- Euro-Umstellung und Preiserhöhung bei Viag
Netzbetreiber Viag Interkom hat seien
Kunden mitgeteilt, dass die Abrechnung künftig komplett auf Euro
umgestellt wird. Somit erhalten alle Kunden ab September oder
Oktober ihre Rechnung in Euro. So weit so gut - wenn die neuen
Preise nicht auch auf ganze Euro-Cent gerundet würden. Damit kommt es
zu Preisänderungen von bis zu einem halben Euro-Cent, bzw. von bis
zu knapp einem Pfennig. Das ist bei den Grundgebühren kein Problem,
denn ob man für Genion Home monatlich 24,95 Mark (vor der
Umstellung) oder 24,95639 Mark (nach der Euro-Umstellung;
das entspricht 12,76 Euro) zahlt, macht einen Unterschied von
lediglich 0,03 Prozent.
Gravierender sind die Rundungsdifferenzen bei den
Minutenpreisen. Der günstigste Tarif für das Telefonieren
in der Home-Zone beträgt bisher 5 Pfennig pro Minute.
Das entspricht 2,556 Euro-Cent pro Minute, was Viag mal
eben auf 3 Euro-Cent aufrundet. Zurück gerechnet in Mark
und Pfennig ergibt sich ein Preis von 5,86749 Pfennig pro
Minute. Am Wochenende eine Stunde lang in der Homezone telefonieren
kostet damit künftig 3,52 Mark bisher 3 Mark. Das ist
eine Preissteigerung von satten 17 Prozent.
Diese Nachricht rief in unserem Leserforum allerlei
Unmutsbekundungungen und den Ruf nach Sonderkündigungsmöglichkeiten
hervor, weshalb teltarif.de noch einmal bei Viag Interkom
nachfragte: Pressesprecher Roland Kuntze versicherte uns, dass
sich das Unternehmen bei der Umrechnung der Tarife exakt an die
Vorgaben der entsprechenden EU-Richtlinie gehalten habe. Dass es
gerade bei der Umrechnung des günstigen 5 Pfennig-Tarifs
auf 3 Euro-Cent so einen Aufschlag gäbe, sei zwar bedauerlich,
aber korrekt. Deshalb gäbe es auch kein Sonderkündigungsrecht.
Immerhin hätte auch nach der Umstellung auf 3 Cent keiner der
anderen Mobilfunkbetreiber einen so günstigen Tarif im Angebot.
Das wird die Kunden, die bisher noch günstiger telefoniert haben,
allerdings nicht wirklich trösten. Ob Viag mit der eigenen
Einschätzung recht hat, werden somit vermutlich die Gerichte
klären müssen. Denn es wäre ja auch möglich, erst nach Addition
aller Einzelbeträge von Mark in Euro umzurechnen. teltarif liegt
ein Schreiben der EU-Kommission vor, wo genau dieses Vorgehen
bei Kleinbeträgen empfohlen wird.
Dafür gibt es noch eine gute Nachricht für Karibik-Urlauber:
Seit Montag dieser Woche bietet Viag Interkom als erster deutscher
Netzbetreiber International Roaming mit France Telecom Dominicana,
dem Mobilfunkanbieter in der Dominikanischen Republik an.
Versorgt werden derzeit die Hauptstadt Santo Domingo, die
Südostküste der Insel sowie ein kleiner Teil des Landesinneren.
Um in der Dominikanischen Republik telefonieren zu können, benötigt
man allerdings ein Handy, das (auch) für den amerikanischen
GSM-1900-Standard geeignet ist.
- MobilCom: Super9 mit oder ohne Smile?
Verwirrung bei der Tarifumstellung beim MobilCom Super9-Tarif: Einigen Kunden
berichteten, dass sie Anfang des Monats von Super9 auf Super9Smile
umgestellt wurden, andere berichten, dass weder sie, noch die
Kundenhotline davon etwas mitbekommen hätten... und inzwischen
hat sich herausgestellt, dass alle recht haben. Denn MobilCom hat
nicht alle Super9-Kunden angeschrieben, sondern nur eine "begrenzte
Anzahl von Kunden im Super-9-Tarif". Wie groß diese Anzahl ist,
und nach welchen Kriterien die Auswahl stattfand, konnte uns der
Pressesprecher der MobilCom AG leider nicht sagen.
Allerdings ist richtig, dass die Kunden, denen die Umstellung
auf den Nachfolgetarif Super9Smile angeboten wurde, diese entweder
akzeptieren oder von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen
müssen. Eine Rückumstellung auf den bisherigen Tarif sei leider
nicht möglich. Beim Super9Smile-Tarif wird ein Mindestumsatz
von 10 Mark pro Monat fällig - im bisherigen Super9-Tarif
gab es keinen Mindestumsatz. Dafür sind Wochenendgespräche
(Freitag 20 Uhr bis Sonntag 24 Uhr) ins deutsche
Festnetz mit Smile billiger, statt 29 Pfennig kosten sie
nur noch 15 Pfennig. Alle anderen Gesprächspreise bleiben
unverändert.
MobilCom-Mobilfunkkunden, die nicht angeschrieben wurden,
aber trotzdem gern in den Super9Smile-Tarif wechseln möchten,
können das natürlich tun, der Wechsel kostet dann allerdings die
übliche Wechselgebühr von 19,90 Mark.
- T-Mobil: Bonuspunkte für Werbe-SMS
Für alle komsumfreudigen Handybesitzer startet
T-Mobil ein neues Angebot. Unter dem Motto
"T-D1 präsentiert Mr. AdGood" kann sich ab sofort jeder T-D1 Kunde
für den neuen Service anmelden. Nach der Eingabe von persönlichen
Daten und dem Ausfüllen eines Interessenprofils bekommen die Nutzer
auf ihr Profil abgestimmte Werbebotschaften per SMS direkt auf ihr
Handy zugestellt. Für jede Werbe-SMS erhalten die Nutzer Bonuspunkte,
die sich in Barschecks und zukünftig auch T-D1 Produkte umwandeln
lassen sollen.
Immerhin können die Kunden selbst bestimmen, wie viele
SMS-Werbungen sie pro Tag auf ihr Mobiltelefon erhalten
möchten. Für jede erhaltene SMS werden auf ihnen auf dem
persönlichen "Mr.AdGood-Konto" Punkte gutgeschrieben, die dann ab
einer bestimmten Anzahl z.B. in Gesprächsguthaben eingetauscht
werden können. Für jede erhaltene T-D1 SMS werden zur Zeit
100 Punkte gutgeschrieben; der aktuelle Umrechnungskurs
für 1000 Punkte beträgt eine Mark. Der Service wird jetzt
in einer Pilotphase von sechs Monaten getestet. Anmeldungen
sind unter
www.misteradgood.com möglich.
- Gesprächsübergabe im Grenzgebiet: Angefangene Gespräche können zum Heimattarif fortgesetzt werden
Kunden der Mobilfunkanbieter T-Mobil
und ihrer österreichischen Tochter
max.mobil können angefangene Gespräche
im jeweiligen Nachbarland künftig zum Heimattarif fortsetzen. Ab
sofort startet im deutsch-österreichischen Grenzgebiet die nahtlose
Gesprächsübergabe von einem Netz in das andere ohne Abbruch der
jeweiligen Verbindung.
Die Abrechnung erfolge durch den Betreiber, in dessen Netz
das Gespräch begonnen wurde, also je nach Ausgangspunkt T-D1
oder max.mobil. Erst nach Beendigung des Telefonates klinke sich
das Handy in das neue Netz ein. Ab dann gelten auch die teuren
Roaming-Tarife. Eine in Zusammenarbeit mit dem Siemens-Konzern
entwickelte Software ermögliche im Nachbarland außerdem die
Benutzung bekannter heimischer Kurzwahlnummern beispielsweise
zum Mailbox-Abruf. Das neue System wird zunächst in der Umgebung
von Sachrang (Landkreis Rosenheim) aktiviert und soll in den
nächsten Wochen entlang der gesamten 600 Kilometer langen Grenze
zur Alpenrepublik verfügbar sein.
Laut T-Mobil ist auch die Ausweitung der Gesprächsübergabe
auf andere Nachbarstaaten geplant. Mit Partnergesellschaften
in Tschechien, Polen und den Niederlanden werden entsprechende
Gespräche geführt.
- Neue Runde im Kampf um die günstigsten Auslandstarife
Nachdem die 010012 Telecom GmbH letzte
Woche die Aktion "Around the World" startete (siehe letzten Newsletter),
mit der sie einige Spitzenplätze für Auslandstelefonate belegte, entbrannte ein regelrechter Kampf um die Spitzenplätze in der
teltarif.de-Tarifdatenbank für einige ausländische Ziele:
Bereits letzten Donnerstag reagierte Teledump auf die Aktion von 010012 mit
eigenen Preissenkungen, worauf hin 010012 die Aktion am nächsten
Tag ausweitete und weitere Ziele im
Preis senkte. Doch nur wenige Stunden später
reagierte Teledump erneut. Vorläufig
letztes Kapitel ist, dass 010012 gestern abermals neue Preise
bekannt gab. Bevor wir jetzt lange Preislisten drucken: Schauen
Sie in unsere Tarifdatenbank rein,
wenn Sie regelmäßig ins Ausland telefonieren. Mit einiger
Wahrscheinlichkeit ist auch für Sie ein neuer Spitzenplatz
dabei!
- Preisänderungen bei Internet-Providern
Die vergangene Woche gab es wieder einige Preisänderungen bei
verschiedenen Internet Service Providern. Teils gingen die Preise
leicht nach unten, aber es gab auch deutliche Preissteigerungen.
ACN kündigte am Dienstag an, dass ab
sofort ein neues Tarifmodell gilt. Die Abrechnung erfolgt
jetzt nicht mehr bundesweit zum einheitlichen Preis, sondern
unterteilt nach Citycall- und National-Bereich. Im Citycallbereich
kostet die Onlineminute nur noch 2,45 Pfennig pro Minute
statt bisher 2,89 Pfennig pro Minute. Wer aber nicht im
475 Ortsnetze umfassenden Citycallbereich wohnt, und sich
über ACN ins Internet einwählen möchte, für den wird es jetzt
richtig teuer. Im Nationalbereich zahlt man seit Dienstag
satte 4,29 Pfennig pro Minute. Eine Anmeldung ist nicht
erforderlich. Es fallen auch keine Grundgebühren, Mindestumsatz oder
Einwahlgebühren an. Auf der Webseite des Anbieters steht eine
Abfragemöglichkeit
bereit, mit der geprüft werden kann, ob man sich im Citycallbereich
befindet. Man muss lediglich seine Vorwahl eingeben und dann folgt
die Angabe des gültigen Tarifes. Alternativ kann man auch seinen
Tarif per Telefon unter der Rufnummer 0700/999 22 6 33
erfragen.
callisa, der Internetprovider der
callando Internet GmbH, senkt geringfügig die Internetgebühren am
Wochenende und an bundeseinheitlichen Feiertagen. So kann man
mit "callisa-by call weekend" an allen Samstagen, Sonntagen und
bundeseinheitlichen Feiertagen für 2,44 Pfennig pro Minute
ohne Anmeldung im Internet surfen. Bisher wurden 2,48 Pfennig
pro Minute fällig. Allerdings wird für den Verbindungsaufbau jetzt
einmalig 3 Pfennig berechnet. Die Abrechnung erfolgt über
die Rechnung der Telekom.
Talkline ändert die
Preise für das werbefinanzierte Internet-Angebot
talknet adweb: Ab dem
15. Juli kostet die Surfminute abends und am Wochenende
statt 1,48 Pfennig pro Minute nur noch 0,98 Pfennig
pro Minute. Gleichzeitig steigt der Tarif tagsüber von 1,88 auf
1,98 Pfennig pro Minute. Dazu kommt eine Grundgebühr von
1,98 Mark pro Monat. Die Anmeldegebühr von 9,90 Mark
entfällt künftig. Bei der Einwahl im "nonCity-Bereich" wird pro
Einwahl ein Verbindungsentgelt von einem Pfennig berechnet.
Die talknet Teilzeit-Flatrate wird in den
NonCity-Gebieten zum 15. Juli teurer: Statt 59,90 Mark
kostet die Pauschale dann 99,90 Mark. Allerdings wird sich
für etwa 80 Prozent der Talkline-Kunden nichts ändern, weil
sie die City-Einwahl nutzen können, für die der Flatratepreis
bei 59,90 Mark pro Monat stabil bleibt. Talkline begründet
die Preiserhöhungen mit dem "hohen Preisdruck aufgrund der für
Wettbewerber unbefriedigenden Regulierungspolitik."
Auch CompuServe kündigte gestern an, dass der Tarif
CompuServe Office ab
1. August in der Hauptzeit teurer wird. In der Zeit von 9
bis 18 Uhr kostet die Onlineminute künftig 2,9 Pfennig
statt bisher 1,9 Pfennig. Der Preis in der Nebenzeit bleibt
mit 4,9 Pfennig pro Minute unverändert.
Begründet wird die Preiserhöhung mit der
Neuregelung der Inkassovereinbarung der
DTAG, die vorsieht, dass die Telekom ihren Wettbewerbern für die
Abrechnung eines Call-by-Call-Gesprächs jeweils 2,8 Pfennig
in Rechnung stellen darf. Zusätzlich kann sie pro Rechnung
einen Betrag von neun Pfennig verlangen. Die Gebühren für den
Office-Tarif werden über die Rechnung der Telekom abgerechnet.
Der Tarif CompuServe Pro bleibt
von der Tariferhöhung unberührt, da bei diesem Tarif die Gebühren
dem Kunden direkt in Rechnung gestellt werden.
- 1&1 Internet: Akzeptanzstudie für neue DSL-Modelle
Die 1&1 Internet AG testet zur Zeit neue DSL-Angebote. Anmelden
kann sich im Grunde jeder auf der 1&1 Homepage, allerdings
behält sich 1&1 vor, keine Anmeldungen mehr anzunehmen, wenn sich
genügend Interessierte gefunden haben. Wann die Angebote für alle
Kunden zugänglich sein werden, ist noch nicht absehbar - es ist auch
durchaus möglich, dass die Konditionen noch einmal geändert werden.
"Wir befinden uns in der Evaluationsphase", erklärt Michael Frenzel,
Pressesprecher von 1&1 gegenüber teltarif.de. "Aber wir werden
im Herbst eine Internet-Offensive mit neuen Angeboten starten -
nicht nur für den DSL-Bereich." Im Rahmen der Akzeptanzstudie können
bereits zwei neue Tarifmodelle ausprobiert werden:
Modell 1: Bei zwei Gigabyte Übertragungsvolumen für 29 Mark
- beim bisherigen Angebot Internet.profi.dsl gibt es nur ein
Gigabyte zum gleichen Preis - fallen darüber hinaus pro Megabyte
nur 1,9 Pfennig an, womit jedes weitere Gigabyte 19 Mark
kostet. Das ist schon erheblich besser als das bisherige Angebot,
bei dem jedes zusätzliche Megabyte 9 Pfennig kostet.
Beim zweiten Modell sind 100 Surfstunden im Preis von
29 Mark enthalten, sofern diese 100 Stunden nicht das
Transfervolumen von 10 Gigabyte überschreiten. Für jede
Minute nach dem Überschreiten des Limits von 100 Stunden oder
10 Gigabyte fallen pro Surfminute 0,9 Pfennig an.
Beide Modell-Angebote haben eine Mindestvertragslaufzeit von
3 Monaten.
- Telenet mit Internet-Flatrate
Der Potsdamer Citycarrier Telenet nimmt ab 15. Juli einen
Internet-Pauschaltarif in sein Angebot auf. Für 49 Mark
monatlich kann man zeitlich unbegrenzt im World Wide Web surfen.
Auch das Datenvolumen ist nicht limitiert. Der Vertrag für die
Flatrate hat keine Mindestlaufzeit.
Einziger Haken: Nutzbar ist die Telenet-Flatrate nur
in Verbindung mit einem Festnetz-Anschluss des Unternehmens.
Dabei ist es egal, ob man sich für einen Analoganschluss oder ISDN
entscheidet. ISDN-Kanalbündelung ist bei dem Internet-Pauschaltarif
allerdings nicht vorgesehen, so dass die maximale Übertragungsrate
64 kBit/s beträgt.
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