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"Neue Robinsonliste": Echte Robinsonliste warnt vor Werbefax

06.01.2011
19:06

Anbieter will Kunden vor Werbung schützen - für mehr als 400 Euro jährlich

Die Neue Robinsonliste macht durch unerwünschte Werbefaxe auf sich aufmerksam
Die "Neue Robinsonliste" macht durch unerwünschte Werbefaxe auf sich aufmerksam
Die Betreiber der Robinsonliste warnen vor Werbefaxen eines Absenders, der sich selbst als "Neue Robinsonliste" bezeichnet. "Diese Faxsendungen sind NICHT VON UNS INITIIERT!", heißt es auf robinsonliste.de. Wer sich das Fax der "Neuen Robinsonliste" anschaut, sollte auch schnell merken, dass es den Absendern dabei nur um eins geht: Geld. Die Nutzer sollen mit einer schnellen Unterschrift eine Bearbeitungsgebühr von 350 Euro netto zahlen.

Die echte Robinsonliste arbeitet mit Callcentern und anderen Werbetreibenden, die sich der Robinsonliste angeschlossen haben, zusammen. Verbraucher, die sich in der Robinsonliste eingetragen haben, werden demnach nicht mit Werbeanrufen und anderen Werbeformen belästigt. Das Ganze ist für den Verbraucher kostenlos.

"Dringende Mitteilung aufgrund der Zunahme unerwünschter Werbung" ist das unerwünschte Fax der "Neuen Robinsonliste" überschrieben. Wer eingetragen werden möchte, möge das Fax "bitte sofort zurück" schicken. Nur, wer sich alles durchliest, erfährt, dass er, bzw. genauer gesagt seine Firma, 350 Euro netto - mehr als 415 Euro brutto - zahlen soll, wenn er den Antwortteil des Faxes unterschreibt und damit die Daten auftragsgemäß an 320 Werbetreibende zur Löschung weitergeleitet werden. Dabei handelt es sich um eine jährliche Gebühr, die auch den den folgenden Jahren berechnet werden soll. Damit diese Kosten nicht so auffallen, wird der Nutzer mit dem ersten Satz "Die Eintragung in die Neue Robinsonliste ist kostenfrei" in die Irre geführt. Zwar gibt es auch einen kostenfreien Eintrag in die Neue Robinsonliste ohne Datenweiterleitung, doch dieser erfolgt nur, wenn man das Antwortfax zwar schickt, aber nicht unterschreibt oder abstempelt.

Der Sitz der "Neuen Robinsonliste" ist ein Hochhaus unter einer Frankfurter Adresse in der Mainzer Landstraße. Wahrscheinlich ist, dass es sich dabei lediglich um eine reine Briefkastenadresse handelt.

Werbefaxe sind seltener geworden

Werbefaxe sind inzwischen in Deutschland seltener geworden. Kurz nach der Jahrtausendwende waren die unerwünschten Werbefaxe einer der Gründe, weswegen viele Privatleute ihre Faxgeräte wieder abgeschafft hatten. Regelmäßig bekamen diese Faxe mit Werbung für 0190-Nummern oder Produkte gesendet. Eine Handhabe hatten die Privatleute kaum, da die Absender sich kaum ermitteln ließen und sich auch hinter den 0190-Nummern gut verstecken konnten. Erst mit der Umstellung der Nummerngasse auf 0900 wurde eine Nummer direkt einem Nutzer zugeteilt und war dann leicht zuzuordnen.

 
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Zwei Fragen rainbow 06.01.11 23:05
  

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