- Heftiger Streit um die Miete für die Kupferleitung
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post
(RegTP) kann es
keinem recht machen. Die vor gut einem Monat veröffentlichten
Preise für die Anschlussleitung (siehe unseren Beitrag
s/s4817.html )
sind der Deutschen Telekom zu niedrig - und den Konkurrenten zu
hoch. Letztere müssen nämlich monatlich 24,40 Mark netto - das
entspricht 28,30 Mark brutto - dafür bezahlen, wenn sie eine
Telefonleitung von einer Telekom-Vermittlungsstelle zu einem
Anschlussinhaber mieten wollen. Ein Analoganschlussinhaber zahlt
hingegen nur 24,81 Mark im Monat, und bekommt dafür nicht nur
die Leitung, sondern auch noch den Anschluss dieser Leitung an die
Vermittlungscomputer der Telekom, was ebenfalls Geld kostet, sowie
eine monatliche Rechnung (mindestens 1,10 Mark Porto).
Kein Wunder, dass die Konkurrenten gegen eine derartige
Preispolitik Sturm laufen, und zum Beispiel wie
ISIS vor dem Verwaltungsgericht Köln einen
Preis von etwa 18 Mark durchsetzen wollen (siehe
s/s5079.html ).
Die Telekom hat aber ebenfalls Klage eingereicht - und fordert über
30 Mark pro Monat als Leitungsmiete!
Der Streit um die "Letzte Meile" ist nicht neu. Bereits 1998
setzte die Regulierungsbehörde erstmalig Preise fest, zu denen die
Konkurrenten Leitungen bei der Deutschen Telekom mieten können.
Hiergegen klagte die Deutsche Telekom, die nicht bereit war, die
blanken Leitungen zu vermieten, sondern nur die Leitung im Paket mit
Zusatzleistungen wie den Anschluss an eine Telefonvermittlung. Der
Prozess darum ging durch alle Instanzen und wurde letzten Donnerstag
schließlich vom Bundesverwaltungsgericht zugunsten der
Regulierungsbehörde und gegen die Telekom entschieden.
Somit steht fest: Die Deutsche Telekom muss den Konkurrenten
ihre Anschlussleitungen vermieten. Den genauen Preis werden aber
abermals die Gerichte klären müssen. Und der nächste Streit steht
schon ins Haus: Die Regulierungsbehörde hat die Telekom nämlich
auch verpflichtet, die Anschlussleitungen künftig auch getrennt
nach Frequenzbändern zu vermieten. Im Klartext heißt das: Man
behält seinen Analog- oder ISDN-Anschluss bei der Telekom, und kann
gleichzeitig einen DSL-Zugang von einem Drittanbieter beziehen.
Das geht zwar bisher auch schon, erfordert dann aber eine zweite
Telefonanschlussleitung nur für DSL. Ist man hingegen T-DSL-Kunde
bei der Telekom, laufen Telefon und DSL über dieselbe Leitung;
jeweils ein Splitter im Amt und beim Kunden trennen die beiden
Dienste. Genau diese effiziente Variante der Leitungsnutzung soll
künftig auch möglich sein, wenn man DSL bei Drittanbietern bezieht.
- T-ISDN-XXL: Die "Sonntagsflatrate" ist endgültig genehmigt
Seit dem 1. Mai bietet die Deutsche Telekom
ihren Tarif T-ISDN xxl als Regelangebot an. Die Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post (RegTP) hat den Tarif nun endgültig genehmigt
- allerdings mit der Auflage, dass
das Unternehmen einen vergleichbaren Tarif auch für Kunden
mit Analog-Anschluss bereitstellt. Das Angebot der Telekom zum
kostenfreien Telefonieren an Sonntagen und bundeseinheitlichen
Feiertagen nutzen bereits knapp eine Million Kunden.
Bei einem T-ISDN Anschluss ist die Sonntagskomponente
xxl dann vorteilhaft, wenn monatliche Telefonkosten von
30 Mark und mehr anfallen und vor allem an Sonntagen und
bundeseinheitlichen Feiertagen telefoniert wird. T-ISDN xxl
ist bei einer Mindestvertragslaufzeit von sechs Monaten zum
Monatspreis von 59,90 Mark erhältlich. Weitere Informationen
zum Tarif finden Sie in der entsprechenden News unter URL
http://www.teltarif.de/s/s5064.html .
Auch günstig surfen kann man über xxl - auch, wenn das die
Telekom nicht offiziell angibt: Über so genannte offene
Einwahlnummern erreicht man das Internet zu den Kosten des Anrufs
zu einer "ganz gewöhnlichen" Festnetznummer. Das ist meist wenig
attraktiv, außer am Sonntag mit xxl, denn dann sind solche Anrufe
kostenlos. Eine Liste von Einwahlnummern und weitere Tipps und
Tricks haben wir für Sie unter der URL
http://www.teltarif.de/i/einwahl.html"
zusammengestellt.
- Internet by Call mit Callero und Callisa teurer
Die Internet-Service-Provider
Callero (Einwahl 019256190, Benutzername
und Passwort "callero") und der
Callando-Reseller
Callisa (Einwahl 019256190,
Benutzername und Passwort "callisa") haben zum 1. Mai die
Preise für das Internet by Call erhöht. Beide Zugänge kosten nun
statt 2,49 Pfennige die Minute 2,88 Pfennige die Minute.
Die Abrechnung erfolgt im Minutentakt. Die Begründung ist bei beiden
die gleiche: Das Inkasso mit der Deutschen
Telekom sei teurer geworden.
Callisa möchte demnächst neue Produkte vorstellen. Das
verfügbare Internet by Call dürfte zumindest für einige Kunden
weniger interessant geworden sein.
Es handelt sich bei beiden Anbietern grundsätzlich um dasselbe
Produkt - die Einwahlnummer ist gleich, lediglich durch das
Passwort unterscheidet man, ob der Carrier letztendlich zugunsten
von Callero bzw. Callisa abrechnet.
- "Wonnemonat" Mai - neue Preise im Festnetz
Der Düsseldorfer Telekommunikationsanbieter
01051 begrüßt den Wonnemonat Mai mit
einer für ihn charakteristischen Sonderaktion: Vom 1. bis zum
7. Mai senkt der Call-by-Call-Anbieter den Minutenpreis für
deutschlandweite Festnetzgespräche auf 5 Pfennig pro Minute
und lädt damit zum billigen In-den-Mai-Telefonieren ein. Der Tarif
gilt wie üblich rund um die Uhr und wird vor jedem Gespräch noch
einmal durchgegeben. Danach informiert die Gratisansage über die
tatsächlich angefallenen Kosten.
Neben den Tarifen für angemeldete Kunden hat
One.Tel am 27. April auch die Preise im
offenen Call-by-Call über die Vorwahl 01086 geändert: Statt bisher
drei Zeitzonen gilt künftig für innerdeutsche Ferngespräche rund
um die Uhr ein Minutenpreis von 6,5 Pfennig. Damit werden
Telefonate tagsüber 0,3 Pfennig teurer, nachts dagegen
2,5 Pfennig günstiger. In der Zeit von 18 bis 20 Uhr
verteuert sich die Gesprächsminute um 2,6 Pfennig. Die Tarife
in die Mobilfunknetze und ins Ausland bleiben unverändert.
Auch der Düsseldorfer Anbieter
ElisaNet reagiert mit einer
Preiserhöhung auf die neuen Abrechnungskonditionen der Telekom:
Im offenen Call-by-Call kostet die Gesprächsminute nachts und am
Wochenende statt 4 nun 4,3 Pfennig. In der Hauptzeit werden
statt 9 jetzt 9,9 Pfennig pro Minute fällig, der Abendtarif
von 18 bis 22 Uhr steigt von 6 auf 6,6 Pfennig pro Minute.
- One.Tel verlängert Festnetz-Sonderaktion; HandyLine im Mai billiger
One.Tel verlängert seine Sonderaktion
für Anrufe in einige Auslandsziele. Noch bis Ende Mai können
One.Tel-Kunden folgende Länder günstiger erreichen: Großbritannien
(6,8 Pfennig pro Minute), die Ukraine (45 Pfennig pro
Minute) und die USA (8,3 Pfennig pro Minute). Neu hinzu kommen
vier weitere Ziele: Frankreich (7,9 Pfennig pro Minute), Italien
(8 Pfennig pro Minute), Österreich (8 Pfennig pro Minute)
und Spanien (10 Pfennig pro Minute). Die Preise gelten für
Gespräche in die Festnetze der Länder.
Die speziellen Overnight-Tarife
werden ebenfalls verlängert. In der Zeit von 24 bis
9 Uhr können Sie 55 Länder zu günstigen
Minutenpreisen erreichen. Lesen Sie alle Details dazu unter
http://www.teltarif.de/s/s5060.html
nach.
Im Rahmen einer weiteren Sonderaktion bietet One.Tel die
Callthrough-Karte HandyLine
seit dem 2. Mai mit günstigeren Konditionen an. Gespräche ins
deutsche Festnetz und in die Festnetze von Dänemark, Frankreich,
Großbritannien, Holland, Italien, Kanada, Österreich, Spanien,
Schweden, Schweiz und in das Festnetz der USA kosten rund um
die Uhr 50 Pfennige die Minute. Die Abrechnung erfolgt im
Minutentakt. Der Sondertarif gilt bis Ende Mai.
Normalerweise berechnet One.Tel bei HandyLine dem Kunden einen
festen Sockelbetrag von 60 Pfennigen pro Minute. Dazu addiert
wird der jeweilig gültige Festnetzpreis von One.Tel. Die Einwahl
erfolgt dazu über eine Freecall-Nummer und dann gibt man das
gewünschte Gesprächsziel ein. Eine Anmeldung ist bei One.Tel
erforderlich, allerdings müssen die Festnetzdienste des Anbieters
nicht genutzt werden, wenn man zum Beispiel nur die HandyLine will.
Die Abrechnung erfolgt separat und nicht über die
Telekom-Rechnung.
- Mobilfunk: Stabile Preise trotz Subventionsabbau?
Zwar wird das Mobiltelefonieren in absehbarer Zeit nicht billiger,
viel teurer wird es aber auch nicht. Und die Preise
für Mobiltelefone werden sich auch in Zeiten des
Subventionsabbaus durch die
Netzbetreiber nicht rasant nach oben bewegen. Noch immer gibt es
Schnäppchen, wenn auch hochwertige Geräte in Zukunft nicht mehr
verschenkt werden. Beim Erfurter Telekommunikations-Discounter
Super24 beispielsweise gibt es, solange
der Vorrat reicht, zu allen D2-Handy-Verträgen ab sofort noch
ein Prepaid-Bundle dazu. Da es sich bei den Prepaid-Bundles um
einen großen Restposten aus verschiedenen Geräten und Netzen
(D2 und E-Plus)
handelt, kann dem Kunden vorher nicht mitgeteilt werden, wie sein
Geschenk denn aussieht. Es ist eben eine Überraschung. Natürlich
sind nach Angaben von Super 24 alle Pakete neu und mit
25 Mark Guthaben versehen.
Bei den D1- und E-Plus-Verträgen gibt
Super 24 auch im Wonnemonat Mai nichts dazu. Allerdings wird
ab 1. Mai - auch für D2 - eine Anschlussgebühr in Höhe von
29 Mark erhoben. Das ist immerhin 20 Mark weniger
als die reguläre Anschlussgebühr der Netzbetreiber.
Neues gibt es auch diese Woche wieder von
Viag Interkom zu berichten: Nicht wenige
Viag-Mobilfunkkunden, die zwei Genion-Verträge abgeschlossen haben,
staunten nicht schlecht, als sie in den letzten Tagen eine SMS mit
folgendem Inhalt erhielten: "Neues von Genion: Ihre 2 Genion-Verträge
werden zu Genion Duo. Seit 17.4.01 sparen Sie 5 DM Grundgebühr
und telefonieren mit 0179-XXXXXXX für nur 15 Pf./Min".
Auch Kunden, die nie die Umstellung ihrer Verträge beantragt
haben, bekamen Kurzmitteilungen mit diesem oder ähnlichem Inhalt.
Händlerhotline und Kundenbetreuung teilten auf Anfrage mit: "Die SMS
wurde aus Versehen verschickt. Wenn Sie keine Umstellung gewünscht
haben, ändert sich für Sie nichts." Allerdings ist es durchaus eine
Überlegung wert, ob man nicht wirklich zwei Genion-Verträge zu einem
Genion Duo-Package zusammenfassen sollte. Es entstehen keinerlei
Nachteile, man spart monatlich 5 Mark Grundgebühr und kann
intern, das heißt vom einen zum anderen Handy, rund um die Uhr für
15 Pfennig pro Minute telefonieren - das ist doch schon was...
- Nervtötend und teuer: Unerwünschte Werbebotschaften
Handybesitzer werden derzeit mit einem neuen Trick dazu gebracht,
teure 0190-Rufnummern anzurufen. Nach Angaben des Europäischen
Verbraucherzentrums (EVZ) in Kiel erhalten die Besitzer der
Mobiltelefone dabei Kurznachrichten per SMS, in denen sie vom
angeblichen Gewinn einer Reise informiert werden. Alles was zu
tun sei, um die Reiseunterlagen zu bekommen, sei ein Anruf bei
der angeführten 0190-Nummer. Vor allem in den die Netzen von
T-D1 und D2-Vodafone
sollen die Trickser ihr Glück versuchen.
Wer auf eine solche SMS hereinfällt, wird beim Anruf der
genannten Nummer mehrere Minuten lang hingehalten, um schließlich
auf einem Anrufbeantworter einer Firma namens IVH in Wien zu
landen, so die Verbraucherschützer, die jetzt eine Strafanzeige
gegen die Versender der SMS vorbereiten. Nach EVZ-Angaben befindet
sich das angegebene Unternehmen in Wien in Liquidation und wurde
von einer Firma übernommen, die in Zusammenhang mit unseriösen
Geschäftspraktiken "kein unbeschriebenes Blatt" sei.
Doch auch im Festnetz grassieren illegale
Werbebotschaften. So werden von Unternehmen immer
wieder unverlangte Werbefaxe an Privatpersonen versendet, was nach
hiesigem Recht genauso wenig erlaubt ist, wie Werbeanrufe zu
Privatanschlüssen. Deshalb sollten unverlangt eingegangene Faxe
mit Werbebotschaften an die Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren
Wettbewerbs
(URL: www.wettbewerbszentrale.de )
weitergeleitet werden. Das empfiehlt die in Stuttgart erscheinende
Zeitschrift "connect" in ihrer neuen Ausgabe 10/2001. Ist der
Absender erkennbar und hat seinen Sitz in Deutschland, mahne ihn
die Wettbewerbszentrale dann ab. Gegen den Trick, die Faxe aus
dem Ausland zu versenden, hilft das aber wenig. Eher wirkt da schon,
seine Faxnummer nicht ins Telefonbuch eintragen zu lassen und sie
nur an vertrauenswürdige Personen weiterzugeben.
.
Sie erhalten dann regelmäßig eine exemplarische Aufstellung
aller Neuigkeiten auf diesen Web-Seiten. Tippen Sie dazu Ihre
E-Mail-Adresse in untenstehendes Feld und klicken Sie dann auf den
Knopf "Abo bestellen". Dieser Service ist für Sie kostenlos.
Unmittelbar nach dem Bestellen wird eine Willkommensmail an Sie
geschickt. Heben Sie diese bitte auf, da sich darin auch die
Information befindet, wie Sie Ihr Abo wieder beenden. Ihre Adresse
wird von uns nur für den Versand dieses Newsletters verwendet und
nicht weitergegeben.