- Neuer Telefonanbieter am Start
Mehrere Leser von teltarif.de machten die Redaktion vergangene
Woche darauf aufmerksam, dass bei Benutzung der Netzvorwahl
von Teledump (0190 031) bei
Überlastung der Leitungen eine Ansage ertönt, man solle die
Netzvorwahl 0190 035 benutzen. Ein Testanruf der Redaktion
bestätigte, dass diese Nummer ähnlich wie bei Teledump als
Netzvorwahl fungiert und funktioniert. Sogar eine Tarifansage
vor Verbindungsaufbau erfolgt, wie man es von Teledump und
01051 gewohnt ist.
Doch viel mehr als das lies sich bisher nicht herausfinden.
Offizieller Start soll heute (20. September) sein, dann gibt
es hoffentlich auch genauere Infos. Wir werden selbstverständlich
auf teltarif.de wie üblich aktuell berichten.
Soviel schonmal vorab: Bei Telediscount scheinen die
Minutenpreise davon abzuhängen, von welcher Stadt in welche Stadt
man telefoniert. So erhielten wir von Berlin nach Hamburg oder
Göttingen jeweils die Ansage "6 Pfennig pro Minute". Von Berlin
nach Potsdam wurden uns hingegen wenig rekordverdächtige
8 Pfennig pro Minute angekündigt.
- "Deaktivierungsgebühren" nun auch im Festnetz
Eine Leserin schickte uns ein gescanntes Schreiben, der 01019 Telefondienste GmbH, der Tochter der
MobilCom AG, die das Festnetzgeschäft
betreibt. Dieses Schreiben können Sie in unserer Newsmeldung
http://www.teltarif.de/s/s6164.html
einsehen. In diesem werden der Leserin 99 Mark "Kosten der
Kündigung" in Rechnung gestellt. Vorher hatte die Leserin einen
Vollanschluss bei MobilCom inklusive ISDN-Flatrate genutzt.
Damit liegt der Redaktion erstmalig ein Beispiel vor, dass
die aus dem Mobilfunkbereich bekannten Deaktivierungsgebühren nun
auch im Festnetz berechnet werden. Das Problem dieser Gebühren
ist, dass diese einen direkten Vergleich der Gesamtkosten
von zwei Handyverträgen oder zwei Festnetz-Anschlüssen
bei unterschiedlichen Anbietern erschweren, da man sie
leicht vergisst. Im vorliegenden Fall wird der Vergleich
sogar faktisch unmöglich gemacht. Denn die entsprechende
Seite
im Online-Shop von MobilCom nennt zwar die Einrichtungs- und
Grundgebühren für einen Ortsanschluss (39 Mark monatlich
für ISDN, sowie 49 Mark einmalig bei einer Laufzeit von
12 Monaten), sagt aber nichts über eventuelle Folgekosten
bei Kündigung oder Vertragsbeendigung.
Die Leserin war besonders empört darüber, dass sie auch
an anderer Stelle (AGB, Vertragsunterlagen) nichts über die
Deaktivierungsgebühren finden konnte. Für sie kamen diese
somit aus heiterem Himmel.
Zum Vergleich: Festnetz-Anschlüsse der
Deutschen Telekom lassen sich innerhalb
weniger Tage kündigen. Wird der Anschluss während eines
laufenden Monats abgeschaltet, wird auch die Grundgebühr mit
der Schlussrechnung anteilig zurückerstattet. Gebühren für
die Abschaltung gibt es keine.
Über Deaktivierungsgebühren im Mobilfunkbereich ist
zur Zeit ein Verfahren beim Bundesgerichtshof anhängig,
da verschiedene Gerichte in dieser Sache bisher
unterschiedlich geurteilt hatten.
Der Rat der Redaktion ist daher, Deaktivierungsgebühren zur Zeit
nur unter Vorbehalt zu zahlen, auch bei Festnetz-Anschlüssen.
- Umfangreiche Tarifänderungen und Sondertarife
Die ElisaNet GmbH hat am
vergangenen Freitag bekannt gegeben, dass sie sich künftig
auf ihr Kerngeschäft - Dienste für Netzbetreiber - konzentrieren
wird. Daher werden die Produkte offenes Call-by-Call,
registriertes Call-by-Call und Preselection zum 31. Oktober
diesen Jahres eingestellt. Allen Preselection-Kunden und
registrierten Call-by-Call-Kunden der Elisa-Net GmbH wird in
diesen Tagen fristgerecht zum 31. Oktober gekündigt.
Während die Preselection-Produkte bis Ende Oktober
zu unveränderten Konditionen genutzt werden können, hat
ElisaNet die Preise für offenes Call-by-Call mit Wirkung zum
15. September auf 9,9 Pfennig pro Minute rund um
die Uhr für nationale Gespräche erhöht.
Auch die Münchner Telefongesellschaft AS
Telekom hat die Preise für ihre Preselectiontarife
Privattarif und Businesstarif geändert. Allerdings geschah
dieses bereits zum 1. September. Wichtigste Änderung ist,
dass die Zeitzone Feiertag, in der bisher besonders günstige
Telefonate vor allem in die D-Netze möglich waren, komplett
entfällt. Künftig gibt es somit nur noch zwei Zeitzonen:
Die Hauptzeit ist Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr, die
Nebenzeit erstreckt sich über die restliche Zeit. Die genauen
Preise entnehmen Sie bitte unserer Newsmeldung unter
http://www.teltarif.de/s/s6142.html
beziehungsweise der Anbieterseite
von AS Telekom unter http://www.teltarif.de/a/astel/ .
Talkline verlangt
seit Montag teilweise deutlich höhere Preise für
Auslandsgespräche. Gespräche nach Australien kosten
beispielsweise jetzt 65,5 Eurocent (1,28 Mark)
statt bisher 29,9 Pfennig pro Minute. Brasilien
verteuert sich von 69,9 Pfennig auf 95,5 Eurocent
(1,87 Mark), Norwegen von 29,9 Pfennig auf
25,5 Eurocent (49,9 Pfennig) pro Minute. Weitere
Details entnehmen Sie auch hier bitte der Newsmeldung unter
http://www.teltarif.de/s/s6170.html
beziehungsweise der Anbieterseite
von Talkline.
Der Callthrough-Spezialist
Transglobe Telekom hat zum
15. September seine Preise auf Euro umgestellt. Dabei
wurde auch das bisher starre Konzept der Länderzonen
überarbeitet.
Das Ergebnis sind diverse Preissenkungen und
-erhöhungen. Teurer werden beispielsweise Anrufe vom Handy
zum Handy (neu 93,9 statt bisher 78 Pfennig pro
Minute bei sekundengenauer Abrechnung bzw. 76,3 statt
bisher 62 Pfennig pro Minute im Minutentakt). Eine
Verbindung vom Festnetz (z.B. Hoteltelefon) nach Frankreich
kostet hingegen jetzt 17,6 statt bisher 23 Pfennig pro
Minute im Sekundentakt beziehungsweise 13,7 statt bisher
19 Pfennig pro Minute bei minutengenauer Abrechnung.
Eine Übersicht über die Preise finden Sie wie üblich auf
unseren Anbieterseiten (Tarif Transtel mit Sekundentakt,
Transeasy mit Minutentakt).
Bis Ende des Monats bietet Transglobe 10 Prozent
Bonus. Das heißt, wer bis 30. September sein Konto
zum Beispiel um 50 Mark auflädt, bekommt 55 Mark
gutgeschrieben.
Eine weitere Neuerung ist, dass ab sofort zu
Beginn des Gesprächs nicht mehr das aktuelle Guthaben
angesagt wird, sondern nach Eingabe der Zielrufnummer
die noch verbleibende Anzahl an Minuten für dieses
Gespräch. Das aktuelle Guthaben kann man neben weiteren
Funktionen wie Einzelverbindungsnachweis, Kurzwahlen,
CLI-Bearbeitung im Internet unter der Adresse
http://www.card-center.de
abrufen und bearbeiten. Ebenfalls stehen diese Funktionen über
das neue Telefonmenü zur Verfügung, in welches man nach der
Einwahl ins System mit Drücken der Stern-Taste gelangt. Dieses
Menü ist allerdings kostenpflichtig. Der Preis hängt davon
ab, von wo aus man sich in das System einwählt und beträgt
zwischen 5 Eurocent (9,8 Pfennig) und 19 Eurocent
(37,2 Pfennig) pro Minute.
Sondertarife gibt es diesmal von
Atlantic Telecom mit der Netzkennzahl 01039.
Noch bis zum 11. November können besonders günstige Gespräche
nach Bulgarien, Estland, Georgien, Lettland, Ukraine und
Tschechien geführt werden. Atlantic setzte sich zwar vorerst
bei diesen Ländern an die Spitze der Tariftabellen, aber
erwartungsgemäß reagierte Teledump
und unterbot seinerseits die Preise von Atlantic Telecom
um jeweils 0,5 Pfennig.
Durch die seit Wochen anhaltenden und teilweise
umfangreichen Tarifänderungen verschiedener Telefonfirmen lohnt
sich sicher eine Abfrage unserer
Tarifdatenbank, damit Ihre Tarifinformationen jederzeit auf
dem aktuellen Stand sind. Probieren Sie es einfach mal aus!
- econo verschenkt Mobil-Telefonminuten
Der Hamburger Callthrough-Anbieter econo
schenkt allen Neukunden, die sich vom
17. bis zum 30. September auf der Internetseite
(http://www.econo.de/)
registrieren, ein Startguthaben in Höhe von zehn Mark. "Die
zehn Mark sind ein Geschenk an alle, die sich überzeugen
möchten, dass econo eine Menge Sinn macht, wenn man kein Geld
zu verschenken hat", sagt Nikolai Manek, Geschäftsführer der
econo Deutschland GmbH.
Aber auch Bestandskunden sollen sich nicht wundern, dass
sie ebenfalls 10 Mark gutgeschrieben bekommen. Dadurch
möchte man laut Pressesprecherin von econo diejenigen nicht
benachteiligen, "die sich vielleicht erst gestern registriert
haben".
econo bewirbt sein Callthrough-Angebot als Call by Call
für Mobiltelefonierer. Zwar handelt es sich nicht wirklich um
Call by Call sondern um Callthrough. Im Gegensatz zu vielen
anderen Calling Cards, bei denen im Voraus ein Guthaben eingezahlt
werden muss, was dann abtelefoniert werden kann, rechnet econo
Gespräche erst im Nachhinein ab. Der Dienst ist allerdings
nur vom Mobilfunk aus nutzbar und ermöglicht Gespräche ins
deutsche Festnetz für 74 Pfennig pro Minute, ins Ausland
ab 84 Pfennig pro Minute und ins fremde Mobilfunknetz
für 1,14 Mark rund um die Uhr. Ein Mindestumsatz oder
Grundgebühren fallen nicht an.
- D1 Xtra: Rufnummernanzeige - ja oder nein?
Im letzten Newsletter hatten wir berichtet, dass
T-Mobil plant, auch seinen Prepaidkunden
künftig die dauerhafte, netzseitige Übermittlung ihrer Rufnummer
zu ermöglichen. Eine entsprechende Information wurde zahlreichen
Kunden - unter anderem auch Redakteuren der teltarif-Redaktion -
per SMS zugestellt.
Viele Leser von teltarif.de riefen in der Redaktion an oder
beklagten sich per E-Mail, dass sie bei der Hotline von T-D1
angerufen und dort auf Granit gebissen hätten. Eine Aktivierung
der Rufnummernübermittlung wäre nicht möglich gewesen. Die
Aussagen der Hotline reichen dabei von "Es dauert noch einige
Tage" bis "Dies ist unseren Vertragskunden vorbehalten und
für die XtraCard nicht geplant". Bei einigen Testanrufen der
teltarif-Redaktion wurde jedoch auch die sofortige Freischaltung
zugesagt, wenn zur Legitimation einige persönliche Daten
(zum Beispiel das Geburtsdatum) genannt werden.
De facto ist die Aktivierung der
dauerhaften Rufnummernübermittlung bei
D1 Xtra technisch derzeit
noch gar nicht möglich. Jedoch grundsätzlich geplant ist das
bei D2 und Viag
Interkom schon lange obligatorische Feature. Wie aus
T-Mobil-Kreisen zu erfahren war, kann die Realisierung jedoch
noch einige Monate dauern. teltarif hält Sie auf dem Laufenden.
- Free & Easy: Aufladebonus kommt später
Wie bereits Anfang September
berichtet, erhalten
E-Plus-Free & Easy-Kunden, die im Zeitraum
vom 15. September bis 15. November ihre Karte um
50 Mark aufladen, 5 Mark zusätzlich gutgeschrieben.
Wer von dem Angebot seit letzten Samstag Gebrauch gemacht hat,
wird sich jedoch gewundert haben, dass trotz gegenteiliger
Ankündigungen nur 50 Mark gutgeschrieben wurden.
Des Rätsels Lösung: Die zusätzlichen 5 Mark werden
aus systemtechnischen Gründen zeitverzögert dem Kartenguthaben
hinzugefügt. Sobald das zusätzliche Guthaben aufgebucht ist,
erhalten die Kunden zur Bestätigung eine SMS. In der Regel soll
der Bonus nach Auskunft der E-Plus-Pressestelle spätestens am
nächsten Tag auf der Karte sein.
- Location Based Services per SMS bei Viag Interkom
Viag Interkom bietet als erster deutsche
Netzbetreiber ortsbezogene Informationen (Location Based
Services) per SMS an. Damit ist es
möglich, Informationen über nahegelegene Bars, Tankstellen
oder Geldautomaten zu erhalten. Der Aufenthaltsort wird dabei
automatisch berücksichtigt. So können auch Mobiltelefonierer,
die noch kein WAP-Handy besitzen, Dienste aus dem Genion
M-Kompass und LOOP CityScout nutzen.
Um eine Abfrage zu starten, gibt man ein Stichwort,
beispielsweise HOTEL, ein und sendet es als SMS-Text an die
Rufnummer 3463 ("F-I-N-D"). Unmittelbar darauf erhält er per
SMS eine Liste nahegelegener Hotels. Adresse und Telefonnummer
sind aufgeführt, so dass er das ausgewählte Hotel anrufen und
ein Zimmer reservieren kann.
Zum Start des neuen SMS-Dienstes stehen 16 Rubriken zur
Auswahl, die Sie der entsprechenden Newsmeldung unter
http://www.teltarif.de/s/s6133.html
entnehmen können. Eine aktuelle Liste der
Stichworte findet sich auch im Internet unter
www.genion.de und
www.loop.de. Diese Liste
erhält man auch als SMS, wenn man die Textnachricht "?" an
die Rufnummer "F-I-N-D" (3463) schickt.
Für den neuen Dienst fallen lediglich die jeweiligen
Gebühren für eine SMS-Nachricht an. So kostet jede Anfrage
nur so viel wie eine SMS - selbst wenn mehrere Info-Blöcke
als Anwort kommen.
- Neuer Tarif bei AOL?
Bereits am vergangenen Freitag traf eine CD von AOL
in der Redaktion von teltarif.de ein, mit der man AOL
50 Stunden lang gratis testen kann. Nun ist dies ja
im Prinzip nichts Neues, da AOL in der Vergangenheit schon
öfter CDs verschickt hat, mit denen man das Angebot eine
begrenzte Zeit lang kostenlos testen konnte. Ende letzten
Jahres und Anfang diesen Jahres teste AOL auf ähnliche Weise
auch die Akzeptanz verschiedener
Flatrate-Tarife.
Bei der am Freitag erhaltenen CD wird nun ein neuer
Tarif angeboten: AOL-by-Call. Dabei kann man nach Ablauf der
50 Gratisstunden für 2,9 Pfennig pro Minute rund um
die Uhr mit AOL surfen. Eine Grundgebühr, Mindestumsatz oder
Einwahlgebühr fallen dabei nicht an.
Die Pressestelle von AOL hat jedoch auf Anfrage von
teltarif.de mitgeteilt, dass es sich bei diesem neuen Tarif
um kein reguläres Angebot handelt. Es wird lediglich wieder
eine Akzeptanzstudie durchgeführt, bei der AOL testen möchte,
wie stark dieser AOL-by-Call-Tarif von den Kunden angenommen
wird. Ob dieser neue Tarif in das reguläre Angebot aufgenommen
wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.
Auch bei dem Tarif AOL by Call ist die Nutzung der
AOL-eigenen Software notwendig. Eine Einwahl ins Internet über
das DFÜ-Netzwerk ist nicht möglich.
- Gefährliche Sabotage-Software "Nimda" im Umlauf
Eine neue Sabotage-Software verbreitet sich zurzeit mit
rasender Geschwindigkeit im Internet. Das Programm sei eine
äußerst gefährliche Mischung aus Computervirus und Internet-Wurm,
berichteten verschiedene Antivirus-Unternehmen und
Computerexperten übereinstimmend gestern Abend.
"Die Ausbreitung ist unglaublich hoch", sagte Christian
Persson, Chefredakteur der Computerzeitschrift c't. "So etwas
haben wir noch nicht gesehen." Die Sabotage-Software wurde
vorgestern von den meisten Antiviren-Programmen noch nicht
erkannt, während gestern im Laufe des Tages die meisten
Hersteller Updates bereitgestellt haben, die mit Nimda infizierte
Dateien ermitteln können.
Der Karlsruher Experte Christoph Fischer schätzte das
Programm viel gefährlicher ein als den Internet-Wurm
Code Red, der vor gut einem Monat
Millionenschäden angerichtet hatte. "Für einen Zusammenhang mit
der Terrorattacke auf die USA gibt es bislang keinen Beweis",
sagte Fischer.
Die Sabotage-Software, vom Antivirus-Hersteller Kaspersky
Lab "Nimda" genannt, greift sowohl größere Server als auch
Personal Computer (PC) an, die mit Microsoft-Programmen
wie Outlook Express und Internet Information Server (IIS)
arbeiten. Der Verdacht, dass man den eigenen PC allein durch
das Surfen mit dem Internet Explorer mit dem "Nimda" infizieren
kann, hat sich nach Angaben von c't- Chefredakteur Persson
mittlerweile bestätigt. Einfachste Gegenmaßnahme: Javascript und
Active Scripting ausschalten, bzw. entsprechende Sicherheitspatches
von Microsoft installieren.
Nach Angaben von Fischer benutzt "Nimda" insgesamt
19 verschiedene Angriffsmethoden.
- Telekom legt Angebot für Line-Sharing vor
Nachdem die Line-Sharing-Entscheidung
der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
(RegTP) vom März
diesen Jahres am 23. August vom Oberverwaltungsgericht Münster
unanfechtbar in 2. Instanz bestätigt
wurde, hat die Deutsche Telekom
nun ein Angebot unterbreitet. Das Line Sharing ermöglicht einem
Konkurrenten der Deutschen Telekom, DSL zusätzlich zu einem bestehenden
Analog- oder ISDN-Anschluss auf eine Leitung aufzuschalten und
dieses an bestehende Endkunden zu vermarkten. Der Endkunde behält
dabei den Analog- oder ISDN-Anschluss unverändert bei der Telekom,
bekommt aber zusätzlich den DSL-Dienst von einem der Konkurrenten.
Bisher war es nötig, bei Nutzung von DSL von einem Konkurrenten der
Telekom eine zweite Leitung zu schalten. Beim Line Sharing müssen
hingegen wie bereits heute schon bei T-DSL nur zusätzlich Splitter
und DSL-Modem montiert werden.
Für das Line Sharing verlangt die Deutsche Telekom von den
Konkurrenten monatlich 14,65 Euro (28,65 Mark) für die
anteilige Nutzung ihrer Telefonanschlussleitung (TAL), sowie eine
Einrichtungsgebühr von 300 Mark für die Umschaltung.
Unter den insgesamt 11 Konkurrenten, die dieses Angebot
erhalten haben, sind vor allem die großen DSL-Anbieter wie
QSC und RioData
vertreten. Laut Pressesprecher der Deutschen Telekom, Herr
Broszio, hat zumindest ein großer Anbieter Interesse an dem
Angebot gezeigt.
Besonders attraktiv ist das Angebot der Telekom allerdings
nicht. Zum Vergleich zahlt ein Kunde bei der Telekom selbst
zwischen 14,89 Mark (falls er bereits T-ISDN 300 nutzt) und
39,89 Mark (Analoganschluss im T-Net) für das DSL-Upgrade,
sowie eine einmalige Einrichtungsgebühr von 100,86 Mark.
Es ist zu erwarten, dass die Regulierungsbehörde einen niedrigeren
Preis für das Line Sharing festsetzt. Denn nach ihrem Angebot will
die Deutsche Telekom für die Mitbenutzung der TAL beim Line Sharing
mehr Geld verlangen, als sie zur Zeit für die Vermietung der
kompletten Leitung berechnen darf. Dafür erhält sie nämlich zur
Zeit nur 24,40 Mark im Monat.
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