Navis

Mobile Navigation: Mit dem Navi sicher ans Ziel kommen

Ein Navi oder Portable Navigation Device (kurz PND) soll den Fahrer leicht und schnell ans Ziel bringen und den Weg weisen. teltarif.de zeigt Ihnen, welche Funktionen wirklich wichtig sind.
Kommentare (287)
AAA

Sicher ans Ziel kommen: Mit modernen Navis (PNDs) kein Problem.Sicher ans Ziel kommen: Mit modernen Navis (PNDs) kein Problem. Navigationsgeräte (oder kurz Navis) sind mittlerweile allgegenwärtig. Viele Autofahrer lassen sich heutzutage - besonders auf langen Fahrten - von einem Navigationsgerät den Weg weisen. Neben den fest eingebauten Navigationsgeräten gibt es auch tragbare Navis (Portable Navigation Devices, PNDs). Solche Geräte können dann auch in einem Mietwagen oder beim Umzug im Transporter verwendet werden. Prominente Hersteller sind Navigon, TomTom oder Garmin. Auch der Hersteller Medion führt eine ganze Reihe unterschiedlicher Navis.

Der technische Fortschritt der letzten Jahre hat die mobilen Navis zu Alleskönnern weiterentwickelt. Auch Smartphones haben mittlerweile Navigationsfunktionen. Der Markt für Navigationsgeräte wird daher zunehmend unübersichtlich. Wann lohnt sich ein Neukauf? Wann lohnt es sich, auf andere Geräteklassen zu setzen? teltarif.de stellt Ihnen auf diesen Seiten die neuesten Trends und Technologien vor und gibt Tipps zu anstehenden Kaufentscheidungen.

Tragbare Navigationsgeräte kosten ab 100 Euro aufwärts. Dafür sind jedoch meist nur Einsteigergeräte erhältlich. Mittelklasse-Geräte kosten zwischen 150 und 250 Euro - je nach Ausstattung und Umfang des Kartenmaterials. In der Luxusklasse der Navis kann der Preis auf 400 bis 600 Euro steigen. Das sind dann oft Navis für spezielle Anwendungen wie im Wohnmobil, auf dem Motorrad oder für die Outdoor-Nutzung.

Im Trend: Große Bildschirme, leichte Bedienung

Navis sind seit jeher mit Touchscreens ausgestattet - früher wurden jedoch resistive Touchscreens verwendet. Mittlerweile haben - wie bei den Smartphones - auch hier die kapazitiven Touchscreens Einzug gehalten. Diese lassen sich leichter bedienen als die resistiven Varianten. Die letzten Jahre haben im Bereich der Displays weitere Verbesserungen gebracht, so gelingt die Farbdarstellung nun besser und kontrastreicher.

Um der zunehmenden kostenlosen Konkurrenz, zum Beispiel durch Google Maps oder Here Maps zu begegnen, setzen die Hersteller darauf, die Bedienung der Geräte zu vereinfachen. Nicht nur der Touchscreen, sondern die gesamte Benutzeroberfläche wird verbessert, damit Nutzer schnell ein Ziel eingeben oder Zusatzinformationen abrufen können. Bei neueren Modellen versuchen die Hersteller zudem, Zusatz-Funktionen für Smartphone-Nutzer einzubauen.

Einbau: Sicherheit und Stromversorgung berücksichtigen

Die klassische Montage-Methode: Das Navi wird mit einem Saugnapf an die Scheibe geklebt.Die klassische Montage-Methode: Das Navi wird mit einem Saugnapf an die Scheibe geklebt. Im Gegensatz zum fest eingebauten Navigationsgerät muss im Auto ein Platz für das Navi gefunden werden. Dafür gibt es verschiedene Lösungen. Ganz klassisch gibt es die Saugnapf-Lösung, mit der das Navi an die Frontscheibe geklebt wird. Dafür sollte eine günstige Position gefunden werden, damit die Sicht auf die Straße nicht unnötig versperrt wird. Faustregel: Je weiter unten an der Frontscheibe, um so besser.

Im Sinne des Blickfelds dürfte die Montage an den Lüftungsschlitzen die beste Variante sein. So hinterlässt kein Saugnapf Spuren an der Scheibe und das Navi kann auch nicht herunterfallen. Nachteil: Die nötigen Lüftungsschlitzklammern sind nicht mit jedem Auto kompatibel. Zwar können Fahrer nun ungehindert auf die Straße blicken, müssen aber dafür den Blick weiter von der Straße nehmen, wenn Informationen des Navis nötig werden. Diese Installationsart führt deswegen dazu, dass Blicke auf das Navi kurz gehalten werden sollten.

Sicherheit: Eine Frage der Positionierung
Die sichere Befestigung des Navis an der Frontscheibe oder an einem anderen Platz ist für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen entscheidend. Dabei sollten auch etwaige Airbags berücksichtigt werden, die Navis bei schlechter Positionierung in Geschosse verwandeln können.
Je nach Auto kommen aber auch andere Befestigungen in Betracht. Einige Hersteller bieten Kissen an, auf die das Gerät gestellt werden kann. Aufgrund eines rutschsicheren Bodens und dem hohen Eigengewicht soll das Navi so auf dem Armaturenbrett stehen bleiben. Berichten im Internet zu Folge soll dies tatsächlich funktionieren. Wirklich ratsam ist eine solche Befestigung aber nicht: Bei einem Unfall oder einer Vollbremsung ist das Gerät nicht sicher befestigt und das Navi könnte sich in ein Geschoss verwandeln und zusätzlichen Schaden verursachen.

Tragbare Navis haben zwar meist einen Akku eingebaut, der auch einige Zeit hält. Für längere Fahrten ist aber dennoch eine externe Stromversorgung Pflicht. Bei der Wahl des Standortes des Navis sollte daher auch einkalkuliert werden, dass wenigstens ein Stromkabel vom Navi zur Bordsteckdose gelegt werden muss.

Navigationsfunktionen: Schnelle Navigation zum Ziel

Der Fahrspur-Assistent von Garmin auf einem Nüvi 3590. Die Anzeige der richtigen Fahrspuren kann das Navigieren deutlich erleichtern.Der Fahrspur-Assistent von Garmin auf einem Nüvi 3590. Die prinzipielle Routenfindung erfolgt heute mit den meisten Navigationsgeräten schnell und präzise. Aktuelles Kartenmaterial vorausgesetzt, gehören heute sinnlose Navigationsmanöver meist der Vergangenheit an. Ein Problem bleibt aber: Nicht alle Navis finden das nötige GPS-Signal schnell. Manchmal muss bis zu einer Minute gewartet werden, bis die Routenführung beginnt. Das kann gerade in der Stadt eine erhebliche Zeitspanne sein, zumal oft gleich zu Beginn ein oder zwei wichtige Kreuzungen kommen, an denen das Fundament für die richtige Richtung gelegt wird. Da empfiehlt es sich, das Navi schon etwas früher anzuschalten (oder ein schnelleres zu kaufen).

Komfortfunktionen wie die realistische Anzeige einer Kreuzung oder Autobahnausfahrt gehören heute auch bei preisgünstigen Geräten zum Standard (meist als Fahrspur-Assistent bezeichnet). Das Navi zeigt dann die richtigen Fahrspuren an. Das hilft zwar bei kurzfristigen Baustellen auch nicht weiter, kann aber gerade in unbekannten Gegenden Gold wert sein. Viele Navis zeigen während der Fahrt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit an. Dabei handelt es sich jedoch um Daten aus dem Kartenmaterial, das in diesem Zusammenhang nicht immer aktuell ist. Rechtlich bindend ist die Kennzeichnung durch Straßenschilder.

Der Empfang von aktuellen Verkehrsinformationen gelingt mit Hilfe des sogenannten Traffic-Message-Channel (TMC). Diese Daten erlauben dem Navi, eine neue Route auf Basis der aktuellen Verkehrslage zu berechnen, so dass der Fahrer bequem um einen Stau herum geleitet wird. Daneben gibt es auch eine kostenpflichtige Variante, TMCpro, für die Nutzer jedoch meist bezahlen müssen - dafür aber oft genauere und aktuellere Daten anzeigt. Kosten für Datenverbindungen ins Internet fallen dabei nicht an. Navis, die eine eigene Antenne zum Empfang von TMC-Daten benötigen, sind heute nicht mehr Stand der Technik - oftmals ist die Antenne in das USB-Stromkabel integriert.

Praktische Infos rund um mobile Navigation

Hintergrund: Technik und Geschichte von GPS und seinen Konkurrenten

Meldungen zu Tragbaren Navis (PND)

1 2 3 vorletzte