Smartphone

Navigation mit dem Smartphone dank GPS- und Glonass-Satelliten

GPS ist bei Smartphones mittlerweile Standard - damit macht Turn-by-Turn-Navigation per App den echten Navigationsgeräten ernst­zunehmende Konkurrenz.
Von Marc Thorwartl / Susanne Kirchhoff
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Google Maps NavigationGoogle Maps Navigation Die Hersteller von Handys und Smartphones haben nach dem Musikplayer, der Digitalkamera und dem Internet als weiteres Feature die Navigation für das Handy etabliert. Die Handy-Navigation lässt sich dabei in zwei Bereiche gliedern: Die Offboard- und die Onboard-Navigation. Offboard-Systeme bestehen aus kleinen Programmen mit geringem Speicherbedarf im internen Speicher bzw. auf der Speicherkarte - Kartenmaterial, Route und Zielführung werden online über das mobile Internet aufs Mobiltelefon geladen, wenn sie benötigt werden.

Bei Onboard-Varianten ist das Kartenmaterial im internen Speicher, bzw. auf der Speicherkarte abgelegt, die Zielführung erfolgt über Kartennavigation. Für aktuelle Smartphones mit Betriebssystemen wie Android, iOS oder Windows Phone sind sowohl Onboard- als auch Offboard-Lösungen in den Appstores verfügbar. Die Karten- und Navigationslösung Here Maps (früher: Nokia Maps) bietet Nokia nicht nur vorinstalliert auf den eigenen Lumia-Smartphones sowie Handys mit Nokia Belle, sondern mittlerweile auch für alle anderen Windows Phones kostenlos zum Download an. Ab Herbst 2014 soll Here Maps auch auf Android-Handys von Samsung nutzbar sein.

Zudem bieten Navi-Hersteller wie TomTom oder Navigon Apps für iPhones, Android-Smartphones und Windows Phones an. Nutzer von älteren und einfachen Handy-Modellen können auf Java-basierte Offboard-Lösungen zurückgreifen, die jedoch weniger Bedienkomfort bieten.

Immer häufiger kommen Hybrid-Lösungen zum Einsatz. Dabei erfolgt die Routenplanung und -führung über das Onboard-System, zusätzliche Informationen können optional per mobilem Internet abgerufen werden.

Kostenlose Navi-Software zum Download

Bei den Onboard-Lösungen sind die Unterschiede der einzelnen Produkte eher marginal - sie sorgen für eine verlässliche Routenplanung. Offboard-Varianten erfüllen ihren Zweck vor allem für Gelegenheits­nutzer, sind aber nur verfügbar, solange der Zugang zum mobilen Internet besteht. Nutzer sollten zudem beachten, dass bei den Daten­übertragungen einiges an Volumen zusammen kommen kann. Im Zweifel ist hier eine mobile Internet-Flatrate sinnvoll, die mittlerweile erschwinglich zu haben ist und potenzielle Kosten­fallen vermeidet.

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Ein integrierter GPS-Empfänger ist in einem Mobiltelefon mit Navi-Funktion mittlerweile Standard. Zudem bringen auch immer mehr Smartphones Unterstützung für die russische GPS-Alternative GLONASS mit.

Handys ohne integriertes GPS kann der Nutzer prinzipiell mit einer externen GPS-Maus aufrüsten, die via Bluetooth oder Kabel mit dem Handy verbunden wird - eine Lösung, die aber kaum mehr eingesetzt wird. Ein spontaner Navigationseinsatz des Handys fällt in diesem Szenario aus. Daneben geht auch ein weiterer praktischer Aspekt der Kombination von Handy und GPS verloren: Der lästige Transport mehrerer Geräte entfällt nicht. Dank stetig sinkender Preise erfreut sich damit die Handy-Navigation wachsender Beliebtheit und hat sich zunehmend zur ernsthaften Konkurrenz für klassische tragbare Navigationsgeräte entwickelt.

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