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Google Nexus One mit Android 2.3.3 im ersten Test

VoIP-Funktion im Betriebssystem und hoher Akku-Verbrauch
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Wie berichtet ist das Update auf Android 2.3.3 für das Google Nexus One erhältlich. Nach und nach erhalten Nutzer des vor rund einem Jahr veröffentlichten Smartphones auf dem Handy-Display einen Hinweis über die Verfügbarkeit der neuen Firmware, die über den WLAN- bzw. GPRS/UMTS-Zugang heruntergeladen und dann installiert werden kann.

Google Nexus One

Nexus One mit Gingerbread-OberflächeNexus One mit Gingerbread-Oberfläche Wer ein über Vodafone Deutschland bezogenes Nexus One besitzt, muss sich allerdings noch etwas gedulden. Für diese Geräte-Variante wurde das Update noch nicht freigegeben. Interessenten, die auf die Hersteller-Garantie verzichten, können allerdings auch die amerikanische Nexus-One-Software installieren und so vorzeitig das Gingerbread-Update bekommen.

Die US-Firmware lässt sich mit (virtueller) QWERTZ-Tastatur nutzen und auf ein deutsches Menü umstellen. Das ist nicht selbstverständlich, wie das Beispiel des Motorola Atrix zeigt, das sich mit der zurzeit auf dem amerikanischen Markt verfügbaren Firmware nur in Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch nutzen lässt. Allerdings gilt es zu bedenken, dass das Motorola-Modell über die Motoblur-Benutzeroberfläche verfügt, während das Nexus One ein "reines" Android-Betriebssystem an Bord hat.

Installation geht schnell von der Hand

Die Installationsdatei für Android 2.3.3. auf dem Nexus One ist 43,6 MB groß. Nach dem Download startete das Nexus One im Test von teltarif.de mehrfach neu und Gingerbread stand zur Verfügung, wie sich schon auf den ersten Blick zeigte. Die Status-Leiste am oberen Bildschirm-Rand ist nämlich neu gestaltet worden. So sind die Symbole für WLAN- und Mobilfunk-Empfang sowie für den Akku-Stand jetzt in grün gehalten.

Internet-Telefonie ohne Dritt-Software

Neu für das Nexus One ist auch die ins Betriebssystem verankerte Funktion für die Internet-Telefonie, die Zusatz-Software wie SIPdroid überflüssig machen soll. Leider funktioniert der Gingerbread-Client aber nur, wenn der Internet-Zugang über WLAN hergestellt wurde, während VoIP-Software von Dritt-Anbietern auch im UMTS-Netz genutzt werden kann.

Das neue Feature ist im Menü "Anrufeinstellungen" zu finden. Hier lassen sich die Konten für die Internet-Telefonie einrichten und der Nutzer kann festlegen, in welchen Fällen abgehende Telefonate über VoIP abgewickelt werden sollen. So kann der Nexus-One-Besitzer beispielsweise festlegen, dass bei jedem Anruf abgefragt werden soll, auf welchem Weg die Verbindung hergestellt wird.

Welche Verbesserungen es für die Handy-Nutzung als mobiles Daten-Modem gibt, inwieweit sich die virtuelle Tastatur verändert hat und welche Probleme zumindest einige Anwender seit der Installation von Gingerbread vermelden, lesen Sie auf Seite 2.

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