Die Allgäuer Berggemeinde Balderschwang
ist seit Montagnachmittag komplett von allen Telefonverbindungen
abgeschnitten. Die Bewohner des auf 1 050 Metern gelegenen
Tourismusortes müssen derzeit 30 Kilometer weit ins Tal fahren, um zu
telefonieren. Ein Hotelmitarbeiter informierte den Radiosender
Antenne Bayern und die zuständige Polizeidienststelle, die noch
nichts von dem flächendeckenden Ausfall des Telefonnetzes wusste.
Der Anrufer berichtete: "Die Menschen laufen in der Dorfmitte
zusammen und schimpfen. Manche schmunzeln auch darüber, dass es
heutzutage kaum mehr ohne Telefon geht." Deutschlands kleinste und
höchstgelegene Gemeinde mit ihren 216 Einwohnern und 1 000 Hotelbetten
ist essenziell von den Verbindungen nach draußen abhängig.
Ursache für die Unterbrechung ist offenbar ein Schaden an der
Richtfunkverbindung der Telekom. Betroffen waren nicht nur die
Festnetztelefone, sondern auch alle Handynetze. Ein Telekomsprecher
sagte am Vormittag, inzwischen seien Reparaturtrupps
aufgebrochen, um die Kommunikation wieder herzustellen.
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