Musik

Streaming-Dienste für Musik-Branche immer wichtiger

Streaming und Vinyl wachsen, CD-Absatz fällt
Von dpa / dapd /
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Vinyl ist für die Musik-Branche immer noch wichtig. Streaming-Dienste sind um starken Wachstum.Vinyl ist für die Musik-Branche immer noch wichtig. Streaming-Dienste sind um starken Wachstum. Für die deutsche Musik-Branche wird das Online-Geschäft immer wichtiger. Inzwischen wird ein Fünftel aller Umsätze mit Downloads und Streaming aus dem Netz erwirtschaftet. "Das digitale Angebot ist erwachsen geworden, auch in Deutschland", sagte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI), Dieter Gorny, heute in Berlin. Allerdings fielen 2012 die Umsätze aus Musikverkäufen insgesamt um 3,2 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. Die Gründe dafür seien der weitere Rückgang der CD-Verkäufe um 7,2 Prozent sowie ein überraschend schwaches viertes Quartal gewesen.

19 Streaming-Abo-Dienste in Deutschland

Die Einnahmen aus dem Online-Geschäft legten um knapp 20 Prozent auf 294 Millionen Euro zu. Eine wichtige Rolle spielte dabei das Herunterladen von Musik. Rund 8,4 Millionen Menschen haben nach Verbandsangaben im vergangenen Jahr für heruntergeladene Musik etwa eine viertel Milliarde Euro ausgegeben, mehr als die Hälfte für Musikalben. Der Umsatz mit Abos für Streaming-Dienste kletterte um knapp 40 Prozent auf 36 Millionen Euro. In Deutschland gebe es bereits Zugang zu 68 legalen Online-Musikdiensten, 19 davon als Streaming im Abo. Noch gilt Streaming aber als Zusatzgeschäft: Aktuell liegt der Umsatzanteil hier bei 2,5 Prozent des Gesamtumsatzes. Die Branche setzt indes darauf, dass Fans via Streaming neue Musik entdecken und sich dies dann positiv auf traditionelle Musikverkäufe auswirkt.

"Die neuen legalen Angebote erweitern das Musikspektrum der Fans und erleichtern es ihnen, neue Musik zu finden", sagte BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke. Das legale Angebot habe maßgeblich zur Erholung des Marktes beigetragen. Dennoch müsse die Branche angesichts der illegalen Angebote die Rechte der Urheber weiter konsequent durchzusetzen.

Vinyl-Platten: wachsender Markt

Allerdings stützt sich nach BMVI-Angaben der Musikmarkt auf relativ wenige Käufer: 43 Prozent des Umsatzes kommen von nur 3,4 Prozent der Einwohner. Im Schnitt liegt der Umsatz pro Kunde bei 56 Euro im Jahr. Doch fast zwei Drittel (63 Prozent) kaufen überhaupt keine Musik.

Allen Unkenrufen zum Trotz ist auch die CD längst nicht tot, sondern weiter auf Platz eins der Tonträger. Allein mit CDs wurde 2012 rund eine Milliarde Euro erwirtschaftet. Trotz eines Rückgangs um 7,2 Prozent machen CDs weiter einen Anteil von knapp 71 Prozent am Gesamtumsatz aus. Auch der bereits seit einigen Jahren anhaltende Trend, wieder Vinyl zu kaufen, setzte sich 2012 fort: Rund eine Million LPs wurden verkauft, der Umsatz lag bei 19 Millionen Euro, was einem Plus von 40,1 Prozent entspricht.

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