Newsletter 28/01 vom 12.07.2001
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 12.07.2001 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Euro-Umstellung und Preiserhöhung bei Viag
  2. MobilCom: Super9 mit oder ohne Smile?
  3. T-Mobil: Bonuspunkte für Werbe-SMS
  4. Gesprächsübergabe im Grenzgebiet: Angefangene Gespräche können zum Heimattarif fortgesetzt werden
  5. Neue Runde im Kampf um die günstigsten Auslandstarife
  6. Preisänderungen bei Internet-Providern
  7. 1&1 Internet: Akzeptanzstudie für neue DSL-Modelle
  8. Telenet mit Internet-Flatrate
  1. Euro-Umstellung und Preiserhöhung bei Viag

    Netzbetreiber Viag Interkom hat seien Kunden mitgeteilt, dass die Abrechnung künftig komplett auf Euro umgestellt wird. Somit erhalten alle Kunden ab September oder Oktober ihre Rechnung in Euro. So weit so gut - wenn die neuen Preise nicht auch auf ganze Euro-Cent gerundet würden. Damit kommt es zu Preisänderungen von bis zu einem halben Euro-Cent, bzw. von bis zu knapp einem Pfennig. Das ist bei den Grundgebühren kein Problem, denn ob man für Genion Home monatlich 24,95 Mark (vor der Umstellung) oder 24,95639 Mark (nach der Euro-Umstellung; das entspricht 12,76 Euro) zahlt, macht einen Unterschied von lediglich 0,03 Prozent.

    Gravierender sind die Rundungsdifferenzen bei den Minutenpreisen. Der günstigste Tarif für das Telefonieren in der Home-Zone beträgt bisher 5 Pfennig pro Minute. Das entspricht 2,556 Euro-Cent pro Minute, was Viag mal eben auf 3 Euro-Cent aufrundet. Zurück gerechnet in Mark und Pfennig ergibt sich ein Preis von 5,86749 Pfennig pro Minute. Am Wochenende eine Stunde lang in der Homezone telefonieren kostet damit künftig 3,52 Mark bisher 3 Mark. Das ist eine Preissteigerung von satten 17 Prozent.

    Diese Nachricht rief in unserem Leserforum allerlei Unmutsbekundungungen und den Ruf nach Sonderkündigungsmöglichkeiten hervor, weshalb teltarif.de noch einmal bei Viag Interkom nachfragte: Pressesprecher Roland Kuntze versicherte uns, dass sich das Unternehmen bei der Umrechnung der Tarife exakt an die Vorgaben der entsprechenden EU-Richtlinie gehalten habe. Dass es gerade bei der Umrechnung des günstigen 5 Pfennig-Tarifs auf 3 Euro-Cent so einen Aufschlag gäbe, sei zwar bedauerlich, aber korrekt. Deshalb gäbe es auch kein Sonderkündigungsrecht. Immerhin hätte auch nach der Umstellung auf 3 Cent keiner der anderen Mobilfunkbetreiber einen so günstigen Tarif im Angebot. Das wird die Kunden, die bisher noch günstiger telefoniert haben, allerdings nicht wirklich trösten. Ob Viag mit der eigenen Einschätzung recht hat, werden somit vermutlich die Gerichte klären müssen. Denn es wäre ja auch möglich, erst nach Addition aller Einzelbeträge von Mark in Euro umzurechnen. teltarif liegt ein Schreiben der EU-Kommission vor, wo genau dieses Vorgehen bei Kleinbeträgen empfohlen wird.

    Dafür gibt es noch eine gute Nachricht für Karibik-Urlauber: Seit Montag dieser Woche bietet Viag Interkom als erster deutscher Netzbetreiber International Roaming mit France Telecom Dominicana, dem Mobilfunkanbieter in der Dominikanischen Republik an. Versorgt werden derzeit die Hauptstadt Santo Domingo, die Südostküste der Insel sowie ein kleiner Teil des Landesinneren. Um in der Dominikanischen Republik telefonieren zu können, benötigt man allerdings ein Handy, das (auch) für den amerikanischen GSM-1900-Standard geeignet ist.

  2. MobilCom: Super9 mit oder ohne Smile?

    Verwirrung bei der Tarifumstellung beim MobilCom Super9-Tarif: Einigen Kunden berichteten, dass sie Anfang des Monats von Super9 auf Super9Smile umgestellt wurden, andere berichten, dass weder sie, noch die Kundenhotline davon etwas mitbekommen hätten... und inzwischen hat sich herausgestellt, dass alle recht haben. Denn MobilCom hat nicht alle Super9-Kunden angeschrieben, sondern nur eine "begrenzte Anzahl von Kunden im Super-9-Tarif". Wie groß diese Anzahl ist, und nach welchen Kriterien die Auswahl stattfand, konnte uns der Pressesprecher der MobilCom AG leider nicht sagen.

    Allerdings ist richtig, dass die Kunden, denen die Umstellung auf den Nachfolgetarif Super9Smile angeboten wurde, diese entweder akzeptieren oder von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen müssen. Eine Rückumstellung auf den bisherigen Tarif sei leider nicht möglich. Beim Super9Smile-Tarif wird ein Mindestumsatz von 10 Mark pro Monat fällig - im bisherigen Super9-Tarif gab es keinen Mindestumsatz. Dafür sind Wochenendgespräche (Freitag 20 Uhr bis Sonntag 24 Uhr) ins deutsche Festnetz mit Smile billiger, statt 29 Pfennig kosten sie nur noch 15 Pfennig. Alle anderen Gesprächspreise bleiben unverändert.

    MobilCom-Mobilfunkkunden, die nicht angeschrieben wurden, aber trotzdem gern in den Super9Smile-Tarif wechseln möchten, können das natürlich tun, der Wechsel kostet dann allerdings die übliche Wechselgebühr von 19,90 Mark.

  3. T-Mobil: Bonuspunkte für Werbe-SMS

    Für alle komsumfreudigen Handybesitzer startet T-Mobil ein neues Angebot. Unter dem Motto "T-D1 präsentiert Mr. AdGood" kann sich ab sofort jeder T-D1 Kunde für den neuen Service anmelden. Nach der Eingabe von persönlichen Daten und dem Ausfüllen eines Interessenprofils bekommen die Nutzer auf ihr Profil abgestimmte Werbebotschaften per SMS direkt auf ihr Handy zugestellt. Für jede Werbe-SMS erhalten die Nutzer Bonuspunkte, die sich in Barschecks und zukünftig auch T-D1 Produkte umwandeln lassen sollen.

    Immerhin können die Kunden selbst bestimmen, wie viele SMS-Werbungen sie pro Tag auf ihr Mobiltelefon erhalten möchten. Für jede erhaltene SMS werden auf ihnen auf dem persönlichen "Mr.AdGood-Konto" Punkte gutgeschrieben, die dann ab einer bestimmten Anzahl z.B. in Gesprächsguthaben eingetauscht werden können. Für jede erhaltene T-D1 SMS werden zur Zeit 100 Punkte gutgeschrieben; der aktuelle Umrechnungskurs für 1000 Punkte beträgt eine Mark. Der Service wird jetzt in einer Pilotphase von sechs Monaten getestet. Anmeldungen sind unter www.misteradgood.com möglich.

  4. Gesprächsübergabe im Grenzgebiet: Angefangene Gespräche können zum Heimattarif fortgesetzt werden

    Kunden der Mobilfunkanbieter T-Mobil und ihrer österreichischen Tochter max.mobil können angefangene Gespräche im jeweiligen Nachbarland künftig zum Heimattarif fortsetzen. Ab sofort startet im deutsch-österreichischen Grenzgebiet die nahtlose Gesprächsübergabe von einem Netz in das andere ohne Abbruch der jeweiligen Verbindung.

    Die Abrechnung erfolge durch den Betreiber, in dessen Netz das Gespräch begonnen wurde, also je nach Ausgangspunkt T-D1 oder max.mobil. Erst nach Beendigung des Telefonates klinke sich das Handy in das neue Netz ein. Ab dann gelten auch die teuren Roaming-Tarife. Eine in Zusammenarbeit mit dem Siemens-Konzern entwickelte Software ermögliche im Nachbarland außerdem die Benutzung bekannter heimischer Kurzwahlnummern beispielsweise zum Mailbox-Abruf. Das neue System wird zunächst in der Umgebung von Sachrang (Landkreis Rosenheim) aktiviert und soll in den nächsten Wochen entlang der gesamten 600 Kilometer langen Grenze zur Alpenrepublik verfügbar sein.

    Laut T-Mobil ist auch die Ausweitung der Gesprächsübergabe auf andere Nachbarstaaten geplant. Mit Partnergesellschaften in Tschechien, Polen und den Niederlanden werden entsprechende Gespräche geführt.

  5. Neue Runde im Kampf um die günstigsten Auslandstarife

    Nachdem die 010012 Telecom GmbH letzte Woche die Aktion "Around the World" startete (siehe letzten Newsletter), mit der sie einige Spitzenplätze für Auslandstelefonate belegte, entbrannte ein regelrechter Kampf um die Spitzenplätze in der teltarif.de-Tarifdatenbank für einige ausländische Ziele: Bereits letzten Donnerstag reagierte Teledump auf die Aktion von 010012 mit eigenen Preissenkungen, worauf hin 010012 die Aktion am nächsten Tag ausweitete und weitere Ziele im Preis senkte. Doch nur wenige Stunden später reagierte Teledump erneut. Vorläufig letztes Kapitel ist, dass 010012 gestern abermals neue Preise bekannt gab. Bevor wir jetzt lange Preislisten drucken: Schauen Sie in unsere Tarifdatenbank rein, wenn Sie regelmäßig ins Ausland telefonieren. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist auch für Sie ein neuer Spitzenplatz dabei!

  6. Preisänderungen bei Internet-Providern

    Die vergangene Woche gab es wieder einige Preisänderungen bei verschiedenen Internet Service Providern. Teils gingen die Preise leicht nach unten, aber es gab auch deutliche Preissteigerungen.

    ACN kündigte am Dienstag an, dass ab sofort ein neues Tarifmodell gilt. Die Abrechnung erfolgt jetzt nicht mehr bundesweit zum einheitlichen Preis, sondern unterteilt nach Citycall- und National-Bereich. Im Citycallbereich kostet die Onlineminute nur noch 2,45 Pfennig pro Minute statt bisher 2,89 Pfennig pro Minute. Wer aber nicht im 475 Ortsnetze umfassenden Citycallbereich wohnt, und sich über ACN ins Internet einwählen möchte, für den wird es jetzt richtig teuer. Im Nationalbereich zahlt man seit Dienstag satte 4,29 Pfennig pro Minute. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es fallen auch keine Grundgebühren, Mindestumsatz oder Einwahlgebühren an. Auf der Webseite des Anbieters steht eine Abfragemöglichkeit bereit, mit der geprüft werden kann, ob man sich im Citycallbereich befindet. Man muss lediglich seine Vorwahl eingeben und dann folgt die Angabe des gültigen Tarifes. Alternativ kann man auch seinen Tarif per Telefon unter der Rufnummer 0700/999 22 6 33 erfragen.

    callisa, der Internetprovider der callando Internet GmbH, senkt geringfügig die Internetgebühren am Wochenende und an bundeseinheitlichen Feiertagen. So kann man mit "callisa-by call weekend" an allen Samstagen, Sonntagen und bundeseinheitlichen Feiertagen für 2,44 Pfennig pro Minute ohne Anmeldung im Internet surfen. Bisher wurden 2,48 Pfennig pro Minute fällig. Allerdings wird für den Verbindungsaufbau jetzt einmalig 3 Pfennig berechnet. Die Abrechnung erfolgt über die Rechnung der Telekom.

    Talkline ändert die Preise für das werbefinanzierte Internet-Angebot talknet adweb: Ab dem 15. Juli kostet die Surfminute abends und am Wochenende statt 1,48 Pfennig pro Minute nur noch 0,98 Pfennig pro Minute. Gleichzeitig steigt der Tarif tagsüber von 1,88 auf 1,98 Pfennig pro Minute. Dazu kommt eine Grundgebühr von 1,98 Mark pro Monat. Die Anmeldegebühr von 9,90 Mark entfällt künftig. Bei der Einwahl im "nonCity-Bereich" wird pro Einwahl ein Verbindungsentgelt von einem Pfennig berechnet.

    Die talknet Teilzeit-Flatrate wird in den NonCity-Gebieten zum 15. Juli teurer: Statt 59,90 Mark kostet die Pauschale dann 99,90 Mark. Allerdings wird sich für etwa 80 Prozent der Talkline-Kunden nichts ändern, weil sie die City-Einwahl nutzen können, für die der Flatratepreis bei 59,90 Mark pro Monat stabil bleibt. Talkline begründet die Preiserhöhungen mit dem "hohen Preisdruck aufgrund der für Wettbewerber unbefriedigenden Regulierungspolitik."

    Auch CompuServe kündigte gestern an, dass der Tarif CompuServe Office ab 1. August in der Hauptzeit teurer wird. In der Zeit von 9 bis 18 Uhr kostet die Onlineminute künftig 2,9 Pfennig statt bisher 1,9 Pfennig. Der Preis in der Nebenzeit bleibt mit 4,9 Pfennig pro Minute unverändert.

    Begründet wird die Preiserhöhung mit der Neuregelung der Inkassovereinbarung der DTAG, die vorsieht, dass die Telekom ihren Wettbewerbern für die Abrechnung eines Call-by-Call-Gesprächs jeweils 2,8 Pfennig in Rechnung stellen darf. Zusätzlich kann sie pro Rechnung einen Betrag von neun Pfennig verlangen. Die Gebühren für den Office-Tarif werden über die Rechnung der Telekom abgerechnet. Der Tarif CompuServe Pro bleibt von der Tariferhöhung unberührt, da bei diesem Tarif die Gebühren dem Kunden direkt in Rechnung gestellt werden.

  7. 1&1 Internet: Akzeptanzstudie für neue DSL-Modelle

    Die 1&1 Internet AG testet zur Zeit neue DSL-Angebote. Anmelden kann sich im Grunde jeder auf der 1&1 Homepage, allerdings behält sich 1&1 vor, keine Anmeldungen mehr anzunehmen, wenn sich genügend Interessierte gefunden haben. Wann die Angebote für alle Kunden zugänglich sein werden, ist noch nicht absehbar - es ist auch durchaus möglich, dass die Konditionen noch einmal geändert werden. "Wir befinden uns in der Evaluationsphase", erklärt Michael Frenzel, Pressesprecher von 1&1 gegenüber teltarif.de. "Aber wir werden im Herbst eine Internet-Offensive mit neuen Angeboten starten - nicht nur für den DSL-Bereich." Im Rahmen der Akzeptanzstudie können bereits zwei neue Tarifmodelle ausprobiert werden:

    Modell 1: Bei zwei Gigabyte Übertragungsvolumen für 29 Mark - beim bisherigen Angebot Internet.profi.dsl gibt es nur ein Gigabyte zum gleichen Preis - fallen darüber hinaus pro Megabyte nur 1,9 Pfennig an, womit jedes weitere Gigabyte 19 Mark kostet. Das ist schon erheblich besser als das bisherige Angebot, bei dem jedes zusätzliche Megabyte 9 Pfennig kostet.

    Beim zweiten Modell sind 100 Surfstunden im Preis von 29 Mark enthalten, sofern diese 100 Stunden nicht das Transfervolumen von 10 Gigabyte überschreiten. Für jede Minute nach dem Überschreiten des Limits von 100 Stunden oder 10 Gigabyte fallen pro Surfminute 0,9 Pfennig an.

    Beide Modell-Angebote haben eine Mindestvertragslaufzeit von 3 Monaten.

  8. Telenet mit Internet-Flatrate

    Der Potsdamer Citycarrier Telenet nimmt ab 15. Juli einen Internet-Pauschaltarif in sein Angebot auf. Für 49 Mark monatlich kann man zeitlich unbegrenzt im World Wide Web surfen. Auch das Datenvolumen ist nicht limitiert. Der Vertrag für die Flatrate hat keine Mindestlaufzeit.

    Einziger Haken: Nutzbar ist die Telenet-Flatrate nur in Verbindung mit einem Festnetz-Anschluss des Unternehmens. Dabei ist es egal, ob man sich für einen Analoganschluss oder ISDN entscheidet. ISDN-Kanalbündelung ist bei dem Internet-Pauschaltarif allerdings nicht vorgesehen, so dass die maximale Übertragungsrate 64 kBit/s beträgt.


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