Planung

Ausbau-Verpflichtung: NetCologne bietet Telekom Paroli

60 Ortsnetze sollen in der Hand von NetCologne bleiben: Das Unternehmen hat der BNetzA eine Investitionszusage gegeben. Damit soll der Ausbau der Telekom in diesen Gebieten verhindert werden.
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NetCologne will in VDSL investierenNetCologne will in VDSL Vectoring investieren Als Reaktion auf den Entwurf der Bundesnetzagentur zum Ausbau der Nahbereiche, legte der Kölner Telekommunikationsanbieter NetCologne der Behörde heute eine konkrete Investitionszusage vor. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Insgesamt will das Unternehmen bis 2018 rund 43 Millionen Euro in den Ausbau stecken.

Bereits im April hatte NetCologne eine Investitionszusage für den Ausbau der Nahbereiche mit Vectoring abgegeben. Heute machte das Unternehmen diese konkret und übermittelte der Bundesnetzagentur eine detaillierte Absichtserklärung für den Ausbau innerhalb ihres Versorgungsgebiets. Darin verpflichtet sich der Kölner Anbieter, 60 Ortsnetze und knapp 200 Hauptverteiler (von bundesweit etwa 7900) bis Ende 2018 mit Vectoring-Technologie zu erschließen. Etwa 1500 Kabelverzweiger sollen im Zuge des Ausbaus mit Glasfaserleitungen angebunden werden. Von hier aus geht es dann über die Kupferleitung weiter. Nach Angaben von NetCologne würden so 230 000 Haushalte VDSL mit Vectoring-Erweiterung bekommen.

2700 Kabelverzweiger bereits für Vectoring angemeldet

NetCologne scheint damit zu den wenigen Anbietern zu gehören, die von dem Entscheidungsentwurf der Bundesnetzagentur profitieren würden. "Wir begrüßen es, dass sich die Bundesnetzagentur erneut für eine Wettbewerbslösung in Deutschland ausspricht", kommentiert NetCologne-Geschäftsführer Jost Hermanns den am Montag vorgelegten Entwurf der Behörde. Jetzt gelte es, die Rahmenbedingungen sorgfältig zu prüfen und eine Regelung für den gemeinschaftlichen Ausbau aller investitionsbereiten Unternehmen zu finden.

NetCologne hat derzeit nach eigenen Angaben innerhalb des eigenen Verbreitungsgebiets bereits 2700 Kabelverzweiger auf der Vectoringliste angemeldet. Davon wurden rund 1400 bis heute mit Glasfaser erschlossen und seien in Betrieb. "In unseren aktuellen Ausbaugebieten haben die Nahbereiche den Ausbau in einer Mischkalkulation häufig erst möglich gemacht. Deshalb werden wir diese Bereiche mit Sicherheit nicht kampflos aufgeben", betont der NetCologne-Chef.

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