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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 23.05.2013 |
Festeinbauten: GPS-Navigation im AutoIntegrierte Navigationsassistenten bekommen Konkurrenz von Handy und PND![]() Navigation im Auto Der Festeinbau eines Navigationssystems ins Auto hat in den letzten Jahren zunehmend Konkurrenz erhalten und erscheint im Vergleich zu den Alternativen vor allem eines: teuer. Während tragbare Navigationsgeräte ab 100 Euro zu bekommen sind und selbst mit üppiger Ausstattung und Kartenmaterial selten mehr als 300 Euro kosten, schlägt ein vom Hersteller fest eingebautes Navi beim Neuwagen ab Werk mit mindestens 1000 Euro zu Buche. Einige Auto-Firmen verbauen besondere Modelle der bekannten PND-Hersteller wie TomTom und Garmin oder von Autozubehör-Spezialisten wie Clarion, Zenec, Alpine und Pioneer, die auch Geräte zum nachträglichen Festeinbau anbieten. Andere setzen auf Eigenentwicklungen, wofür der Kunde dann eher mit Größenordnungen ab 3000 Euro aufwärts rechnen muss. Die spezialisierten Navigationsgeräte - egal, ob Festeinbau oder tragbar - verlieren zunehmend Marktanteile an die Navigation per Handy. So besitzt Google Maps mittlerweile auch eine Navi-Funktion namens Drive und Nokia stattet seine Geräte ab Werk mit der eigenen Software Nokia Karten und Drive für Turn-by-Turn-Navigation aus. Wer sein Handy nachrüsten möchte, erhält in den Appstores Navi-Software von Herstellern wie Navigon, TomTom oder Sygic je nach Kartenmaterial für 20 bis 100 Euro. Vorteile von Festeinbauten
Des Weiteren sind festeingebaute Navigationsgeräte in der Regel in das Info- und Multimediasystem des Pkws integriert. Das zeigt sich dann darin, dass sich beispielsweise die Lautstärke des Media-Players automatisch bei einer Navi-Ansage verringert. Ist auch eine Freisprecheinrichtung im Auto verbaut, so ist die Wiedergabe von Navi-Ansagen mit der Telefonie abgestimmt und während eines Telefongesprächs kann der Fahrer die Ansagen automatisch stumm stellen lassen. Zudem sind einige wichtige Elemente zur Bedienung von Navi und Freisprechanlage in der Regel für den schnellen Zugriff im Lenkrad verbaut. Für einige Modelle werden auch Docking-Stations für Media-Player oder Smartphones angeboten. So wird das Auto zur vernetzten Multimedia-Zentrale. Neben den vom Hersteller ab Werk integrierten Festeinbauten kann der Autobesitzer auch Geräte von Drittherstellern in einer Auto-Werkstatt einbauen lassen, was zumeist einen Preisvorteil mit sich bringt. Die nachträglich montierten Festeinbauten können zum Teil auch auf Sensordaten des Autos zugreifen, sind aber nicht im gleichen Maße ins Auto integriert wie die Herstellereinbauten ab Werk. In beiden Fällen ergibt sich für den Fahrer als Vorteil, dass in Gegensatz zu einem Smartphone oder PND keine zusätzliche Halterung angebracht werden muss und keine Kabel freiliegen. Dafür ist die Position des Geräts beim Festeinbau fix vorgegeben. Befindet sich das Display des integrierten Navigationsassistenten weit unten in der Mittelkonsole, erschwert dies die Sichtbarkeit und Bedienung für den Fahrer. Bei tragbaren Geräten kann der Fahrer diese hingegen nach persönlichen Vorlieben oder konkreter Situation - zum Beispiel, wenn ein Beifahrer im Auto ist - variieren. Nachteile von Festeinbauten
Wer nach einiger Zeit einen anderen Wagen erwirbt, kann sein altes fest eingebautes Navi auch mitnehmen und im neuen Wagen fest einbauen lassen, falls es von einem Dritthersteller kommt. Dazu muss der Autobesitzer allerdings mit Kosten von einigen hundert Euro für den Umbau rechnen. Nicht nur die einmaligen Anschaffungskosten, auch Karten-Updates sind bei Festeinbauten häufig teurer als bei PNDs oder Smartphones. Wer mit einem Festeinbau liebäugelt, sollte daher unbedingt darauf achten, dass Karten-Updates im Kaufpreis enthalten oder gegen ein möglichst geringes Entgelt möglich sind. Beherrscht das Navi das Aufspielen von neuem Karten-Material via SD-Karte, kann sich der Auto-Besitzer zudem den teuren Besuch einer Werkstatt für das Update sparen. Viele neue Features im Navi-Bereich hielten zuerst bei den tragbaren Geräten (PNDs) Einzug und die Festeinbauten hinkten hinterher. Doch auch TMC gehört heute zur Standardausrüstung und Echtzeit-Verkehrsinformationen via Mobilfunk und NAVTEQ Traffic (früher: TMC pro) sind heute bei den Pkw-Herstellern zu haben. Ähnlich wie bei den PNDs gibt es auch Angebote, bei denen die zeitlich uneingeschränkte Nutzung im Kaufpreis inklusive ist. In der Regel ist jedoch ein kostenpflichtiges Abo für die Echtzeit-Verkehrsinformationen notwendig. Praktische Infos rund um mobile Navigation
Hintergrund: Technik und Geschichte von GPS und seinen Konkurrenten
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