Newsletter 31/01 vom 02.08.2001
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 02.08.2001 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Gratishandy plus grundgebührfreier Vertrag
  2. Tarifänderungen und Sonderaktionen: Für 3,5 Pfennig pro Minute bundesweit telefonieren
  3. Internet für unter einem Pfennig pro Minute von 1 & 1
  4. Ferngespräche im Festnetz werden wieder teurer
  5. Telekom erwirkt Einstweilige Verfügung gegen AOL
  6. "Internet Operator" beim info.portal 11881
  7. SDSL-Sonderaktion von iPrimus, Bonuswochen bei Tripolis-Gruppe
  8. Viag droht mit "Geldstrafe" - und ermöglicht jetzt Tarifwechsel
  9. D1 startet GPRS Roaming in Tschechien
  10. Neuigkeiten von Talkline und Victorvox
  1. Gratishandy plus grundgebührfreier Vertrag

    Handy-Pak bietet in Zusammenarbeit mit der Firma RSLCOM gleich "zwei Knüllerangebote, die an alte Zeiten erinnern". Handy-Pak erstattet nicht nur die Anschlussgebühr, sondern auch für die komplette Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten die Grundgebühr. Alternativ kann man sich aber auch für die Variante der Einmalzahlung von 400 Mark entscheiden, die man zusätzlich zur Erstattung der Anschlussgebühr bekommt.

    Mögliche Verträge sind der RSLCom-Privat-Tarif (E-Plus), der preislich mit dem Originaltarif von E-Plus identisch ist, sowie der E-Plus-Professional-S-Tarif. Bei letzterem sind Gespräche ab 10 Pfennig pro Minute möglich. Außerdem wird in diesem Tarif sekundengenau abgerechnet, was Kurzgespräche schon für einen Pfennig möglich macht.

    Zum kostenfreien Vertrag gibt es in beiden Fällen auch noch ein kostenloses Siemens S11-Handy. Dieses hat zwar ein Farbdisplay (!), ist aber deutlich größer als zeitgemäße Handys und nur im GSM-1800-Netz (E-Plus und Viag Interkom) zu betreiben. Etwas Zubehör ist ebenfalls enthalten: Eine portable Freisprecheinrichtung im Wert von 99 Mark (laut Herstellerangaben) sowie eine Ledertasche im Wert von 49 Mark (ebenfalls Preise nach Herstellerangaben). Anstatt des kostenlosen Siemens-Handys kann man wie gewohnt auch unter anderen Geräten gegen Aufpreis wählen.

  2. Tarifänderungen und Sonderaktionen: Für 3,5 Pfennig pro Minute bundesweit telefonieren

    Die Münchner prompt GmbH & Co. KG hat zum 1. August ihre Tarife ins Ausland gesenkt. Seither sind über die Sparvorwahl 01055 die wichtigsten europäischen Länder wie Frankreich oder Großbritannien für 11,5 Pfennig pro Minute zu erreichen. Auch Ziele in Osteuropa werden günstiger. So sind zum Beispiel Bulgarien und Rumänien jeweils für 46 Pfennig pro Minute zu erreichen. In beide Länder übernimmt prompt damit den ersten Platz in der Tabelle der günstigsten Call-by-Call-Anbieter ohne Anmeldung. Für Anrufe in die ausländischen Mobilfunknetze werden allerdings Aufpreise verlangt. Die Tarifänderung gilt sowohl für offenes Call-by-Call (Abrechnung im Minutentakt) als auch für Preselection (sekundengenaue Abrechnung).

    Die Düsseldorfer Telefongesellschaft 010012 bietet am kommenden Wochenende zum zweiten Mal in Folge eine Sonderaktion in einige Auslandsziele an. Am 4. und 5. August sind folgende Ziele vergünstigt zu erreichen (Preise in Pfennig pro Minute):

    • Indonesien: 44
    • Jakarta: 24
    • Südkorea: 15
    • Philippinen: 39
    • Manila: 39
    • Thailand: 52
    • Bangkok: 46
    010012 setzt sich mit diesem Tarifen an die Spitze der Tariftabellen bei Gesprächen im offenen Call by Call. Die genannten Tarife gelten von Samstag 0 Uhr bis Sonntag 24 Uhr. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt.

    One.Tel hat ab 2. August einen neuen Tarif im Programm: Im offenen Call-by-Call kann man zwischen 18 und 22 Uhr über die 01086 für 3,5 Pfennig pro Minute telefonieren. Der Haken: Es wird in 4-Minuten-Einheiten abgerechnet. Man bezahlt folglich auch dann 14 Pfennig für ein Gespräch, wenn es nur wenige Sekunden gedauert hat.

    One.Tel will mit diesem Angebot die Akzeptanz von langen Abrechnungstakten testen. Diese benachteiligen ähnlich wie die von anderen Firmen eingeführten Verbindungsentgelte vor allem diejenigen Kunden, die kurze Telefonate führen. "Extremist" im Bereich der langen Abrechnungstakte ist übrigens VarTec (010023, noch nicht bundesweit verfügbar), die zwar für 5 Pfennig pro Minute Gespräche in diverse westeuropäische Länder und in die USA ermöglichen, aber jeweils mindestens 20 Minuten abrechnen!

  3. Internet für unter einem Pfennig pro Minute von 1 & 1

    Ab heute bietet der Internetprovider 1 & 1 einen neuen Tarif für das Surfen im Internet an. Für einen monatlichen Grundpreis von 9,90 Mark kann man täglich in der Zeit von 9 bis 23 Uhr zum Preis von 1,9 Pfennig pro Minute surfen, ab 23 Uhr sinkt der Preis auf sehr niedrige 0,9 Pfennig pro Minute.

    Der Internetzugang ist sowohl analog über Modem als auch über ISDN bundesweit verfügbar. Mit der monatlichen Grundgebühr erhält man außerdem 25 MB Speicherplatz für die eigene Homepage sowie drei E-Mail-Adressen. Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt, ein Einwahlentgelt wird nicht erhoben.

    Wenn Sie wissen wollen, ob sich das Angebot auch für Sie lohnt, greifen Sie am besten auf unsere Internet-Abfrage unter http://www.teltarif.de/internet.html zurück. Dort können Sie die Zahl der Online-Stunden eingeben. Als Antwort erhalten Sie für alle Tages- und Nachtzeiten die günstigsten Provider ausgewiesen.

  4. Ferngespräche im Festnetz werden wieder teurer

    Das Statistische Bundesamt hat diese Woche gemeldet, dass nach dem starken Preisrückgang für Telefonate in den vergangenen Jahren Ferngespräche im Festnetz wieder teurer werden. So hat sich der erstmals im Juni ermittelte Preisanstieg für Inlandsferngespräche im Festnetz im Juli beschleunigt. Nach dem Juni-Anstieg um 0,2 Prozent gegenüber Mai kletterten die Gebühren im Juli um 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Damit lagen die Preise für Inlandsferngespräche im Festnetz im Juli um 0,7 Prozent höher als ein Jahr vor.

    Dagegen waren Handy-Gespräche im Durchschnitt um 8,7 Prozent billiger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat Juni blieben die Preise für das mobile Telefonieren aber stabil. Die Internet-Gebühren wurden im Jahresvergleich um rund 30 Prozent billiger, Auslandsgespräche um 1,3 Prozent.

    Alle Telekommunikationsdienstleistungen zusammen gerechnet ermittelten die Statistiker für Juli im Jahresvergleich einen Preisrückgang um 5,3 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Juni blieb der Durchschnittswert unverändert.

  5. Telekom erwirkt Einstweilige Verfügung gegen AOL

    Die Deutsche Telekom hat am vergangenen Donnerstag eine Einstweilige Verfügung gegen AOL vor dem Hamburger Landgericht erwirkt, die dem Unternehmen AOL letzten Freitag zugestellt wurde. Dabei geht es um die Kundenbegrenzung zur Flatrate für 39 Mark auf nur 1000 Kunden pro Woche. AOL begründet diese Begrenzung auf der eigenen Homepage mit den Worten: "Zur Zeit ist es uns unter den Bedingungen der Deutschen Telekom nicht möglich, dieses Angebot auf über 1000 Flatrates pro Woche auszuweiten." In einer weiteren, sehr ausführlichen Erklärung heißt es: "Noch immer werden wir daran gehindert, unseren Kunden unbegrenzte Pauschaltarife anzubieten, da wir der Deutschen Telekom - die ein faktisches Monopol im Telefonortsnetz hat - die notwendige Ortsnetzvorleistung pro Minute bezahlen müssen. Damit aber wird dieser Tarif nicht nur für uns, sondern für alle Internetanbieter zu einem unkalkulierbaren Risiko, das andere Anbieter sogar bereits in die Pleite zwang."

    Herr Domagala, Pressesprecher der Deutschen Telekom, erklärte gegenüber teltarif.de, dass sich die Einstweilige Verfügung nicht gegen die Tarife von AOL richtet, sondern lediglich gegen bestimmte Textpassagen richtet, die auf der Homepage von AOL zur Begründung der Begrenzung genannt werden. "In Deutschland gibt es sehr wohl eine Großhandelsflatrate, nur wird hierbei von den Unternehmen verlangt, ein gewisses unternehmerisches Risiko einzugehen. Wenn AOL nicht in der Lage ist, durch diese Großhandelspauschale eine Flatrate anzubieten, sollten sie ihre eigene Unternehmensstruktur überprüfen." Auf die öffentliche Diskussion, die AOL derzeit führt, sagte Domagala, dass diese für AOL vielleicht ausreicht, "um vor dem amerikanischen Mutterkonzern die eigene Erfolglosigkeit zu begründen. Für ein erfolgreiches deutsches Marktangebot reicht das nicht."

    Zum Zeitpunkt der Nachfrage von teltarif.de bei AOL, erklärte der Pressesprecher von AOL, Herr Jens Nordlohne, dass die Verfügung bei AOL noch nicht eingetroffen sei. Er wisse von dieser Einstweiligen Verfügung nur durch die Medien. Zu den Vorwürfen, die die Telekom vorbringt, brachte er dann aber doch eine vorgefertigt klingende Erklärung: "Wir bedauern, dass die Telekom wieder einmal die für Deutschland so wichtige Diskussion um bezahlbare pauschale Internetzugänge auf die juristische Ebene verlagert. Statt dessen sollte sie mitwirken, dass die Verbraucher endlich das Internet so nutzen können, wie die europäischen Nachbarn. Wir führen lieber eine gesellschaftliche statt juristische Diskussion und möchten nach wie vor gemeinsam mit der Telekom zu einer konstruktiven Lösung kommen, die es allen Bevölkerungsschichten erlaubt, das Internet zu bezahlbaren Pauschaltarifen zu nutzen."

    Bleibt nur noch die Frage offen, ob es AOL tatsächlich ernst meint mit den Bemühungen um eine "bezahlbare" Flatrate für den Endkunden oder ob hier nur auf dem Rücken der Internetgemeinde eine gewaltige Werbekampagne von AOL initiiert wird.

  6. "Internet Operator" beim info.portal 11881

    Über die Auskunft 11881, einem Gemeinschaftsunternehmen von Viag Interkom und Telenor, kann man sich ab sofort auch unterwegs über Aktuelles aus dem World Wide Web informieren lassen. In einer zweiwöchigen Testphase vom 30. Juli bis 10. August 2001 bietet die Auskunft unter der Festnetznummer 03834-5166101 rund um die Uhr einen ersten Zugriff auf den "Internet Operator".

    Der Internet Operator gibt Auskunft über Bahn- und Flugverbindungen, Verkehrsinformationen und Routenplanung für Geschäftsleute, sowie Restaurant- und Kinotipps. Auch Preisvergleiche per Internet oder das Checken von aktuellen Börsenkursen ist möglich. Das Suchergebnis erhält der Kunde dann direkt über das Telefon, per SMS, Fax oder E-Mail.

    Der Test soll über das Nutzungsverhalten aber auch über den erzielbaren Marktpreis für diese Dienstleistung Aufschluss geben. Während der zwei Wochen fallen für die Nutzung nur die normalen Verbindungsgebühren aus Mobil- oder Festnetz an.

    Außerdem gibt es ein Gewinnspiel: Unter www.11881-auskunft.de kann man sich einen Fragebogen herunterladen, den man ausgefüllt zurückschickt und so automatisch an einer Verlosung teilnimmt. Zu gewinnen gibt es alles mögliche rund um Sport und Freizeit.

  7. SDSL-Sonderaktion von iPrimus, Bonuswochen bei Tripolis-Gruppe

    Das Münchener Telekommunikationsunternehmen iPrimus bietet seit Mittwoch eine SDSL Sonderaktion. Die Bandbreiten reichen dabei von 144 kBit/s bis 2,3 MBit/s.

    Die Preise, die bis 30. September gültig sind, reichen von 578,84 Euro (1 132,11 Mark) für einen 144 kBit/s-Anschluss zuzüglich einer einmaligen Einrichtungsgebühr von 520,84 Euro (1 018,67 Mark) bei 12 Monaten Vertragslaufzeit bis hin zu 1 158,84 Euro (2 266,49 Mark) für den 2,3 MBit/s-Anschluss. Bei 24 Monaten Laufzeit sowie beim 2,3 MBit/s-Anschluss entfällt die Einrichtungsgebühr ganz. Für den Datentransfer fallen keine weiteren Kosten an (Flatrate).

    Die Sonderaktion beinhaltet außerdem, dass man bei 24 Monaten Laufzeit nur 22 Monate Grundgebühr zahlt. Des weiteren soll noch in diesem Sommer eine DSL-Variante "mit einem Grundpreis von unter 100 Euro" eingeführt werden.

    Mit "Bonuswochen" wollen die Anbieter MEOCOM und TeleBel im August und September den Wechsel zum lokalen Telekommunikationsunternehmen besonders schmackhaft machen: Wer bis zum 30. September einen ISDN-Anschluss zum monatlichen Grundpreis von 49,90 Mark für eine Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten bestellt, spart in den ersten drei Monaten die Grundgebühr. Nach den drei Monaten hat der Kunde zudem die Option, ohne zusätzliche Kosten auf den jeweiligen ISDN-Basisanschluss der Anbieter für monatlich 39,90 Mark zu wechseln.

    Neukunden, die sich für eine 24-monatige Vertragslaufzeit entscheiden, können zusätzlich ein "Aktionsgerät" - von der PC-Karte bis zum ISDN-Telefon - zum Vorzugspreis erwerben.

    MEOCOM und TeleBel gehören zur Tropolis-Gruppe, die ab 1. August auch neue SDSL-Tarife mit einer Bandbreite von 144 kBit/s bis 2,3 MBit/s anbietet. Für die Variante mit 144 kBit/s muss man monatlich 172,84 Mark Grundgebühr zahlen, eine Bandbreite von 256 kBit/s kostet 288,84 Mark im Monat. Der Tarif mit 2,3 MBit/s ist für 810,84 Mark erhältlich. Entscheidet man sich bis zum 30. September für einen Tarif, entfällt die einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 1 392 Mark. Für den Datentransfer sind pro Gigabyte 69,48 Mark bei Megabyte-genauer Abrechnung zu zahlen.

    Voraussetzung für dieses Angebot ist ein Vollanschluss bei MEOCOM bzw. TeleBel. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt ein Jahr.

  8. Viag droht mit "Geldstrafe" - und ermöglicht jetzt Tarifwechsel

    Genion Home von Viag Interkom ist genial. Verspricht das Vertragsmodell doch Telefonieren (fast) zu Festnetzkonditionen, wenn man sich innerhalb eines Radius von bis zu 500 Metern um einen bei Vertragsabschluss festgelegten Punkt befindet. Das kann die eigene Wohnung, der Arbeitsplatz, das Wochenendhaus oder auch die Lieblingskneipe sein.

    Allerdings funktioniert diese sogenannte "Homezone" nicht immer ganz so, wie es der Netzbetreiber verspricht. Grund: Nicht alle Mobilfunksender haben die gleiche Reichweite. Gerade, wenn man in einem Hochhaus wohnt, kann es vorkommen, dass man auch das Signal etwas weiter entfernter Basisstationen empfängt, die nicht mehr zur "Homezone" gehören. Sind dann die lokalen Basisstationen auch noch ausgelastet, bucht sich das Handy bei den fernen Stationen ein. Die Folge: Kein Häuschen auf dem Handy-Display, obwohl man zu Hause ist.

    Die Abhilfe: Viag Interkom muss den Radius des Genion-Nutzungsbereichs erweitern und den oder die weiter entfernten "Störsender" in die "Homezone" integrieren. Dadurch wird die "Homezone" insgesamt natürlich größer. Findige Genion-Fans machten sich dieses Problem immer wieder zu Nutzen, und erfanden Netzprobleme, die es de facto gar nicht gab. Viag Interkom erweiterte unbürokratisch die "Homezone" auf bis zu 3 Kilometer Radius, in Einzelfällen sogar noch mehr.

    Das ist auch dem Netzbetreiber aufgefallen. Die Folge: Genion-Radiuserweiterungen sind nicht mehr so einfach möglich wie früher. Leidtragende sind die ehrlichen Kunden, die tatsächlich Probleme haben. Will man nun die "Homezone" vergrößern lassen, muss man ein Formular ausfüllen, in dem man sich grundsätzlich mit Vor-Ort-Messungen durch Viag-Techniker bereit erklärt. Sollte sich dabei dann herausstellen, dass die "Homezone" innerhalb der von Viag Interkom garantierten 500 Meter Radius einwandfrei funktioniert, wird dem Kunden eine Servicegebühr von 100 Mark in Rechnung gestellt.

    Fraglich bleibt, ob die Netztechniker nicht besseres zu tun haben, als jede einzelne Genion-Zone nachzumessen. Ob die Servicegebühr tatsächlich berechnet wird, ist daher stark anzuzweifeln. Dennoch ist es sicher im Interesse ehrlicher Kunden, dass dem von einigen schwarzen Schafen angewandten Missbrauch des E2-Tarifmodells ein abschreckender Riegel vorgeschoben wird.

    Aber es gibt auch gute Neuigkeiten von Viag Interkom zu berichten: Nach den drei Mitbewerbern T-D1, D2 Vodafone und E-Plus können nun auch die Mobilfunkkunden von Viag Interkom endlich zwischen den verschiedenen Tarifen hin- und herwechseln. Bislang war dies nur in bestimmten Fällen möglich, zum Beispiel beim Wechsel von Genion City zu Genion Home. Vorerst muss man sich mit seinem Tarifwunsch noch an die Kundenbetreuung unter der aus dem Viag Interkom-Netz kostenfreien Rufnummer 0179-55222 (aus dem Festnetz 01805-436466) wenden. Ab Herbst soll der Wechsel auch über den Tarifmanager unter der netzinternen Kurzwahl 1414 möglich sein.

    Wechsel in höhere Tarife (zum Beispiel von Genion City zu Genion City Profi) sind kostenlos. Wechselt man jedoch von einem Vieltelefonierer-Tarif in ein Preismodell für Privatkunden und Gelegenheitsnutzer, so berechnet der Netzbetreiber hierfür 25 Mark. Auch Genion Starter-Kunden können jederzeit in einen höherwertigen Tarif umsteigen. Umgekehrt kann man in den Genion-Starter aber erst nach Ende der Mindestvertragslaufzeit wechseln.

    Nach wie vor nicht angeboten wird bei Viag Interkom ein Wechsel zwischen einem Prepaid- und einem Postpaid-Tarif. Ein Umstieg von LOOP zu Genion oder umgekehrt ist somit auch in Zukunft mit einem Rufnummernwechsel verbunden.

    Den Mobilfunk-Einsteigertarif von Viag Interkom, Genion Starter, gibt es jetzt auch ohne Grundgebühr - zumindest für die ersten zwölf der 24 Monate Vertragsmindestlaufzeit. Das geht aus der aktuellen Tarifbroschüre des Münchner Telekommunikationsunternehmens hervor. Voraussetzung: Man verzichtet auf ein subventioniertes Handy. Die in diesem Tarif üblichen 10 Mark Mindestumsatz fallen aber dennoch während der gesamten Vertragslaufzeit an.

    Wenig bekannt ist auch, dass netzinterne Rufumleitungen im Genion Starter-Tarif - im Gegensatz zu den anderen Viag-Tarifen - nicht kostenlos sind. Hierfür werden die gleichen Gebühren wie für Telefongespräche zu 0179-Rufnummern berechnet, also 69 Pfennig pro Minute in der Hauptzeit und 39 Pfennig in der Nebenzeit. Lediglich die Rufumleitung zur Mailbox ist kostenlos.

  9. D1 startet GPRS Roaming in Tschechien

    Wer im Ausland mobil surfen will, muss sich allzu oft beim heimischen Provider einwählen, ein teures Vergnügen. Die mobile Datenübertragung per GPRS verwendet ein anderes Prinzip: Nicht die Onlinezeit wird berechnet, sondern die jeweils übertragene Datenmenge.

    Gestern startete T-D1 nun das erste Roaming-Abkommen für den GPRS-Betrieb. Mit dem Betreiber "RadioMobil" (Paegas) aus der Tschechischen Republik wurde jetzt der bilaterale kommerzielle Wirkbetrieb im Bereich International GPRS Roaming aufgenommen. T-D1 Kunden können bei RadioMobil ihre T-D1-Anwendungen genau mit den APN-Einstellungen aufrufen, die auch innerhalb des T-D1 Netzes gelten (so genannter "Home Access", z.B. mit den APN "wap.t-d1.de" und "internet.t-d1.de"). Daneben stehen T-D1 Kunden auch die APN von RadioMobil zur Verfügung (so genannter "Local Access", z.B. über den APN "internet" (unpersonalisiert) ins Internet).

    Im Gegensatz zur Sprachtelefonie sind die Preise des GPRS-Roaming durchaus moderat: Sowohl bei Home Access als auch bei Local Access sind jeweils 4,8 Pfennig pro angefangene 10 kB zu bezahlen. Kleinere E-Mails lassen sich damit ebenso kostengünstig abholen, wie einzelne WAP-Seiten. Größere Datenmengen sind aber - wie auch hierzulande - teuer. RadioMobil ist der erste GPRS-Roamingpartner von T-Mobil. In diesem Jahr möchte T-D1 noch weitere internationale GPRS Roamingabkommen starten: Bei max.mobil aus Österreich soll es zum Start mit "Local Access" funktionieren, die amerikanische Tochter Voicestream wird folgen.

  10. Neuigkeiten von Talkline und Victorvox

    Den Einsteigertarif von E-Plus, der bei 10 Mark Mindestumsatz nur 9,95 Mark Grundgebühr kostet, gibt es jetzt auch bei den Providern Talkline und Victorvox. Doch Vorsicht: Während Talkline die gleichen Konditionen wie E-Plus anbietet, und somit auch die Local- und Partneroption im Tarif enthalten sind, ist der Tarif von Victorvox eine "Eigenproduktion". Zwar beträgt bei Victorvox die Grundgebühr nur 9,90 Mark statt 9,95 Mark pro Monat, dafür fehlen aber die Local- und Partneroptionen komplett, mit denen Telefonate entweder zu einer festen Vorwahl ober zu fünf festgelegten Rufnummern rund um die Uhr nur 15 Pfennig pro Minute kosten. Da empfiehlt es sich dann doch, anderswo fünf Pfennig im Monat mehr auszugeben, und dafür über die Optionstarife vor allem zur Hauptzeit drastisch zu sparen.

    Als weitere Änderung kündigt Victorvox an, dass ab 1. August keine Einrichtungsgebühren mehr für die Mailboxen anfallen. Dies gilt auch für die D2-Profi-Mailbox. Die Mailboxen werden auf Wunsch freigeschaltet.

    Auch im Internet-Bereich gibt es kleinere Änderungen. So wird zum 1. August der Tarif PrimeTime für Neukunden ersatzlos gestrichen. Victorvox bietet somit künftig nur noch zwei Internettarife an: Der Tarif Around The Clock kostet rund um die Uhr 2,77 Pfennig pro Minute und bietet bei 8 Mark Grundgebühr 300 Freiminuten pro Monat. Der Standardtarif kostet von Montag bis Freitag in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am gesamten Wochenende 2,88 Pfennig pro Minute. In der restlichen Zeit werden 3,88 Pfennig pro Minute fällig.

    Mobilfunk-Kunden von Victorvox erhalten im Standardtarif auch keine 100, sondern nur noch 60 Freiminuten pro Monat.

    Bei Talkline sind nun auch die D2 CallYa und die E-Plus Free & Easy Karte teurer geworden. Die CallYa kostet jetzt 99,50 Mark, enthält aber dafür 50 statt 25 Mark Startguthaben. Noch bei den Fachhändlern vorrätige CallYa's für 55 Mark (mit 25 Mark Startguthaben) können aber weiterhin aktiviert werden. Der Preis für die Free & Easy steigt ab sofort von 55 auf 77 Mark. Das Startguthaben liegt unverändert bei 25 Mark. D1 XtraCards kosteten schon bisher 77 Mark mit 25 Mark Startguthaben.


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