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Nexus 4 und Nexus 10 bei Google Play bereits ausverkauft

Auch Nexus 7 mit Mobilfunk-Modem nicht mehr zu bekommen
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Das Chaos zum Start der neuen Nexus-Geräte von Google hätte nicht größer sein können: Gestern Nachmittag gab Google-Pressesprecher Stefan Keuchel zunächst bekannt, das Nexus 4 und das Nexus 10 sowie das Nexus-7-Modell mit Mobilfunk-Modem seien am heutigen Dienstag am späten Nachmittag oder am frühen Abend im Google Play Store bestellbar. Später ruderte Keuchel zurück und kündigte den Start bereits "zur Frühstückszeit" gegen 9 Uhr an.

Um 9.15 Uhr war es dann tatsächlich soweit: Das neue Google-Smartphone Nexus 4, das Nexus-10-Tablet und das Nexus 7 mit GPRS/UMTS-Modem konnten im deutschen Google-Play-Store bestellt werden. Die Freude währte allerdings nur wenige Minuten. Schon um halb 10 war das Nexus 4 mit 16 GB Speicherplatz nicht mehr erhältlich. Kurze Zeit später waren auch das Nexus 10 mit 32 GB Speicher und die 8-GB-Version des Nexus 4 nicht mehr zu bekommen.

Nexus 4 nach wenigen Minuten ausverkauftNexus 4 nach wenigen Minuten ausverkauft Etwas länger hatten Interessenten die Möglichkeit, das 16-GB-Modell des Nexus 10 und die neue Variante des Nexus 7 zu ordern. Mittlerweile sind jedoch auch diese Geräte nicht mehr erhältlich. Stattdessen bietet Google nun wieder einen E-Mail-Info-Service an. Wer seine Kontaktdaten hinterlässt, erhält so eine Benachrichtigung, wenn das gewünschte Modell wieder verfügbar ist.

Neuerliche Verfügbarkeit von Nexus 4 und Nexus 10 ungewiss

Die E-Mail-Benachrichtigung zur Verfügbarkeit ist gut gemeint, funktionierte aber zumindest heute nicht. Als die E-Mails bei Interessenten, die sich vorregistriert hatten, eintrafen, waren die Geräte meist schon nicht mehr verfügbar. Wann es eine neue Lieferung gibt, steht nach Google-Angaben noch nicht fest. Das Unternehmen setze "natürlich alles daran, sie so schnell wie möglich wieder verfügbar zu machen".

Aber auch Interessenten, die schnell genug auf der Google-Play-Seite waren, gingen heute Vormittag oft leer aus. So kam es beim Bestellprozess zu Fehlern. Der Versuch, eine neue Bestellung aufzugeben, scheiterte in der Regel daran, dass das gewünschte Smartphone oder Tablet längst ausverkauft war.

In Australien, wo der Verkauf der neuen Google-Hardware aufgrund der Zeitverschiebung schon den deutschen Nachtstunden startete, waren die neuen Handhelds ebenfalls innerhalb weniger Minuten vergriffen. Interessenten aus anderen europäischen Ländern machten ähnliche Erfahrungen, so dass Google zum Start offenbar viel zu geringe Stückzahlen zur Verfügung hatte.

Engpässe zum Verkaufsbeginn erinnern an iPhone-Starts von Apple

Ob Google bzw. die Hersteller LG, Samsung und Asus die Stückzahlen für die neuen Handhelds künstlich verknappen oder ob wirklich nur so wenige Geräte rechtzeitig zum Start produziert werden konnten, ist unklar. Zudem gibt es noch keine Informationen dazu, wie viele Geräte bereits verkauft wurden. Fakt ist aber, dass die Situation an Apple erinnert, wo es nach einem iPhone- oder iPad-Start ebenfalls stets zu Lieferengpässen kommt.

Wer ein Nexus 4, ein Nexus 10 oder ein Nexus 7 mit GPRS und UMTS ergattern konnte, soll im Laufe der nächsten drei bis fünf Werktage beliefert werden. Die meisten Kunden erhielten eine Versandbestätigung für den 15. November.

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