Hosentaschen-Smartphone

Motorola Moto E im Test: Das kleine Komplettpaket zum günstigen Preis

Das Motorola Moto E ist ein nagelneues Kitkat-Smartphone, das durch den günstigen Preis von 120 Euro überrascht. Im Test stellte sich daher die Frage: Für wen taugt das Einsteiger-Handy und an welcher Stelle hat Motorola gespart?
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Warum über 600 Euro ausgeben, wenn es auch ordentlich ausgestattete brandneue Android-Smartphones unter 150 Euro gibt? Das von Motorola erst vor wenigen Tagen vorgestellte Moto E setzt mit seiner handlichen Größe und dem Kampfpreis von 119 Euro UVP natürlich schon eine interessante Marke. Im Test gehen wir darum der Frage nach: Was bietet das kleine Motorola zu diesem Preis - und an welchen Stellen musste der Hersteller abspecken?

Motorola Moto E im Test Das kleine Komplettpaket zum günstigen PreisMotorola Moto E im Test: Das kleine Komplettpaket zum günstigen Preis Mit dem Moto G und dem Moto X hat Motorola, das mittlerweile nicht mehr zu Google, sondern zu Lenovo gehört, interessante Mittelklasse-Geräte auf den Markt gebracht, wovon sich immerhin das Moto G in Deutschland recht gut verkauft hat. Daher bleibt es spannend, ob der "Winzling" Moto E diesen Erfolg fortsetzen kann.

Moto E: Klein, aber nicht ganz fein

Homescreen des Moto EHomescreen des Moto E Warum haben wir das Wort "Winzling" im letzten Satz in Anführungszeichen gesetzt? Im Zeitalter neuer Spitzen-Smartphones mit über 5 Zoll bis hin zu 6 Zoll und mehr sind die 4,3 Zoll Bildschirmdiagonale ein deutliches Zeichen dafür, dass das Moto E keine Filmliebhaber, sondern eher Telefon- und Messaging-Fans ansprechen will. Im Test empfanden wir das Moto E als angenehmes Hosentaschen-Gerät, das man auch ohne separate Hand- oder Gürteltasche jederzeit mitnehmen kann.

Dank gummierter Rückseite liegt das Moto E gut in der HandDank gummierter Rückseite liegt das Moto E gut in der Hand "Winzling" steht aber auch deswegen in Anführungszeichen, weil das Gerät mit 12,3 Millimeter recht dick und mit 142 Gramm relativ schwer ist. Angesichts des überschaubaren Funktionsumfangs sollte Motorola beim Nachfolgemodell daher einmal über eine Schlankheitskur nachdenken.

Dank des höheren Gewichts und der gummierten, griffigen Rückseite liegt das Moto E gut in der Hand. Power-Button und Lautstärkewippe heben sich etwas vom Gehäuserand ab und sind damit gut erfühlbar. Durch die silberne Einfärbung sind sie auf dem ansonsten schwarzen Gehäuse auch gut sichtbar. Außer der Micro-USB-Buchse und der Audio-Klinkenbuchse hat das Telefon ansonsten keine Anschlüsse oder Bedienelemente, auch keinen physikalischen Homebutton.

Kein Blitz: Die Kamera ist nur bei gutem Licht verwendbarKein Blitz: Die Kamera ist nur bei gutem Licht verwendbar Der Lieferumfang ist beim Moto E - wie mittlerweile von Motorola gewöhnt - spartanisch ausgefallen. Außer dem Handy, einem USB-Verbindungskabel und einer Kurzanleitung fanden wir nichts in der Packung. Wer nicht schon ein Steckernetzteil von einem früheren Smartphone besitzt, muss dieses entweder separat erwerben oder das Moto E stets an Computer oder Laptop aufladen, was ziemlich realitätsfern ist.

Bedienelemente, Anschlüsse, Ersteinrichtung und Benachrichtigungen

Steckplätze für Speicherkarte und Micro-SIMSteckplätze für Speicherkarte und Micro-SIM Nach dem Auspacken war das Telefon schnell eingerichtet: Die Rückwand ließ sich beim ersten Mal relativ schwer abnehmen, am besten setzt man den (nicht zu kurzen) Nagel des Daumens am Micro-USB-Port unter die Abdeckung. Nach dem Öffnen enteckten wir, dass der Akku fest verbaut und für den Anwender nicht zu wechseln ist. Mit Blick aufs Display gesehen auf der linken Schmalseite liegen unter der Abdeckung die Steckplätze für die Micro-SIM und eine MicroSD-Speicherkarte.

Nach dem Einschalten erscheint für wenige Sekunden ein lustig animiertes Motorola-Logo auf weißem Hintergrund, bevor die übliche Android-Einrichtung beginnt. Diese war in unserem Test nach wenigen Minuten erledigt.

App-Menü des Moto EApp-Menü des Moto E Nervig sind nach dem ersten Erscheinen des Homescreens allerdings die zahlreichen Benachrichtigungen, in denen die von Motorola vorinstallierten Apps ihre Dienste anbieten wollen. Die Funktion, das Telefon bei Verlust zu schützen, war dabei noch eher harmlos, schon nerviger war Motorola Alert, das versprach, Unterbrechungen von Besprechungen verhindern zu können.

Auf der folgenden Seite widmen wir uns der Android-Oberfläche sowie den vorinstallierten Apps udn schauen uns an, was ein 120-Euro-Smartphone an Leistung bieten kann. Außerdem schätzen wir ein, wie lange der Akku durchhält.

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