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M-net baut Glasfaser-Netz weiter aus

Mehr als 230 000 weitere Wohnungen will M-net zusammen mit den Stadtwerken München ans Glasfasernetz anschließen.
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Mehr Glasfaser für MünchenMehr Glasfaser für München München gilt als eine der Vorzeigestädte, wenn es um die Versorgung mit echten Glasfaserleitungen bis ins Haus geht. Zwischen 2010 und 2013 haben die Stadtwerke München (SWM) zusammen mit M-net innerhalb des Mittleren Rings etwa 340 000 Haushalte und 60 000 Gewerbeeinheiten mit schnellem Internet versorgt. Jetzt soll es weiter gehen: Weitere 230 000 Haushalte sollen in den kommenden Jahren an das Netz angeschlossen werden. Das gab M-Net heute bekannt.

In die "Ausbauoffensive Glasfasernetz" wurden bislang gut 250 Millionen Euro investiert. Wie hoch das Investment für die zweite Ausbaustufe genau ist, wurde nicht bekannt gegeben. Es ist aber auch hier von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag die Rede. Details gibt es zu den Ausbauplänen. Die 230 000 Wohnungen befinden sich in 35 000 Gebäuden außerhalb des Mittleren Rings. Sie sollen in den kommenden fünf Jahren erschlossen werden. Damit werden dann knapp 70 Prozent aller Münchner Haushalte direkten Zugang zur hochleistungsfähigen Glasfaser haben, heißt es von M-net.

Erschließung von Gewerbe ist wichtig

Der 2. Bürgermeister der Stadt, Josef Schmidt, betont zudem, dass zusätzlich zu den Gewerbebetrieben im bisherigen Erschließungsgebiet künftig rund 21 000 weitere Betriebe einen Highspeed-Datenanschluss erhalten können. "Damit wird der Druck auf die bereits gut versorgten Kerngebiete in der Stadt gemindert und die Abwanderung von Gewerbebetrieben aus dem Stadtgebiet in Umlandgemeinden mit einer besseren Breitbandversorgung verhindert."

Noch in diesem Jahr beginnen die SWM, die Gebiete Hasenbergl und Harthof zu erschließen. Nach dem mehrmonatigen Aufbau und der Implementierung der Technikkomponenten stehen dann im ersten Schritt mehr als 21 500 Haushalten sowie fast 1 000 Gewerbebetrieben und Unternehmen ab dem ersten Halbjahr 2017 die neuen Anschlüsse zur Verfügung.

Anschließend wird der Anbau in Messestadt Riem, Obersendling-Ost, Neuhadern-Ost, Laim-Ost, Freiham, Am Luitpoldpark, Infanteriestraße, Milbertshofen, Freimann-Süd, Parkstadt Bogenhausen, Josephsburg, Balanstraße Nord, Perlach-Süd, Moosach-Süd, Alt-Moosach, Nymphenburg-Süd, Neupasing, Siebenbrunn, Alte Heide, Oberföhring-Ost, Thalkirchen, Mittersendling, Pasing-Ost, Nymphenburg Nord I und Nymphenburg Nord II fortgesetzt. Am Ende sollen 570 000 Haushalten sowie etwa 81 000 Gewerbebetrieben Zugang zum Glasfasernetz haben. Eine Übersichtskarte finden Sie am Ende dieser Meldung.

Stadtwerke nutzen Netz für Smart Grid & Co.

Die SWM werden das flächendeckende Glasfasernetz auch für innovative Anwendungen im Strommarkt nutzen, wie zum Beispiel intelligente Zähler, Smart-Grid-Anwendungen oder Smart-Home-Dienstleistungen. Die nicht selbst benötigten Leitungskapazitäten verpachten die SWM an ihre Telekommunikationstochter M-net, über deren Infrastruktur die Kunden dann Telekommunikations- und Internetlösungen von M-net oder anderen Anbietern beziehen können.

"Mittelfristig ist die Glasfaser das einzige Medium, das den Bandbreitenbedarf bewältigen wird", sagt Jens Prautzsch, Vorsitzender der M-net-Geschäftsführung. "Alle aktuellen Parameter und jegliche Zukunftsprognosen weisen einhellig darauf hin, dass der Bandbreitenbedarf exponentiell weiter wachsen, ja explodieren wird." Schon in vier Jahren benötigen Haushalte nach seinen Angaben im Regelfall Internetanschlüsse mit 100 MBit/s - andere Studien gehen sogar von viel höheren Datenraten bei Privathaushalten aus.

M-net hat uns im vergangenen Jahr einen Blick hinter die Kulissen gewährt. So können wir Ihnen zeigen, wie es M-Net schafft, die komplette Münchner Innenstadt mit Glasfaser-Internet zu versorgen. Wir geben Ihnen einen exklusiven Einblick in das FTTB-/FTTH-Netz.

Der Ausbauplan
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