Galileo

GPS bekommt bald Gesellschaft: Galileo soll 2014 starten

Galileo ist ein europäisches System für Satellitennavigation, das die Vormachtstellung von GPS bekämpfen soll. Durch anfängliche technische und finanzielle Schwierigkeiten wurde der Start von Galileo mehrmals verschoben.
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GPS versus GalileoSo funktionieren GPS und Galileo GPS ist das weltweit beherrschende Satelliten-Navigationssystem, das auch von Navigationsgeräten in Autos, Handys und Smartphones genutzt wird. Seit geraumer Zeit indes befindet sich das europäische Galileo als Pendant zu dem amerikanischen, militärisch kontrollierten GPS in Planung. Das Projekt der EU wird auch von diversen Staaten außerhalb der Union unterstützt.

Galileo mit Startschwierigkeiten

Allein für die Infrastruktur von Galileo sind über fünf Milliarden Euro veranschlagt. Ursprünglich sollte das System schon 2008 an den Start gehen, nun ist ein Teilbetrieb zum Jahresbeginn 2014 geplant, der Vollbetrieb hingegen erst ab 2018.

Mit Galileo wollen die EU und die Europäische Weltraumorganisation ESA die Vormachtstellung des US-Dienstes GPS (Global Positioning System) brechen. Die EU-Kommission bezeichnet Galileo daher als das wichtigste Infrastrukturprojekt der nächsten Jahre. Galileo soll von 2015 an Autofahrern, Rettungsdiensten, Landwirten und weiteren Nutzern eine genaue Ortung bieten. Insgesamt sollen 30 Satelliten in mehr als 23 000 Kilometern die Erde umkreisen und Signale zur Erde senden. Im Gegensatz zum US-System GPS steht Galileo nicht unter militärischer Kontrolle.

Von den 30 geplanten Galileo-Satelliten wurden bislang sechs auf ihre Umlaufbahn im All gebracht. Giove-A war im Jahr 2005 gestartet, Giove-B im Frühjahr 2008. Giove-B war bereits nach kurzer Zeit - im September 2008 - aufgrund hoher Weltraumstrahlung für zwei Wochen ausgefallen. Zwei weitere Satelliten folgten jeweils in den Jahren 2011 und 2012.

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