezember
2000 einen Internet-Auskunftsdienst mit 120 Mitarbeitern
gestartet, für den bis zu 3 000 Beschäftigte angekündigt
waren. Der Insolvenzverwalter wurde mit der Aussage zitiert,
Talking.net habe derzeit noch 20 Beschäftigte und
15 Millionen Mark (7,8 Millionen Euro) Schulden.
Der dritte Anbieter, der im Laufe der letzten Woche Insolvenz
angemeldet hat, ist TeleBridge. Auch
diesem Telekommunikationsanbieter ist die flaue Stimmung im
Telekommunikationsmarkt nicht bekommen. Denn wie auf der
Firmenhomepage zu
lesen ist, war es trotz intensiver Bemühungen nicht möglich,
kurzfristig einen Investor zu finden, der den Geschäftsbetrieb
dauerhaft sichern würde. Deshalb wird der Geschäftsbetrieb
zum 31. Oktober komplett eingestellt.
- RegTP: Carrier-Festverbindungen schneller, Interconnection überwiegend billiger
In der vergangenen Woche hat die Regulierungsbehörde für
Kommunikation und Post
(RegTP) gleich
mehrere wichtige Entscheidungen getroffen. So wurden die Regeln
für die schnellere Bereitstellung von Festverbindungen für andere
Carrier von der Deutschen Telekom
neu festgelegt: "Wir haben der Telekom jetzt sehr enge und
verbindliche Lieferfristen von acht Wochen bis zu längstens
sechs Monaten vorgegeben," sagte Matthias Kurth, der Präsident
der RegTP, dazu.
Mit dieser Entscheidung soll die unbefriedigende Situation
bei der Bereitstellung von Carrier-Festverbindungen beseitigt
werden. In den letzten Monaten hatten sich Beschwerden über
die unzureichende Bereitstellung von Carrier-Festverbindungen
gehäuft.
Bei CFV handelt es sich um Mietleitungen, die die Deutsche
Telekom AG Wettbewerbern in einer Vielzahl von Varianten mit
den unterschiedlichsten Bandbreiten zur Verfügung stellt.
Die Wettbewerbsunternehmen benötigen diese Leitungen
insbesondere, um eigene Netze für das Angebot von Sprach- oder
Datendiensten aufzubauen.
Außerdem hat die RegTP die neuen Interconnection-Tarife
bekanntgegeben. Danach zahlen die Telefongesellschaften vom
1. Januar 2002 an in der Regel weniger für die Durchleitung
ihrer Gespräche durch das Netz der
Deutschen Telekom als bisher.
Bei einem Vergleich zu den derzeit noch geltenden Tarifen ergebe
sich im Durchschnitt eine Absenkung von etwa 14 Prozent.
Die Tarife werden nicht mehr entfernungsabhängig, sondern nach der
Anzahl der benutzten Netzelemente berechnet. Durch dieses System
soll mehr Kostengerechtigkeit erreicht werden. Vor allem beseitigt
sie die Benachteiligung der ländlichen Gebiete. Die Unsitte, dass
Call-by-Call-Dienste für Kunden außerhalb der Großstädte und
Ballungsgebiete nicht verfügbar sind, oder dass Internetverbindungen
einen Aufpreis kosten, dürfte damit wieder verschwinden. Weitere
Details zu den Netzebenen und deren Bedeutung finden Sie unter der URL
http://www.teltarif.de/s/s1840.html .
Im Herbst 2000 hatte die Regulierungsbehörde erstmalig die
Einführung dieses Element Based Charging
angeordnet. Hiergegen hatte die
Telekom aber erfolgreich geklagt, so dass diese abermalige Entscheidung
notwendig wurde. Kurth sagte, die Behörde glaube, die Bedenken gegen
die erste Anordnung nun entkräftet zu haben. Der jetzigen Entscheidung
läge ein internationaler Vergleich zu Grunde.
Das neue System ist in drei (statt bisher vier) Entfernungs- und
zwei Zeitzonen aufgeteilt. Der Haupttarif (werktags 9 bis 18 Uhr)
kostet in der Tarifzone I 0,0065 Euro pro Minute, in der
Zone II 0,0107 Euro pro Minute, und in der Zone III 0,0186 Euro
pro Minute. Beim Nebentarif liegen die Entgelte
werktags zwischen 18 und 9 Uhr sowie an Samstagen, sonntags
und an bundeseinheitlichen Feiertagen rund um die Uhr bei
0,0044 Euro pro Minute (Tarifzone I), 0,0071 Euro
pro Minute (Tarifzone II) und 0,0122 Euro pro Minute
(Tarifzone III). Die Tarife lägen damit um 25 Prozent
unter den beantragten Tarifen für Zone I und II, entsprächen
für Zone III aber den beantragten Entgelten.
Wir werden am Sonntag auf www.teltarif.de
einen Artikel veröffentlichen, der die Auswirkungen dieser neuen
Interconnect-Preise genau erläutert.
- City oder Non-City, das ist hier die Frage
In der letzten Woche wurden einige Internettarife eingeführt,
die nur in etwa 70 bis 80 Prozent des Bundesgebietes
nutzbar sind. Bei econonet hat der
User in den etwa 460 "econonet-Cities" die Möglichkeit für
1,88 Pfennig pro Minute in der Nebenzeit zu surfen. Die
Nebenzeit gilt von Montag bis Freitag von 18 bis 9 Uhr
und am Wochenende und bundeseinheitlichen Feiertagen
ganztägig. In der Hauptzeit werden 2,44 Pfennig pro
Minute berechnet. Einwahlnummer ist die 0192 56193, als
Benutzername und als Passwort ist "econonet" einzugeben.
Außerhalb der Cityzonen wird es allerdings bitter: Hier
gilt ein Minutenpreis von 4,99 Pfennig. Außerdem fällt
eine Einwahlgebühr von 4,99 Pfennig an.
Auch der Internetprovider Talkline,
bietet ab sofort einen neuen Internet-by-Call Tarif an, der.
nur nutzbar ist, wenn man in einer der gut 460 "talkcities"
wohnt. Hier kann man werktags zwischen 18 und 9 Uhr
sowie das ganze Wochenende für 1,68 Pfennig pro Minute
surfen. In der restlichen Zeit kostet die Onlineminute
2,88 Pfennig. Die Einwahl erfolgt über die Rufnummer
01925862, Benutzername "bycall", Passwort "bycall". Abgerechnet
wird im Minutentakt.
Außerhalb der 460 talkcities wird es auch hier
richtig teuer: Die Onlineminute kosten dann 4,88 Pfennig
pro Minute.
Ob man in der richtigen City wohnt, kann man jeweils auf
der Homepage der Anbieter erfahren.
- Tarifjack erweitert Angebot um T-DSL - Bei Vertragsabschluss Geld zurück
Ab sofort hat die Münchner equinux AG ihr DSL-Shopping-Portal
www.tarifjack.de
um das DSL-Angebot
der Deutschen Telekom erweitert. Schließt man einen Vertrag
über Tarifjack ab, erhält man 20 Euro als Prämie
auf seinem Konto gutgeschrieben.
Neben der Deutschen Telekom kann man auch Tarife
von Arcor (ISDN oder ADSL),
QSC (ADSL oder SDSL) oder
M-Net (SDSL) über Tarifjack
abschließen. Dabei werden zwischen 15 und 125 Euro
rückerstattet. Allerdings muss man schon einen der teuren
schnellen SDSL-Zugänge erwerben, um auch in den Genuss der hohen
Erstattungen zu kommen.
Bei Tarifjack kann man auch prüfen, ob die jeweiligen
Anbieter am Wohnort verfügbar sind oder nicht. Ein weiterer
Ausbau auf andere Anbieter ist in Planung.
- snafu-DSL jetzt mit 1 Gigabyte Traffic inklusive
Seit dem 1. Oktober 2001 hat der Provider
snafu die Preise für den
Hochgeschwindigkeitszugang snafu.adsl
gesenkt: Bei gleichbleibender Grundgebühr von 49 Mark pro
Monat sind nun 1 Gigabyte Traffic inklusive. Vorher waren
es nur 500 MB. Jedes weitere Megabyte kostet jetzt statt
6,7 Pfennig nur noch 2,8 Pfennig.
- Internet Professionell erhöht die Preise, Sky-Flat wieder im Angebot
Einer der letzten verbliebenen
Flatrate-Anbieter in
Deutschland hat seine Preise überraschend drastisch
angehoben. Internet-Professionell
verlangt ab sofort 120 Euro (234,70 Mark)
für seine Fullflatrate privat
und damit fast 45 Mark mehr im Vergleich zum
bisherigen Angebot von 189 Mark. Auch die einmalige
Einrichtungsgebühr wurde entsprechend angepasst und beträgt
eine Gesamt-Monatspauschale.
Ebenfalls teurer geworden ist die "Fullflatrate business" -
170 Euro (332,49 Mark) werden nun fällig. Bei beiden
Angeboten wurde die Mindestlaufzeit abgeschafft.
Die neuen Konditionen gelten für Neukunden, Anmeldungen
sind ab sofort möglich. Bestandskunden profitieren für die
Dauer ihres Vertrages von den bisherigen Preisen.
Die Sky-Flat wird wieder
angeboten: Für eine Pauschale von 205 Euro kann man
von der Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 2 MBit pro
Sekunde Daten "vom Himmel" holen. Auch hier entspricht
die Einrichtungsgebühr einer Monatspauschale. Außerdem
benötigt man eine DVB-Karte für den PC und eine
Satelliten-Antenne. Weitere Änderungen können Sie unter
http://www.teltarif.de/s/s6339.html
nachlesen.
- PACTel: Alternative für Prepaid-Nutzer
Wer schon mit einen Laufzeitvertrag zu richtig günstigen
Minutenpreisen mobil telefoniert, kann beim nächsten Punkt
weiterlesen, aber für alle, die noch mit hohen Prepaid-Tarifen
zu kämpfen haben, ist PACTel
ein guter Tipp. PACTel ist ein Projekt vom Würseler
Callthrough-Anbieter Transglobe und
bietet die Verbindung vom deutschen Handy ins deutsche Festnetz
ab 14,8 Cent bzw. 28,9 Pfennig pro Minute. Mobil zu
mobil gibt es ab 34,8 Cent bzw. 8,1 Pfennig pro Minute.
Nutzer profitieren von den bereits erprobten Transglobe-Features wie
Kurzwahlen, beliebig viele CLI's, Einzelverbindungsnachweise
und Verwaltung im Internet. Es stehen zwei Tarifmodelle
zur Auswahl, beim ersten wird im Minuten-, beim zweiten
im Sekundentakt abgerechnet. Die Anmeldung ist über das
Internet unter
www.pactel.de
möglich. Die Kontoeröffnung erfordert eine Einzahlung von
mindestens 25 Euro; das Nachladen ist ab jeweils mindestens
20 Euro möglich.
Die Anwahlnummer für Mobilgespräche ist die 0800-1890 236,
vom Festnetz aus lautet die Zugangsnummer 0800-8888 400. Eine
Übersicht über die Tarife finden Sie in unserer Meldung unter der
URL http://www.teltarif.de/s/s6349.html .
- E-Plus: Jetzt Anmeldungen für Regional-WAP möglich
Auch im WAP-Portal von E-Plus gibt
es jetzt regionale Dienste. Die drei anderen deutschen
Mobilfunknetze bieten schon seit einigen Monaten
standortbezogene Dienste im mobilen
Internet an. Bei E-Plus gab es bislang nur einen Testbetrieb.
E-Plus-Online-Kunden können sich für die Services ab
sofort auch wieder registrieren. Deutschlands drittgrößter
Handynetzbetreiber hatte nach dem Start des Probebetriebs
für "Location Based Services" zunächst nur wenige Kunden
freigeschaltet. Die Anmeldung ist - im Gegensatz zu den drei
Mitbewerbern - bei E-Plus unbedingt erforderlich. Unter der URL
http://www.teltarif.de/s/s5260.html
finden Sie allgemeine Informationen über standortbezogene
Mobildienste.
- Viag Interkom will im nächsten Jahr mit neuem Namen durchstarten
Deutschland kleinster Mobilfunkbetreiber
Viag Interkom wird zur Computermesse
CeBIT 2002 in Deutschland mit der neuen
Marke O2 antreten. Der Firmenname "Viag Interkom" wird dann
durch O2 GmbH ersetzt, kündigte Unternehmenschef Rudolf Gröger
an. O2 ist die deutsche Tochter der früheren BT Wireless,
die seit kurzem in Großbritannien als mmO2 firmiert.
Viag Interkom geht davon aus, dass sich durch die schnellen
Übertragungstechniken GPRS und
UMTS die Geschäftsprozesse von heute
grundlegend verändern werden: Künftig stünden Inhalte für
bestimmte Nutzergruppen im Vordergrund.
Ob dabei an Anwendungen wie den Love
Calulator oder eher an "harte" Informationen für
Geschäftsleute gedacht wird, ist derzeit noch nicht
abzusehen.
Neu bei Viag ist der Dienst "SMS-to-speech":
Seit dem 15. Oktober können Genion und LOOP-Kunden den neuen
Service nutzen. Hierzu muss der Kunde lediglich eine SMS tippen und
an eine nationale Festnetznummer inklusive Vorwahl schicken. Weitere
Einzelheiten zu diesem Dienst finden Sie unter der URL
http://www.teltarif.de/s/s6327.html .
Und ein kleines Jubiläum gab es bei Viag
Interkom in dieser Woche auch: Die glatte Zahl von
100 Viag-Interkom-Roamingländern. Genion-Kunden können
nun in auch Venezuela mit dem örtlichen Netzbetreiber
Digitel telefonieren. Damit hat Viag Interkom weltweit über
220 Roamingpartner. In Venezuela benötigt ein Genion-Kunde
lediglich ein Standard-Dualband-Handy.
- Quam: Nummer fünf lebt!
Deutschlands Mobilfunkbetreiber Nummer fünf,
Quam,
der bisher unter dem "Arbeitstitel" Group 3G aufgetreten
war, will in kurzer Zeit durchstarten. Der Newcomer
hat sich viel vorgenommen: Beim Netzstart, der noch in
diesem Jahr erfolgen wird, sollen von Anfang an HSCSD
und GPRS laufen. Neben Laufzeitverträgen wird es auch
Prepaid-Karten geben. Dabei
werden vom Partner E-Plus nur die
Basisstationen genutzt. Alle weiteren Netzkomponenten
(Mobile Switching Center MSC, SMS-Zentren usw.) werden von
Quam in eigener Regie betrieben. Es handelt sich folglich bei
Quam nicht um einen Service-Provider, sondern bereits jetzt
weitgehend um einen eigenen Netzbetreiber. Eigene Shops
will Quam Anfang November in 15 Städten öffnen. Dazu kommen
800 Fachhändler mit 2 000 Verkaufsstellen.
Zu den Tarifen gibt es noch keine Detailinfos. Soviel
steht aber schon fest: Es wird einen einheitlichen Preis geben,
egal in welches Mobilfunknetz man telefoniert. Netzinterne und
netzexterne Telefonate werden also gleich teuer sein, Gespräche
ins Festnetz vermutlich etwas günstiger.
Die begleitende Werbekampagne von Quam ist sehr
Lifestyle-orientiert: "Bezahlen per Handy", "Shopping
per Handy", "Das Handy als Wegweiser", "Online-Games" usw.
Fraglich nur, ob sich die Realität der Daten-Nutzung auf dem
Handy, die zur Zeit noch vom schwarz-weißen und langsamen WAP
geprägt ist, schnell genug an die bunten und flotten Anzeigen
und Spots von Quam anpasst.
- Paybox: Mobile Überweisungen per GPRS-Handy möglich
Mit Paybox
haben Konsumenten künftig ihre Überweisungen im
Wortsinn in der Hand. Wenige Tastendrucke auf einem
GPRS-fähigen Handy genügen,
um unterwegs Strom, Telefon, Zeitungsabonnement
oder Strafzettel zu bezahlen. Auf der IT-Messe
Systems in München stellt
Paybox erstmals eine Anwendung für die neuen mobilen Endgeräte
vor, die Überweisungen ermöglicht, und so nicht nur den Gang zur
Bank, sondern auch die Internetsitzung am Computer überflüssig
macht.
Die mobile Paybox-Überweisung funktioniert im Prinzip
genauso wie die Überweisung im Internet: In das GPRS-Handy
gibt der Payboxer den Empfänger, dessen Bankverbindung und
den Betrag ein. Paybox ruft den Zahler an, der autorisiert
die Zahlung durch Eingabe seiner vierstelligen Paybox-PIN. Das
Geld wird anschließend vom Girokonto des Zahlers abgebucht. Im
Internet ist das bequeme Begleichen von Rechnungen per Paybox
schon bei vielen Partnern möglich.
.
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