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Outdoor- und Motorrad-Navigation mit GPS

Outdoor-Navis sind robust, haben eine lange Akkulaufzeit und spezielle Features wie besondere Routenführungen oder das Aufzeichnen von GPS-Tracks. Wir stellen Ihnen die Welt der Outdoor-Navis vor.
Vom teltarif.de-Team zusammengestellt
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Nicht nur im Auto ist ein Navigationsgerät nützlich, sondern auch bei Touren mit dem Motorrad oder zahlreichen Outdoor-Aktivitäten wie Fahrradfahren, Wandern, Trekking oder Kanu-Touren. Die Navi-Hersteller bieten darauf zugeschnittene Navigations-Lösungen an, zum einen spezielle Motorrad-Navis, die Wind und Wetter trotzen und sich auch mit Handschuhen gut bedienen lassen. Zum anderen gibt es Outdoor-Navis, die besonders für Aktivitäten außerhalb der Straßennetze gedacht sind. Auch sie zeichnen sich in der Regel durch eine größere Robustheit aus als traditionelle Auto-Navis und besitzen in der Regel detaillierteres Karten-Material, zum Beispiel mit Fahrrad- oder Fernwanderwegen.

Motorrad-Navigation - wasserfest, große Schaltflächen, Headset

Fahrrad-Navi Garmin Edge auf dem MountainbikeFahrrad-Navi Garmin Edge auf dem Mountainbike In der Motorrad-Navigation sind zwei Hersteller führend. Zum einen die amerikanische Garmin-Gruppe und auf europäischer Seite die TomTom-Gruppe mit Sitz in den Niederlanden. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Motorrad-Navis kaum von den üblichen Navis. TomTom nennt seine Reihe von Motorrad-Navis naheliegend "Rider", wohingegen Garmins Motorrad-Navis unter dem Namen "zumo" zu haben sind. Die Mehrheit der Geräte besitzt ein 4,3 Zoll großes Touchscreen-Display, es sind aber größere Modelle mit einem 5 Zoll großen Bildschirm zu haben. Doch damit hat es sich dann auch, was die Gemeinsamkeiten mit den mobilen Navigationsgeräten für den Kfz-Gebrauch anbelangt.

Bereits das Startmenü der Geräte für die Motorrad-Navigation zeigt, worauf es ankommt. Die Icons sind üppig bemessen – so können Motorradfahrer jederzeit die Streckeneingabe auch mit den Handschuhen bewältigen, ohne Gefahr zu laufen, versehentlich einen falschen Menüpunkt zu erwischen. Die Gehäuse sind aus treibstoffresistenten Materialien und zudem wind- und wasserdicht (nach IPX7-Norm), damit sie auch einen Regenguss unbeschadet überstehen. Motorradfahrer bevorzugen bei ihren Ausfahrten kurvenreiche Strecken und vermeiden nach Möglichkeit die Autobahnen. Dank der USB-Schnittstelle lässt sich die Routenplanung vorher bequem zu Hause am PC erledigen und vor Antritt der Tour auf das Motorrad-Navi übertragen.

Motorrad-Navi TomTom Rider IIMotorrad-Navi TomTom Rider II Die Abbiegeanweisungen erfolgen nicht nur optisch auf dem Display, sondern auch akustisch über Bluetooth an ein Headset. So bleibt der Blick immer auf die Straße gerichtet, mögliche Gefahrenherde durch Unaufmerksamkeit werden so auf ein Minimum beschränkt. Die Halterung ist universal und wird über Schrauben und Kontermuttern befestigt. Das ist auch notwendig, denn die Vibrationen an einem Motorradlenker sind ungleich größer als die im Auto an der Windschutzscheibe. Dem Akku soll dank neuester Lithium-Ionen-Technik erst nach bis zu sieben Stunden Dauerbetrieb der Saft ausgehen. Für ausgedehnte Biker-Touren ist das nicht immer ausreichend. Häufig ist daher im Auslieferungspaket ein 12-Volt-Kabel zum Anschluss an die Stromversorgung des Motorrads enthalten.

TMC meist nur als Extra erhältlich

Beide genannten Hersteller bieten die dynamische Routenführung mit TMC (Traffic Message Channel) nicht in den Standardausführungen an. Garmin und TomTom bieten den Zugriff auf aktuelle Verkehrsinformationen an, zum Teil jedoch als kostenpflichtiges Extra. Bei Garmin benötigt man für beide Dienste den optional erhältlichen TMC-Empfänger, bei TomTom erfolgt der Empfang von TMC pro über die Handy-Bluetooth-Schnittstelle und das Abonnement des Dienstes TomTom Verkehrsinfo. Unabhängig davon können alle Geräte auch als ganz normale Navis im Auto verwendet werden.

An der frischen Luft: GPS-Navigation für Outdoor-Freunde

Outdoor-Navi Magellan Explorist 610Outdoor-Navi Magellan Explorist 610 Wer gerne abseits der öffentlichen Straßen unterwegs ist, zum Beispiel zum Wandern, Radfahren oder Boot fahren, für den sind die GPS-Routenplaner für den Outdoor-Gebrauch die ideale Lösung, um sich zurechtzufinden. Outdoor-Geräte für Tracking, Wandern oder Radtouren sind ebenfalls in der Regel wasserfest und zeichnen sich durch eine lange Laufzeit aus. Die Stromversorgung kann sowohl über handelsübliche AA-Batterien erfolgen als auch über wiederaufladbare Akkus, die als Zubehör erhältlich sind.

Eine wichtige Eigenschaften von Outdoor-Navis besteht in der Fähigkeit, erwanderte oder abgefahrene Routen (sogenannte Tracks) zu speichern. Im Web sind verschiedene Internetportale entstanden, wo Nutzer ihre Tracks kostenlos für andere zur Verfügung stellen. So ist beispielsweise die Cross-Country-Tour mit dem Mountainbike quer durch den Spessart ein Kinderspiel, da selbst kleinste Waldwege erschlossen sind. Aber auch Alpenüberquerungen abseits der Fernstraßen sind mittlerweile aufgeführt. Hierbei macht sich eine große, interessierte Community bemerkbar. Internetseiten wie www.gpsies.com oder www.gps-tour.info erfreuen sich regen Zuspruchs. Auf diesen Seiten können User kostenlos ihre eigenen Routen anderen zugänglich machen und untereinander austauschen.

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Hintergrund: Technik und Geschichte von GPS und seinen Konkurrenten