- Neues vom Prepaid-Markt: Geräte teurer, aber mehr Dienste verfügbar
Mobilfunkanbieter E-Plus betreibt den
angekündigten Subventionsabbau bei den Mobilfunk-Endgeräten
konsequent. Die Meldungen zum Monatsbeginn, dass die Preise für
Handys nicht übermäßig steigen würden, entsprangen offenbar eher dem
Wunschdenken der Beobachter als den Geschäftsplänen der Anbieter.
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wurden die Preise
nach oben korrigiert. Damit sind die Geräte-Subventionen
weitgehend abgebaut, denn das für 349 Mark mit
Free & Easy-Karte angebotene Nokia 3210 gibt
es ohne Karte und ohne SIM-Lock schon ab 369 Mark.
Die aktuellen Gerätepreise für Free & Easy-Pakete
finden Sie in der entsprechenden Meldung unter der URL
http://www.teltarif.de/s/s5133.html .
Unerfreuliche Nachrichten gibt es auch von
Viag Interkom: Laut Vertrag ist das
Startguthaben bei LOOP schon seit
der Einführung des Produkts vor knapp zwei Jahren jeweils nur
für ein Jahr gültig. Allerdings gab es im "LOOP-Kontomanager"
keinerlei Hinweise auf ein mögliches "Verfallsdatum". Und in der
Tat konnte man die Viag-Prepaid in der Regel bislang unbegrenzt
nutzen. Selbst Karten, die im August 1999 aktiviert und seitdem
nie aufgeladen wurden, waren noch immer aktiv. Erst in den letzten
Wochen beschäftigt sich der Netzbetreiber offenbar mit der Einführung
eines Counters, der das Guthaben-Zeitfenster entsprechend begrenzt.
Wer seine LOOP-Karte schon längere Zeit nicht mehr genutzt hat,
das Guthaben aber nicht verfallen lassen möchte, sollte demnach
den Kontomanager anrufen, abklären, wie lange das aktuelle
Guthaben noch gültig ist, und die Karte gegebenenfalls nachladen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich das Zeitfenster
nicht verlängert, wenn man das Guthaben ausschließlich durch die
Nutzung von LOOP EasyMoney auflädt.
Und last but not least gibt es auch Neuigkeiten
von D2 Vodafone: Die ersten
CallYa-Kunden sind bereits
für den sogenannten Konferenzdienst freigeschaltet. Damit kann
man nun zum Beispiel ein bestehendes Gespräch im Netz "parken",
ein weiteres aufbauen und beide Telefonate zu einer Konferenz
zusammenschalten.
Zum Vergleich: Viag Interkom bietet dieses Feature aufgrund von
Abrechnungsproblemen nicht einmal seinen Kunden mit Laufzeitverträgen
an, und bei E-Plus müssen sich Vertragskunden erst anmelden, um die
Konferenz nutzen zu können. D1- und D2-Vertragskunden sind dagegen
standardmäßig für 3er-Konferenzen freigeschaltet. Xtra- und
Free & Easy-Kunden können das Leistungsmerkmal
jedoch nicht verwenden. Beim Versuch, eine Konferenz mit diesen
Karten aufzubauen, erscheint lediglich eine Fehlermeldung auf
dem Handy-Display.
Eingeschränkt wurde bei D2 dagegen der Cell Broadcast-Service.
Die früher auf den Kanälen 107 und 140 verbreiteten News und Infos
von Pro Sieben und Handelsblatt können seit einigen Wochen nicht
mehr empfangen werden.
- Es gibt noch Gratishandys bei Verträgen ohne Grundgebühr - allerdings mit monatlichem Mindestumsatz
Beim großen Frühjahrsputz unter den Mobilfunkanbietern
haben sich hier und da noch einige Schnäppchenpakete
gefunden: Beispielsweise bietet der Bonner Internethändler
faircom
in allen großen Mobilfunknetzen seinen Kunden 2-Jahresverträge
zu folgenden Konditionen an: Keine Grundgebühr (entweder sie
fällt erst gar nicht an oder wird von faircom erstattet),
keine Anschlussgebühr (wird von faircom erstattet), und keine
Deaktivierungsgebühr. Kurz: Es gibt - vom Mindestumsatz abgesehen -
keine verstecken Fixkosten und jeweils ein Gratishandy, das obendrein
auch noch versandkostenfrei geliefert wird. Allerdings werden da
nicht gerade die neusten Modelle über den Ladentisch geschoben,
aber zum Telefonieren reichen sie allemal. Und weil man bei
den günstigen Minutenpreisen ab 15 Pfennig das Handy sicher
häufiger benutzt, tut der monatliche Mindestumsatz von 10 bis
20 Mark nicht so weh.
Angeboten werden unter anderem der
Netztel Eco D1 mit dem Ericsson
R320s oder für D2 mit dem
Motorola T2288 oder der Talkline
TellySmart mit dem Bosch 509, dazu gibts auch noch eine
Xtra-Karte mit 25 Mark
Startguthaben. Die momentanen Bearbeitungszeiten liegen angeblich
unterhalb von drei Tagen, und faircom verspricht, die Kunden per
E-Mail und/oder SMS über die weitere Bearbeitung der Bestellungen
ständig auf dem Laufenden zu halten.
- T-D1: SMS ins Festnetz
Statt dem neuesten technischen Schnickschnack wie bewegten bunten
Bildchen oder der Speisekarte des nächstgelegenen Restaurant auf dem
Mobildisplay, interessieren sich die deutschen Handy-Enthusiasten
für die spröden, aber kultigen Kurznachrichten. Diese können nun,
nachdem schon E-Plus und
D2 einen entsprechenden
Service bieten, auch D1-Kunden an
Festnetz-Teilnehmer verschicken. Der SMS-Versand ist sowohl mit
Xtra-, als auch mit Vertragskarte
möglich und kostet jeweils 39 Pfennig.
Wie bei E-Plus und D2 Vodafone wird die am Handy eingegebene
alphanumerische Nachricht automatisiert mit Computerstimme per
Telefon übermittelt. Die Deutsche Telekom
AG hat darüber hinaus angekündigt, eine neue Generation von
Festnetz-Telefonen auf den Markt zu bringen, bei denen die
Kurzmitteilungen - wie beim Handy - auf einem Display angezeigt
werden können.
- Call-by-Call-Anbieter 01017 abgeschaltet; auch Viatel wackelt
Das Call by Call über die 01017 ist
abgeschaltet, wie die Inhaberin Deutsche Telefongesellschaft AG
(DTG) mitteilte.
Diese hatte das Angebot 01017.com über den Leipziger Dienstleister
SEC betrieben. Eine genaue Stellungnahme bezüglich der Gründe
konnten wir aber nicht erhalten.
Nach den Erfahrungen einzelner Leser soll 01017 im Übrigen
regional begrenzt doch noch funktionieren. Auch die
Deutsche Telekom, welche ja die Netze
jeweils zusammenschaltet, konnte teltarif diese Bewandtnis nicht
erklären. Weitere Einzelheiten können Sie dem Artikel unter
http://www.teltarif.de/s/s5115.html
entnehmen.
Ein weiterer Anbieter von Telefonie-Diensten, die US-amerikanische
Viatel Inc., befindet sich in
wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Viatel hat in den USA
Gläubigerschutz beantragt. Inwieweit die Vorgänge in den Vereinigten
Staaten auch Auswirkungen auf die europäischen Tochterunternehmen
von Viatel haben, ist indes unklar. Im Falle von Callino beispielsweise
strauchelte die Deutsche Tochter kurz nachdem die US-Mutter pleite
ging. Auch TelDaFax wurde durch die
Zahlungsschwierigkeiten von World Access, die ursprünglich TelDaFax
übernehmen wollten, zusätzlich belastet.
- Teledump: Neue Auslandsziele zu günstigen Preisen
Mit Teledump (0190-031) erreichen Sie ab
sofort auch folgende Länder (Minutenpreis in Klammern): Bulgarien
(48 Pf.), Dominikanische Republik (27,5 Pf.), Gambia
(83 Pf.), Island (22,5 Pf.), Indonesien (47,5 Pf.),
Peru (55 Pf.), Puerto Rico (13,5 Pf.) Saudi-Arabien
(95 Pf.), Sri Lanka (65 Pf.), Zypern (34 Pf.).
Die Verbindungspreise sind im Moment die günstigsten für diese
Länder. Der Gesprächspreis nach Japan wurde im Übrigen von
16 Pfennigen die Minute auf 13,5 Pfennige pro Minute
gesenkt. Die Minutenpreise gelten rund um die Uhr. Vor jeder
Verbindung wird der gültige Preis nochmalig angesagt. Leider
berichten aber Leser immer wieder, beim Wählen der Teledump-Vorwahl
nur eine Ansage zu bekommen, dass der Dienst zur Zeit nicht verfügbar
sei. Stattdessen wird dann die meist teurere 01051 empfohlen.
01051 selber ermöglicht noch bis zum
14. Mai günstige Gespräche nach Österreich und in die Schweiz.
Pro Minute werden 8 Pfennige berechnet. Dieser Preis gilt rund
um die Uhr und für Festnetzverbindungen in diese Länder. Vor jedem
Verbindungsaufbau wird der gültige Tarif nochmalig angesagt.
- One.Tel: Noch bis Freitag für 3,9 Pfennige durch Deutschland
Im Rahmen eines Wochen-Spezialtarifs können Festnetz-Kunden von
One.Tel zwischen 18 und 20 Uhr für
3,9 Pfennige die Minute quer durch Deutschland telefonieren.
Der Spezial-Tarif gilt im Call by Call mit und ohne Anmeldung sowie
für Kunden, die bei One.Tel preselectet sind. Das Wochenspezial
endet am Freitag um null Uhr. Trotz gegenteiliger Aussagen mancher
Hotline-Mitarbeiter des Unternehmens müssen Sie nicht angemeldet sein
beim Anbieter. Das Spezial gilt auch im anmeldefreien Call by Call.
Dies hat die Pressestelle von One.Tel gegenüber teltarif bestätigt.
- Telekom: Neue T-Net-Box und vielleicht ein Bonussystem für treue Kunden
Die Deutsche Telekom plant die Einführung
einer erweiterten T-Net-Box. Diese soll auch den Versand von
E-Mails und SMS Handys) ermöglichen.
Natürlich werden auch weiterhin eine Anrufbeantworter-Funktion
und ein Fax-Dienst integrativer Bestandteil der T-Net-Box
sein. Der Monatspreis soll entweder knapp 10 Mark
oder 20 Mark, je nach Leistungsmerkmalen, betragen.
Weitere Informationen können Sie dem Artikel unter
http://www.teltarif.de/s/s5105.html
entnehmen.
Die Telekom bestätigte inzwischen ein weiteres neues Produkt
einführen zu wollen. Nach dem Vorbild von Bonus-Systemen wie
"Payback" oder "Miles And More" sollen viel telefonierende
Kunden der DTAG Sonderpunkte erhalten. Diese könnten dann
gegen Dienstleistungen und Waren eingetauscht werden. Der
Online-Dienst AOL, welcher in Konkurrenz zur
Online-Tochter der Telekom (T-Online)
steht, bietet seinen Kunden im Rahmen von "Payback" bereits
einen Treue-Bonus. Das Telekom-Bonussystem wird allerdings
erst eingeführt, wenn alle rechtlichen Unwägbarkeiten ausgeräumt
sind. Weitere Einzelheiten können Sie dem Artikel unter
http://www.teltarif.de/s/s5090.html
entnehmen.
- Das Ende (?) der AOL-Flatrate, dafür neue Regional-Flat
Sicher die traurige Top-Meldung der Woche im Internet-Bereich
ist, dass AOL ab sofort keine
Flatrate-Neuanmeldungen mehr
entgegen nimmt. Laut Auskunft der Pressestelle müssen sich
Interessenten für dieses Produkt etwas gedulden, denn das Angebot
soll "im Laufe des Jahres" wieder für Neukunden verfügbar sein.
Zur Begründung für diesen Schritt wurde ausgeführt, dass AOL im
Rahmen seiner Partnerschaft mit den hiesigen Carriern (unter anderem
mediaWays) die Netzkapazitäten
ausbauen wolle. Dies sei notwendig, um den Kunden einen guten
Dienst anbieten zu können. Für Bestandskunden ändert sich laut
Pressestelle nichts. Die Konditionen bleiben vorerst bestehen.
Die Kündigungsfrist bei der Flatrate
beträgt seit März diesen Jahres für beide Vertragspartner einheitlich
30 Tage. Es darf also spekuliert werden, nach welcher
Schamfrist die ersten Bestandskunden von AOL Kündigungsschreiben
oder Einstufungen in möglicherweise neue Tarifmodelle erhalten
werden. Denn das hatte AOL schon seit längerem angekündigt:
Die neuen Tarife von T-Online, die nach
der Abschaffung der T-Online-Flatrate
eingeführt wurden, genau zu beobachten, um gegebenenfalls darauf
zu reagieren.
Damit gibt es in der Bundesrepublik derzeit kein
(Vollzeit-)Flatrate-Angebot mehr für unter 80 Mark. Bereits
im Februar hatte es Gerüchte gegeben,
dass AOL die Einstellung seines Flatrate-Angebotes beabsichtigt.
Damals erhielten wir von AOL-Pressesprecher Stefan Michalk lediglich
die nebulöse Auskunft, man habe keine "konkreten Pläne", die
Flatrate einzustellen. Offenbar hat nun auch der Anbieter, der am
lautesten günstige Flatrates für alle und die Großhandelsflatrate
für Provider fordert, die Notbremse gezogen: Die Verluste in
diesem Bereich dürften auch den zweitgrößten Internetprovider in
der Bundesrepublik schmerzen.
Hauptkonkurrent T-Online jedenfalls führt seine Verluste in
dreistelliger Millionenhöhe im ersten Quartal diesen Jahres ganz
wesentlich auch auf die Kosten für die mittlerweile abgeschaffte
Flatrate zurück, und hofft, mit den zum 1. März eingeführten
Tarifen und stärkerer Kostenkontrolle das Geschäftsergebnis
verbessern zu können. Weitere Details zu Umsätzen und Kundenzahlen
des Unternehmens können Sie online in unserem Beitrag unter der
URL http://www.teltarif.de/s/s5083.html
nachlesen.
Die Angst vor den Verlust bescherenden Power-Usern drückt
sich auch in der gleich doppelten Beschränkung des neuen
Teilzeit-Flatrate-Angebots von flat4you
aus: Zum Pauschalpreis von 99 Mark monatlich kann täglich
in der Zeit von 18 bis 9 Uhr, sowie ganztags an Wochenenden
und bundeseinheitlichen Feiertagen gesurft werden. Außerhalb
der Flatratezeiten wird zum Minutenpreis von gepfefferten
3,99 Pfennig abgerechnet. Zugleich ist aber auch das
Transfervolumen auf maximal 500 Megabyte monatlich
beschränkt. Jeder weitere angefangene 100-Megabyte-Block
kostet 9,90 Mark zusätzlich. Die Mindestvertragslaufzeit
beträgt sechs Monate und bei der Anmeldung sind einmalig
98 Mark für die Einrichtung zu zahlen. Weitere Einzelheiten
entnehmen Sie bitte online unserem Beitrag unter der URL
http://www.teltarif.de/s/s5093.html oder
der Anbieterseite.
Lediglich die fünf im Tropolys-Verbund zusammengeschlossenen
City- und Regionalanbieter TeleBeL
(Wuppertal), Citykom Münster,
CNE Telekommunikation (Essen),
TeleLev (Leverkusen) und
Meocom (Oberhausen) warten derzeit im
Flatrate-Bereich mit positiven Nachrichten auf: Unbegrenztes
Surfen für nur 49 Mark zusätzlich zum Vollanschluss bei
einem der genannten Carrier. Das Angebot, bislang bei TeleBeL
seit Dezember vergangenen Jahres in der Pilotphase, wird am
1. Juni von der Citykom Münster, der Meocom und CNE und am
1. Juli auch von TeleLev übernommen. Bestands- oder Neukunden
der Tropolys-Carrier können die Flatrate in Verbindung mit dem
Tarif ISDN plus (monatlicher Grundpreis: 49,90 Mark)
bestellen. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt zwölf Monate.
Die jeweiligen Carrier behalten sich vor, die Verbindung zum
Einwahlknoten einmal pro Tag in der Zeit zwischen 2 Uhr und
5 Uhr zu unterbrechen.
Den Überblick über die aktuellen Entwicklungen auf dem
weitestgehend dahinsiechenden Flatratemarkt in der Bundesrepublik
möchten wir nicht abschließen, ohne das entschiedene Eintreten der
FDP für eine preiswerte Flatrate zu
erwähnen: Auf dem Bundesparteitag wurde vorigen Freitag im Rahmen
des "Programms Zukunft" auch gefordert, die Deutsche Telekom solle
eine Internet-Flatrate für unter 50 Mark monatlich einzuführen.
Nur so werde Surfen in ganz Deutschland erschwinglich und nur mit
einer Flatrate zu diesem Preis habe E-Business hier zu Lande eine
Chance, heißt es im Parteitagsbeschluss "zukunft.de". Die Flatrate
müsse nach Vorstellung der Liberalen "notfalls" mit politischen
Mitteln durchgesetzt werden, möglicherweise mit einer Änderung des
Telekommunikationsgesetzes.
- Compuserve: Abbuchung ohne Rechnung im Pro-Tarif
Seit März gibt es den Pro-Tarif
bei Compuserve - surfen für tagsüber
1,7 Pfennige die Minute. Das günstige Angebot hat leider
einen Haken: Compuserve stellt den Kunden keine Rechnung, sondern
bucht direkt vom Bankkonto der Kunden ab. Was für den Privatkunden
vielleicht noch verschmerzbar ist, bedeutet für die Nutzer, die
den Zugang steuerlich geltend machen wollen, einen echten Verlust.
Wo keine Rechnung ist, wird auch die Mehrwertsteuer nicht ausgewiesen,
so dass diese nur schwerlich im Rahmen der Vorsteuer geltend gemacht
werden kann. Nutznießer ist in diesem Fall das Finanzamt.
In den Nutzungsbedingungen für den Pro-Tarif wird nicht erwähnt,
wie Compuserve dem Kunden die Rechnung stellt. Dass der Anbieter
dem Kunden gar keine Rechnung stellt, ist aber auch nicht ersichtlich,
und rechtlich zumindest fragwürdig. Die Pressestelle von Compuserve
äußerte auf Nachfrage, dass die Kunden im Pro-Tarif auf Wunsch einen
Einzelverbindungsnachweis (EVN) anfordern könnten. Diesen kann
der Kunde aber nur über eine teure 0190-Servicenummer bekommen.
Zudem müsste der Kunde den Vorgang monatlich wiederholen.
Im Office-Tarif zahlt der
Nutzer nur geringfügig mehr als im Pro-Tarif und die anfallenden
Rechnungsposten erscheinen auf der jeweiligen Telefonrechnung der
Telekom. Die komplette News zum Thema finden Sie unter
http://www.teltarif.de/s/s5099.html .
- Neue DSL-Angebote für Geschäftskunden von Talkline und Claranet
Der Anbieter Talkline hat seine
Produktpalette um DSL-Internet-Zugänge für Geschäftskunden
erweitert. Bereits ab 323,64 Mark monatlich können Kunden
mit einer Bandbreite von 144 kBit/s Daten downloaden
und senden. Das Transfervolumen ist dabei unbegrenzt.
Das Angebot umfasst auch breitbandige Anbindungen mit bis
zu 2,3 MBit/s. Der monatliche Preis beträgt für diese
Anbindung 2.550,84 Mark. Der Datentransfer ist auch
in diesem Tarif unbegrenzt. Eine Auflistung der Angebote
finde Sie auf der DSL-Infoseite für Geschäftskunden unter
http://www.teltarif.de/i/businessdsl.html .
Ein weiterer Anbieter von DSL-Zugängen umwirbt Geschäftskunden
mit neuen Tarifen. Claranet bietet zum
Beispiel für 230,84 Mark monatlich einen symmetrischen DSL-Zugang
mit einer Bandbreite von 144 kBit/s an. Der Datentransfer
ist unbegrenzt. Wer einen schellen Zugang braucht, kann sich für
das Produkt Clara.Speedway 2320 entscheiden. Die Monatsgebühr
beträgt 2.318,84 Mark und der Datentransfer ist auch schon drin.
Im Vergleich mit den entsprechenden Tarifen von Talkline schneidet
Claranet besser ab. Die Tarife von Claranet werden in Kürze auch
auf der DSL-Infoseite gelistet. Weitere Detail können Sie der News
unter http://www.teltarif.de/s/s5113.html
entnehmen. (Alle Preise sind hier übrigens inklusive Mehrwertsteuer
ausgegeben.)
- Neuregelung der Netzzusammenschaltung weiterhin auf Eis
Das Oberverwaltungsgericht Münster bestätigt die Aussetzung
der Neuregelung der Netzzusammenschaltung zwischen der
Deutschen Telekom AG und ihren Mitbewerbern.
Grund ist ein Verfahrensfehler der Regulierungsbehörde.
Die neue Zusammenschaltungsanordnung
war von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
(RegTP) als Kompromiss erlassen
worden und sollte ab 1. Juni gelten. Ursprünglich hatte die
Telekom vor dem Kölner Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren den
Beschluss erwirkt, dass die neue Regelung ausgesetzt wird, da sich
das Unternehmen mit dem Konkurrenten Arcor
in dieser Sache im Rechtsstreit befindet. Gegen diesen Beschluss
hatte die RegTP Beschwerde eingelegt. Der aufschiebende Beschluss
wurde nun in höherer Instanz bestätigt. Die Telekom hat de facto
einen Etappensieg errungen und die Mitbewerber haben viel Geld für,
vorläufig sinnlose, neue Infrastruktur ausgegeben.
Das Gericht begründetet seine Entscheidung damit, dass
die Anordnung der Regulierer wahrscheinlich rechtswidrig
sei. Es seien nämlich gleichzeitig neue Entgelte und neue
Verfahren zur Berechnung der Entgelte angeordnet worden.
Weitere Einzelheiten können Sie dem Bericht unter
http://www.teltarif.de/s/s5094.html
entnehmen.
- Aufmerksamkeitswirksam, aber nicht echt: Die "Ortsvorwahl" von web.de
Die Meldung mit der 01212 war gut, aber leider nicht korrekt:
Die Ad-hoc-Meldung aus dem Hause
web.de, nach der das Unternehmen als
erstes in Deutschland eine Ortsnetzkennzahl erhalten habe, ist leider
nicht ganz richtig. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post (RegTP)
hat Kritik am Inhalt der Meldung geübt: RegTP-Sprecher Harald Dörr
sagt dazu: "Der Begriff 'eigene Ortsnetzkennzahl' ist so nicht
korrekt. Es handelt sich bei der (0)12 um eine der so genannten
Dienste-Kennzahlen, von denen wir schon einige andere zugeteilt
haben."
Web.de räumte inzwischen ein, dass die Formulierung nicht
ganz korrekt war. PR-Chef Richard Berg: "Wir wollten dem Leser
lediglich deutlich machen, dass es sich um etwas Ähnliches wie die
Ortsvorwahlen handelt ..."
Die persönliche Nummer mit der Vorwahl 01212 wird
registrierten Web.de-Nutzern automatisch zugewiesen. Sie ersetzt
die bisherigen 01805-Nummern, die web.de an Nutzer des
FreeMail-Dienstes
vergeben hat. Ein Anruf dieser Nummer kostet wie bisher
24 Pfennig pro Minute.
Dörr kritisiert damit auch den von Web.de suggerierte
Exklusivitäts-Anspruch ("...erstes Internet-Unternehmen in
Deutschland..."). Seit 1999 wurde die besagte Nummer (0)12 bereits
an mehrere Unternehmen vergeben. Darunter sind auch die Anbieter
TelDaFax und Tesion,
die ebenfalls ein wesentliches Standbein im Internet-Geschäft
haben. Auch die Formulierung "lebenslange Telefonnummer"
ist nicht zutreffend. Dörr führt aus: "Hier entsteht der
Eindruck, es handele sich um ein Angebot, das mit den begehrten
0700er-Rufnummern der RegTP vergleichbar ist.
Das ist so nicht richtig. Die 0700er-Rufnummer behält der Kunde
tatsächlich auf Lebenszeit auch wenn er zwischenzeitlich den Anbieter
oder seinen Wohnort wechselt. Das ist bei der (0)12-Rufnummer
von Web.de nicht der Fall." Weil diese Fehlinformationen für hohe
Kursausschläge gesorgt haben - nach der Mitteilung vom 7. Mai
stieg den Umsatz bei der Aktie rasant an und bescherte dem Papier ein
Plus von rund 20 Prozent - ist nun auch das Bundesaufsichtsamt
für den Wertpapierhandel aufmerksam geworden und wird den Vorgang
im Rahmen einer routinemäßigen Prüfung untersuchen.
.
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