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Hersteller bringen Notebooks zu Netbook-Preisen29.09.2009
10:43 Günstige Notebooks konkurrieren zunehmend mit NetbooksInhaltsverzeichnis:1. Einsteiger-Notebook oder Netbook?2. Betriebssystem sollte in Kaufentscheidung einbezogen werden
Klein, leicht und günstig - so
genannte Netbooks sind derzeit sehr beliebt. Der Gesellschaft für
Konsumforschung (Gfk) in Nürnberg zufolge verzeichneten die
Mini-Notebooks von Januar bis Juli 2009 dreistellige Zuwachsraten.
Der Marktanteil der Geräte liegt derzeit bei 21 Prozent. Vor allem
der niedrige Preis zwischen 350 bis 550 Euro ist für viele Käufer
verlockend. Doch seit kurzer Zeit gibt es Konkurrenz: Zahlreiche
Hersteller bieten nun auch Notebooks zu Netbook-Preisen an.
"Mittlerweile gibt es Einsteiger-Notebooks mit Preisen unter 400 Euro", sagt Manfred Breul von Bundesverband Informationswirtschaft,
Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) in Berlin.
nächste Seite: Betriebssystem sollte in Kaufentscheidung einbezogen werden
Käufer haben also die Qual der Wahl und sollten sich deshalb vor
dem Kauf ihr Nutzungsverhalten klar machen. "Wie bei jeder
Kaufentscheidung gilt es zu fragen, was will ich mit dem Gerät
eigentlich machen", sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale
Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Die Netbooks seien für Leute
konzipiert, die häufig unterwegs sind. Die Geräte passten bequem in
jede Tasche und seien ausreichend für Office und Internet.
"Wer rechenintensive Anwendungen durchführt oder häufig auf CDs und DVDs angewiesen ist, wird dagegen mit einem Netbook nicht glücklich werden", sagt Tryba. Denn die Netbooks verfügen über kein CD- oder DVD-Laufwerk, der Nutzer muss sich bei Bedarf mit einem externen Gerät behelfen. Zudem reicht die Rechenleistung zumeist nicht an die eines Notebooks heran. "Ein Notebook kann in vielen Fällen einen PC ersetzen, ein Netbook meistens nicht", resümiert Breul. Wer seinen Desktop-PC durch ein mobiles Gerät ersetzen will, sollte also besser zu einem Notebook greifen. Kleines Display, kleine Festplatte, schwacher ProzessorWeitere Schwachpunkte der Netbooks sind die geringe Festplattenkapazität von in der Regel 160 Gigabyte, die kleinere Tastatur sowie das kleine Display, das bei fast allen Netbooks maximal zehn Zoll groß ist. "Wollen Sie mobil sein, aber nicht auf Rechenpower, eine große Festplatte oder einen größeren Monitor verzichten, sind Sie mit einem günstigen Laptop besser beraten", sagt Breul. Das Netbook sei nur ein Minimalgerät zum Surfen und für einfache Aufgaben. Er befürchtet deshalb auch nicht, dass die neuen Netbooks den größeren Geräten Käufer streitig machen. Mit Netbooks wurden viel mehr neue Käuferschichten erschlossen. Dies seien vor allem Privatanwender, die sich bislang noch keinen mobilen Computer zugelegt hätten. Für Business-Nutzer seien die Geräte dagegen weitestgehend uninteressant.
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