- te-2 mit großen Problemen
Nach einen Schreiben, dass der Redaktion von teltarif.de
vorliegt, hat Alphatel
SIM-Karten gesperrt, die durch den Mobilfunk-Provider te-2 telekommunikation GmbH vertrieben
wurden. Dem Schreiben zufolge ist te-2 "Zahlungsverpflichtungen
in erheblichen Umfang nicht nachgekommen". Alphatel hat "aus
diesem Grund sämtliche vertraglichen Beziehungen mit der te-2
GmbH aufgekündigt". Dies hat zur Folge, dass die Mobilfunkkarte
"temporär deaktiviert werden musste".
Gleichzeitig bietet Alphatel den betroffenen te-2
Kunden an, die bestehenden Verträge "zu übernehmen" und
damit den angeschriebenen Kunden "auch für die Zukunft die
bekannt günstigen Konditionen unseres Hauses [= Alphatel] zur
Verfügung zu stellen". Diese Formulierung (Zitat Alphatel) lässt
allerdings vermuten, dass Alphatel zumindest mittelfristig
auf hausinterne Tarife umstellen wird und nicht zu den
supergünstigen Konditionen abrechnet, die te-2 vor allem in
der Anfangszeit angeboten hat.
Beigefügt war dem Schreiben neben den AGB von Alphatel
auch eine Einverständniserklärung, die ausgefüllt "so schnell
wie möglich" an Alphatel zurückgeschickt werden soll, damit
nach einer "kurzen Prüfung der übersandten Unterlagen" der
Mobilfunkanschluss "schon in Kürze wieder freigeschaltet"
werden kann.
Das Merkwürdige an diesem Schreiben ist, dass auf Rückfragen
von uns die Pressesprecher sowohl von Alphatel als auch von
te-2 angaben, davon keine Kenntnis zu haben. Nach Aussage von
Alphatel ist der Vorstand diese Woche für Rückfragen von ihr
diesbezüglich nicht erreichbar. Nähere Aussagen sind daher
erst nächste Woche möglich. Andererseits weisen Berichte in
unserem Benutzerforum darauf hin, dass
auch andere te-2-Kunden gesperrt wurden und teilweise auch
ähnliche oder gleich lautende Schreiben erhalten haben.
- Viele kleine Änderungen bei Viag Interkom
Bei LOOP, der
Mobilfunk-Prepaidkarte von Viag Interkom,
wird der Abrechnungsmodus für SMS-Nachrichten ab 8. August
umgestellt. Bisher musste man jeweils SMS-Pakete im Wert
von 10 Mark kaufen, um Kurznachrichten verschicken
zu können. In Zukunft wird jede Mitteilung - wie bei
T-D1 und D2
Vodafone - einzeln direkt vom normalen Konto abgerechnet.
Ebenfalls neu bei LOOP ist, dass nach einer Aufladung
des Kartenguthabens das neue Guthabenzeitfenster angesagt
wird. Bleibt abzuwarten, ob der Netzbetreiber die Karten dann
wirklich zum angekündigten Termin ggf. abschaltet. Bislang
waren LOOP-Karten - inoffiziell - unbegrenzt gültig.
Des weiteren hat Viag Interkom sein Roamingangebot für
die Loop-Prepaidkarte erweitert. Jetzt können auch von Malta
und Zypern aus die Liebsten zu Hause angerufen werden. Dabei
kostet ein Gespräch von Malta nach Deutschland 2,99 Mark
pro Minute, von Zypern werden 1,99 Mark berechnet. Eine SMS
kostet von Malta 1,59 Mark, von Zypern 0,99 Mark. Für
eingehende Gespräche zahlt der Urlaubsreisende in jedem Fall
1,99 Mark pro Minute.
Leider wurden gleichzeitig zwei Länder von der Liste
entfernt. Kroatien und Norwegen mussten nach Angaben von Viag
Interkom aus technischen Gründen, die bei den im jeweiligen
Land ansässigen Netzwerken liegen, rausgenommen werden. Damit
bleibt es bei insgesamt 25 Ländern, aus denen mit der
LOOP-Karte telefoniert werden kann.
Genion Duo bleibt auch in
den nächsten acht Wochen der einzige Vertrag bei einem
der vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber, bei dem ein
Startguthaben ausbezahlt wird. Wie Viag Interkom jetzt
gegenüber seinen Fachhändlern mitteilte, werden auch im August
und September 49 Mark in Form eines Gesprächsguthabens
ausgeschüttet, wenn man einen neuen Vertrag über 24 Monate
abschließt.
Schon zum Start des
paketvermittelten GPRS-Datendienstes
vor einem halben Jahr kündigte Viag Interkom an, den Service
auch im National Roaming bei T-D1 anbieten zu wollen. Einen
Starttermin hierfür gibt es bisher nicht. Allerdings laufen
die Tests für das GPRS-Roaming bereits auf Hochtouren.
Bekanntlich können Viag-Kunden schon seit
Februar im österreichischen One-Netz
GPRS-Dienste nutzen. Seit einigen Tagen funktioniert es,
wie ein Test der teltarif-Redaktion ergab, nun auch im
D1-Netz. Offiziell ist das noch nicht, es gibt auch nach wie vor
keinen Starttermin und schon gar keine Preise. Aber immerhin:
Die Techniker sind offenbar bereits dabei, die Voraussetzungen
dafür zu schaffen, dass Viag-Kunden bald auch im D1-Netz via GPRS
online gehen können.
Auch einige LOOP-Prepaidkarten rufen nach Einlegen in
ein Motorola 260 bereits das "GPRS"-Logo im Handy hervor.
Man kann die paketvermittelten Dienste auch schon nutzen,
vom Kartenguthaben wird hierfür bisher nichts abgezogen.
Bleibt abzuwarten, wann Viag Interkom als erster Netzbetreiber
GPRS auf Prepaid-Basis offiziell anbietet. Angekündigt wurde
dies ja bereits für diesen Sommer.
- Einsteiger-Tarif jetzt auch von E-Plus
E-Plus kündigte bereits mehrfach im
Amtsblatt der Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post (RegTP)
einen Einsteiger-Tarif mit geringer Grundgebühr
und Mindestgesprächsumsatz an. Bisher wurde
dieser Tarif jedoch nie wirklich eingeführt. Das
soll sich jetzt ändern: Nach Informationen der
Connect-Netedition startet
zum 1. August auch E-Plus mit einem Einsteigertarif, der
denen der Konkurrenz ähnelt. Die Grundgebühr soll 9,95 Mark
betragen. Dazu kommt ein monatlicher Mindestumsatz von
10 Mark.
Auch die Gesprächskosten sind identisch mit den
Angeboten von T-D1 (Telly-Smart),
D2 Vodafone (D2 Sun) und
Viag Interkom (Genion Starter).
Gespräche ins deutsche Festnetz kosten in der Zeit von 8 bis
18 Uhr 99 Pfennig pro Minute, in der Freizeit
39 Pfennig pro Minute und am gesamten Wochenende nur
15 Pfennig pro Minute. Das Versenden von Kurzmitteilungen
(SMS) kostet 39 Pfennig pro
Nachricht.
Der Tarif soll zunächst nur bis zum 31. Oktober
angeboten werden.
- Handy-Kunden können Rufnummer erst später mitnehmen
Handy-Kunden können ihre Rufnummer erst zu einem späteren
Zeitpunkt mitnehmen, als zunächst geplant: Der Start für
die Mitnahme beim Wechsel des Mobilfunk-Netzbetreibers,
die so genannte Rufnummernportabilität, wird nach einem
Bericht der "Welt am Sonntag" vom 1. Februar 2002 auf
1. November 2002 verschoben. Das habe der Sprecher
der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
(RegTP), Harald Dörr,
bestätigt. Grund für die Verzögerung sei ein neues technisches
Verfahren, das erstmalig in Europa die Mitnahme der Mailbox
ermöglicht.
In einer Erklärung der RegTP heißt es dazu: "Im Zuge
der Vorbereitungen der Netzbetreiberportabilität hat sich
herausgestellt, dass die Einführung einer qualitativ
hochwertigen und verbraucherfreundlichen Lösung neun
Monate mehr Vorbereitungszeit erfordert, als durch die in
Vfg. 049/2000 eingeräumt wurde. Die RegTP hatte insofern zu
entscheiden, ob sie auf der Einhaltung des Termins beharrt
und in Kauf nimmt, dass eine Lösung realisiert wird, die
fehleranfällig ist, und zudem dazu führt, dass portierten Kunden
bestimmte Leistungsmerkmale nicht mehr zur Verfügung stehen.
Dabei ging es insbesondere um die Portierung der sogenannten
Mailboxnummern. Mailboxrufnummern werden gebildet, indem
zwischen die Dienstekennzahl und die Teilnehmerrufnummer eine
zweistellige Kennung gesetzt wird. Sie haben in GSM-Netzen im
wesentlichen folgende Funktionen:
- Anrufweiterschaltung zur Mailbox bei Nichterreichbarkeit
- Abhören der Mailbox vom eigenen Mobiltelefon oder von jedem
anderen beliebigen Telefon
- Direktes Aufsprechen von Nachrichten auf die Mailbox durch
Dritte
Den Zielen des TKG wird besser entsprochen, wenn der Termin
für die Einführung der Netzbetreiberportabilität zugunsten
einer qualitativ, hochwertigen und verbraucherfreundlichen
Lösung um neun Monate verschoben wird und Mailboxrufnummern
portierbar sind."
Man könnte den Kunden nach einer Rufnummernmitnahme im neuen
Netz aber auch einfach andere Mailboxnummern geben. Insofern
stellt sich hier die Frage, ob der Vorteil der einfacheren
Konfiguration bei Mailboxmitnahme wirklich die Verzögerung
rechtfertigt.
- MuchMoreTele.Com: Flatrate nicht eingestellt
In den letzten Tagen erreichten die Redaktion von teltarif.de
mehrere E-Mails von Lesern, die eine Flatrate für
199 Mark bei der MuchMoreTele.Com haben. Alle Leser
beklagten sich, dass diese Flatrate seit dem Wochenende nicht mehr
nutzbar ist. Das Unternehmen war jedoch für eine Stellungnahme
telefonisch nicht erreichbar. Gestern erhielt die Redaktion auf
schriftliche Anfrage ein Schreiben, in dem mitgeteilt wurde,
dass die MMTC GmbH in Kürze eine offizielle Presseerklärung zu
den Vorfällen der Leitungsabschaltung eines Carriers abgeben
wird. "Um gerichtliche Ermittlungen gegen diesen Carrier nicht
zu behindern, wird der Wortlaut der Presseerklärung zur Zeit
noch rechtlich geprüft."
Des weiteren wird in dieser Erklärung daraufhin gewiesen,
dass die Flatrate nicht eingestellt ist und die meisten Zugänge
weiterlaufen. Es sind lediglich auf Grund "rechtswidrigem
Geschäftsgebahren EINES Carriers die Kundenzugänge, die über
diesen Carrier abgewickelt wurden" gesperrt.
Kunden, deren Benutzername mit "d5" beginnt, sind von
der Leitungsabschaltung nicht betroffen und können "zu den
gleichen technischen Gegebenheiten und denselben Kosten"
ihren Internetzugang weiterhin nutzen.
- Neue DSL-Angebote bei lokalen Telefongesellschaften
Der Chemnitzer Citycarrier ChemTel
hat zum 16. Juli sein Angebot ChemDSL in ChemWEB umbenannt
und bietet jetzt eine DSL-Flatrate mit wahlweise 256 kBit/s
oder 512 kBit/s an. Im Preis inbegriffen ist ein eigener
virtueller Webserver mit 100 MB Festplattenplatz und
einer eigenen Domain (.de,.org,.net,.com oder andere). Neben
uneingeschränktem FTP- und SSH-Zugriff ist auch eine
MySQL-Datenbankunterstützung bereits integriert. Außerdem
erhält der User "50 selbst administrierbare Benutzer-Accounts
mit beliebig vielen E-Mail-Aliasen".
Der Preis für die 256 kBit/s-DSL-Flatrate beträgt
monatlich 114,84 Euro (224,60 Mark). Für den
doppelt so schnellen Zugang (512 kBit/s) werden
monatlich 172,84 Euro (338,04 Mark) fällig. Hinzu
kommt noch eine Einrichtungsgebühr von 230,84 Euro
(451,48 Mark). Neben dem Webserver ist außerdem noch
ein Router zum Anschluss eines Netzwerkes an das Internet
im Preis enthalten. Für den eigenen Datentransfer, sowie für
den anfallenden Traffic des Webservers, fallen keine weiteren
Kosten an.
Auch die Nürnberger Citycarrier
NEFkom Telekommunikation GmbH
& Co. KG ist vom "DSL-Virus" befallen worden und startet
ein DSL-Angebot für Geschäftskunden in Nürnberg, Erlangen
und Fürth. Ab August bietet NEFkom für kleinere Unternehmen
den Tarif NEFonline netrunner-dsl an: Dabei handelt es sich
um einen ADSL-Anschluss mit 1 000 kBit/s Down-
und 300 kBit/s Upstream. Der Preis beträgt monatlich
91,64 Euro (179,23 Mark). Für mittelgroße Unternehmen
ist der Tarif NEFonline network-dsl: Hierbei handelt es
sich um einen SDSL-Anschluss mit wahlweise 300 kBit/s
oder 600 kBit/s Up- und Downstream. Der Preis beträgt
207,64 Euro (406,10 Mark) für network-dsl 300
beziehungsweise 323,64 Euro (632,98 Mark) für
network-dsl 600. Außerdem erhält man bei den Tarifen
network-dsl 300 und network-dsl 600 eine statische
Internetadresse. Der Datentransfer ist jeweils im Preis
inbegriffen (Flatrate).
Für die Einrichtung fallen abhängig von der
Mindestvertragslaufzeit noch einmal Kosten zwischen
172,84 Euro (338,04 Mark) bei 12 Monaten
und 91,64 Euro (179,23 Mark) bei 24 Monaten
an. Bei einer Vertragslaufzeit von 36 Monaten entfällt
die Einrichtungsgebühr. Des weiteren sind die Angebote nur
in Verbindung mit einem NEFvoice direct ISDN-Mehrgeräte-
oder S0-Anlagenanschluss nutzbar.
Zum Herbst plant NEFkom mit flatrunner-dsl die Ausweitung
des Angebots auch für Privatkunden und verspricht auch dafür
einen "straff kalkulierten Preis".
- Tarifänderungen bei TelDaFax und Teledump, Sonderaktion von 01051 Telecom
Nach der Abschaltung und dem Wechsel zu
MCI Worldcom hat TelDaFax
auch die Tarife angepasst. Teurer geworden sind insbesondere
Gespräche in der Nebenzeit sowie Verbindungen in die E-Netze.
Dafür sind Ferngespräche zur Hauptzeit jetzt günstiger.
Statt bisher einem gibt es jetzt auch zwei Preselect-Tarife:
Classic National und
Classic Regional. Beim
nationalen Tarif sind die Ferngespräche einen halben Pfennig
günstiger, beim regionalen die Ortsgespräche. Mit 6,49 bis
10,49 Pfennig pro Minute ist aber keines der Angebote
ein besonderes Schnäppchen.
Der Düsseldorfer Anbieter Teledump
hat umfangreiche Tarifänderungen ins Ausland bekannt gegeben.
Mit der Sparvorwahl 0190031 werden Telefonate in einige Länder
günstiger - teilweise sind aber auch Preiserhöhungen dabei.
Zum Beispiel kosten Gespräche nach Spanien, Russland oder
Portugal zukünftig etwas mehr, Griechenland oder Ungarn sind
dagegen billiger zu erreichen. Ob sich auch für Ihr Gesprächziel
eine Änderung ergeben hat, erfahren Sie durch eine Abfrage
unserer Tarifdatenbank.
Auch von der Mutterfirma von Teledump, der
01051 Telecom GmbH, gibt es Neues zu
berichten. Dieser Anbieter hat sich "zur Überbrückung des
Sommerloches" zum wiederholten Mal eine Aktion einfallen lassen.
Vom 1. bis einschließlich 7. August kosten Ferngespräche über
die 01051 rund um die Uhr 5 Pfennig pro Minute.
- Telekom ergreift Maßnahmen gegen Fälscher von Telefonkarten
Die Telekom will mit drastischen
Maßnahmen organisierten Banden das Fälschen bzw. Wiederaufladen
von Telefonkarten unmöglich machen. In Berlin können seit dem
vergangenen Montag Telefonkarten, die zwischen 1987 und 1995
hergestellt wurden, nicht mehr an öffentlichen Fernsprechern
benutzt werden. Unbenutzte Telefonkarten aus dieser Zeit
beziehungsweise Karten mit Restguthaben würden umgetauscht.
Bundesweit sollen zum Jahresende alle Telefonkarten aus der
Zeit vor 1998 gesperrt werden.
Berlin bildet den Anfang dieser Aktion, weil hier die
Hochburg der kriminellen Telefonkartenfälscher sitzen soll.
Der Missbrauch liegt demzufolge in Berlin dreimal höher als
im Bundesdurchschnitt, tausende von gefälschten Telefonkarten
seien im Umlauf.
Erleichtert wird den Banden das Manipulieren an
Telefonkarten dadurch, dass die eingesetzte Chiptechnik der
ersten Generation nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards
entspricht. Mit einem Aufladegerät und Computer werden leere
Karten binnen Sekunden wieder voll und auf Schwarzmärkten
zu "günstigen" Preisen verkauft. Die Telekom schätzt den
Schaden durch den Telefonkartenbetrug auf einen zweistelligen
Millionenbetrag.
Informationen zum Umtausch erteilt jeder Berliner
T-Punkt oder die Telefon-Hotline: 0800 33 02985.
- Regulierungsbehörde sieht trotz Kritik Chancen für mehr Ortsnetzwettbewerb
Die Chancen für mehr Wettbewerb im Ortsnetz haben
sich nach Einschätzung der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post
(RegTP)
deutlich erhöht. Rein rechnerisch hätten derzeit etwa
60 Prozent aller Einwohner eine Alternative zu einem
Telefonanschluss der Telekom, sagte der Präsident der Behörde,
Matthias Kurth, in Bonn. Somit könnten die Konkurrenten
des Marktführers auf rund 28 Millionen Telefonkanäle
zurückgreifen. Die entscheidende Frage sei aber, ob die Kunden
wechseln wollten und dann zügig umgeschaltet würden.
Nach wie vor zeigen die vorliegenden Daten, dass die
Deutsche Telekom das Ortsnetz
dominiert. So erreichten die neuen Anbieter bei insgesamt
50,9 Millionen Telefonkanälen einen Marktanteil von
2,1 Prozent. Regional gibt es jedoch erhebliche
Unterschiede. Rund 80 Prozent der Anschlüsse der
Wettbewerber auf der letzten Meile zum Endkunden (TAL-Anschluss)
entfallen auf Mietleitungen der Telekom.
Bei den TAL-Vermietungen habe Deutschland in Europa
eine Spitzenposition erreicht und Pionierleistung erbracht,
betonte der Regulierungschef. Ende Juni standen knapp
500 000 Vermietungen in Deutschland gerade 90 000
in sieben EU-Ländern gegenüber. Als "unerfreulich" bezeichnete
Kurth die Situation bei der Bereitstellung von Mietleitungen
durch die Telekom. Das Unternehmen habe jedoch zugesagt,
die hohen Auftragsrückstände in diesem Bereich bis Oktober
abzuarbeiten.
Auch sei die Wachstumsdynamik auf dem
Telekommunikationsmarkt nach wie vor intakt. So seien
die Umsätze im vergangenen Jahr um 16 Prozent auf
110 Milliarden Mark (56,2 Milliarden Euro) gestiegen.
Das waren 24 Milliarden Mark mehr als im ersten Jahr der
Marktöffnung 1998. Am gesamten Markt hielten die Wettbewerber,
vor allem bedingt durch ihre starke Stellung im Mobilfunk,
einen Anteil von 41 Prozent.
Gegen diese Einschätzung der Regulierungsbehörde gab es
von mehreren Seiten Kritik. Der Bundesverbande der lokalen
und regionalen Telekommunikationsgesellschaften e. V.
(BREKO)
stellte fest, dass der Wettbewerb im Ortsnetz nur zögerlich
in Gang kommt. Ursache sind seiner Meinung nach die
unverändert hohen Kosten für die Teilnehmeranschlussleitung
(TAL) sowie die schlechte Bereitstellungssituation für
wesentliche Wettbewerbsleistungen, wie z. B. durch die
Deutsche Telekom AG (DTAG).
Auch von der Deutschen Industrie und Handelskammertag
(DIHK) kritisiert die RegTP und selbst der ehemalige Präsident
der RegTP, Klaus-Dieter Scheurle, sieht die Deutsche Telekom
auf der Siegerstraße. Nähere Einzelheiten können Sie unter
http://www.teltarif.de/s/s5696.html
nachlesen.
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