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PND und Bus-System verdrängen Navi-Nachrüstlösungen26.10.2009
09:05 MOST-Bus-Systeme kommen auch in günstigeren FahrzeugklassenInhaltsverzeichnis:1. Vor zehn Jahre noch kombinierte Radio-Navigations-Systeme2. Bus-Systeme: Abspecken gegen den Kabelsalat
Wer zur Jahrtausendwende sein Auto mit einem Navigationsgerät
aufrüsten wollte, dem blieb nur eine Wahl: Ein kombiniertes Radio-Navigations-System. Die
Straßendaten waren auf einer CD hinterlegt, die Zielführung erfolgte über Audio-Anweisungen
auf dem bordeigenen Lautsprechersystem, zur visuellen Unterstützung dienten Piktogramme
und Balkendiagramme. Der Einbau stellte interessierte Laien zwar nicht vor unlösbare Aufgaben,
war allerdings zeitintensiv: DIN-genormt, musste das bereits vorhandene Autoradio aus- und
das neue eingebaut werden, der GPS-Empfänger fand
auf dem Armaturenbrett Platz. Die Verkabelung erfolgte meist hinter den Armaturen. Um dorthin
zu kommen, war häufig ein Ausbau derselben notwendig. Schwierigkeiten gab es außerdem
beim Abgriff eines Geschwindigkeitssignals, das zur Routenfortführung in Tunneln oder wenn
kein GPS-Empfang vorhanden ist, ermöglicht. Ein Besuch der Fachwerkstätten war in der Regel
unumgänglich.
nächste Seite: Bus-Systeme: Abspecken gegen den Kabelsalat
Die Festeinbauten entwickelten sich stetig weiter. Die CD wurde vielfach von der DVD oder Wechselspeichermedien wie MMC oder SD-Card abgelöst. Der Vorteil: Die Navigation stoppte nicht mehr abrupt mit Passieren des Grenzübergangs, sondern war europaweit möglich. Mit dem Rome stieß Blaupunkt vor knapp fünf Jahren in eine neue Dimension der Radionavigation vor: Auf dem kleinen Display wurden erstmals an Abbiegepunkten oder unübersichtlichen Kreuzungen rudimentäre Farbkartendarstellungen angezeigt. Verfeinert wurde das System dann von Becker, das spätestens mit dem Mexico-System in die Highend-Dimension der Radionavigation vorrückte. Dank Bluetooth wurde es sogar zur Freisprecheinrichtung (FSE), mit der Sprachsteuerung konnten nahezu alle Funktionen bequem via Stimme angesteuert oder aktiviert werden und ein Geschwindigkeitsabgriff war auch nicht mehr vonnöten. Komplexe Systeme wie das Siemens-VDO MS 5200 besaßen zudem einen Hochleistungsrechner, einen externen Farbmonitor, sowie die Anschlussmöglichkeit einer Rückfahrkamera. Die ersten PNDs bereiteten den Nutzern nur wenig Freude
Doch die Hersteller mobiler Navigationsgeräte lernten schnell. Die Bildschirmdiagonalen wuchsen auf 3,5 später dann auf 4,3 und mittlerweile sogar auf 5 Zoll Länge. TMC für dynamische Routenführung, Bluetooth-FSE, Fahrspurassistent, Reality-View, MP3-Player, Sprachsteuerung, FM-Transmitter, 3D-Darstellung, Landmarks, POI-, Geschwindigkeits- und Blitzerwarner fanden schnell Einzug. Genauso wurde das beigelegte Kartenmaterial erweitert. Die Europavariante ist Standard, vierteljährliche Update-Möglichkeiten für 24 Monate sind bereits für wenige Euro erhältlich. Unschlagbarer Vorteil der neuen PNDs: Sie sind auch für die Fußgängernavigation in Innenstädten geeignet. Ebenso gibt es spezielle Karten für Outdoor-Fans, die gerne per Pedes oder Mountainbike ihre Region abseits der regulären Straßen erforschen. Größere Displays auf kleineren GerätenDie mobilen Navigationsgeräte legten zwar in der Displaygröße zu, dafür speckten sie im Umfang ab. Heutzutage passen sie locker in die Brusttasche. Zuletzt rückten die Live- und Location-Based-Services (LBS) in den Vordergrund. Die PNDs entwickeln sich immer mehr zu multimedialen Alleskönnern und Kommunikationszentralen. Welche Tankstelle offeriert in der Nähe den günstigsten Sprit? Welcher Parkplatz hat noch freie Standflächen, was kostet die Stunde, und wie lange hat das Parkhaus geöffnet? Wie viele Zimmer zu welchem Preis sind noch in dem nächsten Hotel frei? Was läuft in den örtlichen Kinos? Je mehr Hersteller auf den Markt drängten, um sich eine Scheibe vom Navigationskuchen abzuschneiden, desto günstiger wurden die Pfadfinder im Taschenformat. Heutzutage sind wirklich gute Lösungen ab 150 Euro erhältlich. Die PNDs wurden salonfähig und auch zum diesjährigen Weihnachtsfest werden sie wieder ganz oben auf den Wunschzetteln stehen. Ein weiterer Vorteil: Es ist kein zeitaufwändiger Einbau nötig. Mittels Saugnapf wird der PND an der Windschutzscheibe oder dem Armaturenbrett befestigt. Die Stromversorgung erfolgt über den Zigarettenanzünder. In weniger als einer Minute ist er einsatzbereit. Das ermöglicht natürlich auch den Wechsel zwischen mehreren Fahrzeugen. So reicht ein PND normalerweise aus, um seine Dienste auch im Kreise einer mehrköpfigen Familie mit diversen Autos zu versehen. Informationen zu Navigationsgeräten via Bus-System finden Sie auf der folgenden Seite
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