Software

Spezielle Software-Features für die GPS-Navigation

Die GPS-gestützte Navigation hat sich im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt. Dies betrifft nicht nur die Hardware - bei der sich zum Beispiel mit den handlichen Navis eine neue Geräteklasse bildete, die den GPS-Navis einen Massenmarkt eröffnete.
Von Marc Thorwartl /
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Navigation: Software und KartenNavigation: Software und Karten Die GPS-gestützte Navigation hat sich im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt. Dies betrifft nicht nur die Hardware - bei der sich zum Beispiel mit den handlichen Navis eine neue Geräteklasse bildete, die den GPS-Navis einen Massenmarkt eröffnete. In vielen Handys oder Smartphones ist heutzutage bereits eine Navi-Software integriert oder kann ganz einfach nachträglich installiert werden - und das für sehr viele mobile Betriebssysteme. Doch auch in puncto Features der Navi-Software kommen die Hersteller auf immer neue Ideen, die dann zügig in den nächsten Releases implementiert werden.

POIs: Interessante Orte finden

Spezielle POI-Features
- TomTom bietet kostenfreie POIs zum Download,
die von der TomTom-Community erweitert werden.
- Die Software-Firma Trackspace bietet eine
kostenlose Outdoor-Navi-Software für Handys,
in der Community können sich Nutzer über sportliche
Leistungen und gespeicherten Strecken austauschen.
Den Anfang machten die POI (Points of Interest), bei manchem Hersteller auch OVI (Orte von Interesse) genannt. Zunächst beschränkte sich die POI-Auswahl auf wenige Kriterien wie Bahnhöfe, Flughäfen, Grenzübergänge, Krankenhäuser, Parkgaragen oder Hotels, die dann in der Kartendarstellung eingezeichnet werden konnten. Mittlerweile liefert die Software der PNDs und Festeinbauten POI-Listen, die sich über mehrere Display-Seiten erstrecken: Tankstellen, Sportstätten, Apotheken, Festhallen, Bankomaten, Autohäuser, Botschaften, Golfplätze, Einkaufszentren, Hochschulen - eigentlich gibt es kaum noch eine Kategorie, die nicht aufgelistet wird.

Flexible Routenführung mit TMC

Die Einbindung aktueller Verkehrsinformationen in die Routenplanung gehört unbedingt zu einer Navigationssoftware dazu. Während die ersten Navigationsgeräte lediglich die Auswahl zwischen der kürzesten und der schnellsten Strecke anboten, kam mit dem TMC-Empfänger die dynamische Routenführung hinzu. Mittels der Daten, die über den "Traffic Message Channel" hereinkommen, werden Verkehrsbehinderungen auf der Strecke erkannt, und auf Wunsch errechnet die Software eine Alternativroute.

Mittlerweile sind die TMC-Systeme in der Lage, nicht nur die Länge des Staus, sondern auch die erwartbare Verzögerung zu erkennen und somit von Fall zu Fall zu entscheiden, ob sich eine Ausweichroute rentiert.

Ein weiterer Dienst mit derselben Funktion ist "TMC pro", der aber trotz ähnlichem Namen technisch anders umgesetzt wird. Der Dienst ist kostenpflichtig, allerdings fallen in der Regel für den Endkunden keine erkennbaren, zusätzlichen Entgelte an, da diese mit dem Kaufpreis des Navis bereits abgegolten sind.

Kartendaten für spezielle Anlässe und Zielgruppen

Gang und gäbe sind mittlerweile auch auf Special-Interest-Gruppen zugeschnittene Kartendaten, beispielsweise für Wanderer und Motorradfahrer. Auch sportliche Großereignisse, zum Beispiel bei einem Fußballspiel, finden Berücksichtigung. Hier wird das Kartenmaterial so aufbereitet, dass sich Navi-Nutzer am Ort des Geschehens leichter zurecht finden. Über bloße Routenplanung ist die Kartensoftware moderner Navigationsgeräte schon heute weit hinaus und wird künftig mit Sicherheit immer umfassendere Services bieten.

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