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Netbooks im Jahr 2012: Totgesagte leben länger

Acer und Asus machen weiter, Gerüchte um Samsung
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Netbooks bleiben auch 2012Netbooks bleiben auch 2012 Seit der Tablet-Markt immer mehr Fahrt aufgenommen hat, wurde bereits vielfach das Ende der Netbooks beschworen. Tatsächlich sind die Verkäufe der kleinen Rechner deutlich eingebrochen, und einige Hersteller haben sich offenbar stillschweigend aus dem Markt verabschiedet. So leicht sind die Netbooks allerdings nicht totzukriegen, wie es scheint. Die beiden größten Hersteller, Marktführer Acer und Netbook-Pionier Asus, wollen auch in Zukunft an den mobilen Geräten festhalten. Dies meldet das taiwanesische Branchenblatt Digitimes. Acer hatte im dritten Quartal dieses Jahres 22 Prozent Marktanteil, Asus kam auf 16 Prozent.

Dabei sind die Hersteller allerdings realistisch und sehen weniger Potenzial in den europäischen und amerikanischen Märkten, die zu Anfang einen großen Bedarf an Netbooks hatten. Nun sollen eher Schwellenländer und aufstrebende Nationen wie etwa Indien, China, Indonesien und weitere asiatische Länder den Absatz ankurbeln. Dabei kommt den Netbooks vor allem ihr größter Vorteil zu Gute: der Preis. Denn auch wenn Tablets mittlerweile etwas günstiger geworden sind, kosten sie doch häufig noch das Doppelte im Vergleich zu einem Netbook. Die teuren Ultrabooks, die nach dem Willen von Intel Netbooks ersetzen sollen, können hier noch weniger mithalten. Es ist demnach davon auszugehen, dass es auch in Zukunft Netbooks auf dem Markt geben wird, auch wenn die Zahl der neuen Modelle und beteiligten Hersteller merklich abgenommen hat.

Verwirrung um Samsung

Für Verwirrung sorgte allerdings der koreanische Hersteller Samsung bereits vor einigen Tagen. Wie das französische Portal Blogeee erfahren haben will, plant das Unternehmen, im kommenden Jahr aus dem Netbook-Markt auszusteigen. In einer E-Mail, die laut Blogeee für die Samsung-Händlergemeinde bestimmt war, heißt es, der Konzern werde im ersten Quartal 2012 seine 10,1-Zoll-Netbooks einstellen. Stattdessen sollen nur noch Geräte im Format von 11,6 oder 12 Zoll auf den Markt kommen, also die sogenannten Ultraportables sowie die neuen Ultrabooks. Ein offizielles Statement von Samsung gab es noch nicht. Tatsächlich hat Samsung seit geraumer Zeit keine neuen Netbooks mehr präsentiert, zum ersten Mal seit mehreren Jahren gab es auch auf der IFA in Berlin im September keine Neuvorstellungen in dieser Richtung.

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