Newsletter 10/98 vom 30.03.1998
Die Neuigkeiten im Telefonbereich bis zum 30.03.1998 - von teltarif.de für Sie zusammengefasst.
  1. Preissenkung zum 1. April und rückwirkender Wegfall des Mindestumsatzes bei Interoute.
  2. Preissenkung zum 1. April bei Mannesmann Arcor.
  3. Neue Tarife zum 1. April bei tesion.
  4. Startverzögerungen bei WestCom.
  5. Tarife von Viag Interkom aufgenommen.
  6. Tarife von Victor Vox aufgenommen.
  7. Global Spectrum heißt jetzt Global Europe und hat eine neue Einwahlnummer.
  8. Mehrere Telefongesellschaften planen einen Internet-Zugang.
  9. Probleme mit der Interconnection zwischen den neuen Anbietern.
  10. Umlaute.
  11. Offline-Newsletter.
Zunächst bitte ich um Entschuldigung, daß seit dem Newsletter zwei Wochen vergangen sind statt der üblichen Woche. Dieses ist vor allem durch die Cebit und die DPG-Frühjahrstagung in Regensburg bedingt gewesen, aber auch durch die Vielzahl an neuen Tarifen und Tarifänderungen, die eingearbeitet werden mußten. Wie schon in früheren Newslettern erwähnt, erhöht sich die Mehrwertsteuer am 1. April von 15% auf 16%. Einige Firmen geben diese Änderung an den Kunden weiter, zumindest teilweise. Andere Firmen nutzten diesen Termin zu einer generellen Anpassung ihrer Tarife.

Es sind nach wie vor nicht alle neuen Tarife eingearbeitet worden. Ich gehe also davon aus, daß Sie bis Ende der Woche einen weiteren Newsletter mit neuen Infos erhalten werden.

  1. Interoute senkt zum 1. April die Preise für die Zonen Euro 2 (ganztags) sowie Welt 1 und Welt 2 (jeweils zur Geschäftszeit). Weiterhin entfällt bei Interoute der Mindestumsatz von bisher DM 30,- ersatzlos.

    Auffällig ist, daß beide Änderungen (die Tarifanpassung und der Wegfall des Mindestumsatzes) genau die Zonen betreffen, bei denen das Angebot von Interoute bisher deutlich ungünstiger war als das von TelePassport. Bei den innerdeutschen Ferntarifen führt Interoute nun deutlich mit 5 bis 17% gegenüber Telepassport. Lediglich bei den Tarifen zum Mobilfunk, Euro 1 und Welt 2 ist TelePassport zur Geschäftszeit noch um genau 1 Pfennig günstiger als Interoute. Ein Wechsel TelePassport -> Interoute lohnt sich also vor allem für Vieltelefonierer in Deutschland.

  2. Auch Mannesmann Arcor senkt die Preise. So gelten am Wochenende bei Arcor jetzt ganztags 19 Pfennig in der Minute - Konkurrenz für MobilCom. Abends kann man bei Arcor für 46 Pfennig zum D2-Netz und 48 Pfennig zum D1-Netz und zum C-Netz telefonieren - deutlich günstiger als bisher. Leider wurde die Rabattstaffel zum Nachteil des Kunden geändert. So muß man bei Arcor jetzt DM 150,- im Monat vertelefonieren, um 5% (bisher 10%) Rabatt zu bekommen. Ab DM 300,- Umsatz gibt es 10% (bisher 15%).
  3. Auch Tesion hat neue Tarife. In einigen Regionen (z.B. USA) wurden die Preise gesenkt, während ansonsten die Mehrwertsteuererhöhung an den Kunden weitergegeben worden ist. Dafür gibt es einen neuen Spezialtarif für Privatkunden, die sich bei Tesion pre-selecten lassen. Dieser Tarif kostet DM 7,70 Grundgebühr im Monat. Dafür spart man 23% bei Gesprächen in Deutschland, die zwischen 7 Uhr abends und 7 Uhr morgens an Werktagen bzw. ganztags an Sams-, Sonn- und Feitertagen geführt werden.
  4. WestCom kann den ursprünglich geplanten Starttermin vom 25. März nicht halten. Zur Zeit werden die Kunden auf den April vertrösten.
  5. Die Viag Interkom wird ihre Dienste ab dem 1. Mai anbieten. Auf der Cebit sind die Preise veröffentlicht worden. Gewisse Ähnlichkeiten mit den Preisen von o.tel.o sind nicht zu verleugnen. Wer eine Pre-Selection schalten läßt, wird mit vielfältigen Rabattmöglichkeiten belohnt. So bekommt man beim Tarif "Freunde & Co" 15% Nachlaß auf Telefonate zu maximal 15 voreingestellten Nummern. Darüberhinaus gibt es 15% Rabatt ab 15 Minuten Gesprächsdauer. Beim Tarif "Parter Pro" gibt es hingegen 15% Volumenrabatt auf alle Gespräche, wenn die Telefonrechnung DM 750,- übersteigt. Der Kunde hat also die Qual der Wahl.
  6. Der Reseller Victor Vox bringt es auf nicht weniger als 9 Tarifvarianten fürs Festnetz, von denen bisher 5 auch auf die Tarifseiten aufgenommen worden sind. Eine Variante ist zum Beispiel der nur wenig veränderte Originaltarif von o.tel.o: der Mindestumsatz und die Grundgebühr sind etwas geringer, dafür ist aber das Länderschema bei internationalen Gesprächen deutlich ungünstiger für den Kunden als bei o.tel.o. Kurios ist der Schottentarif: Ferngespräche für 20 Pfennig in der Minute rund um die Uhr bei sekundengenauer Abrechnung - aber nur dann, wenn man mindestens sechs Minuten telefoniert. Gespräche unter drei Minuten kosten hingegen 50 Pfennig in der Minute! Dadurch ist ein 2 1/2-Minuten-Gespräch teurer als ein 6-Minuten-Telefonat.
  7. Die Telefonkarten-Firma Global Spectrum hat sich vor einiger Zeit in Global Europe umbenannt. Weiterhin wurde die Einwahlnummer von 0130/743424 in 0800/1151150 geändert. Das hat unter anderem zur Folge, daß man aus dem E-plus-Netz die Telefonkarten zur Zeit nicht benutzen kann. Trotz gegenteiliger Versprechungen der Geschäftsführung wurde die alte 0130-Nummer nicht beibehalten. Bis heute ist kein Tonband aufgeschaltet, das die Kunden über die neue Nummer informiert. Weiterhin gilt die Regel, daß jeder Anruf bei der Zugangsnummer DM 0,49 kostet, auch dann, wenn gar keine Verbindung zustandekommt.
  8. Auf der Cebit habe ich von mehreren Telefonfirmen erfahren, die in Zukunft auch günstige Möglichkeiten zur Einwahl in das Internet anbieten werden. Allerdings ist es mir nicht gelungen, auch aus nur einem der Firmenrepräsentanten eine klare Aussage in bezug auf die geplanten Preise zu bekommen. Lediglich Talkline ließ sich die Aussage entlocken, daß die Einwahl "zum Ortstarif" möglich sein werde. Na ja, hoffen wir, daß möglichst bald eine Firma dabei ist, die beim Internet unter dem Ortstarif bleibt.
  9. Ein Problem, das uns die nächsten Monate noch beschäftigen wird, ist die mangelnde Interconnection zwischen den neuen Anbietern. Konkret heißt das zum Beispiel, daß ein Kunde, der einen Vollanschluß bei NetCologne in Köln erwirbt, von diesem aus nicht den günstigen Dänemark-Tarif von KomTel nutzen kann. Allerdings ist damit zu rechnen, daß in absehbarer Zeit einige Telefonfirmen sich in dem Spezialgeschäft etablieren werden, Gespräche zwischen den anderen Firmen durchzuleiten.
  10. In bezug auf das Problem mit den Umlauten (siehe letzten Newsletter) haben sich ca. 2 Dutzend Leser gemeldet, die tatsächlich Probleme haben. Ich werde weiterhin die Adressen von Leuten melden, die Probleme haben, und ab der nächsten Ausgabe (Nummer 11) dann eine eigene Variante des Newsletters ohne Umlaute verschicken.
  11. Nicht nur im Internet gibt es aktuelle Infos zu Telefongesellschaften. So gibt es seit ein paar Wochen die TKM news im Medialog Verlag, Postfach 10 21 54, 68021 Mannheim. Telefon: 0621/37 07 400. Telefax: 0621/37 07 444. Die TKM News gehen im Gegensatz zu diesem E-Mail-Newsletter nicht nur auf Tarife ein, sondern beleuchten auch den Markt an sich aus politischer und marktwirtschaftlicher Sicht. Das ist mit Sicherheit ein Pluspunkt für alle, die in diesem Bereich Entscheidungen treffen müssen, egal, ob in der Geschäftsleitung oder im Vertrieb.

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