- Herbst-Aktionen von 01051 und Tele2
Der Düsseldorfer Call-by-Call-Anbieter
01051 will seinen Kunden den bitteren
Abschied vom Sommer mit günstigen "Hallo-Herbst"-Tarifen
versüßen. In dieser Aktion werden noch bis zum Ende
diesen Monats einige Auslandsziele vergünstigt angeboten,
zum Beispiel Argentinien (33 Pf/Min) oder Indien
(108 Pf/Min). Befragen Sie im Zweifelsfall unsere
Tarifabfrage.
Auch wurde die Aktion, bei der rund um die Uhr Ferngespräche
für 5 Pfennig pro Minute Uhr geführt werden können, bis
einschließlich Freitag, den 14. September verlängert.
Bis zum 30. September werden Neukunden besonders
herzlich empfangen. Die ersten zehn Gespräche mit 01051 sind
für diese kostenlos. Außerdem ertönt bei innerdeutschen
Ferngesprächen für alle, welche die 01051 innerhalb der
letzten 4 Monate nicht genutzt haben, die kostenlose
Tarifansage mit der Ansage: "Bingo - dieses Gespräch ist
kostenlos!"
Auch Tele2 bemüht sich um neue
Kunden. Jeder, der sich unter der kostenfreien Hotline
0800 24 01013 bis zum 30. September für Call by
Call oder Preselection anmeldet, kann eine Stunde lang gratis
telefonieren. Das September-Angebot gilt für alle Ferngespräche
ins deutsche Festnetz, in fast alle Länder Europas, in die USA,
nach Kanada und sogar nach Hawaii.
- Telegate hat Auskunftstarife bereits zum 1. September geändert
Der Münchner Auskunftsanbieter telegate AG
hat bereits zum 1. September die Preise für den
Auskunftsdienst in Euro umgestellt, wodurch auch gleich einige
Tarifänderungen in Kraft getreten sind. Die Einmalgebühr
reduziert sich von bisher 96,8 Pfennig auf nur noch
25 Eurocent (48,9 Pfennig). Dafür erhöht sich
der Preis pro Takt von bisher 12,1 Pfennig auf nunmehr
9,9 Eurocent (19,36 Pfennig). Daraus ergibt sich
ein Minutenpreis von 99 Eurocent (1,94 Mark), da
der Abrechnungstakt zugleich von 7,5 Sekunden auf
6 Sekunden reduziert wurde.
Als Hauptmerkmal für die neuen Tarife hebt Telegate
den neuen Preis für die Weitervermittlung aus dem Festnetz
hervor. Künftig kostet ein weitervermitteltes Gespräch aus
dem Festnetz statt bisher 48 Pfennig jetzt "nur" noch
9,9 Eurocent (19,36 Pfennig) pro Minute ins Festnetz,
bzw. 40 Eurocent (78,23 Pfennig) pro Minute in die
Mobilnetze. Auch die Minutenpreise für die Weitervermittlung
ins Ausland wurden reduziert: Ein weitervermitteltes Gespräch
nach Österreich kostet beispielsweise nur noch 10 Eurocent
(19,6 Pfennig) pro Minute (vorher 72 Pfennig pro
Minute) und in die USA 15 Eurocent (29,33 Pfennig)
pro Minute (vorher 60 Pfennig pro Minute).
Des weiteren wurde auch der Preis für die Auslandsauskunft
von bisher 2,42 Mark auf jetzt 1,20 Euro
(2,35 Mark) gesenkt. Gleichzeitig wurde die Anzahl der
Inklusivsekunden von 42 auf jetzt 45 erhöht.
Als Grund für die Tarifänderungen gibt die telegate AG die
Erweiterung des Produktportfolios an, die den Anbieter jetzt
zu einem Rund-um-Servicehelfer im Alltag machen soll.
Sie können die Preise der Telefonauskunft über unsere
"normale" Tarifabfrage vergleichen. Stellen Sie einfach als
Gesprächsziel "Auskunft national" oder "Auskunft international"
bei der Tarifabfrage ein.
- Telekom: Ab 1. Oktober höhere Mobilfunkaufschläge
Ab dem 1. Oktober erhöht die Deutsche Telekom
in den Tarifen Aktiv Plus und
BusinessCall die Preise
in ausländische Mobilfunknetze. Ausgenommen sind Spanien,
Türkei und Ungarn, für die weiterhin ein Mobilfunkaufschlag
von 29 Pfennig pro Minute gilt (Bei BusinessCall werden
29 Pfennig netto berechnet!).
In viele europäische Länder, wie zum Beispiel Belgien,
Dänemark, Griechenland, Italien und Österreich, wird
der Mobilfunkzuschlag auf 43 Pfennig pro Minute
(bei BusinessCall 43 Pfennig netto) erhöht.
In andere Länder erhöht sich der Mobilfunkzuschlag auf
49 Pfennig pro Minute (BusinessCall 49 Pfennig
netto). Darunter fallen zum Beispiel die Mobilfunknetze
von Frankreich, Großbritannien und der Schweiz. Alle
weiteren Änderungen entnehmen Sie bitte unserer Nachricht
http://www.teltarif.de/s/s6112.html
oder der Tarifdatenbank.
- T-Aktie wird zu Sommers Albtraum
Für die Deutsche Telekom ist
der 10. September ein schwarzer Montag. Der
unaufhaltsame Absturz der
T-Aktie entwickelt sich für Vorstandschef Ron Sommer
immer mehr zu einem Albtraum und für die Kleinanleger zum
finanziellen Fiasko. Was Experten vor wenigen Monaten in
ihren düstersten Vorhersagen nicht vorauszusagen wagten, ist
bittere Wahrheit geworden: Am Montag stürzte die T-Aktie bei
katastrophaler Börsenstimmung unter ihren Ausgabekurs von
1996 (28,50 Mark oder 14,57 Euro) und schrammte
mit 14,16 Euro zeitweise eine weitere Schwelle nach
unten. Am Dienstag sank die Aktie nach den verheerenden
Terrorakten in den USA sogar kurzfristig
auf einen Stand von 13,12 Euro. Gestern Abend schloss
die Aktie aber bei 15,17 Euro deutlich im Plus.
"Das ist ein absoluter Misstrauensbeweis und eine
Katastrophe für alle Kleinanleger", empört sich Reinhild Keitel,
Vorstandsmitglied der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre. Und
schon mehren sich die Stimmen jener, die eine Ablösung von
Sommer an der Konzernspitze fordern. Der Aufsichtsrat müsse
sich jetzt Gedanken über einen Nachfolger machen. "Da muss
ein Signal kommen", meint Keitel.
Doch auch Aktionärsvertreter sind sich keineswegs einig,
wenn es um Konsequenzen geht, die aus dem Debakel um die
T-Aktie zu ziehen sind. "Eine Ablösung von Sommer hilft den
Aktionären auch nicht", meint Petra Krüll, Sprecherin der
Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Sommer
müsse jetzt nicht nur gute Ideen haben, sondern damit auch
auf den Kapitalmärkten erfolgreich sein.
- Einwahlprobleme beim DSL-Angebot von AOL
Wer hätte das gedacht: Einwahlprobleme, bekannt
vor allem aus der Welt der "normalen" Telefonie
bzw. Internetzugänge über Telefonleitung, gibt es nun
auch bei DSL: AOL ist nach Angaben
des Pressesprechers Herrn Nordlohne vom Erfolg des neuen
DSL-Angebots überrascht
worden. Deswegen kommt es vor allem im Ruhrgebiet zu Engpässen
bei der Einwahl.
AOL empfiehlt daher Neukunden zur Zeit, noch ca. zwei Wochen
zu warten, bevor sie den Vertrag über die DSL-Flat abschließen.
AOL und die Deutsche Telekom arbeiten
nach Angaben des Pressesprechers mit Hochdruck daran, die
Probleme zu beseitigen. Bis Ende des Monats sollte dann auch
bei AOL dem High-Speed-Vergnügen keine "rote Ampel" mehr bei
der Einwahl im Weg stehen.
- Neue Tarifstruktur bei Tiscali-Internetzugängen ab 1. Oktober
Die Münchner Tiscali GmbH hat in
einer E-Mail an ihre Kunden umfangreiche Änderungen für
den Internetzugang bekannt gegeben. Ab 1. Oktober
erhöht sich der Preis für den Internet-by-Call-Zugang von
bisher 2,45 Pfennig pro Minute auf 2,8 Pfennig
pro Minute. Eine Grundgebühr oder Mindestumsatz fällt
aber weiterhin nicht an. Dafür bietet Tiscali den
Nutzern ein Serviceversprechen, bei deren Nichterfüllung
Entschädigung versprochen wird. Dazu gehört unter anderem,
dass bei Verwendung der aktuellen Einwahl- und einer
speziellen Diagnosesoftware, die auf den Seiten von Tiscali
heruntergeladen
werden kann, eine erfolgreiche Einwahl beim ersten Versuch
garantiert wird. Wenn diese Zusage nicht gehalten wird,
erhält man im darauf folgenden Monat zwei Freistunden. Das
gilt auch, wenn Anfragen per E-Mail nicht innerhalb von 48
Stunden beantwortet werden.
Des weiteren beinhaltet Tiscali TRUST die "hochwertige
Viren- und Datensoftware" der Firma Norman, Norman Virus
Control, sowie die Norman Personal Firewall. Außerdem sind
regelmäßige Update ebenfalls kostenlos enthalten.
Für Vielsurfer bietet Tiscali ab Oktober zwei neue Tarife
an: Bei einer Mindestnutzung von 10 Stunden kostet
die Onlineminute 2,6 Pfennig. Entscheidet man sich für
20 Stunden Mindestnutzung, reduzieren sich die Kosten auf
2,45 Pfennig pro Minute. Die Abrechnung erfolgt jeweils
im Sekundentakt. Und auch in diesen neuen Tarifen wird das
Service-Paket Tiscali TRUST enthalten sein.
- Nächste Flatrate vor dem Aus
Die Würzburger Rockenstein AG ist das
nächste Opfer des Flatratesterbens. Zum 30. September wird der
Tarif Flatsurf 64k eingestellt. Bereits seit 1. September wurden keine
Neukunden mehr angekommen.
Alle Kunden wurden von Rockenstein bereits informiert. Grund
für die Einstellung sind schlechte Konditionen beim Carrier,
vor allem bezüglich der Leitungskapazitäten.
Zukünftig setzt Rockenstein verstärkt auf SDSL. In
den wichtigsten Metropolen Deutschlands wird alternativ zur
eingestellten Flatrate ein SDSL-Zugang mit einer Übertragungsrate
von 144 kBit/s angeboten. Es sind aber auch Übertragungsraten
bis 2,3 MBit/s möglich, dann natürlich zu höheren Preisen. Auch
die Flatrates für Businesskunden bleiben weiterhin bestehen.
- Netztel Plus AG beantragt Insolvenzverfahren
Der Mobilfunkprovider Netztel -
ein Tochterunternehmen von TelDaFax
- hat am 5. September beim Landgericht Darmstadt einen
Insolvenzantrag gestellt. In einer Pressemitteilung teilte das
Unternehmen mit, dass es nicht gelungen sei, rechtzeitig neue
Kapital-Investoren zu finden. Netztel selber habe noch zu wenige
Kunden, um als Provider den Break Even zu erreichen. Trotz
angefangener Optimierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen
seien die Kosten weiterhin höher als die Einnahmen. Offene
Verbindlichkeiten in siebenstelliger Höhe hat Netztel vor
allem gegenüber den Netzbetreibern. Mit diesen will Netztel
nun über die Fortführung der Geschäfte verhandeln.
Die Netzbetreiber haben hingegen bereits damit
angefangen, mit den Kunden von Netztel über die Umstellung
der Verträge zu sprechen. Wie in unserem ersten
Beitrag zur Netztel-Pleite bereits
dargestellt, haben sowohl D1 als
auch D2 Infonummern geschaltet,
unter denen sich Netztel-Kunden melden sollen.
In einem Interview von teltarif zur Lage bei Netztel zeigte
sich Pressesprecher Philipp Schindera von T-Mobil verwundert
über die Informationspolitik von Netztel. Anscheinend erfuhren
deren Kunden erst aufgrund einer Info-SMS von D1 von dem bereits
am vergangenen Mittwoch gestellten Insolvenzantrag. Erst
nachdem mehrere Magazine (darunter teltarif) über die
Lage bei Netztel berichtet hatten, veröffentlichte Netztel
eine Stellungnahme auf der eigenen Homepage sowie als
Pressemeldung.
D2-Vodafone hat bereits am Freitag vergangene
Woche damit begonnen, alle Netztel-D2-Kunden auf
D2-CallYa umzustellen. Das
hat die Pressesprecherin von D2-Vodafone, Frau Döbele, am
Dienstag gegenüber teltarif.de bestätigt. Begründet wurde diese
Umstellung damit, dass die Verträge mit Netztel gekündigt wurden
und man den D2-Kunden weiterhin Erreichbarkeit garantieren
möchte. Zusätzlich wird jedem ehemaligen Netztel-Kunden ein
Guthaben von 5 Mark auf das CallYa-Konto gutgeschrieben.
Zwar ergibt sich durch die Umstellung auf CallYa ein
Recht auf Sonderkündigung
für den Kunden, da es sich jedoch bei CallYa um eine
Prepaid-Karte handelt, ist eine
Kündigung nicht notwendig. Wer CallYa nicht nutzen möchte,
kann gegebenenfalls sein Guthaben abtelefonieren und danach
die Karte nicht weiter nutzen.
Alle anderen Kunden haben jedoch die Möglichkeit,
wieder einen Vertrag mit D2 einzugehen. Hierfür hat D2 eine
gesonderte Hotline eingerichtet. D2 wird in den nächsten Tagen
voraussichtlich alle Kunden anschreiben und ihnen ein Angebot
für einen neuen Vertrag mit D2 unter Beibehaltung der alten
Rufnummer unterbreiten.
Für D1-Kunden von Netztel soll sich vorerst nichts
ändern. Herr Schindera von T-Mobil bestätigte am Dienstag
gegenüber teltarif.de noch einmal, dass die Netztel-Karten
vorerst nicht abgeschaltet werden. Eine weitere Nutzung der
Mobilfunkkarte ist bis auf weiteres möglich.
- Neue Features bei der Prepaid-Karte D1 Xtra
Die XtraCard von
T-D1 verfügt seit kurzem über drei
neue USSD-Steuercodes. Nach Eingabe der Tastenfolge *100*1#
erhält man eine Textmitteilung mit dem Datum, an dem die
"Phone Time" der Karte, während der man ein- und
ausgehende Gespräche führen kann, endet. Diese wird durch
jede Aufladung verlängert. *100*2# informiert über den
aktuellen Stand des XtraTimers. So erfährt man, wie viele
Minuten man am jeweiligen Tag schon abgehende Telefonate
geführt hat. Diese Information ist vor allem für Nutzer des
neuen XtraTalk-Tarifs
interessant, bei dem sich der Minutenpreis an der Gesamtlänge
der am jeweiligen Tag geführten Gespräche orientiert.
Rätsel gibt die Funktion *100*3# auf. Nach Eingabe
dieses Codes und der Bestätigung durch Drücken der grünen
Taste wird der Text "Ihr Freiminutenzeitraum ist abgelaufen"
eingeblendet. Dies könnte auf einen geplanten weiteren Tarif bei
der T-Mobil-Prepaidkarte hindeuten, bei dem man - zum Beispiel
für eingehende Gespräche, wie bei
LOOP Easy Money - Freiminuten
gutgeschrieben bekommt.
Als weiteres Feature haben künftig alle
T-Mobil-Prepaid-Kunden die Möglichkeit, auf Wunsch ihre
Rufnummer dauerhaft zu übermitteln. Darüber wurden zahlreiche
D1-Xtra-Nutzer jetzt vom Netzbetreiber per SMS informiert. Wer
eine ständige Rufnummernanzeige wünscht, kann das Feature
kostenlos über die Kundenbetreuung unter der netzinternen
Kurzwahl 2202 freischalten lassen.
Allerdings herrscht bei T-Mobil intern offenbar
noch etwas Verwirrung: Wie sich bei einem Testanruf der
teltarif-Redaktion herausstellte, hat die Hotline derzeit noch
nicht die Möglichkeit, die generelle Rufnummernübermittlung
zu aktivieren. Man bittet um einige Tage Geduld. Bei einem
zweiten Testanruf sollte die Freischaltung nach Nennung einiger
persönlicher Daten schon jetzt möglich sein (da es bei Xtra
kein persönliches Kundenkennwort gibt).
D2 Vodafone schaltet
die dauerhafte Rufnummernanzeige für seine
CallYa-Kunden schon seit langer Zeit auf Wunsch
ein, bei LOOP von
Viag Interkom war dies schon seit dem
Start im Sommer 1999 Standard. Lediglich bei Free & Easy von
E-Plus muss man sich - wie zurzeit noch
bei D1 - damit behelfen, dass man bei abgehenden Gesprächen der
Rufnummer den Code *31# voranstellt. Dann wird die Telefonnummer
nämlich auch übertragen.
- Wird Viag Interkom doch nicht O2 heißen?
Im letzten Newsletter hatten wir
berichtet, dass sich Viag Interkom in O2
("Oh Zwei" bzw. "Oh Two") umbenennen möchte. Aber nun hat
die Muttergesellschaft, die BT Wireless, ein Problem: Die
Bezeichnung "O2" mag ja einzigartig und unverwechselbar sein,
aber als Name für eine Firma ist sie es nicht. Die ganze
schöne Kampagne der Mobilfunktochter der British Telecom droht
sich nun genau in der Luft aufzulösen, die eigentlich für
frischen Wind sorgen sollte: O2 ist nämlich schon besetzt,
nicht als chemische Bezeichnung für molekularen Sauerstoff,
wie unbefangene Beobachter vielleicht vermuten können, sondern
als das, was die millionenschweren Pläne von BT Wireless neu
etablieren sollten: Als Marke.
O2 ist schon vergeben - der Markenname gehört bereits
einem Londoner Einkaufszentrum, das seit Ende 1999 in der
Finchley Road zu finden ist. Und das hat sofort mit rechtlichen
Mitteln gedroht. Die Muttergesellschaft des Shopping-Centers,
Burford, hat inzwischen selbst schon damit begonnen, die
Markenbezeichnung "O2" europaweit zu etablieren. Das jedenfalls
hat der Burford-Geschäftsführer John Anderson der Londoner
Tageszeitung "The Times" gesagt, die weiterhin zitierte,
dass Burford schon viel Zeit und Energie investiert habe,
um die Marke aufzubauen.
Am vergangenen Mittwoch hatte
auch der deutsche Mobilnetzbetreiber Viag Interkom angekündigt,
sich im Frühjahr 2002 in O2 umbenennen zu wollen. Ob das
nur heiße Luft war, wird sich jetzt zeigen. Die Behauptung
von Peter Erskine, dem Geschäftsführer von mm02, dass die
Markenbezeichnung O2 modern und universell sei, ist damit noch
nicht falsch. Nur ob es die Bezeichnung für sein Unternehmen
sein wird, ist derzeit fraglich.
- Verheerende Anschlagserie auf die USA
Auch die teltarif-Redaktion war geschockt, als wir von den
brutalen Anschlägen auf New York und Washington hörten. Wir
möchten an dieser Stelle unsere Trauer und Empörung zum
Ausdruck bringen. Wir hoffen, dass sich derartiges Leid
nicht unnötig wiederholt, auch dann nicht, wenn die USA
und eventuell auch die NATO zum Gegenschlag ausholen.
Die Attacken auf das World Trade Center in New York und
diverse Gebäude in Washington legten aber nicht nur das
Leben in Amerika lahm, sondern auch Teile des Internets. Am
Dienstag nahmen ab 15 Uhr deutscher Zeit die Aufrufe
der Internet-Nachrichtenmagazine minütlich zu. Schließlich brachen
die Web-Server der meisten bekannten Nachrichten-Sites unter
der Last der Anfragen zusammen. Dabei kommt es auch zu einem
Domino-Effekt: Bricht ein Server unter der Last zusammen, wechseln
informationshungrige Leser zu anderen Servern, deren Last dadurch
abermals sprunghaft steigt.
Viele Magazine behalfen sich schließlich damit, Notseiten
zu veröffentlichen, die statt aufwändiger verschachtelter
Tabellen mit diversen Hilfsgrafiken fürs Layout lediglich
puren Text und vielleicht ein oder zwei Bilder beinhalteten.
Zusammen mit kurzfristig hinzugeschalteten Ausweichservern
gelang es, den Betrieb wiederherzustellen.
Auch die Telefonnetze waren betroffen. Gestern nachmittag
berichteten mehrere Leser, dass es immer noch schwierig ist,
eine freie Telefonleitung in die USA zu bekommen. Dabei sind
nicht nur Anrufe in die Krisenstädte selber problematisch,
sondern auch in andere Städte. Vermutlich tritt die Überlastung
also bereits auf dem Weg von Deutschland nach Amerika auf.
Mögliche Engstellen sind dabei die Kapazitäten der verlegten
Unterseekabel, sowie die Zahl der geschalteten Leitungen an den
jeweiligen Übergabepunkten bzw. Schnittstellen in Deutschland
oder den USA. Da viele Telefonfirmen hier eigene Infrastruktur
betreiben, kann es sinnvoll sein, mehrere Call-by-Call-Vorwahlen
nacheinander durchzuprobieren, bis man eine gefunden hat,
mit der die Verbindung schließlich klappt.
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