Netbook-Klasse

Acer stattet tausende Schüler und Lehrer mit Netbooks aus

Projekt in sechs Ländern brachte gute Ergebnisse, Tablets sollen folgen
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Kinder lernen früh am ComputerKinder lernen früh am Computer Auch wenn in der öffentlichen Wahrnehmung die schicken Tablets den Netbooks mehr und mehr den Rang ablaufen, gibt es doch noch viele Einsatzgebiete für die mobilen Rechner mit dem kleinen Preis. Gerade im Bildungsbereich sind viele Hersteller aktiv und unterstützen sogenannte Netbook-Klassen, wie etwa Asus in Hamburg. Der weltweit führende Netbook-Hersteller Acer hat nun ein großes Pilotprojekt gestartet um zu untersuchen, wie sich Netbooks in der Schule schlagen. Mit an Bord war auch das European Schoolnet, ein Netzwerk aus 30 Bildungsministerien inner- und außerhalb Europas. Über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren, von Januar 2010 bis Juli 2011, wurden 240 Schulklassen - gleichbedeutend mit 735 Lehrern, 3 602 Schülern und indirekt auch 2 618 Eltern - in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und der Türkei mit Netbooks ausgestattet und untersucht.

Der Abschlussbericht besteht aus sechs wesentlichen Punkten und ist - kaum verwunderlich - sehr positiv ausgefallen. So dienen die Netbooks in der Schule dazu, die Motivation zu steigern, eine gute Atmosphäre im Klassenraum zu schaffen und selbstständiges Lernen zu fördern - pädagogischer Mehrwert inklusive. Dadurch, dass jeder Schüler ein eigenes Netbook bekommen hat, konnte auch nach der Schule zu Hause weiter der Lernstoff bearbeitet werden. Vor Hausaufgaben schützen Netbooks die Kinder also nicht. Die Lehrer vertreten zudem die Ansicht, die Direktansprache an die Schüler werde mit Netbooks unterstützt, wenn diese richtig ins Konzept eingebunden sind. Zusätzlich können sich die Lehrer untereinander besser vernetzen und austauschen. Dass die Schüler so früh Vertrauen in Technologie entwickeln und damit umzugehen lernen, versteht sich von selbst.

Nächster Schritt sind Tablets

Das umfassende Feedback und die gute Resonanz auf das Angebot bestärkten Acer und das European Schoolnet offenbar, einen weiteren Versuch durchzuführen. Diesmal sollen keine Netbooks zum Einsatz kommen, sondern Tablets - natürlich auch aus dem Hause Acer. Es bleibt abzuwarten, ob mit den eher zum Medienkosum als zum produktiven Arbeiten gedachten Lifestyle-Geräten ähnliche Erfolge erzielt werden können. Federico Carozzi, Educational Business Manager bei Acer, betont, Technologie sei "eine wichtige Bildungsressource", sie könne "die eingesetzten Methoden ergänzen und verbessern."

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