Die
New York Times will ihre
Online-Ausgabe künftig nicht mehr kostenlos zur Verfügung stellen. Von Anfang 2011 an müssten Leser für die Artikel im
Internet eine Gebühr entrichten, teilte Herausgeber Arthur Sulzberger mit. Damit solle der Online-Ausgabe neben der Werbung eine zweite
Einkommensquelle eröffnet werden. Die "New York Times" hat - wie die meisten anderen US-Zeitungen auch - mit sinkenden Auflagen und Werbeerlösen zu
kämpfen.
Über die Höhe der Kosten machte die Zeitung zunächst keine Angaben. Vorgesehen sei, dass jeder Nutzer pro Monat eine bestimmte Zahl von
Artikeln kostenlos lesen dürfe. Wird diese Schwelle überschritten, müsse gezahlt werden. Sulzberger zeigte sich optimistisch, dass die Nutzer auf das
Angebot eingehen werden: "Unsere Leser sind sehr loyal, und wir glauben, dass sie für unsere preisgekrönten Angebote auch zahlen werden", erklärte
er.
Zwischen 2005 und 2007 hatte die New York Times schon einmal mit einem
kostenpflichtigen Internet-Modell experimentiert, dieses dann aber aufgegeben. Als einzige große Zeitungen in den USA verlangen derzeit nur die
News-Corp-Titel Wall Street Journal und Newsday Gebühren für die Internetausgabe. Andere Zeitungen und Zeitschriften erwägen derzeit aber, diesem Vorbild zu folgen.
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