Near Field Communication

Durchbruch: 2011 wurden 30 Millionen NFC-Handys verkauft

NFC steht endlich vor dem Durchbruch in den Massenmarkt
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NFC steht endlich vor dem Durchbruch in den Massenmarkt.NFC steht endlich vor dem Durchbruch in den Massenmarkt. Nachdem die Near Field Communication (kurz: NFC) seit Jahren als kommende Technologie in Mobilgeräten zwar im Gespräch, aber nicht anwendungsreif in Handys zu finden war, scheint es nun tatsächlich loszugehen: Laut einer Studie von Berg Insight, haben sich die weltweiten Verkäufe von NFC-Mobiltelefonen im vergangenen Jahr verzehnfacht. Insgesamt wurden 30 Millionen Handys mit dem Ultra-Kurzstrecken-Funk ausgeliefert. Damit lag die jährliche Wachstumsrate für diese Geräteklasse bei 87,8 Prozent. Bis zum Jahr 2016 erwarten die Marktforscher einen Anstieg auf 700 Millionen Geräte, die mit NFC ausgestattet sind.

Damit hat die NFC-Technologie endlich einen Durchbruch erreicht. Im vergangenen Jahr haben mehrere führende Handy-Hersteller insgesamt mehr als 40 NFC-fähige Handy-Modelle auf den Markt gebracht, darunter beispielsweise die Nokia-Belle-Handys Nokia 700 und 701 oder das Samsung-Handy Wave M. Auch das Samsung Galaxy S II gibt es als Version mit NFC-Funktionalität.

Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für NFC

NFC kann für zahlreiche Anwendungen genutzt werden, derzeit nutzen die Hersteller den Kurzstreckenfunk für das einfache Bluetooth-Pairing oder die Herstellung von WLAN-Verbindungen, sowie den einfachen Informationsaustausch zwischen NFC-Geräten. Wie das konkret funktioniert, haben wir in einer älteren Meldung beschrieben.

Je nach genutztem NFC-Standard kann NFC auch für elektronisches Ticketing und sichere kontaktlose Zahlungen verwendet werden. Hier sind die Anforderungen an die Sicherheit natürlich höher, deshalb können NFC-Handys, die die oben genannten Funktionen beherrschen, nicht automatisch auch für NFC-Bezahlfunktionen genutzt werden. In Deutschland wollen die Sparkassen im August mit der Einführung einer einfachen Bezahlfunktion per NFC beginnen - allerdings wird diese nicht per Handy realisiert, sondern über eine entsprechend ausgerüstete Girocard.

Boom auch bei anderen Mobilfunk-Technologien

Die weltweit steigende Verbreitung von Smartphones bringt aber auch eine stärkere Verbreitung anderer drahtloser Connectivity-Technologien in Handys mit sich. In vielen Smartphones gehören GPS, Bluetooth und WLAN bereits zu den Standard-Features. Das betrifft nicht nur High-End-Modelle, sondern auch viele Geräte im mittleren und vereinzelt auch im Low-End-Bereich. Sinkende Kosten bei der Produktion ermöglichen auch breitere Integration dieser Technologien bei den so genannten Feature-Phones, die gerade in den schnell wachsenden Märkten in asiatischen und afrikanischen Ländern nachgefragt werden.

Am weitetesten verbreitet ist der Bluetooth-Standard - 2011 verfügten bereits 73 Prozent der ausgelieferten Handys über den Blaufunk. Der Anteil der mit GPS ausgestatteten Handys erreichte 2011 bereits 31 Prozent. Die Verbreitung von WLAN-fähigen Handys hat sich in den vergangenen vier Jahren jedes Jahr verdoppelt und im Jahr 2011 33 Prozent erreicht. WLAN-Verbindungen ermöglichen den Nutzern von mobilen Geräten einen günstigen und meist auch schnelleren Datenaustausch als über die zunehmend überlasteten Mobilfunknetze. Sinnvoll ist WLAN auch für die Medien-Synchronisation und ähnliche Dienste auf dem Mobilgerät.

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